
Er habe versucht den Kubanern
keinen Yankee-
Imperialismus zu präsentieren, sondern ihnen zu versichern, dass die Zukunft in ihrer eigenen Hand liegt, meint Barack Obama nach seinem
Kubabesuch zu dem Reporter Jon Lee Anderson. Das sah dann so aus,
erzählt Anderson in der neuen
Ausgabe des
New Yorker: Bei einem Treffen mit amerikanischen und kubanischen Unternehmern, Regierungsvertretern und Journalisten, pries Obama
Brian Chesky, dessen Unternehmen
Airbnb in acht Jahren vom Nichts auf einen Börsenwert von
25 Milliarden Dollar kletterte. "Obama blickte lächelnd ins Publikum. Niemand musste daran erinnert werden, dass dieser Wert
fast ein Drittel des kubanischen Bruttoinlandsprodukts ausmachte. 'Ich nehme Brian als Beispiel', sagte er. 'Er ist einer unserer herausragenden jungen Entrepreneure, der eine Idee hatte und danach handelte. Und in dieser globalen Ökonomie kann sie abheben.' Obama meinte, wenn die Kubaner ihren Stand in der globalen Wirtschaft verbessern wollten, müsse die Regierung
mehr Freiheiten geben. 'Kuba sollte
Ideen übernehmen,
Ideen stehlen, von überall, wo etwas gut läuft', sagte er. 'Mein Rat wäre: Stehlen sie keine Ideen von dort, wo sie nicht funktionieren.'"
Thomas Meaney
porträtiert die AfD-Politikerin
Frauke Petry als neuen Stern ganz rechts in Deutschland und "entwaffnend mustergültig". Meaney erkennt sogar Parallelen zu Trump: "Obwohl der politische Stil in Deutschland im
Vergleich zur Ära Trump sehr anständig ist und Petrys spröde Art sich stark von der Trumps unterscheidet, weisen ihrer beider Aufstiege Ähnlichkeiten auf. Auch Petry ist spät zur Politik gekommen und genießt ihren Outsider-Status. Wie Trump arbeitet sie mit Unterstellungen und facht so Konspirationstheorien an, um Zusammenhalt in den eigenen Reihen zu stiften. Wie Trump wurden ihr finanzielle Delikte vorgeworfen. Wie er geißelt sie die Medien für liberale Tendenzen und profitiert zugleich von medialer Aufmerksamkeit. Petry und ihre Parteigenossen haben es geschafft, die
Nachrichten derart zu dominieren, dass ein Gast in Deutschland leicht annehmen könnte, die AfD regiere bereits."
Außerdem: Die
Utopie kommt wieder in Mode, lernt Akash Kapur, der zwei neue Bücher zum Thema
vorstellt:
Erik Reeces "Utopia Drive" und
Chris Jennings' "Paradise Now: The Story of American Utopianism". Laura Miller
schreibt über die Dublin Murder Squad Serie der Krimiautorin
Tana French. Peter Schjeldahl
besucht die Ausstellung "
Jerusalem,
1000-1400: Every People Under Heaven" im Metropolitan Museum. Hua Hsu
hört die neue CD "22, A Million" von
Justin Vernon. Anthony Lane
sah im Kino
Antoine Fuquas Remake der "Glorreichen Sieben" und
Andrew Neels Film "Goat". Und Ariel Levy
stellt die Comedian
Ali Wong vor, die reihenweise Tabus thematisiert, popelnde Frauen etwa. Lesen darf man außerdem
Etgar Kerets Geschichte "To the Moon and Back".