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Hollywood versucht sich heute, einem geteilten, verängstigten Land anzudienen, das nicht mehr von Hippies polarisiert wird, sondern von
Identitätsfragen",
schreibt Michael Schulman, der anlässlich der
Oskar-Verleihung am 26. Februar in der neuen
Ausgabe des
New Yorker über Hollywoods Probleme mit der Multikulturalität nachdenkt. Das ganze Problem in einer Nussschale bekommt man in diesem kurzen Gesprächsausschnitt mit dem Produzenten
Allan Glaser und seinem Lebenspartner, dem 85-jährigen Schauspieler und Academy-Mitglied
Tab Hunter serviert, der mit schlecht erwogenen Worten fürchtet, "emeritiert" zu werden: "Als er erstmals die Antwort der Academy auf #OscarsSoWhite hörte, 'sagte ich nur zwei Worte', erzählt mir Hunter. 'Bull. Shit.' (Zu der Zeit erklärte er dem
Hollywood Reporter: 'Es ist ein kaum verschleierter Versuch,
ältere weiße Mitglieder, die das Rückgrat der Industrie sind,
rauszukicken.') 'Was mich wirklich nervt', fügt Glaser hinzu, 'ist, dass das ganze Ding von
Jada Pinkett angezettelt wurde. Ich meine, wer ist sie? Sie ist kein Filmstar. Als sie sagte, 'Oscars so white, da geh ich nicht hin, dachte ich, 'ok, fein'. Hunter nickt. 'Meiner Meinung nach war das eine Überreaktion', sagt er. 'Wenn es keine Rolle
für einen Chinamann gibt, dann gibt es keine Rolle für einen Chinamann!'"
Außerdem: Nicholas Schmidle
überlegt, was die
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