Poetisch gegendert: "Richard drei" am Schauspiel Köln. Foto: Krafft Angerer Gar nicht aus dem Schwärmen raus kommtSZ-Kritikerin Cornelia Fiedler nach Katja Brunners und Pinar Karabuluts Shakespeare-Überschreibung "Richard drei" am Kölner Schauspiel, in der die Titelrolle nicht nur von einer Frau gespielt wird, Yvon Jansen, sondern eine Frau ist. Nach dem Krieg weigert sie sich, wieder gefällige Dienerin zu werden: "Die Titelheldin lügt, betrügt, verführt, verhöhnt, mordet und lässt morden bis die Machtübernahme gelingt, bis sie Königin wird, oder 'Könixin', wie es bei Brunner poetisch gegendert heißt. 'Richard Drei' ist das Porträt eines Machtmenschen außer Kontrolle. Damit bricht die Zeitgeschichte ins Theater ein, ohne dass irgendjemand 'Putin' sagen müsste. Die Schweizer Autorin Katja Brunner, Jahrgang 1991, kombiniert in ihrem Hochgeschwindigkeitstext analytische Schärfe mit der Lust an der Sprachpiraterie. Das erinnert an Elfriede Jelinek und ist doch ganz eigen. Ebenso ihre Kunst, in Mikro-Abschweifungen aus dem Redeschwall Diagnosen einer Menschheit auf Abwegen abzufeuern."
Besprochen werden außerdem Giacomo Meyerbeers preußisches Singspiel "Ein Feldlager in Schlesien", das die Oper Bonn nach 130 Jahren überhaupt zum ersten Mal wieder auf die Bühne gebracht hat ("heftig staatstragend" findet Manuel Brug in der Welt diesen "Schinken", aber die Inszenierung vor allem auch wegen der dezenten Kommentierung sehr verdienstvoll, NMZ), das Tanzstück "Wonderful World" am Stadttheater St. Gallen, das Zirkus-Choreografie und klassisches Ballett verbindet (NZZ), Adena Jacobs' Euripides-Inszenierung der "Troerinnen" am Wiener Burgtheater (FAZ, Welt) und Kornél Mundruczós Inszenierung von Wagners "Tannhäuser" an der Hamburgischen Staatsoper (FR).
Adam Mickiewicz' "Totenfeier". Foto: Bartek Barczyk / Juliusz-Slowacki-Teatr Die polnische PiS-Regierung läuft wieder einmal Sturm gegen das moderne Theater, berichtet Felix Ackermann in der NZZ. Diesmal trifft der Furor der Kulturkämpfer das von Krzysztof Gluchowski geleitete Juliusz-Slowacki-Teatr in Krakau, das es wagte, das Nationalepos "Die Totenfeier" von Adam Mickiewicz auf das heutige Polen umzumünzen. "Die Reaktion der PiS war eindeutig: Wer aus der Totenfeier eine Kritik an der römisch-katholischen Kirche und der polnischen Rechten macht, soll nicht aus nationalen Mitteln finanziert werden. Bereits seit Monaten geführte Verhandlungen um die Förderung des Juliusz-Slowacki-Theaters aus Mitteln des Ministeriums für nationales Kulturerbe wurden auf Eis gelegt. Direktor Gluchowski musste umgehend einen Produktionsstopp verhängen, weil die Förderung vonseiten der Woiwodschaft gerade für die Deckung der laufenden Kosten reicht. In einer öffentlichen Aktion bittet er um Spenden für das 130 Jahre alte Theater. Nachdem im Programm des Theaters das Konzert der Sängerin Maria Peszek aufgetaucht war, die in ihren Texten radikal feministische Kritik als Protest-Soundtrack verarbeitet, gingen die Kulturpolitiker der PiS zur nächsten Eskalationsstufe über. Das Regionalparlament beschloss, ein Verfahren zur Absetzung von Gluchowski als Direktor einzuleiten, obwohl sein Vertrag noch über zwei Jahre läuft."
Weiteres: In der tazberichtet Jürgen Vogt vom ersten Inklusionsfestival für performative Künste in Uruguay.
