Die Buchmacher - Archiv

Börsenblatt

328 Presseschau-Absätze - Seite 21 von 33

Die Buchmacher vom 01.12.2003 - Börsenblatt

Thema der Woche in der Branchenpresse ist das "Ja" des Kartellamts zum Heyne-Verkauf an die Bertelsmann-Tochter Random House. Damit sei auch die Übernahme zur UHL-Gruppe gehörender Buchverlage wie Econ, Ullstein, List, Propyläen durch Bonnier besiegelt. Der schwedische Medienkonzern rücke - neben Random House und Holtzbrinck - in die Liga der hierzulande auf dem Publikumsmarkt agierenden Verlagsgiganten auf. "Das vorläufige Ende einer sich immer mehr in die Länge ziehenden Zitterpartie", kommentiert das Börsenblatt. Ein Kurzinterview mit Random House-Geschäftsführer Jörg Pfuhl, Hintergründe zur Entscheidung des Bundeskartellamts und personelle Veränderungen, die die Heyne-Übernahme mit sich zieht.

Das Fernsehen beschert der Branche mit Boulevardsendungen rund ums Buch schöne Umsätze. Dennoch sei es ein "Feind der Literatur", schreibt FVA-Verleger Joachim Unseld in seinem "Standpunkt" im Börsenblatt. "Bei allem Glück, das wir jetzt mit der so wertvollen Ausnahmeerscheinung Elke Heidenreich haben - es ist das Phänomen Fernsehen, was Sorge macht: die leichte Kost, das Geschwätz, die schleichende Verarmung." Wenn durch Spaß, Talk und Event das, was ein gutes Zusatzgeschäft sein könne, zum Fokus aller Bemühungen werde, gerieten Buchhandel und Verlage gleichermaßen in eine "würgende Abhängigkeit" von einem "zynischen Dritten".

Das, worüber in den Feuilletons seit der Frankfurter Buchmesse spekuliert wurde, ist eingetreten: Geschäftsführungsmitglied Günter Berg scheidet aus dem Suhrkamp Verlag aus. Grund für die Trennung sei, dass hinsichtlich der von den Gesellschaftern beschlossenen Aufgabenverteilung innerhalb der Geschäftsführung keine Verständigung erzielt werden konnte, heißt es im Börsenblatt. Berg habe sich im "gegenseitigen Einvernehmen" getrennt. Nach dem Tod von Siegfried Unseld war Günter Berg alleiniger verlegerischer Geschäftsführer von Suhrkamp und Insel gewesen, mit der Umstrukturierung am 20. Oktober wurde er zum Stellvertreter der neuen Geschäftsführungssprecherin, Unseld-Witwe Ulla Berkewicz, ernannt. Gerüchtehalber soll Berg zu Bonnier gehen.

Diesmal im Börsenblatt-Porträt: der Programmchef des Volk und Wissen-Schulbuchverlags, Walter Funken. Ab 2004 übernimmt Funken neben Alfred Grüner die verlegerische Leitung von Cornelsen, zu dem der einstige DDR-Betrieb Volk und Wissen seit seiner Privatisierung 1991 gehört. "Er muss versuchen, das jeweils Beste zu erhalten - und gleichzeitig konsequent den Neueinstieg wagen", beschreibt Volkhard Bode die Schwierigkeit des Unternehmens. Vorschnelle Antworten liebe Funken nicht. Er bliebe nachdenklich, könne bei aller Ungeduld auch aufmerksam zuhören. "Er weiß: Was gegenwärtig als richtig empfunden wird, kann später durchaus seine Widerhaken zeigen. Aber ohne beherzte Entscheidungen geht nichts voran."

Zwei neue Gerichtsurteile zur Buchpreisbindung: Amazon.de darf Neukunden nicht mehr mit Startgutscheinen locken, die beim Kauf von preisgebundenen Büchern eingelöst werden können. Buchhändler dürfen Endkunden keine Zahlungsziele ohne Kreditzuschlag einräumen.

Personalien vom Buchmarkt.

Meldungen: Zwei Jahre bevor die neue Rechtschreibung endgültig in Kraft tritt, üben sich acht deutsche Akademien für Künste und Wissenschaften im Widerstand (hier die Pressemitteilung). Der Geschwister-Scholl-Preis 2003 geht an den amerikanischen Geschichtsprofessor Mark Roseman für sein Buch "In einem unbewachten Augenblick" (Aufbau) (mehr im Perlentaucher-Archiv). Hans Salers "Zwischen Licht und Schatten" (A1) ist in leicht revidierter Form wieder im Buchhandel erhältlich - Reinhold Messner hatte eine einstweilige Verfügung erwirkt, weil ihm in dem Buch eine Mitschuld am Tod seines Bruders zugeschrieben worden war.

