Stichwort

Drohnenkrieg

13 Presseschau-Absätze
9punkt 17.10.2015 […] The Intercept hat Unterlagen eines anonymen Whitleblowers veröffentlicht, die einen profunden Einblick in die Praxis des Drohnenkrieges ermöglichen. In der taz fasst Dorothea Hahn die Erkenntnisse zusammen: "Laut Intercept kommt es vor, dass die USA für eine einzige Person, die auf einer 'Kill-Liste' von Washington steht, in Afghanistan neun weitere Menschen tötet. Im US-Militärjargon werden diese […] diese nicht anvisierten Kollateral-Toten posthum zu 'im Kampf getöteten Feinden' gemacht... Die Enthüllungen von Intercept zeigen auch, dass zahlreiche Amtsträger in den Drohnenkrieg involviert sind. Nach dem langen Meinungsbildungsprozess verfolgen am Tag der Tötung mehr als 100 Personen die Bilder aus der Drohne. Das sind mehr als 100 Mitwisser, die schweigen." "Die Drohnenschläge sind eine moderne Form […]
Magazinrundschau 01.09.2013 […] Mark Bowden untersucht in einer Riesenrecherche die Vor- und Nachteile des Drohnenkriegs - juristisch, politisch, militärisch und moralisch. Und auch wenn er zugibt, dass Attacken durch Drohnen dem Gegner keine Chance lassen sich zu ergeben, und generell so unfair sind wie Davids Steinschleuder, hält er sie im Vergleich zu Atomwaffen für einen echten Fortschritt. Aber: "Kein amerikanischer Präsident […] denn die Angriff selbst nähren ein Antidrohnen-Narrativ und führen zu der Art kleiner willkürlicher Terror-Attacken, die zu bin Ladens abscheulichem Erbe gehören." (Deutlich kritischer hat den Drohnenkrieg kürzlich Stephen Holmes in der London Review of Books gesehen, sein Artikel liest sich ebenfalls spannender als jeder Krimi). Außerdem: Graeme Wood besucht einen amerikanischen Soldaten, der nach […]