Die neue Bundeskulturministerin
Claudia Roth möchte mehr
Diversity in die Kultur einbringen, sagt sie im Gespräch mit Ijoma Mangold und Tobias Timm von der
Zeit. Auf den Einwand, dass es doch im Moment gar nichts anderes mehr gebe als "Diversity", antwortet sie: "Sie können
nicht ernsthaft sagen, dass in den kulturellen und gesellschaftlichen Institutionen Frauen, LGBTIQ*, Menschen mit Einwanderungsgeschichte, schwarze Menschen und People of Color, behinderte Menschen und Nichtakademiker*innen
hinreichend vertreten sind, dass alle Menschen teilhaben können. Wenn mir meine schwulen Freunde erzählen, wie schwer es für sie ist,
anständig gecastet zu werden, wenn ich mit
einer Muslima spreche, die Feministin ist und wegen
ihres Kopftuchs angegriffen wird, so wie es der Autorin
Kübra Gümüşay passiert ist, und sie dann fragt: 'Wo ist denn eure Solidarität?'"
Nicht übermäßig konkret wird Roth
in einem Gespräch mit Stefan Koldehoff vom
Deutschlandfunk. Sie wolle "gerne die
Kulturstaatsministerin der Demokratie sein und für die Demokratie, ausgestattet mit einem wunderbaren Werkzeugkoffer, dem Reichtum unserer
großartigen bunten und vielfältigen Kultur und von Rostock bis Augsburg und Köln bis Frankfurt/Oder, Hamburg bis zur Ostalb".
In der
SZ macht Jörg Häntzschel auf weitere braune Flecken auf der
Spendenliste für das
Berliner Schloss aufmerksam: Auch der 'Preußenabend München' hat für das Schloss gespendet, eine Organisation, bei der, so der
Bayerische Rundfunk, 'rechtskonservative Akademiker, Vertriebenenfunktionäre, AfD-Politiker und
Neonazis' auftreten. Einer von ihnen war der Bundeswehr-Oberleutnant Franco A., der inzwischen wegen
Terrorverdacht vor Gericht steht. Ein weiterer Spender ist Claus Wolfschlag, ein Autor der
Jungen Freiheit. Auch die
Junge Freiheit selbst hat gespendet, für das Schmuckelement 'Sima mit Löwenköpfen'. Das war der Stiftung offenbar so unangenehm, dass sie kürzlich den Förderverein bat, die Spende
zurückzuzahlen, was Fördervereinschef Wilhelm von Boddien aus rechtlichen Gründen aber ablehnte. Der Eintrag
Junge Freiheit ist in der Spendenliste dennoch gelöscht worden."