Die Buchmacher vom 24.11.2003 - Börsenblatt

Aufgebracht waren die Sortimenter, weil der Potter-Verlag Carlsen beim fünften Band großzügig Nebenmärkte beliefert hatte. Der Startumsatz soll deshalb, so klagten sie, zum überwiegenden Teil am Sortiment vorbeigeflossen sein (siehe Archiv). Alles Quatsch, meint Carlsen-Geschäftsführer Klaus Kämpfe-Burghardt und meldet sich im Börsenblatt zu Wort: "Fakt ist: Ca. 72 Prozent der Erstauflage haben wir ins Sortiment, geliefert." Carlsen würde Super- und Medienmärkte nicht direkt beliefern, könne dies aber weder dem Sortiment, Barsortiment noch anderen Handelspartnern verbieten, stellte Kämpfe-Burghardt klar. Ach so, die Buchhändler haben also selbst ihre Konkurrenz beliefert...

Das Gesetz zur Buchpreisbindung wird in dieser Legislaturperiode wohl nicht mehr geändert. "Zwar haben sich die betroffenen Ministerien in Berlin offen für die Änderungsvorschläge des Börsenvereins gezeigt, befürwortet wurde jedoch, das Gesetz noch länger auf seine Praxistauglichkeit hin zu beobachten - auch in schwierigen Situationen", berichtet das Börsenblatt. Der Branchenverband regt unter anderem an, eine Räumungsverkaufsklausel aufzunehmen.

"Musik zum Buch" scheint der neue Trend. Diesen Herbst gehen die musikalischen Begleit-CDs in Serie. "Das verstärkte Interesse der Tonträgerproduzenten an der Buchbranche dürfte nicht zuletzt auf den Umsatzeinbruch in der Musikindustrie zurückzuführen sein", vermutet das Börsenblatt. Für die Verlage erschließen sich durch die CD-Buch-Kombi neue Vertriebswege: Bücher landen in den Medienmärkten, CDs bei den Sortimentern. Kleinere Buchhandlungen reagierten skeptisch, weiß das Börsenblatt. Da CDs keiner Preisbindung unterliegen, wird befürchtet, im Wettbewerb mit den großen Tonträger- und Elektronikfachmärkten, den Kürzeren zu ziehen.

Die "Hörbücher des Jahres" sind gewählt und die Deutsche Grammophon kann sich gleich doppelt freuen: Mit Klaus Kinskis Rezitationen (mehr) und Paul Maars "Lippels Traum" lag das Label sowohl in der Erwachsenen- als auch in der Kinder- und Jugendhörbuchsparte vorn. Seit sieben Jahren prämiert der Hessische Rundfunk Hörbücher (mehr). Die öffentliche Preisverleihung findet am 25. Januar 2004 im Staatstheater Wiesbaden statt.

Personalien: Thedel v. Wallmoden löst im Januar 2004 Dieter Beuermann als neuen Vorsitzenden der Stiftung Buchkunst ab. Der "Welt"-Literaturpreis ging an den in Berlin lebenden Amerikaner Jeffrey Eugenides für seinen Familienroman "Middlesex".

Meldungen: Neues Büchermagazin im WDR: Am 21. Dezember geht Jürgen von der Lippe mit "Was liest du?" auf Sendung. Bücher kosteten nach einer Studie des Statistischen Bundesamtes im Oktober 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Bundespräsident Johannes Rau machte den ersten Spatenstich für das Literaturmuseum der Moderne in Marbach: Es soll Ausstellungsfläche für 1.100 Schriftsteller- und Gelehrtennachlässe aus dem Bestand des Deutschen Literaturarchivs bieten.

Die Buchmacher vom 19.11.2003 - Börsenblatt

Vom Kunstbuch- und Kataloggeschäft profitieren die Verlage. Doch meistens nur als Dienstleister für die öffentliche Hand und nicht immer mit großem Gewinn, heißt es im "Thema der Woche" des Börsenblatts. Museen seien beispielsweise aufgrund ihres Kulturauftrags gehalten, ihren Besuchern möglichst billige Bücher anzubieten, nur der Verlag mit dem günstigsten Angebot bekomme den Zuschlag. Nicht nur Verlage, auch die Sortimenter ärgern sich: Oft seien Kataloge im Museumsshop deutlich billiger zu erstehen. Einen Ausweg aus der Misere für den ganzen Buchhandel hat der Kölner DuMont Literatur- und Kunstverlag gefunden: Er kooperiert mit der Bayerischen Staatsgalerie und den Staatlichen Museen zu Berlin. "Das Museum ist nicht länger Auftraggeber, der Inhalt und Form diktiert, sondern die Bücher sollen von Anfang an gemeinsam und vor allem marktgerecht entwickelt werden." Die Bücher - mit eigenem Label - kosten übrigens im Museum und in der Buchhandlung dasselbe.