Besprochen werden eine minimalistische "Tannhäuser"-Aufführung unter Dirigent Kent Nagano an der Staatsoper Hamburg (SZ, FAZ), Milo Raus Inszenierung von Schillers "Wilhelm Tell" (FAZ) und Wagners "Der fliegende Holländer" an der Oper Graz (Standard).
Nachtkritikerin Valeria Heintges ist weniger begeistert von diesem Abend, der den gesamten Schweizer Nationalkomplex durchexerziert: "Kurz vor Schluss wird das Publikum zum Aufstehen animiert: 'Jetzt singen wir die Nationalhymne!' Die Hymne kommt dann - zum Glück - zwar als Gospel daher, aber die freundlich-gezwungene Nötigung ist symptomatisch für den Abend: Hier ist ein Ensemble und ein Inszenierungsteam so begeistert vom eigenen Tun, dass keinem mehr auffällt, dass nach einem vielversprechenden Anfang vieles sehr oberflächlich gerät. Es ist eben doch kein Zufall, dass andere Inszenierungen kleinere Themenfelder beackern: Sie kommen stiller daher, bohren aber tiefer.In der NZZbleibt Ueli Bernays ratlos.
Die Salzburger Festspiele sind sehr beliebt bei Oligarchen, die sich hier ihren Reichtum in den Anschein kosmopolitischer Kultiviertheit umwandeln lassen. Auch aserbaidschanische Konglomerate treten hier gern als Sponsoren auf. Die lettisch-amerikanische Regisseurin Yana Ross und der Schweizer Dramatiker Lukas Bärfuss wollen nun das Verhältnis untersucht sehen, die das Festivals zur Solway Investment Group unterhält, wie Moritz Baumsteiger in der SZberichtet: "Die Wurzeln der Firma liegen in der russischen Aluminiumindustrie, dank ihres Sitzes im eidgenössischen Zug tritt sie aber unverfänglicher als 'Schweizer Unternehmen' auf. Nicht nur wegen deren Nähe zum einen Angriffskrieg führenden Kreml sprechen Ross und Bärfuss deshalb von 'toxischem Sponsoring' - die Festspiele wurden 1920 schließlich als Friedensprojekt gegründet. Die beiden sehen Solway jedoch auch in der Verantwortung für massive Umweltschäden, Korruption, für Einschüchterung und Verfolgung kritischer Journalisten und Aktivisten, etwa im Umfeld der Nickelmine La Fénix in Guatemala." Die Firma sponsort in Salzburg die Nachwuchs- und Jugendschiene.
Weiteres: Nachdem an der Wiener Staatsoper vorzeitiges Buh-Rufen verboten wurde, verteidigt Margarete Affenzeller im Standard diese kulturelle Praxis als Ausdruck kultivierten Missvergnügens. Dorion Weickmann erzählt in der SZ, wie das Staatsballett Berlin TänzerInnen aus der Ukraine und aus Russland aufnimmt.
Besprochen werden Adena Jacobs' Version von Euripides' "Troerinnen" am Wiener Burgtheater (die Michael Wurmitzer im Standard als "grandios feministisch zugespitzt" umjubelt), Pınar Karabuluts Shakespeare-Inszenierung "Richard Drei" am Kölner Schauspiel (Nachtkritik), Stefanie Reinspergers Sarah-Kane-Solo in Berlin (bei dem sich FAZ-Kritiker Simon Strauss wie in einer missglückten Hypnose fühlte, wenn ihm die Energiespielerin ihr Mantra entgegenbrüllt: "Ich bin fett, ich bin ekelhaft", Tsp, SZ), Shakespeares "Macbeth" am New Yorker Longacre Theatre mit Daniel Craig in der Titelrolle (FAZ), das Musikdrama "Lili" über die französische Komponistin Lili Boulanger an der Neuköllner Oper (Tsp).
Im Tagesspiegelberichtet Rüdiger Schaper über die große, von der Primaballerina Iana Salenko organisierte Benefiz-Gala für die Ukraine in Berlin.
