Knapp eine
Million deutsche Frauen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von allierten Soldaten
vergewaltigt,
erinnert in der
NZZ Yaël Debelle, die unter anderem mit der deutschen Historikerin
Miriam Gebhard gesprochen hat: "'Die sexuelle Gewalt traf Frauen aller Schichten, junge Mädchen und alte Frauen - und auch Männer', sagt Gebhardt. 'Es geschah am helllichten Tag, nachts bei Hausdurchsuchungen, auf offenem Feld, in Kellern und Unterständen' - 'und in spontan eingerichteten
Vergewaltigungsräumen'. Die Taten seien oft in der Gruppe verübt worden, die Soldaten hätten gegenseitig Schmiere gestanden. Rund 860 000 Frauen wurden vergewaltigt, so Gebhardts Hochrechnung. Die Historikerin hat die eidesstattlichen Erklärungen von vergewaltigten Frauen studiert, die
abtreiben wollten."
Eher als geisteswissenschaftliche Mode tut Simon Strauß in der
FAZ die These ab, dass das
Römische Reich wegen eines
Klimawandels untergegangen sei: "Als TED-Talk-
erfahrene Vorzeigefigur dieser 'new environmental historians of Rome's fall' tritt insbesondere der einundvierzigjährige
Kyle Harper hervor, der manchen schon als 'Edward Gibbon des 21. Jahrhunderts' gilt. Sein demnächst auch
auf Deutsch erscheinendes Buch 'Fatum' führt die Überzeugung des Autors schon im Titel: dass das spätantike Rom durch eine fatale, also schicksalhaft unausweichliche Klimaveränderung zu Fall gebracht worden sei."
Weiteres: In der
FR schreibt Arno Widmann über
Hong Xiuquan, den Anführer des
Taiping-
Aufstandes, der zum Christentum konvertierte und Jesus für seinen älteren Bruder hielt. Besprochen wird die Kunstinstallation "Kriegskinder" im
Museum Neukölln, in der Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs über ihre Erfahrungen sprechen (
Berliner Zeitung).