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Im Kino

Nach innen gefaltet

Die Filmkolumne. Von Lukas Foerster, Nikolaus Perneczky
07.12.2011. Nanni Moretti findet in seiner absurden Komödie "Habemus Papam" noch da Würde, wo sie niemand vermutet hätte: bei Volleyball spielenden Kardinälen. Chris Millers "Der gestiefelte Kater" ist Patchwork- Kino im Italowesternlook, lässt aber im Kleinen genug Raum für Großartiges.


Eine Prozession alter Männer im Ornat katholischer Würdenträger zieht, ein Gebet auf den Lippen, in bedächtigem Tempo an der Kamera vorbei. Eine Stimme aus dem Off weist sie als Kardinäle auf dem Weg in das Konklave aus, wo der neue Papst gewählt werden soll. Die Stimme gehört einem inkompetenten Fernsehjournalisten, der den Ereignissen immer einen Moment hinterherhinkt, der noch weniger von ihnen versteht als seine Zuseher und doch mit einiger Autorität von ihnen sprechen zu können glaubt. Dieser Journalist ist eine Randfigur in Nanni Morettis "Habemus Papam", einem Film ohne rechtes Zentrum und darum voller Randfiguren, will sagen: voller Figuren, die in ein, zwei Szenen kurz anskizziert, dann aber links liegen gelassen werden. Was diese eine Figur von den Mitspielern unterscheidet, ist ihr ganz und gar lächerliches Gebaren, das Moretti unserem Spott ohne Erbarmen anempfiehlt - des Regisseurs verspätete Rache an einer Journaille, die sich zur permanenten Apologetik von Berlusconis Italien herabließ. Allen anderen, durch die Bank big shots der katholischen Nomenklatura, begegnet "Habemus Papam" mit überraschender Zurückhaltung und findet noch dort Würde, wo man sie zuletzt vermutet hätte - etwa bei einem Volleyballspiel der Kardinäle, deren kleinen und kleinlichen Affekten, dem Rausch der Sieger und dem Gram der Verlierer, Moretti über Zeitlupenaufnahmen Pathos und Größe verleiht.

Nanni Morettis letzter Film, "Il Caimano", hatte mit Gift und Galle nicht gegeizt, was seinem Gegenstand (den Verflechtungen von Film, Fernsehen und Politik unter Berlusconis Regentschaft) durchaus angemessen war. Umso erstaunlicher, mit welcher Sympathie er sich nun der katholischen Kirche zuwendet. Ob sie diese Behandlung verdient hat, ist die eine, wahrscheinlich abschlägig zu beantwortende Frage. Ob "Habemus Papam" aufgrund seiner unerwarteten Milde aber nicht vielleicht zu einem interessanteren Film geworden ist, als eine bissige Satire vatikanischer Machtstrukturen es hätte sein können, ist die andere, interessantere Frage.

Es geht also um die Wahl zum Papst, Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und (formal) einer der letzten absoluten Monarchen der Welt. Was Moretti dieser Prämisse abgewinnt, ist nicht etwa eine Kritik an der Machtfülle und den Umständen ihrer Inauguration, sondern ein skeptischer Exkurs über die Last der Verantwortung aus der Sicht eines Mächtigen, der lieber keiner wäre. Kurz bevor die Kardinäle ihre Stimme abgeben, isoliert die Kamera einzelne von ihnen, wie sie mit flehentlicher Stimme an Gott sich wenden: "Lass diesen Kelch an mir vorüberziehen!" Ihr Flehen schwillt, zusammen mit der Musik, zu einem Raunen an, das den abgeschlossenen Raum des Konklave in der Totalen durchdringt, um dann abrupt in Stille sich aufzulösen. Niemand hier fühlt sich der Aufgabe gewachsen, am allerwenigsten aber der französische Kardinal Melville (Michel Piccoli), auf den die Wahl - als Kompromisskandidat oder durch göttliche Fügung, der Film belässt dies absichtlich im Unklaren - zuletzt fällt.



