Stichwort

Nationalstaaten

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9punkt 28.05.2019 […] keinen Millimeter fortschrittlicher.) Der allein stehende Nationalstaat, in den so viele britische Wähler zurückkehren wollen, hat in seiner heute erträumten Form in Europa nie existiert, erinnert die Politologin Kathrin Bachleitner in der NZZ: Laut dem Historiker Timothy Snyder gab es historisch gesehen "zu keiner Zeit europäische Nationalstaaten, die vor der Gründung der Europäischen Gemeinschaft erfolgreich […] erfolgreich waren. Europa bestand aus Langzeit-imperialen Reichen und gescheiterten Kurzzeit-Nationalstaaten. ... Ein vereintes Europa war der Weg in den Wohlstand trotz Kriegsschäden und Verlust der Kolonien. Auch wenn wir das heute so nicht mehr hören wollen: Die EU wurde nicht aus Idealismus geboren, weil man aus den Schrecken des Krieges gelernt hat. Eine Europäische Gemeinschaft war strategisch […]
9punkt 24.05.2019 […] Europäischen Union. Es geht um die Geltung des Geltungsbereichs selbst, also um Europa, das in der politischen Semantik die Konzentration auf den angesichts der Größe der Probleme viel zu kleinen Nationalstaat (so heißt es stets) wettmachen soll. Und obwohl tatsächlich die Entscheidungsebene der EU eine operativ außerordentlich wichtige und vor allem wirksame ist, will es nicht gelingen, die politische […] zu wählenden Parlaments selbst jenseits der aus nationalen Wahlkämpfen und politischen Konfliktlinien bekannten Gegnerschaften zu führen." Und weiter: Europa "ist immer nur die andere Seite des Nationalstaates, statt eine Entität eigenen Rechts zu sein." Nachdem Bazon Brock vor zwei Wochen in der Welt den Niedergang Europas beschwor und die Verfechter einer grenzenlosen Gesellschaft verdammte (unser […]
9punkt 23.01.2019 […] Kremnitz. In der NZZ sieht das Thomas Risi ganz anders. Echte Demokratie ist für ihn nur in einem kleineren, überschaubaren Gebilde, eben einem Nationalstaat möglich: "Die Vorstellung, nichts behindere Europa mehr als das Festhalten an den Nationalstaaten, ist ein fataler Irrtum. Sie verkennt das, was den Kontinent im Kern ausmacht: Europas Identität liegt nicht in großräumiger Einheitlichkeit, sondern […] Verändern, Navigieren und Korrigieren." Der Wien lehrende Romanist Georg Kremnitz plädiert im Interview mit dem Standard für mehr Demokratie in der EU und eine stärkere Beteiligung der Regionen. Der Nationalstaat hat für ihn eigentlich abgedankt: "Es war gefährlich, vorschnell Staaten in die EU aufzunehmen, die sich, vereinfacht gesagt, ihre Hörner noch nicht abgestoßen hatten. In anderer Hinsicht bedeutete […]
9punkt 16.01.2019 […] der Welt und, ja, auch um dies: Krieg und Frieden. Der Bürgerkrieg in Nordirland ist Teil der Lebenserinnerung der meisten Menschen in Großbritannien und Irland." Eine erfolgreiche EU muss die Nationalstaaten wieder aufwerten, meint der Politikwissenschaftler Heinz Theisen in der NZZ, diese wiederum müssen der Versuchung der Abschottung von der Welt widerstehen: "Innerhalb der Europäischen Union ließen […] ließen sich Supranationalität und Nationalität in föderalen Strukturen aufheben. Sie müssten aber eher nach dem Modell von locker gefügten Imperien als nach dem des einheitsgebietenden Nationalstaates strukturiert werden. Die EU müsste den Nationen maximale Autonomie und Vielfalt gewähren und ihre Gemeinsamkeiten vor allem in der Selbstbehauptung nach außen suchen. Diese Strategie bedeutet nicht weniger […]