Magazinrundschau - Archiv

London Review of Books

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Magazinrundschau vom 17.02.2015 - London Review of Books

Wenn westliche Politiker nach Kairo reisen, ringen sie Ägyptens Militärmachthaber Abdelfatah el-Sisi zwar ein Lippenbekenntnis zu den Menschenrechten ab, doch Tom Stevenson hat recherchiert, welches Ausmaß die Repression angenommen hat. Ihn interessierte besonders, wo die wahrscheinlich 41.000 Gefangenen geblieben sind, die laut dem Egyptian Center for Economic and Social Rights seit Mursis Sturz im Juli 2013 verhaftet wurden: "Sisi hat solche Zahlen beiseite gewischt: Die offiziellen Gefängnisse, behauptet er, hätten gar keinen Platz für Zehntausende von Menschen. Da mag er Recht haben. Und doch wurden sie verhaftet. Wo sind sie also? In Interviews mit Anwälten, Psychologen und ehemaligen Häftlingen habe ich die Namen von Orten erfahren, an denen Folter und Misshandlungen schlimmer sind als alles, was in den offiziellen Gefängnissen geschieht... In den Militärgefängnissen Al-Azouly und Agroot in Ismailia und Suez werden Gefangene, zum Teil mit verbundenen Augen, monatelang in Isolationshaft gehalten."

Peter Pomerantsev blickt auf die Ukraine und denkt über Utopien und Revolutionen nach, über die unpolitische Resignation in London und den ästhetisierten Zynismus in Moskau: "Der Kreml versucht sich auch an einem bedeutsamen narrativen Trick: Revolution soll Chaos und Krieg gleichgestellt werden und nicht nur als sinnlos dargestellt, sondern als einfach nur schlecht. Die Spindoktoren des Kreml stellen den Maidan in eine Reihe mit den Disastern in Syrien und Libyen (allesamt organsiert von der CIA) und schließlich stellen sie sogar in Frage, ob der Fall der Berliner Mauer wirklich so eine tolle Sache war."

Magazinrundschau vom 20.01.2015 - London Review of Books

Verdankt sich der Frieden in Nordirland der geschickten Desinformation von Geheimdiensten? Solche Geschichten lesen MI5 und MI6 zur Abwechslung bestimmt mal gern! Owen Bennett-Jones erzählt jedenfalls, dass vor allem ein Satz den Startschuss für die Friedensverhandlungen gab, nämlich die Botschaft von IRA-Mann Martin McGuinness an die Londoner Regierung: "Unser Kampf ist vorbei, aber wir brauchen Eure Hilfe, um ihn zu beenden." Allerdings bestreitet McGuinness, so etwas gesagt zu haben. Er behauptet, es war der Geschäftsmann Brendan Duddy; Duddy verweist auf einen Mann namens "Fred", also MI5 oder MI6: "So wie John Major niemals erlaubt hätte, der IRA zu sagen, dass Irland geeint werden wird, so hätte McGuinness niemals die Worte benutzt, die Fred übermittelte. Als das Ganze herauskam, war die IRA gründlich irritiert. Duddy wurde von der obersten IRA-Führung einem feindlichen Verhör unterzogen. Eine Notiz von ihm beschreibt, wie eingeschüchtert er war: "Ich wurde immer wieder für drei Stunden verhört, um meinen Verrat zu gestehen. Es war schrecklich, totaler, paranoider Wahnsinn. Tagelang wartete ich danach auf das Klopfen an meiner Tür.""

Francis FitzGibbon dröselt einen Prozess auf, bei dem 2007 die Funktionäre der palästinensischen Holy Land Foundation wegen Unterstützung der Hamas zu Haftstrafen bis zu 65 Jahre verurteilt wurden, obwohl die Beweislage mehr als zweifelhaft war. Zum Beispiel gab die amerikanische Regierung selbst Geld an genau die gleichen Hilfskomitees in Gaza wie die Stiftung: "Als Geschichte über rechtliche Schikanen durch die Regierung, moralische Panik und Komplizenschaft durch die Gerichte sind die Geschehnisse um die Holy Land Foundation kaum zu überbieten."

