Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
22.12.2001. Die SZ erzählt die Geschichte des Terrorismus in der Sowjetunion. Die NZZ präsentiert zu Weihnachten ein umfassendes Dossier über den Schlaf. Die taz versucht sich an einer Florian-Illies-Exegese. Die FAZ beschwert sich, dass im Nationalen Ethikrat Forscher die Freiheit der Forschung beschließen.

NZZ, 22.12.2001

Joachim Güntner bleibt skeptisch angesichts von Julian Nida-Rümelins Bundeskulturstiftung: "Die prinzipielle Übernahme der Pflege sogenannter kultureller 'Leuchttürme' durch den Bund bleibt strittig, und an eine Förderung zeitgenössischer deutscher Künstler darf Nida-Rümelin so lange nicht denken, wie die Länder vor einer Zusammenlegung ihrer eigenen Kulturstiftung mit der Nationalstiftung zurückschrecken."

Weiteres: Heinz Hug schreibt zum Tod Senghors. Marc Zitzmann erläutert das französische Verhaltnis zm Dichter der Negritude. Claudia Schwartz kommentiert den Expertenrat, das Berliner Stadtschloss wiederaufzubauen. Laszlo F. Földenyi denkt in der Reihe "Kleines Glossar des Verschwindens" über Überschuhe nach. Thomas Maissen berichtet von einer Feier zum 70. Geburtstag des Wirtschaftshitorikers Jean-François Bergier. Besprochen wird eine Erstaufführung von Bruno Madernas "Hyperion" in Freiburg i. br.

In Literatur und Kunst präsentiert die NZZ eine Weihnachtsbeilage über das Thema Schlaf. Martin Meyer meditiert über den Schlaf der Träumer und den Schlaf der Gerechten. Thomas Macho erzählt eine Kulturgeschichte des Schlafs, in der wir erfahren: "Erst im Zuge der Entwicklung bevölkerungsreicher Städte, die häufig von dicken Mauern umgeben waren, bildeten sich Schutzräume aus, die eine funktionale Aufspaltung zwischen Schlafen und Wachen ermöglichten."

Andrea Köhler eröffnet eine weitere Träumerei mit dem dem ersten Satz aus Prousts "Recherche": "Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen." "Das Versprechen einer unvergleichlichen imaginären Landschaft liegt in diesen paar schlichten Worten geborgen. Der Akt der Freiwilligkeit, der das frühe Zu-Bett-Gehen einer anderen, höheren Bestimmung zuführt, gleicht einem Opfergang. Er hat den Charakter des Rituals, und wie der Schlaf fordert das Ritual des Schreibens Hingabe." Auch Roman Bucheli knüpft seine Erwägungen an Prousts erste Sätze.

Weitere Artikel über den Schlaf: Anselm Gerhard denkt über Schlafszenen in der Oper nach. Richard Anders' Thema sind "hypnagoge Halluzinationen", also "dieses Erscheinen phantastischer oder ganz alltäglicher Bilder in der Dunkelheit des Zimmers oder hinter geschlossenen Lidern vor und nach dem Aufwachen" als Quelle der Inspiration in der Kunst. Thomas Zaunschirm präsentiert den "schlafenden Künstler als Thema der Kunst". Uwe Justus Wenzel fragt, ob "die Unterscheidung von Schlafen und Wachen über jeden Zweifel erhaben sein" kann. Jochen Hörisch vergleicht Goethes "Nachtgesang" mit Storms "Hyazinthen". Michail Schischkin betrachtet Iwan Gontscharows "Oblomow" als russisches Menetekel. Udo Benzenhöfer macht einen Ausflug in die Geschichte der ärztlichen Schlafforschung. Harry Tomicek meditiert über Schlafszenen im Kino.

SZ, 22.12.2001

Arkadi Waksberg, Korrespondent der "Literaturnaja Gaseta", erinnert an eine Zeit, als die Sowjetunion alle Spielarten des Terrorismus beherrschte. Waksberg hat vor allem die Vergeltungsmaschinerie der Lubjanka im Sinn, die schon in den Zwanzigern auch in Afghanistan aktiv war. "Als ideologische Grundlage für die von Moskau entfachte 'nationale Befreiungsbewegung' in der Dritten Welt diente das noch zu Lenins Zeiten eingebürgerte Konzept der 'revolutionären Moral', das mit der allgemein menschlichen Moral nichts zu tun hat. Zu den Klischees der kommunistischen Propaganda gehört die These, zu Gunsten eines hohen Ideals könne man nicht nur, sondern müsse man auch auf Menschenleben keine Rücksicht nehmen. Selbst auf das eigene."