Besprochen werden "Gudruns Lied" am Staatstheater Mainz (FR), Oliver Haffners "Ein Geschenk der Götter" am Theater Pforzheim (nachtkritik), "Leaving Carthago" von Pina Bergemann und Anna Gschnitzer am Theaterhaus Jena (nachtkritik), Anatol Preisslers Inszenierung von Tschechows "Onkel Wanja" am Ernst Deutsch Theater in Hamburg (nachtkritik), eine Aufführung des Musicals "Harmony" - eine Geschichte der Comedian Harmonists - von Barry Manilow und Bruce Sussman im New Yorker Museum of Jewish Heritage (SZ) sowie ein "Tempest Project", frei nach Shakespeare, inszeniert von Peter Brook und Marie-Hélène Estienne am Théâtre des Bouffes du Nord in Paris (FAZ).
Ermonela Jaho als Angelica in Puccinis "Suor Angelica". Foto aus Jan Schmidt-Garres Film "Fuoco Sacro"
Keine Diven, sondern drei kluge, fantastisch begabte, ganz unterschiedliche Künstlerinnen hat der Regisseur Jan Schmidt-Garre für seinen Film "Fuoco Sacro" vor die Kamera geholt, um das "Geheimnis des expressiven Singens", das einen in die Seele trifft, zu ergründen. In der FAZ ist Jürgen Kesting hin und weg: "'Eine gequälte Seele zu haben', bekennt Ermonela Jaho, 'hilft einem Künstler, weil man dann bereit ist, an die Extreme geht.' Dass es keine Primadonnen-Floskel ist, wird im Seelenspiegel der Mimik ihres wunderschönen Antlitzes beglaubigt. In Barbara Hannigan ist der Sonderfall einer intellektuellen Sängerin (und Dirigentin!) zu erleben, die es zwar nicht vermeiden kann, 'ein Teil der Rolle' zu werden, aber doch exakt mit heißkaltem Kopf austariert, ob sie sich bei einer heiklen Passage mit der sicheren B-Variante begnügt oder sich auf das Risiko der A-Lösung einlässt: 'Die nicht ganz gelungene Version A ist besser als die gelungene B.' Bei ihr rinnen die Tränen, wie von Rousseau gefordert, aus dem Verstande. Die sanguinisch impulsive Asmik Grigorian ist offenbar das von innen brennende 'stage animal'; sie hat, wie sie bekennt, Jahre gebraucht, um ohne Beta-blocker auf die Bühne zu gehen." In der Weltlässt sich Manuel Brug vor allem vom Gesang Ermonela Jahos betören, "die Rollen wirklich in jeder Körperfaser und jedem Ton mitbebt, mitlebt, mitatmet. Und wenn man das Glück hat, sie zu erleben, spürt man es sofort. Sie hat eine magische Ausstrahlung, die sich ganz langsam Bahn bricht, einer antiken Sirene gleich; auch wenn ihr Gesang niemanden in den Tod treibt, nur zu Tränen."
Weiteres: Antonia Mundig erkundet für das Van Magazin das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin. Besprochen wird Oliver Frljićs Inszenierung "Dantons Tod / Iphigenie" am Gorki Theater (nachtkritik).
Im Tagesspiegelannonciert Frederik Hanssen das Programm der ersten Saison der Doppelintendanz von Susanne Moser und Philip Bröking an der Komischen Oper Berlin. In der tazunterhält sich Bo Wehrheim mit der Performerin Nora Tormann über ihren choreografischen Audiowalk "TURN - Kartographie einer Bewegung" auf den Spuren des Turnvaters Jahn durch die Hasenheide in Neukölln. Besprochen werden Frank Panhans' Inszenierung von "Cyrano de Bergerac" am Berliner Grips Theater als Hip-Hop-Musical ("eine mitreißend erzählte Lovestory in zeitgemäßem Sound" und Happy End, schwärmt Patrick Wildermann im Tsp) und und David Maayans Performance "The more it comes the more it goes" am Theater Nestroyhof Hamakom in Wien (nachtkritik).
