Stöbern nach Themen

Durchsuchen Sie unsere Bücherdatenbank nach Themen, Ländern, Epochen, Erscheinungsjahren oder Stichwörtern.

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Essay

Monotheismus ohne Mose?

Rückfragen an Markus Witte. Von Jan Assmann
07.03.2013. Als nicht revolutionär, sondern evolutionär beschreibt Markus Witte die israelitische Religionsgeschichte. Doch der Widerspruch zwischen einer evolutionären Entwicklung und den revolutionären Ideen von Bruch und Stiftung findet in der Bibel selbst statt und beschreibt eine innerbiblische Spannung und Dynamik.
Jan Assmann antwortet auf den Beitrag (hier) des Alttestamentlers Markus Witte in unserer Debatte zum Thema "Monotheismus und Gewalt". Hier eine Übersicht über den Verlauf der Debatte. (D.Red.)



====================


Mit Recht warnt Markus Witte vor "der Ausblendung der Grundregeln historischer Kritik aber auch der Wirkungsgeschichte", wenn in der Auseinandersetzung mit dem biblischen Monotheismus "manch eine Erzählung der Moseüberlieferung", wie z.B. die Geschichte vom Goldenen Kalb, "symbolisch verzerrt und klischeehaft als Beispiel für den Charakter des Alten Testaments als eines Buchs von Gewalt verhandelt wird." Natürlich dürfen solche Erzählungen, auch wenn sie keineswegs nur im Rahmen der Mose-Überlieferung vorkommen, nicht auf die Bibel als Ganzes hochgerechnet werden, in der sie, aufs Ganze gesehen, eher am Rande stehen und vermutlich aus bestimmten historischen - polemischen - Konstellationen heraus zu verstehen sind. Ebenso wenig geht es aber an, sie einfach apologetisch wegzuinterpretieren. Sie müssen etwas bedeuten, sonst stünden sie nicht im Kanon an so prominenter Stelle und würden sich nicht gerade im Zusammenhang der Mose-Überlieferung häufen. Wenn sie in der Rezeptionsgeschichte oft in symbolischer Verzerrung und klischeehaft als Argumente auftauchen, entweder um die Unterdrückung und Vernichtung kolonialisierter Völker zu rechtfertigen oder um den biblischen Monotheismus zu kritisieren, dann ist gerade historische Kritik gefordert, sie mit entzerrter Optik in den Blick zu fassen, aber nicht, die Augen vor ihnen zu verschließen.

Ein wichtiges Korrektiv ist hier sicher das Weitwinkel-Objektiv, das Markus Witte anstelle eines allzu einseitig auf die Mose-Überlieferung fokussierten Blicks auf die hebräische Bibel richtet. In diesem Weitwinkel-Blick zeigen sich vor allem drei Dinge:

· innerhalb der Hebräischen Bibel nimmt Mose keineswegs die zentrale und dominierende Stelle ein wie sie ihm dann erst in der nachbiblischen Tradition zugewachsen ist;

· die JHWH-Verehrung ist älter als die erst im 8./7. Jh. v. Chr. einsetzende Mose-Überlieferung und macht unabhängig von dieser einen Wandlungsprozess ihres Gottesbildes durch: vom Wettergott zum universalen Schöpfer und Lenker der Geschichte; Mose ist also nicht der Stifter dieser Religion;

· die eigentlich theologische Arbeit am Gottesbild findet in der Weisheitsliteratur statt, in der die Exodus-Sinai-Landnahme-Tradition keine Rolle spielt und JHWH als Gott der Lebendigkeit, Freiheit und universalen Liebe erscheint.

Um es auf eine einfache Formel zu bringen: die Mose-Exodus-Erzählung der Bücher Exodus - Deuteronomium vermittelt das Bild eines "revolutionären", die Religionsgeschichte Israels und die übrigen biblischen Bücher, vor allem die weisheitliche Tradition, das Bild eines "evolutionären" Monotheismus.