Nach dem landesweiten Erschrecken angesichts der Ergebnisse der Pisa-Studie erklärt uns Florian Coulmas, was der Gewinner Japan hat, das wir nicht haben: Es ist die "egalitäre Grundeinstellung", die es verbiete, Begabungs- und andere Unterschiede als Grund ungleicher Behandlung zu akzeptieren. "Trotz zunehmender Absenzraten ist die Schule deshalb, anders als hierzulande, für die große Mehrzahl aller Schüler ein Ort, den sie schätzen. Weder bei Eltern noch bei Schülern hat sie - wie in den USA und der Bundesrepublik - das Image eines notwendigen Übels." Und das leuchtet ein.

Außerdem zu lesen: das letzte große (hier erstmals publizierte) deutschsprachige Interview des in der vergangenen Woche verunglückten Schriftstellers W.G. Sebald. Traute Petersen erzählt, wie Alexander der Große vor 2300 Jahren Afghanistan befriedete (er heiratete die Tochter des besiegten Stammesfürsten). C. Bernd Sucher erklärt, warum das Theater vor den Politikern geschützt werden muss. Marianne Heuwagen weiß Neues in Sachen Bundeskulturstiftung, und Willi Winkler sucht weiter den Mittelpunkt Europas. Diesmal in Purnuskes, Litauen.

Besprochen werden: eine Ausstellung in Oldenburg, die den "Cyberfeminismus" erklärt, Wanda Golonkas Heiner-Müller-Material-Stück "die blauen den Kleinen ... " am Frankfurter Schauspiel, Tony Kushners orientalistisches Erweckungsdrama "Homebody/Kabul", das in New York uraufgeführt wurde, Garry Marshalls neue Filmkomödie "Plötzlich Prinzessin", Bruno Madernas Oper "Hyperion" am Freiburger Theater, Friedrich Smetanas letzte Oper "Die Teufelswand" am Prager Nationaltheater, "Jin Roh", ein Animationsfilmmärchen um japanische Nachkriegsneurosen, Arbeiten des Bildhauers und Designers Isamu Noguchi im Vitra Museum in Weil am Rhein, das neue Album von De La Soul (mehr hier) und Bücher, darunter die Kindheits- und Jugenderinnerungen von Bela Balazs (auch in unserer Bücherschau Sonntag ab 11).

Die Wochenendbeilage liefert Reiseimpressionen aus Giacomettis Bergell, Franziska Meier erzählt, wie der Maler Masaccio die italienische Kunst durch die Einführung der Zentralperspektive auf neue Grundlagen stellte. Und Fritz B. Simon untersucht die Allmachtsphantasien von Leuten wie Hitler und bin Laden und sagt, wie man sie kontrollieren kann: Dem Rat des Konfuzius folgend, z. B., der forderte, jeder König möge die Minister entlassen, die ihm nicht widersprechen.

FR, 22.12.2001

Die FR druckt die lange Kurzfassung von Marlene Streeruwitz' Eröffnungsvorlesung im Rahmen der Samuel-Fischer-Gastprofessur an der FU-Berlin. Streeruwitz erklärt darin u.a. was die Kleintierhaltung mit Krieg gemein hat: "Aus dem Falschen der Hamsterhaltung gibt es keinen anderen Ausweg, als keine Hamster mehr zu halten. Und kein Krieg kann nur durch nicht Krieg führen entstehen. Es müsste in beiden Fällen eine dieser Trennungen von Vorstellungen und Möglichkeiten vollzogen werden, die in unserer Kultur nicht gelingen, weil sie am Unbewussten scheitern. An unbewussten Verlustängsten, die sich aus dem, in die abzutrennenden Sinneinheiten eingebauten sentimentalen Inhalten herleiten."

Der israelische Soziologe Natan Sznaider hat eine düstere Vision vom Nahostkonflikt. Für Sznaider gleicht das Verhältnis zwischen Israelis und Palästinensern immer mehr einem niemals endenden Totentanz auf zwei Ebenen: "Da gibt es den Territorialkonflikt ... Dieser ist einfach zu lösen. Man braucht nur politischen Willen, besonders seitens der Eroberer, und der Tanz ist zu Ende. Aber zugleich wird noch eine andere Musik gespielt, bei der es darum geht, die andere Seite ihrer Legitimation zu berauben. Ein Legitimationskonflikt also. Meine Existenz verneint Deine Existenz."

Weitere Artikel: Martin Hartmann hat den Straßburger Philosophen Jean-Luc Nancy (mehr hier) an der Goethe-Universität in Frankfurt über Souveränität sprechen hören, Frank Keil schreibt über Babyklappen, Pädagogik und Marketing am Beispiel des Hamburger Vereins SterniPark e.V., es gibt ein Gespräch mit Andrzej Stasiuk über das Reisen und das Gute am Osten und den lächerlichen Ernst der Schriftstellerei. Und Ralf Grötker war dabei, als Stefan Heym in Berlin zu Grabe getragen wurde.

