
Wie kein
anderer Republikaner, aber auch wie
kein Demokrat hat
Donald Trump die Herzen der weißen Arbeiterklasse gewonnen, die sich stärker deklassiert fühlt als jede andere Bevölkerungsgruppe im Land. Wie konnte das geschehen,
fragt sich George Packer. Seine Beobachtung: Die republikanischen Konkurrenten haben mit ihrer Tea-Party-Frömmelei die Arbeiterklasse links liegen lassen, und die Demokraten "haben
einen Widerwillen gegen die absteigenden Weißen. Abstrakte Sympathie mit der Arbeiterklasse als ökonomisches Objekt ist einfach, aber dieses Gefühl kann verschwinden beim Kontakt mit
realen Mitgliedern dieser Gruppe, die oft verstörende Ansichten haben und mächtige Ressentiments - die nicht aussehen und sich nicht anhören wie Menschen, die urbane Progressive gern kennen würden. Das
weiße männliche Privileg mag noch existieren in Amerika, aber diese Phrase klänge seltsam, um nicht zu sagen empörend gegenüber einem Sechzigjährigen, der als
Grüßaugust bei Walmart in Südohio arbeitet. Die wachsende Bedeutung von Identätitspolitik bei der Linken stößt die weiße Arbeiterklasse, gescholten wegen ihrer verschiedenen Arten der Bigoterie (manchmal gerechtfertigt) noch entschiedener Richtung Trump."
Die neue
Ausgabe des Magazins widmet sich dem Thema
Innovationen. Adam Gopnik
berichtet über haptische Forschung und sogenannte "Knuddel"-Shirts, die einem das Gefühl einer warmen Umarmung geben: "Das Studium der
haptischen Intelligenz führt zu tiefreichenden Fragen über unser körperliches Selbstverständnis. Wir sind ganz in unserer Haut, weil sie eine Grenze unserer Existenz darstellt: Wir erleben die Welt als wir selbst. Wir können uns unterscheiden von unseren Augen und Ohren, die Information, die sie uns vermitteln als Information erkennen, aber nur unser Tastsinn vermittelt uns das Gefühl,
konstante Wesen zu sein. Vielleicht gibt es keine spezifisch haptische Kunst, weil wir dem Tastsinn nicht entkommen können. Wir können die Augen schließen, die Ohren bedecken, aber wir tun dergleichen mit unseren Händen. Unsere Haut können wir nicht verschließen. Der Tastsinn ist zu wichtig, um nicht einfach nur zu sein. Was wir sehen, wollen wir haben, was wir hören, interpretieren wir, aber
was wir berühren, sind wir. Das Leben ist der Juckreiz, den wir nicht zu stillen wissen."
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