Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Leslie Grace (@lesliegrace)
Der neue "
Batgirl"-Film hat den Produzenten bei Warner offenbar so gut gefallen, dass sie ihn ganz für sich alleine behalten wollen. Der für irgendwas zwischen 70 und 90 Milionen Dollar bereits abgedrehte und nahezu fertig produzierte Film soll
weder im Kino,
noch auf Streamingplattformen zu sehen sein. "Laut Warner Brothers lag es nicht an der Qualität des Films, sondern am fehlenden strategischen Platz dafür",
weiß Kathleen Hildebrand in der SZ mutmaßlich nach der Lektüre
dieses Variety-Artikels. Man wolle "weg von der Priorisierung des Streamings und
zurück zu prestigeträchtigen Blockbuster-
Filmen, die im Kino gezeigt werden. 'Batgirl' allerdings wurde in strategisch anderen Zeiten geplant, als Warner exklusive Filme für seinen Streaming-Dienst
HBO Max wollte. Auf kleine Bildschirme angelegt, kann er in puncto Spektakel wohl nicht mit den ganz großen Filmen mithalten. ... Zu klein fürs Kino, zu groß fürs Streaming." Die
New York Post allerdings hat von miserablen Testvorführungen
erfahren, die womöglich doch ausschlaggebender für diese Entscheidung gewesen sein dürften. Dass der Film irgendwann doch noch einmal ans Tageslicht kommen wird, kann sich Gerrit Bartels vom
Tagesspiegel gut
vorstellen: "Künstlerische Projekte wie diese, die unvollendet sind, verschwinden oder zensiert werden, von wem auch immer, wecken Begierden und bekommen
eine ganz eigene Aura."
Gar nicht wohl wird David Steinitz von der
SZ bei dem Ausblick darauf, dass im kommenden Herbst mit
Amazons "The Rings of Power" (aus dem Tolkien-Universum) und
HBOs "House of the Dragon" (aus dem "Game of Thrones"-Universum) gleich zwei Prestige-Blockbuster-Serien aus dem Fantasy-Genre mit
völlig irrwitzigen Budgets ins Rennen um die Publikumsgunst gehen: Im Goldenen Zeitalter der Serien herrscht Abendstimmung, findet er. Noch vor kurzem "verordnete sich fast jeder Streamingdienst und jeder Sender eine
Originalitätspflicht." Doch im jetzigen Szenario "klingt alles nicht mehr nach Innovation, sondern nach
Copy-
and-
paste. Und damit nach dem Hollywoodkino der Gegenwart, wo Filme schon lange keine Kunst mehr sind, sondern 'content'.
Kunst verunsichert Aktionärsnerven. 'Content' beruhigt Aktionärsnerven - zumal wenn er auf bereits existierendem 'content' beruht." Und dann hat man auch noch No-Names für die Arbeit verpflichtet: "Das macht man eher nicht, wenn man seinen Künstlern die Freiheit geben will, sich auszutoben, sondern wenn man sie
an der kurzen Leine halten will."
Außerdem: In der
SZ plaudert Tobias Kniebe mit den Produzenten
Philipp Käßbohrer und
Matthias Murmann, die gerade mit der Serie "King of Stonks" und der Komödie "Buba" auf
Netflix durchstarten. Arno Widmann (
FR) und Sarah Pines (
NZZ) erinnern an
Marilyn Monroe, die vor 60 Jahren gestorben ist. Andreas Busche
erzählt im
Tagesspiegel von seinem Treffen mit dem Schauspieler
Brian Tyree Henry, der in der Actionkomödie "Bullet Train" als Widersacher von Brad Pitt zu sehen ist.
Besprochen werden die Actionkomödie "Bullet Train" mit
Brad Pitt nach dem
gleichnamigen Roman von
Kotaro Isaka (
FR,
taz),
Kiyoshi Kurosawas "To the Ends of the Earth" (
Perlentaucher),
Vincent Maël Cardonas "Die Magnetischen" (
Perlentaucher),
Régis Roinsards gleichnamige Verfilmung von
Olivier Bourdeauts Roman "Warten auf Bojangles" (
taz), die DVD-Ausgabe von
Dario Argentos "Dark Glasses" (
taz, unsere Kritik
hier) und die Netflix-Komödie "Buba" mit Bjarne Mädel (
SZ,
FAZ,
ZeitOnline). Außerdem
informiert uns die
SZ, welche Filme sich in dieser Woche wirklich lohnen und welche nicht.