Stichwort

Gawker

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Magazinrundschau 06.11.2016 […] Yorker Linken mit ihrem Nippesregal queerer und ethnischer Identitäten - und Margolicks Artikel ist eher ein Porträt Dentons als Thiels. Denton ist der Verlierer, Thiel hat ihn und sein Klatschblog Gawker in Grund und Boden geklagt - aber er bleibt zmindest nach außen hin gelassen: "'Interessant und furchteinflößend', so beschreibt Denton Thiel. Dennoch beharrt Denton darauf, dass seine Differenzen […] wurden - und zwei Begriffe von Freiheit: der eine glaubt, man sei nur frei, wenn man auch öffentlich ganz man selbst sei. Der andere hält sich nur dann für frei, wenn man sich schützt, vor allem vor Gawkern - deutsch: Gaffern." […]
9punkt 25.08.2016 […] Richtig pathetisch wird der New Yorker Medien-Professor Jeff Jarvis bei seinem Nachruf auf das Boulevard-Blog Gawker, an dem er kein gutes Haar finden konnte: "Wenn ich über Versuche nachdenke, den Journalismus zu retten, frage ich mich zuerst, was wir retten wollen. Die Antwort kann nicht sein Häme, Klatsch, bedeutungsloses Geschwätz und grausame Vernichtung. Wir müssen etwas bedeuten im Leben der […] liegt die einzige Hoffnung, wenn man ein neues Geschäftsmodell für Journalismus finden will: aufrichten, wertvoll sein." Jarvis verweist auf einen Artikel  Elizabeth Spiers', Gründungsredakteurin von Gawker, die bereits vor einigen Tagen in der Washington Post noch einmal an die Hoffnungen erinnert, die einst in Blogs gesetzt wurden. […]
Magazinrundschau 22.08.2016 […] ungehörig war, gilt 2016 als untragbar. Die enorme Verurteilung Gawkers macht klar, wo die öffentliche Meinung heute steht: Die Privatsphäre wird rigoros, wenn auch verworren verteidigt, selbst die öffentlicher Personen. Es haben sich jedoch nicht nur die Grenzen dessen verschoben, was veröffentlicht werden darf, sondern auch wo. Gawkers größter Fehler war, dass es nicht bemerkte, dass es nicht mehr […] übernimmt. Das amerikanische Recht schützt Soziale Netzwerke vor einer Haftung für die von ihren Nutzern geposteten Inhalten. Diese Seite haben einen Raum unterhalb von Gawker ausgehöhlt, während Gawker ein richtiges Medium geworden ist, groß, reich und langsam genug, um zur Verantwortung gezogen werden zu können - und zu Fall gebracht." […] Gawker ist Geschichte, was vom einst wilden, gemeinen und selbstzerstörerischen Piratenschiff noch übrig ist, wird gerade von den Anwälten zerhackt. Max Read, der als Chefredakteur nicht das Hulk-Hogan-Sexvideo, dafür aber das Outing eines verheirateten Medienbosses verantwortete, rekonstruiert, wer das Klatschblog auf dem Gewissen hat. Nur Peter Thiel? Oder auch Nick Denton und er selbst? Ebenso wie […]
9punkt 23.08.2016 […] Funktion in unserem Rechtssystem." In einem Riesenartikel zum Abschied von Gawker rechtfertigt sich Nick Denton noch einmal und muss auch diese traurige Einsicht über den Hulk-Hogan-Fall bekunden, mit dem ihn der Internetmillardär Peter Thiel qua Prozessfinanzierung zu Fall brachte: "Selbst die natürlichen Alliierten von Gawker hatten kein Interessen an einer Verteidigung der Pressefreiheit bei einem […] einem Fall, in dem es um ein Sex Tape ging. Journalisten sind sich der wachsenden Empfindlichkeit bei Rachefeldzügen oder Internetmobbing bewusst." Tom Scocca hält auf Gawker dennoch fest: "Gawker.com muss seine Geschäftstätigkeit aufgeben, weil eine wohlhabende Person sich entschieden hat, es zu zerstören, indem sie Millionen von Dollar ausgibt. Das ist der einzige Grund." Erstaunlich und seltsam, auch […]
9punkt 16.08.2016 […] und Facebook-Investor Peter Thiel erklärt in der New York Times, warum er gegen das Gossip-Blog Gawker kämpft, das ihn einst als Homosexuellen outete und das für ihn zu den Medien gehört, "die das Internet ohne moralische Grenzen ausbeuten": "Als der Wettbewerb zu immer mehr Ausbeutung führte, stand Gawker an führender Stelle. Die Seite veröffentlichte immer wieder dünn belegte, hässliche Artikel, die […] die Leute attackierten und lächerlich machten. Die meisten Opfer wehrten sich nicht. Gawker konnte beides loslassen, negative Geschichten und gut bezahlte Anwälte. Da Grausam- und Skrupellosigkeit zu den innersten Bestandteilen des Gawker-Geschäftsmodells gehörten, war es nur eine Frage der Zeit, bis sie behaupteten, dass Journalismus selbst das Böse rechtfertige." […]