(Via
Gawker) Wenn"s drauf ankommt, scheuen sich
Yahoo,
Google,
Apple und
Microsoft offenbar nicht, die Mails von ihnen gehosteter Mailkonten zu lesen.
Techcrunch-Gründer
Michael Arrington greift einen
Bericht des
Guardian zu diesem Thema auf, streift die
Meldung , dass Microsoft einen Hotmail-Nutzer ausspionierte, um herauszufinden, wer ein Detail über Windows 8 geleakt hatte, und
erzählt, wie er selbst von Google überwacht worden ist: "Ich bin so gut wie sicher, dass Google
Einsicht in mein Konto genommen hat, nachdem ich eine
Story über Google herausgebracht hatte. Denn einige Woche nach der Geschichte wurde ich von einem Google-Angestellten in angetrunkenem Zustand angesprochen. Sie seien von Google gefragt worden, ob sie die Quelle für die Geschichte waren (ich formuliere es geschlechtsneutral). Die Quelle bestritt es, aber dann wurde ihr
die Mail gezeigt, die es bewies. Die Quelle hatte von einem nicht zu Google gehörenden Konto mit mir kommuniziert, so kann Google es nur über mein Konto gesehen haben. Eine kurze Zeit später arbeitete die Quelle nicht mehr bei Google."
Die EU-Kommissarin
Nellie Kroes war für Frank Schirrmacher ein Beispiel politischer Fahrlässigkeit, weil sie mit ihrem
elektronischen Fitnessarmband geprahlt hat. Heute antwortet sie auf
Martin Schulz und sagt im wesentlichen drei Sachen: 1. "Ich bin
stolz, mit 72 Jahren das Potenzial digitaler Innovation zu erkennen." 2. "Ich bin in Hinblick auf die digitale Technologie weiterhin
optimistisch." 3. "Wir wollen nicht, dass im EU-Ausland
Roaminggebühren gezahlt werden müssen." Aber eine europäische Antwort auf die Überwachung will sie nicht geben: "Der Preis dafür wäre weniger Freiheit für die
Nationalstaaten."
Außerdem: Mark Siemons
kommentiert außerdem für die
FAZ die aus den Snowden-Papieren kommende Meldung, dass die
NSA die chinesische Netzwerkfirma Huawei überwacht: "Die Grenzen zwischen Auslandsspionage und
Wirtschaftskrieg verwischen sich mit jedem Fall."