Melville ist ein Zögernder, der sich im letzten Moment gegen seine Berufung entscheidet. Nachdem der Kurienkardinal auf den Balkon der Petersbasilika getreten ist, um die Worte "Habemus papam" (Wir haben einen Papst) zu sprechen, stößt Melville einen desartikulierten Schmerzensschrei aus: Er kann, will nicht. Der Pressesprecher des Vatikan, zusammen mit den Kardinälen, lässt einen Arzt kommen, aber physisch scheint mit Melville alles in Ordnung zu sein. In ihrer Verzweiflung wenden sie sich als nächstes an einen im doppelten Wortsinn unorthodoxen Psychoanalytiker, der vom rechten Glauben lange abgekommen ist. Nicht zuletzt weil Moretti diesen Analytiker in gewohnter Manier verkörpert, glaubt man spätestens jetzt zu wissen, welchen Verlauf "Habemus Papam" hinfort nehmen wird. Eine vor Dialogwitz sprühende Komödie, die aus dem Aufeinandertreffen der beiden ungleichen Charaktere, des widerwilligen Papstanwärters und seines atheistischen Therapeuten, humoristisches Kapital schlägt, will der Film dann aber gerade auch nicht sein.

Im Gegenteil macht sich Melville schon in der nächsten Szene aus dem Staub, um zuerst bei der Frau des Psychoanalytikers vorzusprechen, die demselben Beruf wie ihr Mann nachgeht. Auch aus dieser Begegnung entspinnt sich kein roter Handlungsfaden, was vor allem der psychologischen Undurchlässigkeit Melvilles anzurechnen ist und also dem Schauspiel Michel Piccolis, das unsere Fragen beständig an seiner ganz äußerlichen, im Körperlichen sich vermittelnden Renitenz abprallen lässt. Da ist einer, in und an dem sich alles gegen die Macht sträubt, die ihm aufgebürdet werden soll, aber warum, teilt sich nicht mit.



"Habemus Papam" schneidet unentwegt zwischen dem fliehenden Melville und der Petersbasilika hin und her, wo der Pressesprecher einen arglosen Schweizergardisten beauftragt, in regelmäßigen Intervallen an den Vorhängen der Papstresidenz zu rütteln, um die besorgten Kardinäle und die in Wartestellung verharrende Weltöffentlichkeit bei Laune zu halten. Das Fenster zum Wohnsitz des Papstes, so wie zuvor den leer bleibenden Balkon der Petersbasilika, zeichnet Moretti als altertümlich-analoge Displays der Macht, auf die alle Augen gerichtet sind in der Hoffnung auf ein Zeichen, worin die Macht als (körperlich) Anwesendes sich zu erkennen gibt.

Vielleicht ist Melville/Piccolis undurchsichtige Renitenz ja auch so zu verstehen, dass die Idee eines absoluten Monarchen (ob der nun Berlusconi oder Ratzinger heißt) als kohärente Symbolisierung der Macht heute nur noch als Absurdität in Erscheinung treten kann - oder eben als absurde Komödie, wie "Habemus Papam" - in Formvollendung - eine ist. So harmlos und verhalten Morettis Porträt des Vatikan über weite Strecken geraten ist, vom erschütternd-furiosen Schlussakkord des Films wird man sich so rasch nicht erholen.

Nikolaus Perneczky

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Im zweiten "Shrek"-Film tauchte Puss, der gestiefelte Kater mit (im englischen Original) der Stimme von Antonio Banderas, zum ersten Mal auf, jetzt hat er sein Spin-off bekommen. "Puss in Boots", hierzulande "Der gestiefelte Kater", erzählt die Vorgeschichte - die Heldenwerdung - der Katzenfigur. Der Film hat allerdings (angesichts der nicht zu übersehenden Ermüdungserscheinungen der Hauptserie in den letzten beiden Fortsetzungen war das vermutlich eine gute Idee der Produzenten) bis auf seine Hauptfigur wenig gemeinsam mit dem in einem fort intertextuell Amok laufenden "Shrek"-Universum. Zwar tauchen auch im neuen Film einige aus ihrem jeweiligen narrativen Zusammenhang gerissene Märchenfiguren auf (und es finden sich auch wieder einige ziemlich willkürliche Zitate aus der Filmgeschichte, unter anderem gibt es einen Abstecher zu den japanischen "Godzilla"-Filmen), aber insgesamt orientiert sich "Der gestiefelte Kater" recht konsequent und ebenso stilsicher wie -bewusst am Italowestern und an mexikanischer Folklore. Die Handlung, die nicht unbedingt der Rede wert ist, dreht sich um Freundschaft, Verrat, Rache und die Jagd nach goldenen Eiern.

