Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
17.04.2004. Die taz feiert ihren fünfzigsten Geburtstag. FAZ und Welt gratulieren, und wir natürlich auch. In der SZ behauptet der israelische Historiker Benny Morris: "Die heutige palästinensische Gesellschaft ist eine barbarische." In der FAZ weiß Gerhard Kaiser: "Gehirnzwang ist Glaubenssache". In der Welt besucht der in Deutschland lebende Schriftsteller Hussain al-Mozany seine Familie in Bagdad. Die NZZ erklärt sich den Boom der Biografien mit dem Lukas.

TAZ, 17.04.2004

Die taz, tja, die taz ist heute nicht die taz, denn sie feiert Geburtstag. Und zwar ihren fünfzigsten, wir schreiben das Jahr 2029: "Extra für diese Ausgabe wird die taz einmalig mit einem komplett neuen Layout erscheinen - mit anderer Typografie, durchgehend farbig, auf hochwertigem Papier." Feuilleton gibt's keins mehr, jedenfalls nicht als eigenes Ressort. Und im Netz stehen die Artikel auch nicht. Schöne Bescherung - wir berichten mal kursorisch, was so drinsteht:

Bascha Mika gratuliert im Editorial sich selbst - und der FAZ: "Es gibt nur zwei Überlebende. Die taz und die FAZ. Als einzige überregionale Qualitätszeitungen haben sie der mörderischen Konkurrenz, der aberwitzigen Konzentration und der umwälzenden Strukturanpassung bei den Printmedien getrotzt." (Von den Mehrheitsanteilen des Perlentauchers an beiden Blättern schweigt sie vornehm.) Außenpolitik: In China droht die Rückkehr der Kommunisten. EU-Alterspräsident Joschka Fischer (81) beherrscht zwei Zeitungsseiten - und es gibt ein großes Interview. Sport: DFL-Präsident Oliver Kahn unterschreibt einen Vertrag mit dem chinesischen Fußballverband: Die Bayern spielen zwei Jahre in der chinesischen Liga. Inland: Eberhard Seidel stellt das Taliban-Revival in Gestalt der sogenannten Mohammeds in Deutschland vor.

Außerdem: Diskutiert wird, pro und kontra, das Thema Genoptimierung. Jakob Hein räumt ein: "Es klingt natürlich komisch, wenn man hört, dass die GO-Kinder beispielsweise die Hautfarbe N 241 haben". Harald Fricke freut sich, dass das Mahnmal für die ermordeten Juden Europas demnächst fertig wird. Matthias Urbach berichtet, dass es den ersten fünf Mondtouristen trotz des mutmaßlichen Selbstmords ihres Anführers Jeff Bezos nach wie vor ganz gut geht. Dirk Knipphals und Cristina Nord besprechen die neueste Traumsoftware und Barbara Bollwahn stellt den wackeren Dieter Kosslick vor, der das letzte Kino Berlins betreibt.

Den Nachruf auf Frank Schirrmacher, hat Michael Ringel verfasst. Er lässt nochmal die wichtigsten Stationen des Lebens des wohl wichtigsten Deutschen Revue passieren: "Um dem größten Kanzler Deutschlands noch ähnlicher zu werden, anverwandelt er sich die Ausmaße des Polit-Titanen. Schirrmacher wiegt schon bald 180 Kilo. Am 17. April 2014 aber löst sich endlich seine körperliche und geistige Starre, er verlässt seine Höhle und Kreta, wechselt aufs Festland und wird später Besitzer eines Fischrestaurants im Hafen von Piräus. Dort beginnt er auch zu singen."

Und tom touche, es gibt ihn noch und auch das Sandburg-Kind mit der Schaufel, ist bunt.

Als Nostalgie-Beilage finden wir die taz vom 17. April 2004. Sie ist sehr dünn und schwarz-weiß, ein Feuilleton hat sie nicht aufzuweisen, ein tazmag auch nicht.

