
In der neuen
Ausgabe des
New Yorker erkundet Rebecca Mead die prophetische Ader der kanadischen
Schriftstellerin Margaret Atwood, die in ihren Texten die Dystopien geschildert hat, die uns derzeit ereilen: "Was sich in 'The Handmaid's Tale' (Der Report der Magd, 1985, d. Red.) vertraut anhört, ist die
unverblümte Frauenfeindlichkeit der Gesellschaft, die Trumps Ablehnung von
political correctness in die alltägliche Redeweise hat einfließen lassen. Trumps Herabwürdigung von Hillary Clinton, so glaubt Atwood, ist verständlicher mit der historischen Perspektive puritanischer Hexenjagden. 'Es gibt Websites, die behaupten, Clinton war eine Satanistin mit dämonischen Kräften', meint sie. 'Das ist
so unfassbar 17.
Jahrhundert. Es kommt direkt aus dem Unterbewussten, es muss nur aufgerufen werden.' Das Erbe der Hexenjagden und die Scham, die es erzeugt, seien ein bleibender amerikanischer Schandfleck, meint Atwood. 'Nur einer der verantwortlichen Richter der Hexenprozesse hat sich je entschuldigt, und nur einer der Denunzianten. Wann immer Tyrannei herrscht, muss gefragt werden, wem sie nützt.' … Jetzt sieht es so aus, als wenn die hart erkämpften Rechte der Frau
nur provisorisch gewesen seien, findet Atwood."
Außerdem: Peter Hessler
berichtet von seiner Erfahrung, während des Arabischen Frühlings
Arabisch zu lernen. John Seabrook
folgt dem Impresario
Paul Tollett zu dem von ihm initiierten Musik-Festival ins kalifornische
Coachella Valley. Und Kathryn Schulz
stellt uns die vergessene Bürger- und Frauenrechtlerin
Pauli Murray vor.