In der Berliner Zeitungerzählt der Regisseur Milo Rau, dass er bereits seit seinen "Moskauer Prozessen" von 2013, bei denen um die Schauprozesse gegen Pussy Riot ging, nicht mehr nach Russland einreisen durfte. Und trotzdem: "Als ich noch in Russland inszenierte, bin ich Menschen begegnet, die waren so außerordentlich, dass ich dachte: Hier will ich leben, hier herrscht eine größere Sensibilität in all ihren Widersprüchen als bei uns, im Westen. Wenn ich mich an die durchdiskutierten Nächte in Moskau erinnere, diese ständigen Extreme in den Stimmungen und Meinungen - dann wünsche ich mir nichts sehnlicher, als mit meinen Freunden jetzt dort zu sein. In jenem Land, das im Westen seit einigen Wochen als Reich der Dunkelheit gilt. Denn dieser Krieg wird nicht nur am äußeren, sondern vor allem am inneren Druck scheitern, wie alle Kriege. Nicht 'Russland', nur die Russen - nur wir Menschen können ihn beenden."
Besprochen wird das Tanzstück "New Creation" des brasilianischen Choreografen Bruno Beltrão und des Grupo de Rua im Frankfurt-LAB (FR).
In den Tod verliebt: Andreas Schager als Tristan. Foto: Michael Pöhn / Staatsoper Wien Reinstes Liebesunglück schlägtSZ-Kritiker Reinhard Brembeck aus Calixto Bieitos Inzenierung von Wagners "Tristan und Isolde" an der Wiener Staatsoper, mit dem "Wundertenor" Andreas Schager als Tristan und Philippe Jordan am Dirigentenpult: "Schagers Tristan ist ein in den Tod verliebter Selbstmörder. Der in Blutgemetzeln erfahrene Regisseur Calixto Bieito lässt ihn schon früh mit einem Messer auf sich selbst losgehen, sodass Schager einen großen Teil des Abends blutverschmiert und taumelnd zubringt. Aber seiner Sängervitalität tut das keinen Abbruch. Dieser Mann schont sich nie, nimmt jede Herausforderung an und hat dann unglaublicherweise auch noch Riesenkräfte, um seine endlosen Todesmonologe im Schlussakt nicht nur durchzuhalten, sondern sie souverän zu gestalten. Gibt es derzeit einen Sänger, der auch nur ansatzweise über eine solche Kraft und Unerschrockenheit verfügt? Nicht auf dieser Welt." In der FAZ ist Reinhard Kager überhaupt nicht überzeugt von dieser Aufführung: "Alles wirkt tadellos und tönt dennoch falsch: Denn Jordan entwickelt weder ein Sensorium für die Ekstasen noch für die Abgründe dieser Musik." Der anschließende "Buh-Orkan" wirkte auf Kager allerdings "organisiert".
Weiteres: In der tazannonciert Tom Mustroph die heute beginnende Veranstaltungsreihe mit belarussischen KünstlerInnen im Berliner HAU und das Hellerau in Dresden. Im Tagesspiegelporträtiert Sandra Luzina die aus Kiew stammende Primaballerina Iana Salenko des Staatsballetts Berlin.
Besprochen werden Tschaikowskys Oper "Pique Dame" mit Kirill Petrenko und den Berliner Philharmonikern bei den OsterfestspieleninBaden-Baden (NZZ), Krzysztof Garbaczewskis Inszenierung des "Faust I" am Theater Freiburg (Nachtkritik), Wagners "Parsifal" am Theater Koblenz (FR), Choreografien von Xie Xin und Sharon Eyal am Hesischen Staatsballett in Darmstadt (FR) sowie das Stück "Semiotiken der Drecksarbeit" im HAU 3 in Berlin (FAZ).