"Angemessen" sollen die Honorare von Autoren und Übersetzern nach der Novellierung des Urheberrechts im Juli 2002 sein. "Angemessen", das lasse sich schwer in Zahlen fassen, weiß das Börsenblatt. So genannte Verlegervereinigungen ringen seit Monaten mit dem Verband deutscher Schriftsteller erfolglos um gemeinsame Vergütungsregeln. Jetzt habe sich der Börsenverein mit einem in Auftrag gegebenen Gutachten, das den Ist-Zustand in Deutschlands Belletristik- und Sachbuchverlagen analysiert und die Folgen einer Honorarsteigerung aufzeigt, eingeschaltet. Das Fazit des Betriebswissenschaftlers Christian Homburg: "Bereits kleine Honorarkostenerhöhungen würden die wirtschaftliche Lage vieler Häuser deutlich verschlechtern."

Die in Hamburg lebende Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke (2,3 Millionen verkaufte Exemplare ihres Werks allein in Deutschland) ist auch international immer mehr gefragt: Jeden Tag gebe sie zurzeit ein Interview, sagt sie. Dem Börsenblatt erzählte die Mutter von zwei Kindern, dass sie realistische Geschichten a la "Wilde Hühner" nur den Lesern zuliebe verfasse, ihr eigentliches Sujet sei die fantastische Geschichte. Ganz auf der fantastischen Ebene spiele "Tintenherz", dessen Fortsetzungsband Funke gerade abgeschlossen hat.

Meldungen: Mehr als 1,2 Millionen Exemplare HP V (Platz 1 der Belletristik-Bestsellerliste) wurden an den beiden ersten Verkaufstagen an die Leser gebracht. Die Chance, dass der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Bücher und CDs nicht abgeschafft wird, steigt - im Entwurf der zu verabschiedenden Steueränderungsgesetze der Bundesregierung ist eine Erhöhung nicht enthalten. Woody Allen will seine Memoiren jetzt doch nicht schreiben - ein deutscher Verlag soll laut FAZ schon 750.000 Dollar dafür geboten haben. Das Bundeskartellamt hat den Verkauf des Tagesspiegels durch den Holtzbrinck-Konzern an den Manager Pierre Gerckens vorläufig genehmigt. Überlegungen zur Schließung beziehungsweise Fusion der Literaturbüros in Nordrhein-Westfalen sind vom Tisch, allerdings soll der Förderetat für die Büros in den kommenden Jahren um jeweils zehn Prozent reduziert werden. Mit einer Startauflage von 100.000 Exemplaren bringt die VVA Kommunikation "bücher. Das Magazin zum Lesen" auf den Markt.

Die Buchmacher vom 10.11.2003 - Börsenblatt

Harry Potter beschäftigt dieser Tage viele Deutsche - auch den Medienpsychologen Stephan Grünewald. In mehrfacher Hinsicht leiste die Figur reale und generationsübergreifende psychologische Entwicklungshilfe, erklärt Grünewald im Börsenblatt und misst dem Roman über seinen Unterhaltungswert hinaus große Bedeutung zu. "Die widrigen Lebensumstände und beschränkten Verhältnisse, denen Harry Potter zu entkommen sucht, sind gleichzeitig Trost und Zuversicht." Vorbildlich findet Grünewald auch den Lebensweg der Autorin. Die sei ihrer inneren Stimme gefolgt und habe sich mit dem Schreiben der "Potter"-Romane aus dem Sumpf einer persönlichen Lebenskrise gezogen.

"Search Inside The Book", das neue Angebot des amerikanischen Online-Buchhändlers Amazon (Archiv), stößt auf Kritik. Man könne nicht nur innerhalb von 20 Minuten ein Fünftel eines Buchs herunterladen, auch der komplette Download eines Werks sei kein Problem und damit werde das Urheberrecht verletzt, bemängelten amerikanische Verleger und Autoren im Fachmagazin Publishers Weekly. So gut wie sicher sei, dass die Suchmaschine Google dem Beispiel von Amazon folge, Verhandlung mit Verlagen liefen bereits. "Ob und wann wir (in Deutschland) den Service anbieten werden, ist nicht sicher", erzählte Amazon.de-Sprecherin Christine Höger dem Börsenblatt.

Die kleinste Auflage bei Books on Demand (mehr) besteht aus einem Exemplar. Das kostet vergleichsweise wenig, ab 369 Euro aufwärts. Die Gestaltungsfreiheit ist bei entsprechenden Aufpreisen groß. Klingt erst mal gut. Und während viele deutsche Verlage derzeit ihre Novitätenproduktion zurückfahren, nimmt BoD im Schnitt auch täglich sieben neue Buchprojekte an. "BoD hat zwar bewiesen, dass die Geschäftsidee ,Erst verkaufen, dann produzieren' funktioniert, doch der große Durchbruch steht noch aus", schreibt das Börsenblatt. Kein sicheres Sprungbrett also für Nachwuchsautoren. Das Image digital gedruckter Bücher sei nach wie vor nicht das beste. Die BoD-Titel fänden im Literaturbetrieb kaum Beachtung.