SZ, 17.04.2004

Benny Morris, einst einer der "Neuen Historiker" Israels (mehr z.B. hier), vertritt heute entschieden Palästinenser-kritische Ansichten. Linda Benedikt hat ein Interview geführt, in dem er kein Blatt vor den Mund nimmt: "Wenn Israel einen Terroristen erschießt, jubelt hier keiner. Ich weiß, viele erklären dies mit der Kräfteungleichheit: Sie sind schwach, und wir sind stark. Aber das ist doch nicht normal! Nur Barbaren, und ich verwende den Ausdruck explizit für die heutige palästinensische Gesellschaft, können so fühlen. Auch wenn wir dafür eine Mitschuld tragen, müssen wir das Kind beim Namen nennen: Die heutige palästinensische Gesellschaft ist eine barbarische." Und dies noch: "Wenn bin Laden, der Islamische Dschihad und vielleicht auch Fatah, chemische oder nukleare Waffen hätten, dann würden sie sie einsetzen. Bin Laden gegen den Westen und die anderen gegen Israel."

Weitere Artikel: Marianne Heuwagen berichtet, dass in Südafrika die Bildenden Künste nun bei der nationalen Identitätsbildung helfen sollen, wenngleich zu konstatieren ist: "In den 82 schwarzen Townships gibt es kein einziges Kunstmuseum, kein Theater, nicht einmal eine Bücherei." Franziska Augstein wettert im Feuilleton-Leitartikel gegen amerikanisch-britisches Sendungsbewusstsein. Unkaputtbar ist der Rock, stellt Oliver Fuchs fest, ohne das ausdrücklich furchtbar zu finden oder gut. Und von wegen kritisches Potenzial: "Eigentlich haben sich Kapitalismus und Rockismus doch über die Jahre ganz gut verstanden. Fast will man meinen: Das sind die besten Freunde."

Ein Loblied singt Martin Mosebach auf seinen Kollegen Eckhard Henscheid zur Verleihung des Italo-Svevo-Preises und hält dessen Werk für beinah unermesslich, denn: "Henscheid ist ein Erdteil." Von begrenztem Interesse ist für Christine Dössel Falk Richters "Unter Eis" an der Berliner Schaubühne. Achim Freyers Inszenierung der Händel-Oper "Ariodante" hat, trotz Schwächen, "unwiderstehlichen Charme". Ein lakonischer Film und sehenswert, meint Martina Knoben: "Grüsse aus Dachau". Wie fast immer kümmert sich Fritz Göttler nur um die guten Seiten eines Films, hier "Hidalgo" mit Viggo Mortensen. Außerdem kommentiert er wohlwollend die Nominierungen zum deutschen Filmpreis.

Besprochen werden Rafael Seligmans Psychogeschichte des Dritten Reichs und die Geschichte einer Adoption aus Indien (mehr in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr.)

Im Aufmacher der SZ am Wochenende plädiert Hans Leyendecker entschlossen für mehr Innere Sicherheit. Die Bedrohung durch islamistischen Terror ist , wie er zu belegen versucht, mehr als real: "Denn Apokalypse hin oder her: es gibt einen unheimlichen, omnipräsenten Feind im Innern, einen Feind, wie wir einen solchen noch nie hatten." Konkret heißt das für Leyendecker: "Die informationelle Trennung von Nachrichtendiensten und Polizei, für die es in der deutschen Geschichte gute Gründe gab, sie ist angesichts dieser Gefahr zum Anachronismus geworden." Und historisch: Es wiederholt sich die Geschichte der Kreuzzüge, nur in umgekehrter Richtung.