Szene aus "Wallenstein". Foto: Sebastian Hoppe "Brutale Aktualität", auch Witz, vor allem aber "schwitzende, spuckende, hochintensive Körperlichkeit und Intimität" und den "Geruch des toten Europas", erlebt Christine Dössel in der SZ, wenn Frank Castorf am Dresdner Staatsschauspiel Schillers "Wallenstein" inszeniert und dabei sein Ensemble in Zirkuskostümen und Strapse zu Höchstleistungen treibt: "In den ersten drei Stunden bis zur Pause zieht die Inszenierung mit einer wilden Dynamik in Bann. Es herrschen der Wahnsinn und die Regellosigkeit des Krieges. Auch der Rhythmus stimmt, die Balance aus Energie und Agonie, ironischen Schüben und Elegie. Castorf gewährt genügend Zeit, die Drehbühne wirken zu lassen, Stimmungen zu erzeugen, Schiller beim Wort zu nehmen. … Wallensteins Offiziere flitzen in einer grandiosen Persiflage in Papp-Panzern daher und rammen sich gegenseitig wie auf der Go-Kart-Bahn. Der Exzess gehört bei Castorf dazu. Szenen, die quälen und sich dehnen. Zu fortgeschrittener Stunde ist es dann eher ein zu viel an pathetischerSchiller-Textverrichtung, die zehrt." "Zum Verlieben schön", dann aber auch "zäh und dröge", findetNachtkritiker Matthias Schmidt Casdorfs "Bilder-, Musik- und Textfeuerwerk" über Europas Kriege. Und Castorfs Botschaft - ein Aufruf zu friedlichem Widerstand - ist ihm nach sieben Stunden auch klar geworden.
"Der Krieg, der in der Ukraine wütet, ist nicht zu erzählen, schon gar nicht von uns satten Europäern. Wir haben schlichtweg keine Ahnung", sagt die Regisseurin Andrea Breth, die zahlreiche Stücke russischer Autoren inszeniert hat, im FAZ-Gespräch mit Irene Bazinger: "Wenn wir uns etwas früher mit den Aussagen Putins befasst hätten, wäre der Krieg in der Ukraine nicht eine solche Überraschung für uns gewesen. Russland ist zu groß, der Schrei nach einem starken Führer ist immer schon da gewesen. Erst der Zar, dann Lenin, dann Stalin und jetzt Putin - das ist eine logische Folge. Der Zusammenbruch der Sowjetunion ist und war eine schwere Verwundung. Nun versucht Putin, das alte Reich wiederherzustellen. Die Mittel sind unvorstellbar grauenhaft. Aleppo und Grosnyj waren Übungsorte. Spätestens da hätte man merken müssen, worauf alles hinausläuft. Geschäfte mit unberechenbaren Partnern zu betreiben ist und bleibt unverständlich. Die Profitsucht erfährt jetzt ihre Strafe."
Besprochen werden das Stück "SHTF" des britischen Duos Kandinsky am Wiener Schauspielhaus (Standard), Calixto Bieitos Wagner-Inszenierung "Tristan und Isolde" an der Wiener Staatsoper (Standard), Sláva Daubnerovás Inszenierung von George Sands "Gabriel" am Staatstheater Karlsruhe (nachtkritik), Torsten Fischers und Herbert Schäfers Neubearbeitung von Shakespeares "Was ihr wollt" an den Wiener Kammerspielen (FAZ) und die von dem philippinischen Punkpoeten Khavn inszenierte Anarcho-Oper "SMAK! - SuperMacho AntiKristo" an der Berliner Volksbühne: Trotz "Relevanzanker" wie Skandal, Revolution und Kolonialismus hält Patrick Wildermann im Tagesspiegel fest: "So eine Scheiße gab es lange nicht zu sehen."
Im Standardunterhält sich Ljubiša Tošic mit Calixto Bieito, dessen Inszenierung von Wagners "Tristan und Isolde" heute abend an der Wiener Staatsoper Premiere hat. Besprochen werden Giovanni Sollimas Vertonung des "Dschungelbuchs" als Comic-Oper am Lübecker Theater (nmz), eine "Walküre" in Stuttgart, die von drei verschiedenen Regieteams inszeniert wurde (das gelingt gut und ist angenehm abwechslungsreich, lobt Joachim Lange in der nmz) und die Performance "Semiotiken der Drecksarbeit" von Nuray Demir und Minh Duc Pham im Berliner HAU3 (taz).
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