Magazinrundschau - Archiv

London Review of Books

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Magazinrundschau vom 08.09.2015 - London Review of Books

Was hat es zu bedeuten, dass die amerikanische Sachbuch-Bestsellerliste von zwei Biografien über Pioniere angeführt wird: David McCulloughs Geschichte der Luftfahrt-Gebrüder Wright und Ashlee Vances Porträt des Elektromobilitäts- und Raumfahrtunternehmers Elon Musk, fragt sich John Lanchester: "Eine Bestsellerliste ist kein Rorschachtest, aber sie verrät etwas über die Themen, die eine Nation gegenwärtig beschäftigen. Die Gegenüberstellung der Geschichten der Wrights und von Musk legen nahe, dass Amerika über Innovation und neue Technologien nachdenkt und dass es möglicherweise zutiefst an die neue Sache glauben will, daran glauben, dass die neuen Erfindungen so folgenreich sein werden wie die alten. Das ist die Krux... Der kaum vorstellbare Maßstab von Vermögen und Ressourcen, den Musk in seinen Firmen einsetzt, zeigt, wie schwierig es ist, in diesen Industrien Neuerungen einzuführen. Zwei Bastler veränderten die Welt mit einer Erfindung, die sie in ihrer Freizeit in der Werkstatt zusammengeschustert hatten. Musk investiert Dutzende Milliarden Dollar an Kapital und enormen Intellekt und bereitet damit eine Menge Vergnügen und Unterhaltung, aber was dabei herauskommt, ist noch die Frage."

(Zum Vergleich: Auf der Spiegel-Bestsellerliste für Sachbücher stehen ganz oben "Der Appell des Dalai Lama an die Welt", aufgezeichnet von Franz Alt, und "Inside IS. 10 Tage im "Islamischen Staat"" von Jürgen Todenhöfer. Man möchte gar nicht darüber nachdenken, was das über Deutschland aussagt.)

Außerdem bespricht Fredric Jameson eine philosophische Studie von David Wittenberg über Zeitreisen-Narrative. Joanna Biggs stellt Elena Ferrantes ins Englische übersetzten neuen Roman "Storia della bambina perduta" vor, der in der englischsprachigen Welt einiges Aufsehen erregt hat. Gary Indiana liest Masha Gessens Porträt der Attentäter von Boston.

Magazinrundschau vom 18.08.2015 - London Review of Books

In seinem Buch "We Love Death as You Love Life" glaubt Raffaello Pantucci, dass für junge britische Dschihadisten in Großbritannien weder der Islam noch die prekäre Ökonomie die vorrangige Triebfeder sind, sondern der politische Groll gegen den Westen. Owen Bennett-Jones findet allerdings die Passagen am interessanten, die von der gestörten Identität jugendlicher Muslime in Rotherham handeln. Keiner von denen wisse richtig, ob er sich als Pakistaner, Muslim oder Brite ansehen solle: "Dieser Mix aus Islam, Pakistan, Indien, Asien und Großbritannien lässt viele nicht wissen, wohin sie gehören. Religionsschulen, sensastionsheischende Medien, ein segregierender Wohnungsbau und die Präsenz der English Defence League verstärken die Konfusion. Wie erfolglos die bisherigen Versuche waren, dieses Problem zu lösen, zeigen die bemerkenswert vielen Berichte über tote Dschihadisten, die Tattoos englischer Fußballclubs trugen."

Weiteres: In einem kürzlich wiedergefundenen Text von 1946 erzählt die Kunstlehrerein Avies Platt, wie sie 1937 in London William Butler Yeats begegnete, und zwar bei einem Treffen der Sex Education Society. Jan-Werner Müller rechnet mit der europäischen Politik des "No Pain No Gain" gegenüber Griechenland ab.

