
In einem sehr schönen Text
erzählt Naomi Alderman die Geschichte der
feministischen Science Fiction, und ihr fällt auf, dass die meisten Autorinnen schon früh mit echtem
Entdeckergeist infiziert wurden:
Ursula Le Guin zum Beispiel war die Tochter des Anthropologen Alfred Kroeber, der die Überlieferungen des
letzten Überlebenden der Yahi, des berühmten Ishi, bewahrte: "Ihr Roman 'Die linke Hand der Dunkelheit' erschien 1969, am Beginn der revolutionären Frauenbewegung und war eines der frühesten Stücke feministischer SciFi. Es geht um einen Mann, der von der Erde zum Planeten Gethen reist, wo die Menschen geschlechtlich nicht festgelegt sind. Er ist mal fasziniert, mal abgestoßen und unerträglich einsam. Die
Normalität des einen, ist die
Wildnis des anderen. Die Verbindung zur Wildnis ist bei etlichen feministischen SciFi-Autorinnen überraschend stark.
Margaret Atwood verbrachte in ihrer Kindheit einen Großteil des Jahres in den Wäldern Quebecs. Ihr Vater war ein auf
solitäre Bienen spezialisierter Insektenkundler, der nach Wegen suchten, die kanadische Fortwirtschaft vor Insektenschäden zu schützen. Atwood verbrachte in ihrer Kindheit Frühling, Sommer und Herbst in einer Hütte ohne Elektrizität, sie paddelte im Kanu über klare Waldseen und kochte auf offenem Feuer.
Alice Sheldon - die unter dem Pseudonym
James Tiptree schrieb und nach der auch der
Tiptree Award für genderkritische Science Fiction und Fantasy benannt ist - verbrachte als Kind viel Zeit unter afrikanischen Völkern, etwa den Kikuyu. Ihr Vater war Forscher, ihre Mutter Autorin und Kriegskorrespondentin. Nicht jeder Autorin feministischer Science Fiction wurde von ihren Eltern beigebracht, wie man
Feuer in der Wildnis macht. Doch viele Geschichten verbindet, dass sie als junge Menschen mit der Vorstellung konfrontiert waren, dass es
andere Arten zu leben gibt, die ebenso wertvoll und respektabel sind, schön oder verstörend."
Weiteres: Howard French
zeichnet in einem ellenlangen Report nach, wie
Hongkong die Hoffnung aufgibt, auch nur einen Rest seiner Freiheit gegenüber Peking zu verteidigen: "Wir erleben gerade etwas Ähnliches wie die
Nach-Tienanmen-Generation in China', sagt ein junger Aktivist namens Xeron Chen. 'Man kann ein gutes Leben haben, aber wenn man sich um die Demokratie kümmert, wird man nur deprimiert." Paul Collier und Alexander Betts
überlegen, ob und wie man für
Flüchtlingslager etwa in Jordanien Sonderwirtschaftszonen errichten kann. Tariy Ali
wirft einen Blick auf
Lenins Lektüren.