Wer daher (wie ich selbst in einigen meiner diesbezüglichen Äußerungen) in toto den Ein-Gott-Glauben des antiken Israel als "revolutionären Monotheismus" und eine "Gegenreligion" bezeichnet, verstößt gegen die Grundregeln historischer Kritik, die in diesem Falle darin bestünden, den Gegenstand dieser Diagnose genauer anzugeben. Natürlich trifft sie weder auf die Religionsgeschichte Israels noch auf die Theologie des (gesamten) Alten Testaments zu, sondern bezieht sich allenfalls auf die Mose-Überlieferung. Von der kann Witte (wie vorher schon z.B. Klaus Koch in seinem Aufsatz über den "Tod des Religionsstifters") zeigen, dass sie im Rahmen des Alten Testaments und der klassischen Epochen der israelitischen Religion und Literatur eher marginal war. Mose spielt außerhalb des Pentateuchs keine nennenswerte Rolle. Sein Aufstieg zur der Zentralfigur der jüdischen Religion und der Aufstieg seiner Lehre, der "Tora des Mose", zu dem schlechthin definierenden Prinzip des Judentums und eines Lebens im Einklang mit Gott findet später statt und gehört in die spätere und hinsichtlich ihres Erfolgs und ihrer Durchsetzungskraft einmaligen Wirkungsgeschichte der Mose-Überlieferung. Von hinten her gesehen ist dieser Überlieferungskomplex, das "Erbe des Mose", alles andere als marginal und strahlt als das normative Zentrum auf die gesamte Religion aus. Man wird dieses rezeptionsgeschichtliche Schicksal nicht einfach als symbolische und klischeehafte Verzerrung abtun können. Offenbar ist für diese Betrachtung ein anderes Instrumentarium nötig als das der historischen Kritik.

Meinen Zugang in "Moses der Ägypter" und "Die Mosaische Unterscheidung" würde ich als ideengeschichtlich charakterisieren. Die Protagonisten meiner Ideengeschichte heißen nicht Moses und Aaron und auch nicht Hilkia und Josia oder Ezra und Nehemia, sondern Moses Maimonides, John Spencer, Ralph Cudworth, William Warburton, Carl Leonhard Reinhold, Friedrich Schiller und Sigmund Freud. Im Rahmen dieses Diskurses ist die Tora des Mose längst zur Anweisung aller Anweisungen geworden, zum Ursprung des Monotheismus als der wahren, geoffenbarten, den Einklang von menschlichem Leben und göttlichen Willen stiftenden Religion. Erst in diesem Rahmen gibt ein Begriff wie "die mosaische Unterscheidung" einen Sinn. Die Frage ist, wie weit man sie in die Geschichte zurückprojizieren darf, ohne sich eines unhistorischen Anachronismus schuldig zu machen. Andererseits gilt eine Grundregel der Rezeptionsforschung: dass das Rezeptionsschicksal einer Idee, eines Textes, eines Werkes diesem selbst nicht ganz und gar äußerlich ist. Jedenfalls sollte man auf den Versuch nicht verzichten, zu prüfen, ob sich nicht im Licht der Rezeptionsgeschichte auch etwas zeigt, was in den originalen Befunden angelegt ist.

Markus Witte hat darauf aufmerksam gemacht, dass die Frage nach einem möglichen und wie immer im Einzelnen zu charakterisierenden Zusammenhang zwischen Monotheismus und Gewalt nicht an die Bibel insgesamt gestellt werden darf. Da gibt es, vor allem in der weisheitlichen Tradition, Gottesbilder, die von aller kritischen, antagonistischen, polemischen und ausgrenzenden Tendenz weit entfernt sind - auch wenn man vielleicht nicht ganz vergessen sollte, dass die bösartigste Verleumdung der "heidnischen", bildverehrenden Religion in der "Weisheit Salomonis" steht und auch die Schwarzmalerei zwischen Gut und Böse einen charakteristischen Zug der biblischen Weisheit bildet. Hier fühlt man sich schon in der Nähe der "mosaischen Unterscheidung". Aber generell hat Witte sicher Recht, wenn er feststellt, dass in der weisheitlichen Arbeit am Gottesbild die Mose-Exodus-Tradition keine Rolle spielt und Gott hier als der Inbegriff von Lebendigkeit, Freiheit und universaler Liebe erscheint. Die antike Weisheit ist nun einmal ein interkulturelles und internationales Phänomen, wodurch hier die die intra- und interkulturellen Differenzen und Antagonismen abgedunkelt werden.