Magazinrundschau vom 07.07.2015 - London Review of Books

Hugh Roberts rekonstruiert detailliert, wie der arabische Frühling im syrischen Bürgerkrieg verenden konnte, und kommt zu dem Schluss, dass die Revolten gekapert wurden. Von Katar, Saudi-Arabien, der Türkei und vom Westen. Roberts beschreibt, wie sich Erdogan zum Patron der syrischen Opposition aufschwang und die Freie Syrische Armee aufbaute, während Saudis und Katarer Geld und Waffen für den Bürgerkrieg lieferten. Und der Westen, Hauptbösewicht in diesem Szenario, wollte nur Assads Sturz: "Die tunesische Revolution war tatsächlich eine, nicht weil sie Ben Ali um seine Macht brachte, sondern weil sie eine neue Regierungsform etablierte mit echter politischer Repräsentation und Rechtsstaatlichkeit. Die westlichen Mächte haben die arabischen Erhebungen gekapert, indem sie grundlegenden Wandel durch einen rein oberflächlichen Regimewechsel ersetzt haben, der allein in der Vertreibung eines Herrschers bestand, den sie eh nie mochten (Saddam, Gaddafi, Assad) oder für den sie keine Verwendung mehr hatten (Mubarak) und der durch einen genehmeren ersetzt werden sollte. Indem sie diesen Wechsel im eigenen Interesse verfolgten, bewiesen sie eine rücksichtslose Gleichgültigkeit für die Konsequenzen ihrer Politik, vom Irak über Ägypten und Libyen bis Syrien."

Magazinrundschau vom 30.06.2015 - London Review of Books

Im Krieg um Syrien und Irak mischen so viele innere und äußere Akteure mit, dass die Region in einen dreißigjährigen Krieg versinken könnte, ganz so wie Mitteleuropa im 17. Jahrhundert, fürchtet Patrick Cockburn, der bei seiner Reise durch die Region auch mit Kämpfern des Islamischen Staats gesprochen hat. Zum Beispiel über die Freiwilligen aus Europa: "Faraj sagt, dass er vielen Kämpfer aus Großbritannien, Frankreich und der Türkei begegnet ist, von denen einige gut Arabisch sprachen. Beeindruckt haben sie ihn nicht: "Ich kenne viele aus den Golfstaaten, Europa und Australien, sie kämpfen für Waffen, Ruhm, Frauen und Geld." Als er Freiwillige aus Europa fragte, warum sie in Syrien seien, sagten sie ihm, dass ihr Leben zu Hause mies oder einfach langweilig sei. Viele fanden auch "spirituelle Erfüllung im Islam", doch Faraj meint, dass es sich bei denen oft um Konvertiten handelte, die wenig vom Islam und den lokalen Gebräuchen wüssten. Die ausländischen Kämpfer, sagt er, werden vor allem für Selbstmordattentate und Propaganda benutzt, "für die Kämpfe brauchen wir die Einheimischen"."

Weiteres: August Kleinzahler huldigt John Berryman, der mit dreißig wie alle großen amerikanischen Nachkriegsdichter so heftig zu dichten wie zu trinken begann. Ian Penman schreibt über Frank Sinatra, der das Ende des Tages nicht ertragen konnte.

Magazinrundschau vom 16.06.2015 - London Review of Books

Ben Lerner setzt die Verächtern der Lyrik in ihr Recht, die entweder gute Gründe für ihre Ablehnung hätten oder zur Avantgarde gehörten. Und er kommt dabei auf folgenden Gedanken: "Das große Problem der Dichtung sind: die Gedichte. Das erklärt vielleicht, warum Dichter selbst vor allem Dichter feiern, die dem Schreiben entsagen. An der Uni in den 90ern lasen die coolsten jungen Dichter, die ich kannte, Rimbaud und Oppen - zwei sehr große und sehr unterschiedliche Autoren, die beide jedoch die Kunst aufgegeben haben (Oppen allerdings nur zeitweilig). Rimbaud hörte mit zwanzig auf und wurde Waffenhändler; Oppen schwieg 25 Jahre lang, während er in Mexiko lebte, um dem FBI zu entkommen, das wegen seiner Gewerkschaftsarbeit ermittelte. Rimbaud ist das Enfant terrible, das durch das Sagbare brennt; Oppen ist der Dichter der Linken, dessen Schweigen eine Form der Hingabe ist. "Weil ich nicht schweige", schrieb Oppen, "sind die Gedichte schlecht"." Eines von Lerners Lieblingsgedichten ist Marianne Moores "Poetry" und beginnt mit der Zeile: "I, too, dislike it."