Außerdem: Hilmar Klute erzählt noch einmal die Geschichte des Serienmörders Landru aus dem Jahr 1922, deren Umstände ihn an den Fall des Kinderschänders Dutroux erinnern. Schloss Meseberg in Brandenburg wird zum Sitz des Gästehauses der Bundesregierung. Dort hätte man freilich, wie Alexander von Schönburg zu berichten weiß, lieber seine Ruhe. Annonciert wird eine amerikanische Klatsch-Biografie der früh verstorbenen Schauspielerin Natalie Wood. Im Album der Arten stellt Joachim Bessing heute den "Nichtsnutz" vor. Die obligatorische Wochenend-Erzählung stammt diesmal von Sam Shepard und es geht um die Achtziger. Das obligatorische Wochenend-Interview führte Anne Siemens mit Attac-Mitgründer Sven Giegold.

Welt, 17.04.2004

Der irakische Schriftsteller Hussain al-Mozany, der seit über 25 Jahren in Deutschland im Exil lebt, hat seine Familie in Bagdad besucht. In einem Reisebericht schildert er, wie fremd ihm die Heimat geworden ist: "In kleinen Nachbars- und Familienkreisen leuchtet die Neugierde aus den Augen, die alle auf mich gerichtet sind, mich begutachten, überprüfen, beargwöhnen, um schließlich festzustellen, was in all diesen Jahren aus dir geworden ist. Nach langem Schweigen wird die erste Frage von den Ältesten gestellt: Gibt es Tee und Zucker in Deutschland? Wo liegt denn Deutschland? In der Nähe von Mekka? Werden dort die Toten in Leichentücher eingehüllt? Betet deine Frau? - Nein, ich habe es ihr nicht beigebracht, weil ich selbst nicht bete. Ist sie überhaupt Muslimin? - Sie ist Katholikin. Was ist denn eine Katholikin? - So etwas Ähnliches wie eine Muslimin. Aha! Misstrauisches Nicken."

Auf den Forumsseiten singt die ehemalige Filmredakteurin der taz, Mariam Lau, der taz ein Geburtstagsständchen zum Fünfundzwanzigsten: "Ihr wahres Kapital, das waren die Leidenschaften, der galoppierende Irrsinn und der zähe Professionalismus ihrer Redakteure: Hölderlin-Fanatiker, barfuß gehende Afrika-Experten, weiße Soul-Aficionados aus Hamburg, in denen ein Neger steckt, der raus will; Leute, die fünf Fremdsprachen fließend sprechen und in all diesen Sprachen "humanitäre Intervention" sagen können; Damen mit seltsamen Hüten, die Susan Sontag um den Finger gewickelt haben und sogar eine Layouterin aus Frankreich mit dem viel versprechenden Namen Francoise Cactus, die inzwischen mit ihrer Band Stereo Total zur Berliner Lokalgröße avanciert ist."

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FAZ, 17.04.2004

Der albanische Schriftsteller Beqe Cufai gibt im Aufmacher einen deprimierenden Einblick in den geistigen Zustand des Kosovos. Dort wurden die Angriffe auf Serben und Roma im März von der Mehrheit der albanischen Intellektuellen mit "verwirrtem Schweigen oder peinlicher Ignoranz" quittiert, wie sich Cufai empört. Allein Ismail Kadare habe von Paris die Gewaltakte verurteilt, wofür er prompt Morddrohungen der "Albanischen Nationalen Armee" (ANA) erhalten hat.

In die FAZ-Hirndebatte schaltet sich der Literaturwissenschaftler Gerhard Kaiser (mehr hier) mit der hübschen These "Gehirnzwang ist Glaubenssache" und einem Zitat von Gottfried Kellers Grünem Heinrich ein: "Ihre Zeit hat auch die Rose. Wer wird, wenn sie erblüht, um sie herumspringen und rufen: He! Dies ist nichts als Pottasche und einige andere Stoffe."

