
Immer mehr
Computer übernehmen immer
mehr Arbeit. Nichts scheint das verhindern zu können, auch nicht Donald Trumps Versprechen, Arbeitsplätze aus China, Mexiko und anderen aufstrebenden Staaten in die USA zurückzuholen,
stellt Elizabeth Kolbert fest, die eine Reihe von Büchern zum Thema gelesen hat: "Trump hat gelobt,
Nafta neu zu verhandeln, das TPP-Abkommen aufzukündigen und gedroht, Zölle auf Waren aufzuschlagen, die amerikanische Firmen in Übersee produzieren. 'Unter einer Trump-Präsidentschaft wird der
amerikanische Arbeiter endlich einen Präsidenten haben, der ihn beschützt und für ihn kämpft', erklärte er.
Nach Bryjolfsson und McAfee zielt dieses Gerede am entscheidenden Punkt vorbei: Industrien in China werden genauso schnell, wenn nicht sogar schneller, automatisiert wie in den USA.
Foxconn, der größte Auftragnehmer für Elektronik, der berühmt wurde für seine städtegroßen Fabriken und harten Arbeitsbedingungen, plant
ein Drittel seiner Arbeitsplätze bis 2020 durch Automatisierung einzusparen. Die
South China Morning Post berichtete kürzlich, dass es der Firma dank großer Investitionen in Roboter bereits gelungen ist, die Arbeitsplätze in ihrer Werkanlage in Kunshan
von 110.
000 Menschen auf 50.
000 zu reduzieren. 'Mehr Firmen werden das bald auch tun', erklärte ein Funktionär aus Kunshan der Zeitung."
Jeffrey Toobin
rollt noch einmal den Rechtsstreit auf zwischen dem Klatsch-Blog
Gawker.com und dem Ex-Wrestler Hulk Hogan, über den
Gawker bankrott ging: "Im Rückblick sieht der Fall
Hogan vs.
Gawker wie eine Kostümprobe für
Trump vs.
Clinton aus. In beiden Wettbewerben gerierte sich ein Star des Reality TV, der ursprünglich auf anderem Gebiet Berühmtheit erlangte, als von einer Elite bedrängter Außenseiter. In beiden Fällen spielte ein reicher, erfolgreicher Mann das Opfer und errang einen überzeugenden und folgenreichen Sieg."
Weitere Artikel: Malcolm Gladwell
verschwendet viel Zeit und Druckerschwärze darauf, den guten
Leaker Ellsberg gegen den schlechten
Hacker Snowden abzugrenzen: Man liest das mit Bedauern, während man sich in die Zeiten zurücksehnt, in denen
Seymour Hersh im
New Yorker die durch Snowden gewonnenen
Erkenntnisse vertieft hätte. Negar Azimi
berichtet vom Kampf um
Arbeiterrechte auf den gigantischen
Museumsbaustellen in Abu Dhabi. Raffi Khatchadourian
begleitet den Fotografen
Edward Burtynsky ins
Nigerdelta, wo Burtynskys verstörende Bilder katastrophaler Umweltzerstörung entstehen. Alan Burdick
sucht im Schlaf nach dem
Wesen der Zeit. Anthony Lane
sah im Kino
Mike Mills "20th Century Women" und
Pedro Almodovars "Julieta" Lesen dürfen wir außerdem Mariana Enriquez'
Kurzgeschichte "Spiderweb".