Weiteres: Thomas Powers schreibt über den New-Yorker-Autor Joseph Mitchell. Chris Lehmann staunt über die Bereitschaft zu demütigenden Niederlagen im Lager der republikanischen Präsidentschaftskandidaten.
Stichwörter: FBI, Lerner, Ben, Lyrik

Magazinrundschau vom 19.05.2015 - London Review of Books

Seymour Hersh kann seine großen Geschichten nur noch in der LRB bringen, die amerikanischen Medien schneiden ihn. Diesmal wartet er mit einem Scoop zu Osama bin Laden auf. Vor allem die Geschichte seiner Aufspürung und die Rolle des pakistanischen Geheimdienstes ISI stellen sich demnach ganz anders dar als von den amerikanischen Medien kolportiert. Hersh behauptet: "Dass bin Laden in Abbottabad seit 2006 vom ISI gefangen gehalten wurde; dass (die beiden ISI-Generäle) Kayani und Pasha von dem Einsatz im Vorhinein wussten und sicherstellten, dass die beiden Hubschrauber mit den Seals den pakistanischen Luftraum durchqueren konnten, ohne Alarm auszulösen; dass die CIA nicht von bin Ladens Aufenthalt erfuhr, indem sie sich auf die Spur seines Kuriers setzte, wie das Weiße Haus seit Mai 2011 behauptet, sondern von einem hohen pakistanischen Geheimdienstmann, der das Geheimnis für die von den USA ausgelobten 25 Millionen Dollar Belohnung verriet; dass Obama zwar den Einsatz tatsächlich anordnete und das Seal-Team ihn ausführte, aber viele andere Aspekte in der Darstellung der Regierung nicht stimmen."

Viele amerikanische Medien haben Hershs Bericht entweder ignoriert oder, wie das Wall Street Journal, umgehend von den CIA-Chefs dementieren lassen. In der Columbia Journalism Review vermisst Trevor Timm eine dezidiert journalistische Antwort: "Statt den Einzelheiten der Geschichte nachzugehen oder seine Schlüsse durch eigene Recherchen zu widerlegen, versuchten viele Journalisten, den Überbringer der Nachricht zu erledigen."

Mike Jay liest Laure Murats politische Geschichte des Wahnsinns "The Man Who Thought He Was Napoleon" und lernt, dass Revolutionen auch der geistigen Stabilität abträglich sind. So beschrieb bereits der Psychiater Philippe Pinel 1790, dass durch die Französische Revolution zwar die nationale Psyche gestärkt worden sei, aber nicht die individuelle: "Einige von der Revolution in Mitleidenschaft Gezogenene waren Enthusiasten, deren anfängliche Freude ins Delirium umschlug. Ein typischer Fall war der Mann, der sich der Nationalversammlung als Repräsentant des Himmlischen Vaters vorstellte, um sie ihrer Aufgaben zu entheben und selbst Frankreich neue Gesetze zu geben. Andere waren ihre Opfer: Männer, deren Glück umschlug und die geistig verwirrt wurden aus Angst vor Beschlagnahmungen, staatlicher Verfolgung und der Guillotine."

Weiteres: Außerdem berichtet Gaith Abdul Arad aus Sanaa von der Machtübernahme durch die Houthi-Rebellen. Und Andrew O"Hagan konstatiert, dass Saul Bellow vielleicht einen "schlechten Charakter" hatte, aber mit Zachary Leader einen viel "besseren Biografen" bekommen hat als Norman Mailer und John Updike.

