Perlentaucher-Autor

Jan Assmann

Jan Assmann, geboren 1938, ist ein emeritierter Ägyptologe, Religionswissenschaftler und Kulturwissenschaftler. Er wuchs in Lübeck und Heidelberg auf, studierte Ägyptologie, Klassische Archäologie und Gräzistik in München, Heidelberg, Paris und Göttingen und folgte 1976 einem Ruf auf den Lehrstuhl für Ägyptologie der Universität Heidelberg, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2003 lehrte. Mit seiner Frau, der Literaturwissenschaftlerin Aleida Assmann, schrieb er zahlreiche Bücher. Zusammen entwickelten sie die Theorie des kulturellen Gedächtnisses. Jan Assmann lebt heute in Konstanz.

3 Artikel

Monotheismus der Treue

Essay vom 17.05.2013 17.05.2013. Die Frage ist nicht, ob der Monotheismus die Welt grausamer gemacht hat, sondern ob er neue Argumente geliefert hat, Gewalt und Grausamkeit zu legitimieren. Für die Humanisierung gewaltlegitimierender Texte könnte die jüdische Auslegungstradition ein Vorbild sein.

Monotheismus ohne Mose?

Essay vom 07.03.2013 07.03.2013. Als nicht revolutionär, sondern evolutionär beschreibt Markus Witte die israelitische Religionsgeschichte. Doch der Widerspruch zwischen einer evolutionären Entwicklung und den revolutionären Ideen von Bruch und Stiftung findet in der Bibel selbst statt und beschreibt eine innerbiblische Spannung und Dynamik.

Monotheismus und Gewalt

Essay vom 29.01.2013 29.01.2013. Mit dem Monotheismus entstand die Unterscheidung von wahr und falsch in der Religion - und damit eine spezifische Form der Gewalt. Erzählt wird von ihr in der Geschichte vom Exodus aus Ägypten. Und es bleibt dabei: Der "mosaischen Unterscheidung" können nur die Religionen selbst begegnen - mit einem "Sowohl als auch". Eine Antwort auf Rolf Schieder