Magazinrundschau vom 16.12.2014 - London Review of Books

Als einzige militärische und politische Katastrophe bilanziert James Meek den Afghanistan-Einsatz der britischen Armee, die ab 2006 in "Tony Blairs Fantasy Mission" antrat, die Provinz Helmand in eine demokratische, tolerante, gender-neutrale Region zu verwandeln. Doch schon nach wenigen Monaten wurden die Soldaten in den lokalen Bürgerkrieg hineingezogen und kämpften gegen Drogenbarone und Warlords um ihr Leben: "Das Unternehmen war zum Scheitern verurteilt, bevor es begann, und es scheiterte - unter schrecklichen Kosten an Geld und Leben. In gewisser Weise war es schlimmer als eine Niederlage, denn um eine Niederlage einzustecken, müssen eine Armee und ihre Kommandeure das Wesen des Konflikts verstanden haben, in dem sie kämpften. Großbritannien hat das die ganze Zeit über nicht getan und zieht es auch jetzt vor, nicht darüber nachzudenken."

Weiteres: Tom McCarthy denkt über die Möglichkeit nach, für eine Welt voller Fiktionen in der Literatur Wirklichkeit zu erfinden. Michael Hofmann zerfetzt Richard Flanagans neuen Roman "The Narrow Road to the Deep North" in der Luft. Und Edward Luttwak weist den verschiedentlich (auch von seinem Vater!) erhobenen Vorwurf zurück, Großbritannien hätte Napoleon und den Fortschritt in Kontinentaleuropa aus selbstsüchtigen Motiven bekämpft.

Magazinrundschau vom 02.12.2014 - London Review of Books

Alexander Clapp hat sich - getarnt als amerikanischer Faschist - bei den griechischen Neonazis der "Goldenen Morgenröte" eingeschmuggelt und beobachtet, wie straff die Partei organisiert ist. "Die Gewalt der Partei ist selten ungeplant. Messenger-Gruppen und Facebook-Threads werden genutzt, wenn es darum geht, drei oder vier Immigranten nachzustellen. In Metaxourgios erzählte mir ein Friseur aus Bangladesch, dass die Morgenrötler die griechische Polizei imitieren: sie fahren zu zweit auf weißen Motorrädern vor, behelmt und in schwarzer Uniform. Für die Illegalen in Einwandererviertel interessiert sich die Partei nicht: Ihre Ziele sind die, die in den Gegenden der Mittel- oder Oberklasse umherirren, wo sie von den Einwohnern weniger willkommen geheißen werden. In der Regel töten Morgenröter nicht. Sie brechen nur in blitzartigen Überfällen ein paar Knochen."

In der Rembrandt-Ausstellung in der National Gallery ergründet T.J. Clark die Selbstporträts des niederländischen Meisters und erkennt ihr Geheimnis nicht in der Frage nach Gut und Böse oder Licht und Dunkel, sondern in Rembrandts Blick: "In meinem Hinterkopf hielt sich noch immer die Idee, dass die Unterscheidung von dem Eigenen und dem Anderen, von Außen und Innen, Unmittelbarkeit und Reflexion dem Blick Gestalt gibt, den ich zu ergründen versuchte. Ich wollte diesen Unterscheidungen etwas entgegensetzen oder sie zumindest hinterfragen, doch dann durchbrach der Blick meine intellektuellen Verteidigungslinien. Er traf mich direkt. Er setzte mich an die Stelle des Selbst. Rembrandt und ich standen uns gegenüber - der Blick war unsere Übereinkunft. Vielleicht kann man das den Rembrandt-Effekt nennen. Er ist jedenfalls immens kraftvoll und seine Mechanik bleibt ein Rätsel."