Meldungen: Mit dem internationalen Buchpreis Corine wurden in München folgende Schriftsteller ausgezeichnet: Donna Leon, Inge und Walter Jens, Nina Hagen und Marcel Feige, Cornelia Funke, Hans-Olaf Henkel, Jonathan Safran Foer, Nadine Gordimer und Ken Follett. Der Sortimentsbuchhandel hat sich im September mit einem elfprozentigen Plus gegen den Trend des gesamten Einzelhandels positiv entwickelt. Ted Honderichs umstrittenes Buch "Nach dem Terror" (Suhrkamp) wird im Dezember in neuer Übersetzung im Abraham Melzer Verlag erscheinen. Roger Willemsen wird ab Februar als Nachfolger von Daniel Cohn-Bendit den Literaturclub bei 3sat moderieren. Frankfurter Buchmesse: Für einen Messeverkauf an allen Tagen sprachen sich 45,2 Prozent von 527 befragten deutschen Ausstellern aus, von den 1025 ausländischen Ausstellern votierten nur 27,6 Prozent dafür. Festgelegt hat die Buchmesse, dass der Mittwoch bis Freitag künftig den Fachbesuchern vorbehalten bleibt - der lange Messefreitag fürs Publikum ist damit gestrichen.

Die Buchmacher vom 05.11.2003 - Börsenblatt

Der Verkaufsstart von "Harry Potter und der Orden des Phönix" (mehr) - Samstag ab Mitternacht - wird einer der Superlative. Zwei Millionen Exemplare liefert der Carlsen Verlag vorher an den Buchhandel aus, sechs Druckereien ermöglichen die Produktion dieser Rekordauflage, berichtet das Börsenblatt in seinem "Thema der Woche". Der Großbuchhändler Hugendubel richte an seinem Münchener Standort erstmals in der Firmengeschichte ein Extra-Lager für einen einzigen Buchtitel ein. Geradezu euphorisch sei die Stimmung beim Onlineshop Amazon. "Mit mehr als 100.000 Vorbestellungen bricht die deutsche Ausgabe von Harry Potter V hier schon jetzt sämtliche Rekorde." Und: Diesmal nutzten auch deutlich mehr Buchhandlungen als noch vor drei Jahren die Gelegenheit, im "Potter"-Boom mit einer ausgefallenen Aktion auf sich aufmerksam zu machen. Mehr hier.

Bücher landen zunehmend vor Gericht. Geklagt wird meist wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts. Der Jurist und Autor Georg M. Oswald (mehr im Perlentaucher-Archiv) vermutet im Börsenblatt-Interview, dass deutsche Autoren und Verlage in Zukunft vor der Veröffentlichung eines Buchs rechtlichen Fragen eine größere Aufmerksamkeit schenken müssten. Dieter Bohlens "Hinter den Kulissen" gelte als Sachbuch, deshalb schütze ihn die Kunstfreiheit auf keinen Fall, erklärt Oswald. Wenn KiWi im Fall von Maxim Billers Roman "Esra" bis vor den Bundesgerichtshof gehe, würde dieser mit seiner Entscheidung - wem auch immer er Recht gibt - aktuellere Kriterien zur Abwägungsfrage Kunstfreiheit versus Persönlichkeitsrecht geben, als wir sie derzeit hätten. Georg M. Oswald: "Und das scheint dringend notwendig zu sein."

Dem Grazer Literaturverlag Droschl huldigt das Börsenblatt zum 25. Geburtstag als "eine der wenigen ernst zu nehmenden Publikationsadressen Österreichs". Die verlegerische Initialzündung danke Max Droschl einem intensiven Gespräch mit Günter Grass, dessen Zeichnungen Droschl in seiner Grazer Galerie ausstellte. "Beide diskutierten so lange über den Zustand der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, bis Droschl einsah, dass er einen eigenen Verlag zu gründen hatte." Viele Schriftsteller der "Grazer Gruppe" seien zu Hausautoren geworden und es bis heute - unter der neuen Chefin Annette Knoch - geblieben.

Personalien: Reinhold Tokar ist jetzt alleiniger Geschäftsführer der Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Sebastian Thiem neuer Geschäftsführer des Sutton Verlags.

Meldungen: Im Fusionskontrollverfahren Random House / Heyne müssen die beigeladenen Unternehmen - die Verlagsgruppen Holtzbrinck, Weltbild, Ganske-Holding, dtv, Lübbe und die Züricher Literaturagentur Peter & Paul Fritz - bis zum 5. November ihre Stellungnahmen abgeben. Am 6. November wird in Berlin nach zweijähriger Bauzeit die gemeinsame Repräsentanz der Bertelsmann AG und der Bertelsmann Stiftung Unter den Linden 1 eröffnet - sie soll eine international ausgerichtete Stätte der Kommunikation und Begegnung für Menschen aus Medien, Kultur, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft darstellen. Die Finanzierung des Deutschen Bücherpreises 2004, der im Rahmen der Leipziger Buchmesse verliehen wird, ist gesichert - Sponsoren werden weiterhin die Verlagsgruppen Random House und Georg von Holtzbrinck sein. Suhrkamp plant einen Taschenbuch-Relaunch. Die internationale Verlegervereinigung IPA protestiert gegen den chinesischen Verlag Yilin Press - ohne Kenntnis der Autorin und des Originalverlags Simon & Schuster nahm Yilin Änderungen an Hillary Clintons Memoiren vor.

