Stichwort

Ruanda

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9punkt 08.06.2019 […] 25 Jahre nach dem Völkermord in Ruanda kann taz-Reporter Francois Misser das Land kaum wiederekennen. In der einst völlig verwüsteten Hauptstadt Kigali prägen jetzt todschicke Hotels und Kongresszentren die Skyline, berichtet Misser, aber auch die menschliche Landschaft habe sich verändert: "Früher, bis 1994, sprach man von Hutu, Tutsi und Twa als ethnischen Identitäten, festgeschrieben auf den Pe […] 'Dubai', die aus der Diaspora zurückgekehrten Tutsi-Exilanten; 'Tingi Tingi', die aus dem Kongo zurückkehrenden Hutu-Flüchtlinge. Auch das ist längst obsolet. Fast 60 Prozent der heutigen Bevölkerung Ruandas wurde überhaupt erst nach dem Völkermord geboren." […]
Magazinrundschau 21.05.2019 […] des großen André Glucksmann, ist in die Politik gegangen und kandidiert für eine gemeinsamen Liste mit den Sozialisten in den Europa-Wahlen. Aber er ist auch Ko-Autor eines Films über den Genozid in Ruanda und ein scharfer Kritiker der französischen Rolle in dieser finsteren Angelegenheit - und ganz besonders François Mitterrands, der sich auch hier als der Zyniker erwies, den er nur notdürftig hinter […] Die Konsequenzen seiner Politik in der Region waren desaströs und haben bis heute Auswirkungen. Und für das Bild Frankreichs in Afrika sind diese Konsequenzen auf Dauer vernichtend." Der Genozid von Ruanda wird in La Règle du Jeu immer wieder thematisiert, auch von BHL selbst, der die unselige Rolle Frankreichs klar benennt. So viel vielleicht auch zur Nuancierung eines Artikels von Jürg Altwegg in der […]
9punkt 06.04.2019 […] nach Monaten der internationalen Untätigkeit angesichts der Massaker in Ruanda. Da besetzte Frankreichs Armee den Südwesten Ruandas, während im Rest des Landes die Tutsi-Rebellenarmee RPF (Ruandische Patriotische Front) gegen das Völkermordregime auf dem Vormarsch war. Offiziell war dies eine 'humanitäre Intervention', um dem Morden ein Ende zu setzen. Tatsächlich schützte der französische Einsatz Hu […] Emmanuel Macron reist nicht zu den Gedenkfeiern, die in Ruanda des Völkermords an den Tutsi vor 25 Jahren gedenken, obwohl er eingeladen wurde, schreibt François Misser, in der taz. Die französische Komplizenschaft tritt durch neue Bücher ehemaliger französischer Offiziere immer mehr zutage: "Besonders umstritten: die französische Militärintervention 'Opération Turquoise' ab dem 22. Juni 1994, nach […] benachbarte Zaire." Laut einer Meldung des Infosenders France24 hat Macron gestern angekündigt, die französischen Archive der Jahre 1990 bis 94 für Historiker des Völkermords zu öffnen. "Nie wieder Ruanda", rief man, nachdem man dem Völkermord tatenlos zugesehen hatte. Aber danach kam Srebrenica. Und seitdem gibt es kaum Besserung, schreibt Fabian Urech in der NZZ: "Vieles spricht gar für eine weitere […]
9punkt 07.07.2018 […] berichtet er heute vom Ehepaar Alain und Dafroza Gauthier vor, die man sich als französisch-ruandische Version von Serge und Beate Klarsfeld vorstellen muss. Seit Jahren recherchieren sie zum Genozid in Ruanda und sorgen für die Anklagen der Täter: "Belgische Freunde strengten 2001 einen Prozess in Brüssel an, bei dem vier ruandische Mörder zu Haftstrafen zwischen zwölf und 20 Jahren verurteilt wurden. Nach […] Historiker Jacques Julliard hatte schon 1998 geschrieben: 'Eines Tages werden wir uns der Frage nach der französischen Verantwortung stellen müssen. François Mitterrand war Präsident, als der Genozid in Ruanda stattfand. Frankreich hat das Verbrechen selbst nicht begangen, aber die zukünftigen Killer, die ihre mörderischen Intentionen nie versteckten, mit Waffen ausgerüstet.'" […]
Magazinrundschau 07.06.2018 […] "Revers Darstellung beginnt mit dem Oktober 1990, als mehrere tausend Kämpfer der RPF vom benachbarten Uganda aus Ruanda überfielen. Die RPF bestand aus den Kindern der ruandischen Flüchtlinge, die vor den anti-Tutsi-Pogromen in den frühen 60ern geflohen waren. Entschlossen, nach Ruanda zurückzukehren, hatten die Anführer der RPF, eingeschlossen Kagame, an der Seite von Ugandas Präsident Yoweri Museveni […] Über den Völkermord in Ruanda herrschte zumindest in diesem Punkt immer Einigkeit: Hutu schlachteten eine Million Tutsi ab. Die Ruandische Patriotische Front (RPF) beendete das Morden, verübte selbst einige Massaker, ließ das Land dann aber zur Ruhe kommen. Jetzt will Judi Revers mit ihrem Buch "In Praise of Blood. The Crimes of the Rwandan Patriotic Front" die Geschichte umschreiben, erklärt Helen […] Museveni in dem Krieg gekämpft, der ihn 1986 an die Macht bringen sollte. ... Im August 1990, zwei Wochen vor dem Einfall der RPF, hatte die Hutu-dominierte Regierung in Ruanda den Flüchtlingen die Rückkehr erlaubt. Im Prinzip wenigstens. Die Entscheidung war unter großem internationalen Druck erfolgt, die Details waren vage und der Prozess hätte sich vermutlich ewig hingezogen. Aber die RPF-Invasion […]