Magazinrundschau vom 21.04.2015 - London Review of Books

John Röhls vielfach gepriesene Biografie Kaiser Wilhelms II. ist jetzt auch auf Englisch erschienen. Christopher Clark ist vom dritten Band ("Der Weg in den Abgrund") beeindruckt, aber nicht überzeugt. Der deutsche Kaiser, meint Clark, sei zwar wirklich ein penetranter und aggressiver Kriegstreiber gewesen, aber es hätte ihn doch niemand ernst genommen: "Hatte der Kaiser wirklich so große Macht? Wie entscheidend waren seine Interventionen für die deutsche Außenpolitik? Das Haupthindernis in der Beantwortung dieser Frage ist schlicht und einfach, dass Wilhelms Ziele alles andere als beständig waren. Wenn er im Laufe seiner Amtszeit eine klare und konsistente Politik verfolgte hätte, könnten wir seine Intentionen mit dem Ergebnis vergleichen und so seinen Einfluss messen. Doch mit seinen Interventionen schoss Wilhelm oft aus der Hüfte, seine Ziele waren diffus und veränderten sich stetig. Empört über einen Streik von Berliner Straßenbahnarbeitern schickte der Kaiser 1900 ein Telegramm an den Kommandanten des Gardekorps: "Wenn die Truppe ausrückt, erwarte ich mindestens 500 Tote" - eine so ungeheuerliche Forderung, dass niemandem im Traum einfiel, ihr tatsächlich nachzukommen."

Außerdem stecken die Briten mitten im Wahlkampf: James Meek berichtet aus Grimsby, dem einstigen Sitz der britischen ausgedienten Fischereiflotte. Weil die EU vor zwanzig Jahren die Fangquoten regulierte, wählen die Leute dort jetzt alle Ukip. Richard Seymour fragt, worin die Labour Party eigentlich ihren Sinn sieht abgesehen, wenn sie alle konservativen Rezepte übernimmt.

Magazinrundschau vom 31.03.2015 - London Review of Books

Zwei Jahre nach dem Tod des Historikers und ewigen Marxisten Eric Hobsbawms hat Frances Stonor Saunders die Akten des MI5 gelesen. Dort legt man Wert darauf, dass Hobsbawn ab 1942 wegen seines Kontakts zum sowjetischen Spion Hans Kahle überwacht wurde, nicht wegen seiner Überzeugung, und schon gar nicht während der frühen dreißiger Jahren in Berlin: "Seine Freundschaft zu Kahle hatte beim MI5 den Verdacht genährt, dass ihn ein Agent des Kremls "berührt" haben könnte, "die Hand aufs Knie gelegt", dass er ein sowjetischer Kurier sein könnte, ein Spion sogar, einer von diesen Typen, die unter Marx" Bart einschlafen und in Stalins Tasche aufwachen. Es wird aus den ersten Teilen seiner Akte deutlich, dass er nicht nur von jeglicher Beeinflussung anderer Soldaten abgehalten wurde, sondern von allen militärischen Operationen. Das war eine ungewöhnliche Maßnahme, selbst für die Kommunisten in der Armee. So gern er gegen die Nazis kämpfen wollte, wurde Hobsbawm selbst zu einem militärischen Ziel, eingekreist und neutralisiert durch die dem MI5 eigenen Methoden."

Michel Houellebecqs "Unterwerfung" ist jetzt auch auf English erschienen. Adam Shatz kann Entwarnung geben: Der Roman sei nicht islamfeindlich, er ist nur reaktionär. "Célines Schreiben hatte etwas Wildes, Aufrührerisches. Houellebecq aalt sich in Ressentiment, Hilflosigkeit und Niederlage. "Unterwerfung" ist das Werk eines Nihilisten, nicht eines Hassenden - das Gedankenspiels eines Mannes ohne Überzeugung."