Besprochen werden Garry Marshalls Kino-Komödie "Plötzlich Prinzessin", Heiner-Müller-Texte, inszeniert am Schauspiel Frankfurt, Robert Menasses Roman "Die Vertreibung aus der Hölle" und Kevin Bazzanas Annäherung an Glenn Gould (auch in unserer Bücherschau Sonntag ab 11).

Im FR-Magazin empfiehlt der Sternekoch Christian Henze Alternativen zur Weihnachtsgans, eine Prostituierte empfiehlt ihre Hausbesuche an Weihnachten, Sibylle Berg empfiehlt jung zu bleiben. Und der Maler Gottfried Helnwein erzählt von seiner merkwürdigen Freundschaft zu Marlene Dietrich: "Wenn wir bei ihr waren, haben wir sie kein einziges Mal gesehen. Obwohl wir nur ein paar Meter von ihr entfernt im Wohnzimmer saßen, während sie in ihrem Schlafzimmer im Bett residierte."
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TAZ, 22.12.2001

Was es heißt, der Schriftsteller Andreas Merkel zu sein und nicht ein Erfolgsautor wie Florian Illies - die taz sagt's uns, bzw. Merkel sagt es uns selbst, indem er seine eigene Mutter interviewt. Hart am Streitobjekt (Illies' "Generation Golf") klingt das dann so: Merkel jr.: "Das ganze Buch besteht doch nur aus Assoziationen. Wobei es natürlich schon eine bemerkenswerte Leistung ist, sich heute tatsächlich noch an so etwas wie diese medi & zini-Poster erinnern zu können." Mutter Merkel (seufzt): Ja, die hattest du früher auch im Zimmer hängen. Das große Löwenposter." Merkel jr.: "Aber dann denke ich: Es stimmt doch alles nicht. Dass Typen früher durch die Straßen geradelt sind und laut 'Dreams are my reality' gesungen haben. Dafür hätte es nur aufs Maul gegeben." Mutter Merkel: "Andreas! Das willst du doch jetzt nicht alles so schreiben, oder? Ich fand das Buch nicht so schlecht."

Weitere Artikel: Der israelische Autor Etgar Keret ("Der Busfahrer, der Gott sein wollte") hätte gerne positive, optimistische Gedanken zum Thema Nahost, kann aber leider keine neuen Gedanken erfinden. Dominic Johnson porträtiert den verstorbenen Kulturtheoretiker, Dichter und Expräsidenten des Senegal, Leopold Senghor (mehr hier).

Das tazmag denkt ans Schenken. Schenken wir Brüderlichkeit, Gleichheit, Ehre und Vertrauen, meint Judith Luig, schenkt sich das dann aber doch irgendwie. Und Oliver Carlo Errichiello hält Schenken sowieso für einen evolutiven Rückschritt: Zeitverbringen in einem schlecht klimatisierten Kaufhaus zusammen mit transpirierenden, lauten Teenagern. Bäh!

Die Tagesthemen schließlich bringen ein Gespräch mit dem amerikanischen Schriftsteller Norman Mailer (ein Porträt gibts auch dazu), der gehörig vom Leder zieht: Naipaul - "hat seinen schöpferischen Höhepunkt längst hinter sich"; Warhol - "ein Werbefuzzi mit einer äußerst beschränkten Vision"; Gegenwartsliteratur - "Egotripperei"; das Fernsehen - "Banditen!"; Biografien über ihn selbst - "Mist, den ich nur kurz überflogen habe!" Nur die Täter des 11. September, die findet Mailer "brillant".

Und Tom.

FAZ, 22.12.2001

Viel Prominenz war da bei der Beerdigung Stefan Heyms, berichtet Volker Weidermann: "Gregor Gysi, Bundeskanzler, Bundestagspräsident, dahinter die PDS-Spitze, auf der anderen Seite die Familie Stefan Heyms."

Achim Bahnen schreibt einen empörten Artikel über den Nationalen Ethikrat, der mehrheitlich aus Forschern besteht und Forschern ein Freibrief ausschreibe: "Indem der Ethikrat den frühen Embryo schutzlos stellen will, legt er das Embryonenschutzgesetz ad acta. Und schlimmer noch: Er stellt es gleichsam als verfassungswidrig dar. Denn über alles erhebt der Rat die Forschungsfreiheit, die es welchem Gremium auch immer untersage, 'den Forschern den Gegenstand ihrer Untersuchungen vorzuschreiben'. Genau dies aber tut das am 1. Januar 1991 in Kraft getretene Gesetz, mit dem Embryonen als Forschungrohstoff aus dem Verkehr gezogen wurden.