Rivka Galchen hat sich durch die ersten beiden, jetzt auch auf Englisch erschienenen Bände von Reiner Stachs Kafka-Biografie durchgearbeitet und ist auf ihre Kosten gekommen. Besonders lobend hebt sie hervor, wie wenig Stach spekuliert und urteilt. Nathan Thrall erklärt sich die steigende Gewalt in Jerusalem mit der Frustration der Palästinenser über die israelische Politik wie der eigenen politischen Führung.

Magazinrundschau vom 18.11.2014 - London Review of Books

Ein bisschen genervt liest Bee Wilson Vivienne Westwoods Autobiografie, in der sich die Modemacherin wie die Kaiserinwitwe des Punks geriert, die von ihrem Volk permanent enttäuscht wurde. Aber eines hat Wilson gelernt: "Der Schlüssel zum Westwoods anhaltendem Erfolg scheint, abgesehen von ihrem brillanten Handwerk, das beinahe übernatürliche Gespür für ihr Charisma und ihre Autorität: Das Gefühl, dass genau dort, wo sie gerade ist, die Barrikaden stünden, auf denen jeder andere auch kämpfen sollte. Mit fünfzig gab sie zu, jeden Mann, der sie nicht mehr als alle anderen im Raum begehrte, für bescheuert oder für verrückt zu halten. 1989 posierte sie für das berühmte Tatler-Cover als Margaret Thatcher, mit Perlen, Krawatte und tailliertem Jackett. Die Macht des Bildes liegt in der unheimlichen Ähnlichkeiten zwischen den beiden Gesichtern: Wie kann die Frau, die den Punklook miterfunden hat, so sehr aussiehen wie die Eiserne Lady? Für Westwood war das keine Anstrengung. Um genau wie Thatcher auszusehen, musste sie lediglich "ein bisschen Zweifel" in ihre Augen legen."

Adam Shatz liest zwei neue Bücher, die sich mit der Persönlichkeit des Attentäters Anders Breivik (Aage Borchgrevink) und antimuslimischen Tendenzen in Norwegen (Sindre Bangstad) beschäftigen. Ross McKibben verfolgt den Absturz der Labour Party nach dem schottischen Referendum.

Magazinrundschau vom 04.11.2014 - London Review of Books

Als heillosen Schlamassel beschreibt Parick Cockburn die Lage im Mittleren Osten, doch die Stärke des Islamischen Staats resultiert aus der Schwäche seiner Gegner: Die entscheidenden Länder der Koalition gegen den IS, die Türkei und Saudi-Arabien, machen eigentlich gemeinsame Sache mit ihm, und die Armeen, die gegen ihn kämpfen müssten, sind nicht existent: "Als einige tausend IS-Kämpfer im Juni in Mossul einmarschierten, standen sie theoretisch sechzigtausend irakischen Soldaten und Polizisten gegenüber. Doch die tatsächliche Zahl betrug wohl nur ein Drittel: die anderen gab es nur auf dem Papier, damit die Offizieren ihren Sold einstreichen konnten, oder es gab sie wirklich, dann zahlten sie die Hälfte ihres Solds an ihre Befehlshaber, um sich nie in der Nähe einer Kaserne blicken lassen zu müssen. In den vier Monaten seit dem Fall von Mossul am 9. Juni hat sich daran nicht viel geändert."

Weiteres: Iain Sinclair blickt wehmütig auf jene Jahrzehnte zurück, als Autos und Kinos in London noch etwas galten. James Salter widmet sich amerikanischen Piloten im Ersten Weltkrieg.