Weiteres: Christian Geyer kommentiert Bushs Haltung zum Ausschuss zum 11. September ("Es ist ganz einfach, hätte ich von den Anschlägen gewusst, hätte ich gehandelt"). In der Randglosse zeigt sich "apl" irritiert, dass der Trailer zu Pedro Almodovars neuem Film in französischen Kinos nicht mehr vor Mel Gibsons "Passion" gezeigt werden soll - mit der Begründung, er sei zu schockierend. Joseph Croitoru wertet osteuropäische Zeitschriften aus, in denen es um die Lage weißrussischer Dichter geht. Diese werden vor allem dann gegängelt und verboten, wenn sie zum Missfallen des moskauhörigen Autokraten Lukaschenko auf weißrussisch schreiben. Rainer Blasius schreibt zum Tod des Zeithistorikers Gerhard Schulz.

Brigitte Kronauer bewundert ausführlichst Eduard Mörikes Radikalität. Stefanie Diekmann blickt zurück auf die dubiosen Geschäfte des Schaustellers P.T. Barnum und seine Freak-Show.

Auf der Medienseite stellt Mark Siemons nach einem ersten Blick in die Zukunfts-Jubiläumsausgabe der taz beruhigt fest: "Linke wird es immer geben". Aber auch: "Die Zukunft, die damals doch die politische und biographische Triebfeder des Unternehmens abgab, ist der Zeitung ebenso abhanden gekommen wie den größten Teilen des Milieus, in der sie verwurzelt ist. Genauer gesagt, eine Vorstellung von der Zukunft, bei der eins mit dem anderen zusammenhängt und kulturelle, ökonomische, gesellschaftliche und globale Entwicklungslinien in einer neuen Wirklichkeit zusammenlaufen."

Besprochen werden die Schau zu William Kentridge im Düsseldorfer K 20, eine Ausstellung über "Brecht und die Schweiz" in Zürich, eine Ausstellung zur deutsch-namibischen Geschichte in Köln, eine Dokumentation der Kindheit Johann Sebastian Bachs in Eisenach, die Uraufführung von Falk Richters "Unter Eis" an der Berliner Schaubühne, Marc Espositos Film "Die Herzen der Männer".

Auf der Plattenseite widmen sich Rezensionen neuer Sakralmusik aus Charpentier, Leos Janaceks Streichquartetten und den Rockalben der Saison. Andreas Obst besucht die Abbey Road.

Bücher werden natürlich auch besprochen, darunter Caroline Vollmanns Neuübersetzung von Emile Zolas Roman "Das Glück der Familie Rougon", der Briefwechsel zwischen Paul Celan und Ilana Shmueli sowie Hörbucher (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).

Berliner Zeitung, 17.04.2004

In einem langen Interview über Reformpolitik und Liberalismus erklärt der "Grundausstattungs-Marktliberale" Ralf Dahrendorf auf den Magazinseiten, welche Deutsche er für modern hält: "Die moderneren Deutschen sind die Ostdeutschen, die nach Westdeutschland gegangen sind und dort beträchtlich dazu beigetragen haben, Dinge voranzubringen. Meine Vermutung ist, dass alle Thesen über West- und Ostdeutschland die Migration unterschätzen. Sie ist das Kernstück, und sie ist ja auch vollkommen sinnvoll - ich hätte das auch gemacht. Statt zehn Jahre zu warten, bis die Lebensbedingungen sind wie in Pforzheim oder Soest, gehe ich doch lieber gleich nach Pforzheim oder Soest. Man kann keine vernünftige Aussage über Ost und West machen, ohne diese Binnenwanderung ins Zentrum zu rücken."