Gina Thomas kommentiert das in Großbritannien sehr umstrittene Porträt der Queen von Lucian Freud: "Von Schmeichelei kann bei ihm nie die Rede sein. Eher ist es, als sei er dem Befehl von Cromwell an seinen Porträtisten gefolgt, ihn 'mitsamt den Warzen' zu malen."

Weiteres in einem nun doch recht weihnachtlich müden Feuilleton: Anlässlich des Weihnachtsfestes breitet der Ägyptologe Jan Assmann auf einer Seite mit Hilfe von Psalmenversen die Lichtmetapher in ägyptischer und biblischer Lesart aus. Ilona Lehnart meldet, dass die Bundeskulturstiftung nun also kommt ("Zwar haben die Ministerpräsidenten noch kurz vor Jahresschluss die Gründung einer Bundeskulturstiftung bewilligt, bei näherem Hinsehen ist jedoch das Resultat ihrer Debatte im Bundeskanzleramt nicht anders als halbherzig und vage zu nennen.") Dietmar Polaczek berichtet, dass die Pisa-Studie auch in Italien für Aufruhr sorgt. In einer winzigen Meldung erfahren wir, dass Bertelsmann zum ersten Mal seit Menschengedenken Verlage verkauft ? die Ratgeber-Verlage Falken und Bassermann gingen an Gräfe und Unze. Auf der Medienseite begleitet Alexander Bartl den ARD-Intendanten auf Recherche im Erzgebirge.

Ferner erzählt Zhou Derong die Geschichte der populären Schauspielerin Zhao Wei, die in China in Bedrängnis geriet, weil sie sich in einem Tuch fotografieren ließ, das der japanischen Flagge ähnelte. Eva Menasse schreibt zum achtzigsten Geburtstag des Journalisten und politischen Aktionisten Günther Nenning. Robert von Lucius gedenkt Leopold Sedar Senghors, des Erfinders der "Negritude", der im Alter von 95 Jahren gestorben ist. Und Joseph Hanimann fasst französische Reaktionen auf Senghors Tod zusammen. Jürg Altwegg wirft einen Blick in französische Zeitschriften. Achim Heidenreich resümiert die Bremer Tagung "Machinations/Imaginations. Musik erfinden mit maschinistischen Verfahren". Jochen Hieber hat in der Bochumer Ringvorlesung über die Zukunft des Fußballs dem Vortrag eines Jungprofis zugehört. Nikolaus Gussone präsentiert uns einen Artikel mit der Unterzeile: "Liturgie des Wertewandels: Würde und Weihnacht" (haben Sie Lust, das zu lesen?). Noch deprimierender: Edo Reents, meldet, dass sich die Sex Pistols im nächsten Jahr wieder zusammentun wollen, um der Queen ein Ständchen zu bringen. Renate Schostak meldet die Restaurierung der "Alten Kappelle" in Regensburg. Michael Hanfeld fühlt mit George Michael, der, obwohl inzwischen ein harter Junge, immer im Dezember mit seiner Uraltschnulze "Last Christmas" konfrontiert wird. Und Dietmar Dath schreibt über eine Heiratsvermittlung, die gegen teures Geld scheinbare Zufallsbegegnungen mit potenziellen Lebenspartnern organisiert.

Besprochen werden ein "Projekt" Wanda Golonkas zu Gedichten Heiner Müllers im Schauspiel Frankfurt, eine Ausstellung über Monet und seine Folgen für die Moderne in der Hypo-Kunsthalle München und eine Ross-Sinclair-Ausstellung im Badischen Kunstverein Karlsruhe.

In Bilder und Zeiten legt Gerhard Stadelmaier einen Essay über die Geburt Gottes auf dem Theater vor: "Er rächt sich an den Geschöpfen, die ihn theatralisch schufen und im Schöpfungsakt zugleich wieder verschwinden ließen dadurch, dass er sich hie und da zeigt. Und mit ihnen spielt. Dazu nimmt er ihre Gestalt an. Dann streckt er seine Hand aus und schaut, was er da in dieser Hand hat - ein winzigst Wesen."

Weiteres: Andreas Kilb schreibt zum 100. Geburtstag Marlene Dietrichs. Roland Kany schreibt über die in Mainz lagernde Bibliothek Friedrich Heinrich Schlossers, eines Frankfurter Großbürgers des vorletzten Jahrhunderts. Dokumentiert wird Richard Kämmerlings' Laudatio auf Marcel Beyer zur Verleihung des Heinrich-Böll-Preises der Stadt Köln. Auf der letzten, mit Fotos von Barbara Klemm illustrierten Seite, besucht Werner Spies den Bildhauer Fritz Schwegler.

Und in der Frankfurter Anthologie stellt Barbara Frischmutzh ein Gedicht von Bertolt Brecht vor ? "Weihnachtslegende":

Am heiligen Christabend heut
Sitzen wir, die armen Leut
In einer kalten Stube drin..."