Stichwort

Woke

30 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 2
9punkt 20.02.2021 […] der Welt eine interessante Archäologie des Wortes "Woke" vor, das neuerdings in aller Munde ist, entweder als Selbstbeschreibung eines für alle (oder zumindest einige) Ungerechtigkeiten wachen Geistes, oder als Spott über eine Ideologie. Das Wort war lange ein afroamerikanisches Slangwort, so Küveler.  Von Erykah Badu gibt es den Song "I Stay Woke" aus dem Jahr 2008: Den Sprung ins allgemeine Publikum […] amerikanischen Ferguson 2014 einen unbewaffneten schwarzen Jugendlichen erschoss". "I Stay Woke" wurde zum Slogan der Demonstranten. "Was aber hat der Protest gegen Rassismus mit Bekämpfung von Sexismus, Transfeindlichkeit oder sozialer Ungerechtigkeit in vorwiegend weißen Kontexten zu tun? Wie wurde aus 'woke' ein Überbegriff für identitätspolitisch Bewegte? Es ist das passiert, was schon 1962 in Harlem […]
9punkt 13.02.2021 […] so gierig, so unverschämt', um sie vom Aufstand abzuhalten. Die Geschichte der Moral nicht zu kennen, ist ein regressiver Zug der neuen Moralisten. Deshalb unterscheide ich auch zwischen 'woke' und 'links': 'Woke' verfolgt eine moralistisch- regressive Politik, die mit links gar nichts zu tun hat. Sie hat ein reaktionäres Menschenbild und betreibt eine reaktionäre Politik." […] der Gesellschaft voran, meint er auch mit Blick auf Cancel Culture von links: "Man kann nur dafür eintreten, dass die Empörung nicht allzu viel Macht in den Institutionen bekommt. Leider ist bei den woken Aktivisten das Wissen verloren gegangen, dass Moral lange ein Mittel der Unterdrückung war, um die sogenannten Unterschichten mundtot zu machen. Ihnen wurde entgegengerufen 'Seid nicht so neidisch, […]
9punkt 28.01.2021 […] informieren dürfen. Und er nimmt hin, dass Frauen in einigen Regionen Hunderte Kilometer für einen sicheren Schwangerschaftsabbruch reisen müssen." Mit dem Hipster ist es vorbei. Verdrängt wird er von den woken Schneeflöckchen, die den sympathischen Hedonisten skrupellos zur Seite drängen, diagnostiziert Ijoma Mangold in der Zeit: "Wo die Hipster-Kultur auf Distinktion setzte, setzt die Wokeness-Kultur auf […] danach strebten, als Individuen unverwechselbar zu sein, beschreiben sich Letztere bevorzugt in Kategorien kollektiver Identitäten - als People of Color, als Trans*Person, als queer. Und wo die jungen woken Leute heute dezidiert links sind und überall, wo ihre eigene Sprachsensibilität nicht geteilt wird, den Extremismus der Mitte wittern, war der Hipster politisch nie festzulegen, ein unsicherer Kantonist […]