Handelt es sich aber deswegen bei der Vorstellung eines revolutionären (und als solchen gewalt-affinen) Monotheismus um ein modernes Missverständnis? So interessant und wichtig es ist, sich die zumindest anfängliche Randständigkeit der Mose-und-Exodus-Überlieferung klar zu machen, gilt es doch im Blick zu behalten, dass diese Tradition, wie fiktional auch immer sie sein mag, keine moderne Fiktion und der Prozess ihrer wachsenden Dominanz und Verbindlichkeit eine Sache der (nach-)biblischen Antike und nicht der modernen Religionskritik ist. Der Widerspruch zwischen einer evolutionären Entwicklung der israelitischen Religionsgeschichte und den revolutionären Ideen von Bruch und Stiftung findet in der Bibel selbst statt und beschreibt eine innerbiblische Spannung und Dynamik. In der von Witte mit Recht angemahnten Weitwinkel-Perspektive gehen die politischen, kritischen, antagonistischen, kurz "revolutionären" Aspekte des biblischen Monotheismus verloren. So richtig und wichtig es ist, die Rekonstruktion der Religion Israels nicht auf den revolutionären Aspekt zu reduzieren, so verkehrt wäre es andererseits, diesen Aspekt aus dem Auge zu verlieren, ist es doch genau dieser Aspekt, in dem der israelitische Monotheismus in den darauf aufbauenden Religionen geschichtsmächtig wurde und uns bis heute und gerade heute beschäftigt. Der Eingott-Glaube Israels ist möglicherweise nicht als "Gegenreligion" angetreten, sondern erst im Laufe der Rezeptionsgeschichte des Mose-Mythos (frühestens ab der Joschijanischen Kultreform, wenn man die als historisch anerkennen will) dazu geworden. Wenn man allerdings die Forschungen von Morton Smith, Bernhard Lang, Manfred Weippert und anderen zur "Jahwe-allein-Bewegung" bedenkt, möchte man schon der JHWH-Monolatrie des 7. Jh. v. Chr. einen revolutionären Aspekt nicht absprechen.

Daher möchte ich in dankbarer Anerkennung der Korrekturen, die Markus Witte an meinem verengten Blick auf die Bibel angemeldet hat, an meiner Diagnose der "mosaischen" Religion, d.h. mit der Figur des Mose verbundenen Aspekts der israelitischen Religion, als einer Gegenreligion festhalten. Die mosaische, d.h. die von Mose gestiftete bzw. am Sinai empfangene und vermittelte Religion, so viel gebe ich gerne zu, ist eine Imagination der Gedächtnisgeschichte, der rekonstruktiven Arbeit an der Vergangenheit nach dem Zusammenbruch erst des Nordreichs, dann des Südreichs. In der Geschichte, so weit sie sich aus den archäologischen, epigraphischen und als Geschichtszeugnisse interpretierbaren literarischen Quellen erschließen lässt, hat kein Exodus (jedenfalls nicht in dem völkerwanderungsartigen Ausmaß des biblischen Berichts), keine Sinai-Offenbarung, keine Religionsstiftung in Form eines göttlichen Bundesschlusses, keine 40jährige Wüstenwanderung und keine Landnahme stattgefunden, ebenso wenig wie Massaker an den eigenen Leuten und an den Amalekitern, Hetitern, Hiwitern, Kanaanitern, Jebusitern, Kenitern, Girgasitern usw. Alle diese Motive (und damit auch die Frage der Gewalt, die uns in dieser Debatte beschäftigt) gehören vielmehr in die Literatur und ihre rekonstruktive Aufarbeitung der Vergangenheit. Wie konnte es aber zu diesem Widerspruch zwischen Geschichte und Gedächtnis kommen? Wie erklärt sich dieses polemische, revolutionäre Erinnerungsbild der israelitischen Glaubens- und Ethnogenese?