Die Buchmacher vom 29.10.2003 - Börsenblatt

Weniger Kunden, weniger Umsatz: Im Buchhandel scheint der Aufschwung noch auf sich warten zu lassen. Das belegt eine aktuelle Konjunkturumfrage des Instituts für Handelsforschung, die dem Börsenblatt vorliegt. Nach dem Umsatztiefpunkt im ersten Halbjahr 2002 zeige sich die Situation in den ersten sechs Monaten 2003 nahezu unverändert - und das in Ost und West. Die Ursache sehen die Buchhändler in der "allgemein schlechten Wirtschaftslage". Die Verbraucher hielten sich beim Konsum zurück, die Zahl der Kundenbesuche in den Buchhandlungen nehme ab. Bleibt abzuwarten, welche Impulse das Weihnachtsgeschäft geben kann.

"Pro Buch" äußert sich der diesjährige Büchner-Preisträger, Filmemacher und Autor Alexander Kluge, im Börsenblatt. "Im Buch bleiben die Geschichten stehen, auch wenn die Zeit des Lesens sich ändert." Es gebe nichts Schöneres für Menschen, als eine Erfahrung wiederzuerkennen, die sie selbst gemacht hätten. "Die beste Flaschenpost dafür sind Bücher", glaubt Kluge. "Dasselbe auf dem offenen Meer des Internets, wo ja eine Überflutung von Information herrscht, oder im Fernsehen zu finden, ist sehr viel schwerer."

Die Nachricht, dass Michel Friedman Herausgeber beim Aufbau-Verlag wird, hat sich herumgesprochen (siehe Archiv). Das Börsenblatt hakte beim neuen Verlagsmenschen nach. Nein, er hätte sich nicht auf eine Stelle bei Aufbau beworben. Nein, das sei kein Fulltime-Job, er werde Anwalt Publizist und Unternehmensberater bleiben. Nein, er werde noch keine Namen von Autoren nennen, die er für ein Buch gewinnen wolle. Und schließlich: Ob die von ihm herausgegebenen Bücher kenntlich seien? Darüber werde noch nachgedacht. Denn: Nein, Friedman sei kein eigener Verlag innerhalb des Hauses Aufbau.

Messen die Öffentlich-Rechtlichen Anstalten Kultursendungen genügend Bedeutung bei? Darüber streiten sich deutsche Verleger - darunter Alexander Fest (Rowohlt), Bernd Lunkewitz (Aufbau) und Helge Malchow (KiWi) - mit dem Vorsitzenden der ARD, Jobst Plog. Der Stein des Anstoßes war die Ankündigung, die ARD-Kulturmagazine am Sonntagabend von 22:45 Uhr auf 23 Uhr zu verlegen. Dazu Helge Malchow: "Kultur befand sich aufgrund der Programmpolitik der vergangenen Jahre schon nah an der Kante, jetzt werden wir über die Kante geschoben." Plog findet, dass die Verleger mit ihrem Protest angesichts einer "Differenz von lediglich 15 Minuten" über das Ziel hinausgeschossen seien. "Es scheint unwahrscheinlich, dass die ARD ihre Planungen überdenkt", prognostiziert das Börsenblatt.

Rufus Beck wird den neuen "Harry Potter" in der Hörfassung nicht mehr lesen - Grund sind unterschiedliche Vorstellungen des HörVerlags und des Schauspielers, "auch in der Frage des Honorars". So ganz einfach, scheint sich ein würdiger Nachfolger für Beck nicht finden zu lassen, denn wer Vorschläge für einen anderen Sprecher hat, soll die hier kundtun.

Personalien: Arnd-Volker Listewnik wird Geschäftsführer des Versandhandelsunternehmens Moy Mir (Joint Venture von Weltbild und Burda Media). Mehr Personalien finden Sie hier.

Meldungen: Alban Nikolai Herbsts "Meere" (Mare) darf wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten (mehr) nicht weiter ausgeliefert werden.

Die Buchmacher vom 20.10.2003 - Börsenblatt

Volker Neumann kann aufatmen. Und mit ihm anscheinend die ganze Branche. Der erfreuliche Verlauf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse sei ein deutliches Zeichen für den wieder erwachten Optimismus, sagte der Buchmesse-Direktor in der Abschlusspressekonferenz. Mehr Aussteller (insgesamt 6638), mehr Veranstaltungen und 8,7 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr sprechen für sich. Auch Börsenvereinsvorsteher Dieter Schormann blickt zuversichtlich nach vorn: "Die positive Stimmung, das große Interesse von Medien und Lesern an den Neuerscheinungen in diesem Herbst, werden den Buchhandel positiv beeinflussen."