Wenige Genres sind derzeit so erfolgreich wie die Computeranimationsfilme Hollywoods. Das ist eine relativ neue Entwicklung. Der klassische Zeichentrickfilm stand immer ein wenig außerhalb des restlichen amerikanischen Kinos; bis in die sechziger Jahre fand er ganz buchstäblich am Rand statt, im Vorprogramm der Kinovorstellung, als Cartoon vor dem Hauptfilm. Die wenigen erfolgreichen animierten amerikanischen Spielfilme wurden fast durchweg von Disney produziert, dem Außenseiter unter den Hollywood-Giganten, und zwischen zwei Zeichentrickblockbustern vergingen oft mehrere Jahre. Heute fertigen alle wichtigen Studios abendfüllende Animationsfilme und es vergeht kaum ein Monat, in dem nicht mindestens eins dieser Produkte die Kinos erreicht.



Von einigen konsequenter ausgearbeiteten Ausnahmen ("Ratatouille", "Rango") abgesehen (die freilich auch nicht die poetische Dichte beispielsweise der nach wie vor fast komplett klassisch gezeichneten japanischen Ghibli-Produktionen erreichen), sind die neuen, am Computer gerenderten Animationsfilme vom großen Ganzen her betrachtet eher enttäuschend: clever aus oft disparaten Genreversatzstücken zusammengeschraubtes Patchwork-Kino ist das, immer gerade so smart, dass sich die Eltern, die ihre Kinder ins Kino begleiten, nicht langweilen; bestückt mit zielgruppenoptimierten Figurenensembles, die verschiedene Identifikationsstrategien zulassen und idealerweise außerhalb des Kinos als Actionfiguren zweitverwertet werden können.

Was nicht heißt, dass kein Raum bliebe für echte Originalität. Im Kleinen kann man in fast jedem aktuellen Animationsfilm Großartiges entdecken. In "Der gestiefelte Kater" gibt es zum Beispiel eine Pferdekutsche, die sich in voller Fahrt in ein Segelflugzeug verwandelt. Das Pferd wird dabei "nach innen gefaltet" und fliegt dann in einem Käfig mit - das sieht in der elegant und dynamisch errechneten Bewegung noch spektakulärer aus, als es sich anhört, vielleicht, weil man bis zu einem gewissen Grad an die Welt des Films und ihre illusionäre Materialität glaubt. In einer anderen Szene wird ein Glas Milch zum Mittelpunkt einer virtuos zerdehnten Actionminiatur, die, wie einige andere spektakuläre Sequenzen, stilsicher in Splitscreen-Bildern aufgelöst ist.



Schön ist auch, dass die meisten Figuren in "Der gestiefelte Kater" keine Fantasiegeschöpfe sind, sondern vergleichsweise lebensnah dargestellte Tiere. Katzen natürlich zuerst. Die scheinbar organische Manipulation von Oberflächen ist eine große Stärke der computerbasierten Animation und hat kein Äquivalent im klassischen Zeichentrickfilm. Puss selber ist eher orange-struppig und auch meistens viel zu sehr mit seinen Heldentaten beschäftigt, als dass seine tierische Natur für mehr als nur ein, zwei Gags durchschlagen könnte; Kitty Softpaws aber, sein im englischen Original von Selma Hayek gesprochener Schwarm mit von Menschenhand abgefeilten Krallen, zeigt ein wunderschön dunkles, weich-glänzendes Fell. Zahlreiche andere Katzen streichen elegant und, weil sie keine Drehbuchfunktion haben und weil ihnen deswegen auch kein dem menschlichen äquivalentes Bewusststein zugeschrieben werden muss, realistisch durch die Straßen. Außerdem tauchen unter anderem ein Küken und ein besonders schönes Lamm auf. Es ist - schon, weil man da das Werk begnadeter Handwerker bewundern kann - eine Attraktion für sich, wie die artifiziellen Felle vibrieren, pulsieren, sich spannen und zusammenziehen, Licht reflektieren und verschlucken; wie die Animatoren mit jedem neuen Film realistische Wesensart und Bewegungsmuster von Tieren nachahmen und für das Kino verfügbar machen.

Lukas Foerster

Habemus Papam - Ein Papst büxt aus - Italien / Frankreich 2011 - Regie: Nanni Moretti -Darsteller: Michel Piccoli, Nanni Moretti, Margherita Buy, Jerzy Stuhr, Renato Scarpa - Länge: 110 min

Der gestiefelte Kater - Originaltitel: Puss in Boots - USA 2011 - Regie: Chris Miller - Darsteller: (Stimmen) Benno Fürmann, Elton, Andrea Sawatzki, Christian Berkel - Länge: 90 min.

Archiv: Im Kino

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