Magazinrundschau vom 20.10.2014 - London Review of Books

Paul Farmer, Professor für Weltgesundheit an der Harvard-Universität und gerade aus Liberia zurückgekehrt, berichtet in einem sehr nüchternen, gleichwohl erschütternden Text von der Ebola-Epidemie. Die hohe Todeszahl erklärt Farmer nicht mit einer besonderen Aggressivität des Virus, sondern mit der katastrophalen Gesundheitsversorgung: "Selbst bevor die gegenwärtige Krise viel medizinisches Personal tötete, arbeiteten weniger als 50 Ärzte im staatlichen Gesundheitssystem in einem Land mit vier Millionen Menschen, von denen viele in abgelegen Regionen leben. Auf 100.000 Einwohner kommt ein Arzt, verglichen mit 240 in den USA und 670 in Kuba. Gut ausgerüstete Krankenhäuser gibt es noch weniger als Personal, und zwar im gesamten, von Ebola betroffenen Gebiet. Ebenso rar ist Schutzmaterial: Anzüge, Handschühe, Masken, etc. In Liberia gibt es nicht das Personal, das Material und den Raum, um die Infektionen zu stoppen, die durch Körperflüssigkeiten verbreitet werden, einschließlich Blut, Urin, Muttermilch, Schweiß, Sperma, Erbrochenes und Exkremente. Der Ebola-Virus wird während der Erkrankung verbreitet und danach: Er bleibt am Leben und infektuös, lange nachdem sein Wirt den letzten Atemzug getan hat. Das Vorbereiten der Toten für die Beerdigung hat Hunderte von Trauernden zu Ebola-Opfer gemacht."

Weiteres: Owen Hatherley staunt, wie es der linke Labour-Kritiker Owen Jones mit seinem Buch "The Establishment and How They Get Away with It" geschafft hat, von der neoliberalen Parteiführung ernstgenommen zu werden. Michael Hoffmann hat für Martin Amis" Auschwitz-Roman "The Zone of Interest" nur sehr zweischneidige Komplimente übrig ("Gleich zweimal gelesen und noch immer ist nichts hängen geblieben"!). Und Adam Shatz feiert David Van Reybroucks jetzt auch auf Englisch erschienenes Geschichtsepos "Kongo".

Magazinrundschau vom 07.10.2014 - London Review of Books

James Meek begibt sich ins südenglische Kent, um dem Ukip-Phänomen Nigel Farage auf die Spur zu kommen. Hier erlebt Meek, wie geschickt Farage das Unbehagen der Menschen an Globalisierung und neoliberaler Agenda gegen das "gesichtslose Brüssel" lenkt. Und noch ein Kunststück muss er anerkennen: "Bisher hat Farage den riskanten Balanceakt gemeistert, zugleich als munterer ländlicher Gutsherr aus der Vor-Blair-Zeit zu erscheinen - ein tröstlich altmodischer Konservativer für alte Konservative vom Schlage eines Denis Thatchers - und als Radikaler, der sich mit dem Establishment anlegt und ordentlich auf den Putz haut. Mangels einer populistischen Linken, die eine neue Welt auf den Trümmern der alten aufzubauen verspricht, kann Ukip die Jungen mit der Idee begeistern, eine alte Welt auf den Trümmern der neuen zu errichten."

Weiteres: Jenny Diski erzählt, wie sie als aus der Bahn geworfene Jugendliche von Doris Lessing aufgenommen wurde. Nathan Thrall kann Ari Shavits Geschichte Israels "The Promised Land" wenig abgewinnen: Statt einer selbstkritischen Bilanz sieht Thrall hier vor allem eine moralisch Verteidigung des Zionismus.

