Stichwort

Humboldt Forum

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9punkt 26.10.2020 […] war die Chance. Sie wurde vertan. ... Das Humboldt-Forum konzentriert sich auf die 'Provinz des Menschen'. Das ist dumm. Die Globalisierung schließt Natur- und Menschheitsgeschichte zusammen. 1827 hatte Alexander von Humboldt in Berlin mit seinen Kosmosvorlesungen den Hörerinnen und Hörern die Augen dafür geöffnet. Hundert Jahre danach wird ein Humboldt-Forum gegründet, und die Museen, die sich mit nichts […] nicht. Als Gedenkort hat sie weder ästhetische Evidenz noch besitzt sie eine Aura, die den Besucher in die zu erinnernde Vergangenheit mitnimmt. Erinnerungspolitisch ist das ein Desaster." Das Humboldt Forum in Berlin hat noch nicht eröffnet, aber schon die Aufteilung der Stellflächen zeigt, dass es seinen Auftrag nicht mal im entferntesten gerecht werden wird, bedauert Arno Widmann in der FR. Auf […] nichts als den Menschen beschäftigen, kapern das Projekt. Wäre das Humboldt-Forum eines, das diesen Namen verdiente, es würde uns etwas sagen über die 'Stellung des Menschen' im Kosmos." […]
9punkt 08.10.2020 […] Ab dem 17. Dezember will das Berliner Humboldt Forum ein Eröffnungsjahr beginnen, meldet der Tagesspiegel mit dpa: "Von Januar an sollen (…) erste Teile des Kultur- und Ausstellungszentrums zunächst für vier Tage pro Woche öffnen. Regulärer Betrieb in einigen Bereichen ist von Ostern an geplant, also Anfang April." Rüdiger Schaper war für Tagesspiegel bei der Pressekonferenz: "Es wird Spätsommer, bis […] und Afrika folgen Ende 2021. Man müsse das Haus erst erkunden, sagt Dorgerloh, der die Höhe der Betriebskosten, getragen vom Bund und dem Land Berlin, nicht beziffern mochte. So viel nur: 'Das Humboldt Forum wird teuer', kein Wunder bei 30 000 Quadratmetern Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche." […]
9punkt 29.05.2020 […] Foto: Justin Salisbury Nach seinem gestrigen Gespräch mit dem Theologen Christoph Markschies (Unser Resümee) lässt Nikolaus Bernau heute in der Berliner Zeitung kein gutes Haar am Kreuz auf dem Humboldt Forum: "Welche Botschaft wird also verkündet, wenn die Bundesrepublik ein 17 Tonnen schweres goldenes christliches Kreuz nachschaffen lässt, um es auf ihr wichtigstes Museums- und Ausstellungshaus für […] werden, die infolge des europäischen und deutschen Kolonialismus nach Berlin gelangten." Noch in der Ausschreibung 2006 sei der Bau der Kuppel lediglich als Option benannt worden: "Längst stand das Humboldt-Forum im internationalen Fokus von Erinnerungs-Debatten um die Folgen des Kolonialismus, längst kümmerten sich viele und auch die Berliner Museen kritisch um die eigene Vergangenheit. Doch völlig ungerührt […] Leider fanden sich Finanziers." Auch Andreas Kilb ist in der FAZ empört über diese dem Projekt noch mal ganz zum Schluss untergejubelte reaktionäre Geste: "In einem Online-Dossier, das die Stiftung Humboldt Forum auf ihrer Website veröffentlicht hat, gibt Monika Grütters zu Protokoll, das Kuppelkreuz sei ein Symbol für 'Nächstenliebe, Freiheit, Weltoffenheit und Toleranz'. Der ehemalige Bundestagspräsident […]
9punkt 28.05.2020 […] Debatte um das Kreuz auf dem Humboldt Forum (Unsere Resümees): "Unter der Kuppel und dem Kreuz wird ja eine buddhistische Höhle mit Wandmalereien inszeniert, die auch eine Rekonstruktion eines Objektes von der Seidenstraße mit Originalteilen ist. Es kommt immer darauf an, dass Betrachter im Museum die Objekte einordnen können. Da könnten also beispielsweise beim Humboldt-Forum außen Fernrohre stehen und […] Hälfte versteht es miss. In jedem Fall muss klar werden, dass es sich bei all dem um Teile einer Ausstellungsarchitektur handelt, nicht um die Bauzier einer Kirche und nicht um die Botschaft des Humboldt-Forums." In der taz kann Susanne Messmer wenigstens der Diskussion um das Kreuz etwas Gutes abgewinnen: "Es ist doch erstaunlich, wie ausdauernd die Architektur eines alten Gebäudes als produktive Re […]