Wie sind die auf der Buchmesse neu eingerichteten Foren angekommen? Zehn Foren gab's - vom Spiegel Bildungsforum über Forum Film & TV bis Trendforum. Unterm Strich bekamen die neuen Veranstaltungsorte gute Noten, "vor allem an den Publikumstagen sprengte der Andrang oft den kleinen Rahmen". Das ergab eine Umfrage des Börsenblatts. Weitere Ergebnisse: Der Ansatz sei lobenswert - an Programmprofil, Platzierung und Atmosphäre solle man im nächsten Jahr nachbessern.

Nach China, wo die Buchbranche zunehmend privatwirtschaftlich organisiert wird, schaut das Börsenblatt auf den Marktseiten. Chinesische Verlage seien heute eher bereit, zu kooperieren und sich unternehmerisch zu engagieren - über das reine Lizenzgeschäft hinaus. Ein immer größeres Problem für die Verlage in China sind das "wenig ausgeprägte Unrechtsbewusstsein bei Urheberrechtsverletzungen". So seien bei der Internationalen Buchmesse in Peking vor ein paar Wochen Ausstellerstücke Seite für Seite "hemmungslos" mit Digitalkameras abfotografiert worden. In großen internationalen Supermarktketten stapelten sich Raubdrucke und Plagiate a la "Parry Hotter".

Meldungen: Emine Sevgi Özdamar hat als 30. Autorin das Stadtschreiberdomizil in Bergen-Enkheim bezogen. Für Bücher in elektronischer Form wird es weiter keinen reduzierten Mehrwertsteuersatz geben.

Die Buchmacher vom 13.10.2003 - Börsenblatt

Die Karten im "Random House"-Poker sind neu gemischt: Der schwedische Medienkonzern Bonnier hat die Verlagsgruppe Econ Ullstein List sowie die Heyne Taschenbuchreihen Fantasy und Esoterik gekauft. "Der Verkauf (...) ist an die Voraussetzung geknüpft, dass die Eingliederung von Heyne an Random House genehmigt wird", heißt es im "Thema der Woche" des Börsenblatts. Die Führung des EUL-Verlagsgruppe solle weiter bei Christian Strasser liegen. Wieviel das Übernahmepaket gekostet hat und, ob die rund 100 EUL-Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz behalten können, sei nicht bekannt.

Die Standmieten der Frankfurter Buchmesse sinken - generell um zwei Prozent, Frühbucher erhalten noch mehr Rabatt. Mit dieser Mitteilung und einer Flasche Rotwein wurden die Aussteller am ersten Messetag überrascht. Möglich macht's der neue Vertrag der Buchmesse mit der Frankfurter Messe GmbH. Den Ausstellern sei durch die Preisdiskussionen, aber auch durch die Standortfrage einiges zugemutet worden, wird Messechef Volker Neumann im Börsenblatt zitiert. Dafür wolle sich die Buchmesse entschuldigen. Und noch eine gute Nachricht: Die für Dauer-Zündstoff sorgenden Hotelpreise sollen - nach erheblichen Steigerungsraten in den Vorjahren - auf dem Niveau von 2003 eingefroren werden.

Der neue Literaturnobelpreisträger J. M. Coetzee ist nicht gern eine öffentliche Person. Und auch auf Auszeichnungen scheint er nicht all zuviel Wert zu legen. "Ich wusste nicht einmal, dass die Bekanntgabe anstand", erklärte er auf der Website der Universität Chicago. Nicht so egal scheint dem deutschen Publikum und den Buchhändlern der Nobelpreisträger zu sein: Nur Minuten nach der Bekanntmachung seien die Restbestände bei Fischer von Coetzees Werk (insgesamt 40.000 Exemplare, Hardcover und Taschenbuch) ausverkauft gewesen. Wenig später hätten auch die Barsortimenter keine Exemplare mehr vorrätig gehabt.
(Der Fischer Verlag hat es dafür bis heute nicht geschafft, auf seiner Internetseite die Verleihung des Nobelpreises an seinen Autor zu melden!)

"Wollen Verlage Geld verschenken?" fragt sich Unternehmensberater Hermann Simon auf der Meinungsseite zum Thema "Pricing". Bei einer stichprobenartigen Analyse von Hardcovern sei zwischen Seitenzahl und Preis eine Korrelation von 86,2 Prozent heraus gekommen (Bei 100 Prozent Korrelation würde sich der Preis eins zu eins mit der Seitenzahl verändern.) Simon vermisst bei der Preisbildung beispielsweise die Bewertung der Reputation des Autors, der Aktualität des Themas, der Marke des Verlags und findet, dass es an der Zeit wäre, "den gesamten Prozess der Preisbildung zu professionalisieren und zu systematisieren", denn "die Gewinnpotenziale sind enorm."