NZZ, 17.04.2004

Wie kommen nur all die Biografien auf die Bestseller-Listen? Der Philosph Dieter Thomä (mehr hiererklärt sich die biografische Mode folgendermaßen: "Es ist unklar, wie die Autobiografien von Dieter Bohlen (Jahresbestseller 2002), Helmut Kohl (Platz 3 der gegenwärtigen Spiegel-Bestsellerliste) und Farah Diba-Pahlavi (Platz 14) dem eigenen Leben auf die Sprünge helfen könnten. Doch wer sagt, dass es bei der biografischen Mode um Lebensberatung und Lebensführung ginge? Das Hauptgeschäft, das mit Biografien gemacht wird, operiert vielmehr auf der Basis einer sehr freien Auslegung des Lukasevangeliums. Zwei Devisen kommen zum Einsatz. Die erste: Werden andere erniedrigt, so wird man selbst erhöht werden. Und die zweite: Werden andere erhöht, so wird man gleichfalls selbst erhöht werden."

In Literatur und Kunst begrüßt Karlheinz Stierle das Ende des "deutsch-französischen Dialogs", der seit Fichte an den Glauben von der "Wesensdifferenz", als "glückliches Zeichen für das Abklingen einer deutsch-französischen Familienneurose". Georg Kreis blickt auf das französisch-englische Verhältnis, das heute genauso unherzlich ist wie vor hunderten Jahren zur Zeit der "Entente cordiale". Karin Gimmi erinnert an den Architekten Giuseppe Terragni, der vor hundert Jahren geboren wurde, Roman Hollenstein widmet sich dem Aspekt des Klassischen in seinem Werk.

Besprochen werden die Vivienne-Westwood-Retrospektive im Londoner Victoria & Albert Museum, die Schau spätmittelalterlicher Schätze im Louvre und Bücher, darunter Philip Larkins deftiger Roman "Wirbel im Mädcheninternat Willow Gables", mehrere Studien zum jüdischen Aufklärer Salomon Maimon, Alain de Liberas Band "Denken im Mittelalter", Salomon Malkas Emmanuel-Levinas-Biografie und der neue, fünf Kilo schwere Gesamtkatalog der Sammlung Oskar Reinhart "Am Römerholz" (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).

FR, 17.04.2004

Harry Nutt hat in der Frankfurter U-Bahn zwei islamistisch schwadronierende "Jugendliche südländischer Herkunft" gehört und liefert als kompetenter Feuilletonist, der er ist, gleich den weltpolitischen Rahmen: "Versucht man eine solche Alltagsszene im Kontext der politischen Situation zu deuten, dann fällt auf, dass der monströse Akt der Gewaltsetzung unterwegs ist zu einer politischen Artikulation. Was den Terroranschlag vom 11. März in Madrid vom 11. September in New York und Washington unterscheidet, ist die Form der Adressierung. Kam der 11. September 2001 einem Angriff 'from outer space' gleich, so stand der 11. März im Zeichen einer monströsen Bestrafungsfantasie des politischen Akteurs Spanien."

Weitere Artikel: Über einen Streit weit links informiert Velten Schäfer: Es geht - um es kurz zu machen - um Versuche, den im letzten Jahr verstorbenen antifaschistischen Denker Johannes Agnoli (hier ein Nachruf) ins Lager der bellizistischen Antideutschen einzugemeinden (hier ein Text der Tochter). Renee Zucker kommentiert in der Zimt-Kolumne das Geschehen in der großen Welt und auf ihrem Balkon.

Einer kritischen Sichtung unterzieht Petra Kohse das Weltbeklagungsprogramm der Berliner Schaubühne anlässlich von Falk Richters Stück "Unter Eis": "'Unser Leben!' rufen sie, die feste Gehälter, ein schönes Theater und sicher nette Freunde haben, und stemmen auf der Bühne Pappkameraden der bösen Kriegs- und Warenwelt. Und ein Stemmen ist es. Ein forciertes Sprechen und hart sein und total organisiert, weil der ganze ideologische Wohlstandsmüll noch wartet und weg muss." Adam Olschewski feiert gelassen die neue "Tortoise"-CD (mehr) und das Fortleben des Post-Rock. Frank Keil berichtet von der qualitativ uneinheitlichen Ausstellung "Doublebind - Kinder Kunst Karriere" in Bremen, deren Titel eigentlich schon alles sagt.