Magazinrundschau vom 23.09.2014 - London Review of Books

Zwei neue Elvis-Biografien verleiten Ian Penman dazu, ausgiebigst in Anekdoten vom King of Rock"n"Roll zu schwelgen und über die bizarreren Aspekte von dessen späterem Karriereverlauf nachzudenken. Mächtig ins Staunen gerät er über die Ausmaße der Drogen-Cocktails, die sich Presley in seinen letzten Lebensjahren täglich verabreicht hat. "All dieser schillernde späte Elvis-Kram (...) würde ihm schlussendlich zu einer späten, dunklen Semi-Hipness verhelfen. Punk, weit davon entfernt Presley in die Tonne zu kloppen, brachte ihn als eine Art negativen Toten zurück. Er versinnbildlichte das schlechte Amerika. Er versinnbildlichte dekadente Rockmusik. Er versinnbildlichte, wie krank und entfremdet die Mainstream-Gesellschaft hinter den Vorhängen wirklich war. Mit seiner höhnischen Fassade stellte Punk die letzte geplatzte Blase jugendlicher Aufrichtigkeit dar, einen Aufschrei echter Verwirrung, Schmerzen und Wut. Weit davon entfernt, die altehrwürdige Rockmusik-Geschichte abzulehnen, handelte es sich dabei dennoch um den letzten Halt auf der Linie. Punk und Elvis mögen zwar nicht miteinander in die Kiste gestiegen sein, doch lag in den schleimigen späten 70ern definitiv eine ödipale Spannung in der Luft."

Außerdem: Ein beklommener Andrew O"Hanagan liest in Glenn Greenwalds Buch "No Place to Hide", dass es vor allem Journalisten waren, die Snowdens Enthüllungen über den amerikanischen Überwachungsstaat verurteilten. Pynchon-reif: Frances Stonor Saunders erzählt die verzwickte Geschichte der Veröffentlichung von Boris Pasternaks "Dr. Schiwago" inmitten der Wirren des Kalten Krieges.

Magazinrundschau vom 09.09.2014 - London Review of Books

"Ich hatte erwartet, in Donezk einen totalitären Proto-Staat vorzufinden, und das tat ich auch... Was ich nicht erwartet hatte, waren so viele Menschen, die mit so viel Überzeugung und Hoffnung an ihn glauben", schreibt Keith Gessen in einer Reportage, für die er auch sehr genau recherchiert hat, wie sich die Dinge im Osten der Ukraine hochgeschaukelt haben: "Niemand glaubte, dass all das zu einem Krieg führen würde. Die Leute waren verunsichert und unglücklich und wollten etwas dagegen tun. Dass der Protest solch eine starke separatistische Färbung bekam, lag weniger an den zentralen Forderungen der Demonstranten (regionale Autonomie hätte vielen genügt) als an der russischen Annexion der Krim. "Die Konflikte hätten nicht zwangsläufig zum Krieg geführt", sagt (der Politikwissenschaftler) Juri Dergunow. "Aber als die Krim mit einer totalen Separation davonkam, trieb das die Extreme auf beiden Seiten, die pro-ukrainischen und die pro-russischen, nach vorn. Das war Putin eigentliches Verbrechen - das brachte den Krieg hervor. Dann, am 12. April wurde die Polizeistation in Slawjansk, 50 Meilen nördlich von Donezk von einigen unidenfizierten Kommandos übernommen. Die Polizei wurde überwältigt. "Das waren keine Einheimischen mit Jagdgewehren", erklärte mir der neue Polizeichef von Slawjansk, "das waren bestens ausgebildete, gut ausgerüstete Männer"."

Donald MacKenzie erklärt, dass Glasfaserkabel den Hochfrequenzhändler jetzt zu langsam geworden sind, weswegen sie ihre Milliarden lieber per Laser-Technologie absahnen: "Laser haben auch ihre Schwachstellen (Nebel ist ein großes Problem), aber Anova Technology behauptet, dass eine Kombination aus Laser und Millimeter-Wellen ungefähr genauso zuverlässig sei wie Glasfaserkabel, allerdings nahe an den heiligen Gral heranreiche: die Geschwindigkeit von Licht in einem Vakuum."

Außerdem sammelt die LRB Stimmen zum Referendum. Und Jenny Diski erzählt in einem sehr berührenden Text, wie ihr der Onc Doc eröffnete, dass sie an einem inoperablen Krebs erkrankt sei.