Meldungen: Das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Filialisten Bouvier Gonski ist eröffnet, der Geschäftsbetrieb der Kette wird an zehn Standorten aufrecht erhalten.

Die Buchmacher vom 30.09.2003 - Börsenblatt

Im "Thema der Woche" beschäftigt sich das Börsenblatt mit dem boomenden Gebrauchtbuchhandel übers Internet. Einer Studio von Amazon und Emnid zufolge, seien die Deutschen offenbar bereit, sich von jedem vierten Buch wieder zu trennen. 50,3 Milliarden Euro ließen sich damit verdienen - wenn es denn tatsächlich so wäre. Und wer will sich schon mit seiner Bücherkiste auf den Flohmarkt stellen? Dass Internet-Bücherbörsen zumindest indirekt zu Umsatzverlusten bei den Sortimentern führen könnten, glaubt Rudolph Braun-Elwert, Vorsitzender des Sortimenterausschusses im Börsenverein: "Im Zuge der ,Geiz ist geil'-Mentalität wird den Kunden vorgespiegelt, dass es immer noch billiger geht. Das Problem sind nicht die Privatleute, die ein paar ihrer Bücher verkaufen, sondern das System, das dahinter steckt."

Sten Nadolny ("Die Entdeckung der Langsamkeit") erzählt im Börsenblatt, wie er mit dem Namen Ullstein aufgewachsen und warum er der richtige Autor für einen Roman über die Verlegerfamilie ist (siehe auch Börsenblatt-Homepage). Auf die Frage, wie es sich mit Dichtung und Wahrheit im "Ullsteinroman" verhalte, antwortet er: "Einige Dinge habe ich tatsächlich erfunden. Die Vorgabe war dann nur: Es darf nicht irgendetwas sein, was - von allem anderen her gesehen - undenkbar wäre."

War Thomas Mann ein guter Ehemann? War er ein Antisemit? Warum sind seine Werke so dick? - An Fragen, mit denen sich die Thomas Mann-Gemeinde seit Jahrzehnten plagt, hat sich Thomas Klugkist herangewagt ("49 Fragen und Antworten zu Thomas Mann", S. Fischer). Der Sprecher der Wirtschaftsjunioren Deutschlands promovierte über Mann und veröffentlichte zwei weitere wissenschaftliche Bücher über ihn. "So salopp sich das Buch auf manchen Seiten präsentiert, es beruht auf einem soliden Fundament. Leichtigkeit verbindet sich mit Seriosität", lobt Wolfgang Schneider das neue Werk im Börsenblatt. Aber wieso 49 Fragen? Mit der sieben habe es in Thomas Manns Werken ja immer eine besondere Bewandnis gehabt, erklärt der Autor. Sieben mal sieben Fragen habe ihm die angemessene Portion erschienen.

Personalien: Herbert Richert löst zum Jahreswechsel Günther Störrle als Geschäftsführer des Stuttgarter Verlagskontors ab. Wolf Dieter Eggert verstärkt künftig neben Michaela Hueber die Geschäftsführung des Münchener Max Hueber Verlags. Der Ex-Geschäftsführer der Bertelsmann Stiftung, Andreas Schlüter, wird neuer Generalsekretär des Goethe-Instituts. Roswitha Haring erhält für ihren im Frühjahr bei Ammann erschienen ersten Roman, "Ein Bett aus Schnee", den "aspekte"-Literaturpreis des ZDF. Mehr hier.

Meldungen: 2002 waren den Deutschen, laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Bücher und Schreibwaren 217 Euro im Schnitt wert (vier Prozent des verfügbaren Einkommens), 2003 rechnet die GfK mit durchschnittlich 204 Euro (3,9 Prozent). Der Börsenverein teilt mit, dass der Vorstand sich erst im November mit der Immobiliensituation des Verbands befasst - die FR hatte über einen Häusertausch mit der Stadt Frankfurt gemutmaßt. Laut einem Bericht des Wall Street Journals will Konzernchef Arnaud Lagardere möglicherweise einen Teil der Verlagsgruppe Vivendi Universal Publishing weiterverkaufen, um Einwände der EU-Kommision gegen die Übernahme zu entkräften.

Die Buchmacher vom 24.09.2003 - Börsenblatt

Es nähert sich der 27. September - und dann wird Christa Wolf wieder schreiben. Wie in den vergangenen 43 Jahren. 41 Aufzeichnungen dieses Tages hat sie für ihr jüngst erschienenes Buch, "Ein Tag im Jahr" (Luchterhand), verwendet. Im Börsenblatt-Interview erzählt sie, dass der Hauptgrund für die Protokolle, ganz banal, das Gefühl gewesen sei, zu viel Aufhebenswertes zu vergessen. Welch große kreative Mühen mit dem Schreiben für sie verbunden seien, diesen Eindruck nach der Lektüre des Buches, mochte die Schriftstellerin nur bekräftigen: "Ja, Schreiben ist Arbeit und Anstrengung. Wenn da eine Entmythologisierung passiert, ist es mir nur lieb und recht."

