Nach landläufiger Meinung gelten
Michelangelo,
Tizian und
Raffael als die besten Künstler des 16. Jahrhunderts. Anlässlich einer
Ausstellung im Prado
überlegt Andrew Butterfield, ob nicht doch
Tintoretto der größte von allen war. "Tintoretto benutzte den Pinsel mit einem Grad an
Spontaneität und
Kraft, die nie zuvor gesehen wurde. Er malte in großer Geschwindigkeit, mit großen Pinseln, er fügte die Lichter mit langen
rasanten Strichen hinzu. Diese jagen mit einer erstaunlichen Kraft über die Oberfläche der Leinwand, mit ihrer Bewegung geben sie Form und erschaffen Leben. Zeitgenössische Beobachter verglichen Tintorettos Pinselführung mit Blitzen, und man erkennt leicht, warum: Es ist eine
ungeheure Energie, die hier zum Vorschein kommt. Die Pinsel nehmen von der Hand des Künstlers den Schwung auf und ihre Striche wirken so dynamisch, als wären sie noch immer in Bewegung und würde niemals zur Ruhe kommen."
Edmund S. und Marie Morgan
erinnern zum vierhundertsten Jahrestag an die Anfänge der USA in
Jamestown, Virginia: "Die
108 Männer und Jungen, die am 14. Mai 1607 an Land gingen, und die vier- oder fünftausend, die ihnen in den nächsten fünfzehn Jahren folgten, wurden Opfer eines
gescheiterten Handelsunternehmens. Aber es überlebten genug von ihnen Hunger, Krankheit, die Vernachlässigung durch ihre Auftraggeber und die eigenen Fehler, dass sie die erste dauerhafte Siedlung dessen errichten konnten, was die Vereinigten Staaten werden sollten."
Weitere Artikel: Bei den Wahlen 2004 haben 78 Prozent der
Evangelikalen für die Republikaner gestimmt, Frances FitzGerald
erklärt, dass Evangelikalismus und
christliche Rechte trotzdem nicht unbedingt identisch sind, was nun auch einige Kirchenoberen versuchten deutlich zu machen. Sarah Kerr
bespricht Joan Didions neues Buch "Tell Ourselves Stories in Order to Live", in dem Didion von ihren Ur-Ur-Ur-Großeltern erzählt, die auf den Trecks von Missouri nach Kalifornien gezogen waren. Besprochen werden außerdem Jonathan Lears
Buch "Radical Hope" und anlässlich einer
Neuausgabe Roald Dahls "Collected Stories".