Weiteres: Alexander Clapp rekapituliert die Geschichte von Syriza und hält bei aller Sympathie die politische Unerfahrenheit und überhaupt die Weltfremdheit ihrer linken Akademiker für etwas problematisch. James Meek stellt fest, dass die Serie Mad Men doch nicht so subversiv ist wie er zunächst dachte.

Magazinrundschau vom 17.03.2015 - London Review of Books

Ja, der Egomane und Frauenheld Boris Nemzow konnte einem furchtbar auf die Nerven gehen, weiß Keith Gessen und stellt doch klar, dass Nemzow nicht wegen seiner schwachen Seiten ermordet wurde, sondern wegen seiner beharrliche Opposition gegen Putin: "Wenn es, wie die meisten vermuten, Putins Ziel ist, die Ukraine zu destabilisieren, wenn er sie schon nicht haben kann, dann hat er dieses Ziel erreicht. Doch der Preis dafür scheint Russlands innerer Frieden zu sein. Die generelle Mobilmachung zur Unterstützung des Präsidenten nimmt eine immer hässlichere Gestalt an. Im Dezember bot Ramsan Kadyrow vor Tausenden von bewaffneten Männern in einem Stadium in Grosny sich und seine Gefolgsleute dem Präsidenten als spezielles Freiwilligen-Batallion an. "Wir wissen, dass das Land ein Heer hat, eine Marine, eine Luftwaffe und die Atomkräfte", sagte er, "aber wir wissen auch, dass es einige Aufgaben gibt, die nur von Freiwilligen erfüllt werden können". Zwei Monate später, eine Woche vor dem Mord an Nemzow, veranstaltete eine Motorrad-Gang namens Wölfe der Nacht ein großes Treffen in Moskau, den Anti-Maidan. Motto: In Russland wird es keinen Maidan geben. Die Ukraine hat den Krieg verloren, doch was der Krieg in Russland anrichtet, könnte noch schlimmer sein."

Marina Warner schildert, wie die Privatisierung der britischen Universitäten Forschung und Lehre in ein strenges ökonomisches Korsett schnürt, zugleich aber eine hochbezahlte Nomenklatura aus Kanzlern, Vizekanzlern und Fundraisern schaffen. Und warum lassen sich die ProfessorInnen das gefallen? "Schweigen rührt aus verschiedenen Ursachen: aus Angst, Unsicherheit, prekären sozialen Verhältnissen und Scham. Es ist die Scham der geschlagenen Frau."

Magazinrundschau vom 03.03.2015 - London Review of Books

John Lanchester wirft einen Blick auf die neue Arbeitswelt, in der Roboter, Maschinen und eine avancierte Software nicht nur einen Großteil der Routine-Arbeiten übernommen haben, sondern bald auch Anwälte, Journalisten, Finanz-Analysten, Bibliothekare ersetzen. Wer soll aber all die schönen Gadgets kaufen, wenn niemand mehr Arbeit hat?, fragt Lanchester: "Die Vorstellung, dass wirtschaftlicher Wandel für die soziale Ordnung so umwälzend sein kann, dass die Gesellschaft dagegen rebelliert, eine solche Vorstellung ist aus dem Reich des Möglichen anscheinend verschwunden. Doch das Verschwinden von 47 Prozent aller Jobs in zwei Jahrzehnten (nach Frey und Osborne) muss am Rande dessen sein, was eine Gesellschaft verkraften kann, und zwar nicht so sehr wegen der 47 Prozent, sondern wegen des Zeitrahmens. Jobs verschwinden, so ist es schon immer gewesen. Doch dass Jobs in einer solchen Geschwindigkeit wegfallen, ist neu, und die Suche nach historischen Vorläufern, aus denen wir lernen könnten, wird uns nicht weit bringen."

Außerdem: Jenny Diski erzählt, warum sie in ihrer Jugend nicht das getan hat, was man von ihr verlangte. Adam Phillips plädiert gegen Selbstkritik.