Zum 50. Geburtstag von Joachim Unseld zeichnet ein Freund seit Studienzeiten, der dtv-Verlagsleiter Wolfgang Balk, im Börsenblatt ein Porträt. Nachdem sein Vater, der inzwischen verstorbene Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld, den Sohn 1991 von der operativen Verlagsarbeit bei Suhrkamp ausgeschlossen hätte, sei die psychologisch und historisch kaum fassbare Zerreißprobe nicht mehr aufzuhalten gewesen. Balk bewundert, mit welcher "Energie, Spürsinn und Fleiß" Joachim Unseld der gebeutelten Frankfurter Verlagsanstalt in den letzten Jahren als Verleger zu neuer literarischer Blüte verhalf. "Und doch lässt sich ein Stachel nicht aus der Welt schaffen: Er war - und ist - prädestiniert, die Verlage Suhrkamp und Insel im 21. Jahrhundert zu leiten."

Fantasy-Autor Wolfgang Hohlbein philosophiert im Gespräch mit seinem Verleger Fritz Panzer (Ueberreuter) über die jungen Leser von heute. "Bücher werden immer gelesen, egal, welche Medien und Techniken noch kommen mögen", zeigt sich Hohlbein erfreut, während Panzer daran erinnert, dass Kinder vor zehn Jahren 50 Prozent ihres Informationsbudgets für Bücher ausgegeben hätten - und heute nur noch zehn Prozent. Eine Art von "Boulevardisisierung" in der Medienberichterstattung über Bücher und Autoren könne sich positiv auf den Buchverkauf auswirken, glaubt Panzer. "Der erhobene Zeigefinger hat bei den Kindern von heute ohnehin längst ausgedient."

Mit neuer Strategie will Geschäftsführer Rainer Wittenberg den angeschlagenen Club Bertelsmann 2005 wieder schwarze Zahlen schreiben lassen. "Nach unbestätigten Insider-Informationen soll der Club im vorigen Jahr einen Verlust von 50 Millionen Euro aufgehäuft haben", so das Börsenblatt. Die Schlüsselemente des jetzt vorgestellten Konzepts seien eine Konzentration auf das Kerngeschäft, den Verkauf von Büchern und buchaffinen Medien sowie die Stärkung des Community-Gedankens. Zum heiklen Thema Preisbindung gab Wittenberg zu verstehen, dass Aktualität und Exklusivität von den Mitgliedern erwartet würden, dass man sich aber an die Preisbindung halte. (Die Sortimenter kochen vor Wut, siehe Buchreport)

"Mensch bleiben"
(Herder) heißt das neue Buch von Dietrich Grönemeyer. Mensch, hat er sich dieses Thema bei seinem Bruder Herbert abegeguckt? Nee. Sie hätten beide ein gemeinsames Idol, den Ruhrgebiets-Kabarettisten Jürgen von Manger, für den ,Mensch bleiben' das wichtigste Motto gewesen sei, erläutert Dietrich. Mensch, aber die Aufmerksamkeit die seinem Sanges-Bruder zuteil wird, hätte er doch schon gern, oder?

Der Schweizer Atmosphären Verlag, kurz AT, hat ein Tochterunternehmen in München gegründet. Das erste Programm mit neun Titeln erscheint im Frühjahr 2004. 450.000 Euro Umsatz seien für das erste Jahr angepeilt, berichtete Verlagsleiter Michael Günther dem Börsenblatt. AT hat sich auf die Themen Weltkulturen, Religionen, Spiritualität, Heilkunde und Philosophie spezialisiert.

Personalien: Wolfgang Marzin, bisher Geschäftsführungs-Vorsitzender der Gesellschaft für Handwerksmessen in München, wird Nachfolger des zum Jahresende scheidenden Leipziger Messe-Chefs Werner M. Dornscheidt. Dr. Arno Mahlert legt sein Mandat im Aufsichtsrat von Holtzbrinck nieder und übernimmt den Aufsichtsratsvorsitz bei Springer Science + Business Media. Birgit Wenderoth ist neue Verlagsleiterin Buch in der Pabel-Moewig Verlag KG.

Meldungen: Bergsteiger Reinhold Messner hat vor dem Hamburger Landgericht eine einstweilige Verfügung gegen das Buch "Zwischen Licht und Schatten" erwirkt - Autor Hans Saler äußert darin den Verdacht, Messner habe während einer Expedition den Tod seines Bruders mitverursacht. Das Bundeskartellamt hat die Entscheidung über die Übernahme der Verlagsgruppe Ullstein Heyne List durch Random House auf den 31. Oktober verschoben.