Das sind die Fragen, die ich an Markus Witte und die theologischen Kollegen zurückgeben möchte. Wittes Hinweis auf das Gottesbild der Weisheit hat unsere Debatte einen großen Schritt weitergebracht. Die revolutionären, polemischen, kritischen und potentiell gewaltträchtigen Aspekte der JHWH-Monolatrie, wie sie im Exodus-Mose-Mythos gebündelt auftreten, darf man nicht auf die biblische Theologie insgesamt hochrechnen. Man hat sie vielmehr im Rahmen der Mose-Überlieferung zu erklären. Möglicherweise gehören sie auch in diesem Rahmen einer bestimmten Textschicht und theologischen Tendenz an und dürfen wiederum nicht auf die gesamte Exodus-Sinai-Landnahme-Erzählung hochgerechnet werden. Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass die kritischen Aspekte in der priesterschriftlichen Tradition eher ausgeblendet und in der deuteronomischen und deuteronomistischen Tradition dafür umso stärker herausgestellt werden. Da die Quellenscheidung in der alttestamentlichen Wissenschaft noch immer eine bedeutende Rolle spielt, wäre auch zu fragen, wie sich unter dieser Voraussetzung die "jahwistische" und die "elohistische" Quelle verhalten. Im Ganzen lassen sich ja auch schon in einer laienhaften Lektüre von 2-5 Mose drei Tendenzen klar unterscheiden: eine befreiungstheologische (die man in den von manchen Spezialisten J und E zugeschriebenen Partien am deutlichsten spürt), eine bundestheologische (die man allgemein mit dem Deuteronomium und der deuteronomistischen Schule verbindet) und eine kulttheologische, die vollkommen eindeutig und unbestritten das Anliegen der Priesterschrift darstellt. Dies ist nur eine Vermutung, die ich an die Alttestamentler weitergeben möchte. Die befreiungstheologische Tendenz schwelgt in der Gewalt erst der Unterdrücker gegen die Unterdrückten (Ex 1) und dann der Unterdrückten (mit Gottes Hilfe) gegen die Unterdrücker (die zehn Plagen, die Vernichtung der Ägypter im Schilfmeer). Das ist politische Gewalt, wie sie mit einem revolutionären Prozess einhergeht. Im Rahmen der bundestheologischen Tendenz kommt es zu im engeren Sinne religiösen Formen von Gewalt: die Todesstrafe für bestimmte Übertretungen, z.B. der Sabbatruhe, der Bannfluch gegen die kanaanäischen Städte und die vom Gesetz abgefallenen Städte der Hebräer, die Strafaktion nach dem Goldenen Kalb und der Teilnahme am Fest des Ba'al Pe'or. Die kulttheologische Tendenz der Priesterschrift kennt wohl nur sakrifizielle Gewalt.

Diese Strömungen und Tendenzen müssten sich mit den sozialen und politischen Spannungen der Geschichte - der Loslösung des Nordreichs von Israel, der assyrischen Katastrophe des Nordreichs, dem deuteronomi[sti]schen Widerstand gegen das Königtum mit seinem Frondienst, seinem synkretistischen Kult und seinen politischen Kompromissen, der assyrischen Unterdrückung und der babylonischen Katastrophe des Südreichs, den Konflikten nach der Rückkehr aus dem Exil (die Scheidung der Mischehen unter Esra und Nehemia) und vielem anderen mehr - in Verbindung bringen lassen. Hierüber würde man von den alttestamentlichen Spezialisten gerne mehr wissen. Diese Themen müssten sich doch ohne Apologetik und Polemik behandeln lassen. Wenn sie bislang nur unter Ausblendung der Grundregeln historischer Kritik und in symbolischer und klischeehafter Verzerrung zur Sprache kamen, dann ist die Anmahnung und Anwendung solcher Regeln nur umso willkommener.
Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern | Share on Google+

Archiv: Essay

Guido Graf: Kritik als Reparatur

22.07.2015. Muss der Betrieb gerettet werden oder die Kritik? Was wollen wir überhaupt von Kritik? Wie können wir sie verbessern? Indem wir die subjektlose Objektivität der heutigen Literaturkritik durch eine kollektive Subjektivität ersetzen. Dazu muss der Kritiker Kollaborateur werden, Gesprächspartner und Gastgeber. Mehr lesen

Wolfgang Tischer: Wir brauchen einen Inselführer

17.07.2015. Wolfram Schüttes Idee einer Literaturzeitung im Netz könnte die falschen Finanziers anlocken, und sie pflegt einen Begriff von Literatur, der den Entwicklungen im Netz hinterhinkt: Das heißt nicht, dass es nicht Orte einer durchaus auch elitären Reflexion über Literatur im Netz braucht. Mehr lesen

Jan Drees: Wofür wir brennen

09.07.2015. Seit Wochen und Monaten wird (mal wieder) über den Zustand der Literaturkritik debattiert. Entstanden ist der Wunsch nach stärkerer Institutionalisierung. Warum wir keine neue Literaturzeitung brauchen, aber mehr Leidenschaft. Mehr lesen

