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Stichwort "Heinrich Böll"


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Heinrich Böll

Heinrich Böll wurde 1917 in Köln geboren. Er war Sohn eines Tischlers und Holzbildhauers, in dessen Hause in Köln ab 1933 Zusammenkünfte verbotener katholischer Jugendverbände stattfanden. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen. Er desertierte 1944 und kehrte 1945 aus der Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire "Die schwarzen Schafe" mit dem Preis der "Gruppe 47" ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u. a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger). Als Publizist und Autor führte er Klage gegen das Grauen des Krieges und seiner Folgen, polemisierte er gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte er sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den 60er und 70er Jahren unterstützte er die außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare "Nachrüstung". Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock (Reisen in die UdSSR und CSSR). Der 1974 aus der UdSSR deportierte Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift "L 76. Demokratie und Sozialismus" heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971-74). Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so den Georg-Büchner-Preis (1967), den Literatur-Nobelpreis (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974). Er starb 1985 in Kreuzau (Kr. Düren).Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Das Brot der frühen Jahre" (1955), "Billard um halbzehn" (1959), "Ansichten eines Clowns" (1963), "Gruppenbild mit Dame" (1971), "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" (1974), "Frauen vor Flusslandschaft" (posthum, 1985).


3 Bücher von insgesamt 28

Nicholas Stargardt: Der deutsche Krieg. 1939 - 1945

Cover: Nicholas Stargardt. Der deutsche Krieg - 1939 - 1945. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2015.
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2015
ISBN 9783100751409, Gebunden, 848 Seiten, 26,99 EUR
Aus dem Englischen von Ulrike Bischoff. Sommer 1939, Mobilmachung im nationalsozialistischen Deutschland. Die Menschen ahnen nicht, dass ein brutaler, zerstörerischer Krieg folgen würde. Erstmals erzählt…

Uwe Timm: Montaignes Turm. Essays

Cover: Uwe Timm. Montaignes Turm - Essays. Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2015.
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2015
ISBN 9783462047431, Gebunden, 192 Seiten, 16,99 EUR
Uwe Timm, Autor großer Romane, Novellen und Erzählungen, hat sein literarisches Schaffen immer auch essayistisch begleitet. Dieser Band versammelt Texte aus den letzten Jahren über das Schreiben, über…

Stine Marg/Franz Walter: Von der Emanzipation zur Meritokratie. Betrachtungen zur 150-jährigen Geschichte von Arbeiterbewegung, Linksintellektuellen und sozialer Demokratie

Cover: Stine Marg / Franz Walter. Von der Emanzipation zur Meritokratie - Betrachtungen zur 150-jährigen Geschichte von Arbeiterbewegung, Linksintellektuellen und sozialer Demokratie. Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, Göttingen, 2012.
Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, Göttingen 2012
ISBN 9783525380017, Taschenbuch, 160 Seiten, 19,99 EUR
150 Jahre Sozialdemokratie: Der Band wirft Schlaglichter auf die turbulente Geschichte der SPD von Lasalle bis Steinbrück. 2013 feiert die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ihr 150-jähriges Bestehen.…