Marie Luise Knott: Aus der ideologischen Antike

06.07.2015. Die Kunstbiennale in Venedig läuft noch bis November und wird auch dieses Jahr wieder Millionen Besucher anziehen. Doch die öffentlichen Reaktionen auf die von Okui Enwezor kuratierten Räume - zentraler Pavillon und Arsenale - sind durchwachsen. Von "Inhaltismus" und "Revolutionsromantik" ist die Rede. Überhört wurden im Trubel der Eröffnung die Stimmen, die in den Sälen umgehen, ein wenig wie Gespenster - oder sind es doch gute Geister? Mehr lesen

Florian Kessler: Die Vielfalt preisen

03.07.2015. Heute ist das Netz die literarische Öffentlichkeit. Und eine Gesellschaft, in der nicht nur Profis das Gespräch dominieren, kann nicht völlig missraten sein. Wozu also eine Printzeitung im Netz? Was wir dagegen gebrauchen könnten, wäre ein renovierter Alfred-Kerr-Preis! Mehr lesen

Dana Buchzik: Es braucht Dialog

02.07.2015. Apropos Leser: Eine digitale Zeitung muss sich, mehr noch als ein Printblatt mit Online-Ableger, darauf gefasst machen, dass eine bunte, lebendige und interessierte Leserschaft von sich hören lassen wird. Mehr lesen

Ekkehard Knörer: Tatsächlich ein Desiderat

01.07.2015. Die Bedeutung von Literaturkritik hat sich aus gutem Grund relativiert und kann nicht künstlich reanimiert werden. Die Idee einer Netzzeitung ist dennoch höchst reizvoll. Die Los Angeles Review of Books könnte ein Vorbild sein. Stellt sich nur die Frage der Finanzierung... Mehr lesen

Jörg Sundermeier: Nele liebt Paul, aber Paul liebt Isa

30.06.2015. Ist es nur eine Frage des Orts? Auch im Internet braucht Kritik mündige Leserinnen und Leser - und mündige Kritikerinnen und Kritiker. Die Frage wäre also, ob Wolfram Schüttes Literaturzeitung im Netz etwas am Zustand des Betriebs ändern könnte. Mehr lesen

Nikola Richter: Literaturkritik ist überall

30.06.2015. Ich würde Wolfram Schütte wirklich gerne einmal auf einen Kaffee treffen und ihm zeigen, wie er mit ein paar einfachen Handgriffen das für ihn vielleicht noch unübersichtliche Internet sondieren könnt. Was er sucht, das Finden ohne Suchen, gibt es längst. Mehr lesen

Tilman Winterling: Mit einer Idee und einem Arbeitstitel

29.06.2015. Das ideale Online-Literaturmagazin wäre eines, das das Beste aus beiden Welten - Print und Netz - verbindet. Die Krautreporter könnten ein Vorbild sein. Mehr lesen

Michael Kötz: "Wunderwelt" wäre mein Vorschlag

26.06.2015. Wolfram Schüttes Projekt einer Literaturzeitung im Netz ist der Vorschlag für ein Unternehmen. Aber ein Unternehmen wird nur begonnen, wenn eine Chance auf Gewinn besteht. Einige Vorschläge Mehr lesen

Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz

26.06.2015. Wenn Literaturkritik eine Zukunft hat, dann im Netz - wenn auch in Form einer Zeitung. Ein Appell von Wolfram Schütte - und eine Perlentaucher-Debatte. Überblick über alle Artikel. Aktualisiert am 23. Juli. Mehr lesen

Alexander Kluge: Rettende Öffentlichkeit

25.06.2015. Ein Zuviel an Silicium nennt man Wüste. In der Wüste gibt es Stützpunkte des Lebens. Das sind die Oasen. Oft sind sie räumlich klein, im Verhältnis zum Gesamtgelände. Zu Wolfram Schüttes Projekt einer Netzzeitung für Kritik. Mehr lesen

Wolfram Schütte: Über die Zukunft des Lesens

24.06.2015. Wenn die Kritik eine Zukunft hat, dann im Netz - wenn auch in Form einer Zeitung, die online steht. Nennen wir sie Fahrenheit 451. Ein Plädoyer Mehr lesen

Thierry Chervel: Kritik im Netz/Editorial

24.06.2015. Wolfram Schütte möchte die Literaturkritik neu organisieren - durch eine Zeitung im Netz. Einladung zur Debatte im Perlentaucher. Mehr lesen