Stichwort

AfD

516 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 35
9punkt 09.12.2019 […] Biskamp in einem taz-Essay, der die verschiedenen Begriffe von Rechtspopulismus über -radikalismus bis zum -extremismus durchgeht, die dazu dienen können die Ideologie der AfD zu beschreiben. Dabei kommt's auf den Kontext an: "Die AfD erweist sich als Matrjoschka-Puppe: Im Innern sitzen rechtsextreme Kräfte, die 'Selbstverharmlosung' (Götz Kubitschek) betreiben, indem sie sich fürs Erste hinter recht […] rechtsradikalen Kräften verstecken. Diese wiederum verbergen sich hinter einer bürgerlich-konservativen Selbstdarstellung, aus der heraus sie Koalitionsofferten an die Union machen. Damit hat die AfD im Widerspruch zum eigenen Parteiprogramm den Kipppunkt von einer rechtsradikalen Partei mit einer starken rechtsextremen Strömung hin zu einer rechtsextremen Partei erreicht." Der Politologe Werner J. Patzelt […]
9punkt 07.12.2019 […] Bismarck-Kult. Über 700 Denkmäler stehen in der Gegend, manche von gigantischen Ausmaßen. Diesen Kult reklamiert nun die AfD für sich, bei Björn Höcke hängt sogar ein Bismarck-Bild in seinem Büro, schreibt Michael Kees in der taz: "Besonders in der Außenpolitik beruft sich die AfD immer wieder direkt und indirekt auf den Diplomaten Otto von Bismarck. So begründet die Partei zum Beispiel ihre Nähe zum […] abhängig zu machen." Ulrich Lappenküper, der die Otto-von-Bismarck-Stiftung leitet, fordert im Gespräch mit Klees heute zwar ein differenziertes Bismarck-Bild ein, hält aber auch mit Blick auf die AfD fest: "Aus der Sicht eines Demokraten taugt er nicht als Vorbild, weil Bismarck mit Sicherheit kein Demokrat war. Leider hält sein Politikverständnis heute an vielen Stellen der Welt wieder Einzug. Bismarck […]
9punkt 04.12.2019 […] Gerade ist mal wieder eine Delegation der AfD nach Syrien gereist und hat sogar empfohlen, dort Urlaub zu machen, so sicher sei das Land - natürlich nur wenn man sich unter den Schutz des großen Baschar al-Assad begibt. Ronya Othmann und Cemile Sahin beschreiben in ihrer taz-Kolumne "Orient-Express" die Nähe der AfD zu Assad: "Die AfD schlägt sich mit dieser Delegation wiederholt auf die Seite eines […] eines Regimes, das im Bund mit Islamisten Millionen Flüchtlinge mit hervorgebracht hat. Nur: Solange Assad da ist, werden die Geflüchteten nicht zurückkehren können. Wenn die AfD sich auf die Seite des Kriegsverbrechers und Diktators Assad schlägt, zeigt sie einmal mehr ihre Feindschaft gegen die Demokratie und den Westen." Bei den jüngsten Bezirkswahlen in Hongkong erhielten die pro-demokratischen […]
9punkt 03.12.2019 […] Stelle in Berlin zwischen Kanzleramt und Bundestag, wo einst die Kroll-Oper stand und die "Machtübernahme" der Nazis stattfand. Ziel der Aktion soll es auch seine, die neuen Faschisten in Gestalt der AfD zu bekämpfen. In ihrem Werbevideo zu der Aktion heißt es: "Direkt gegenüber des Bundestags (sic!) nahm die Vernichtungsaktion von Millionen Menschen ihren Anfang. Hier legte der Konservatismus die deutsche […] könnte, hat Philipp Ruch unlängst schon in seinem Buch 'Schluss mit der Geduld' Ausdruck verliehen. Da wagt er das Gedankenexperiment einer Haselnuss-Koalition, schwarz-braun also, in der die völkische AfD-Fraktion unter CDU-Führung ein Superministerium aus Innerem und Verteidigung übernimmt. Hoffentlich nur Fiktion. In Thüringen gab es ja bekanntlich erste CDU-Stimmen, die sich ein Zusammenmarschieren […] Salonkolumnisten: "Nur wer vom alles überstrahlenden Wunsch nach Richtigkeit so verblendet ist, dass er freudig die gute Sache um ihrer selbst willen über Bord wirft, kann wirklich glauben, es würde der AfD irgendwie schaden, wenn man die Asche ermordeter Juden aus der Erde holt, um sie im Zuge eines billigen Politstunts vor dem Bundestag aufzubauen." Der Bundestagsabgeodnete der Grünen Volker Beck schreibt […]
9punkt 21.11.2019 […] dass die Flüchtlingskrise das politische Vakuum geschaffen habe, in dem die AfD entstehen konnte. Aber er meint, dass die Leute, die zur AfD gewechselt sind, schon Rassisten waren, als sie noch traditionelle Parteien wählten." Im Tagesspiegel analysiert der Politikberater Johannes Hillje ein internes Vorstandspapier der AfD, in dem die Partei skizziert, wie sie in die Mitte der Gesellschaft vordringen […] Avrahami nach Erfurt gereist, wo mehr als jeder vierte bei der thüringischen Landtagswahl die AfD wählte. Auf zwei Feuilletonseiten berichtet er von Treffen mit einem Rabbiner, einem jüdischen Verfassungsschutzpräsidenten, der ans Auswandern denkt und Gesprächen mit Wissenschaftlern, die den Erfolg der AfD zu ergründen versuchen, darunter der Religionssoziologe und Rechtsextremismusexperte Alexander […]
9punkt 20.11.2019 […] macht sich die AfD derzeit in dem 72-seitigen Strategiepapier "2019 bis 2025: Die AfD auf dem Weg zur Volkspartei" Gedanken, wie sie ihre Wahlergebnisse im Westen verbessern kann, berichtet Maria Fiedler im Tagesspiegel. "Ansetzen will die AfD bei der Verankerung in der Gesellschaft. 'Ähnlich wie es der 68er-Bewegung um einen ,Marsch durch die Institutionen' ging, muss es auch der AfD um den ,Marsch […] Mitgliederzahl, soweit sie politisch nicht zu weit links stünden, sowie kleinere Organisationen mit einem Thema, das besonders AfD-affin sei. Man müsse gezielt Mitglieder werben, die sich erfolgreich in der Bürgergesellschaft engagierten. Um in Städten stärker zu werden, müsse die AfD präsent sein in den Organisationen, die 'eine Großstadt zusammenhalten, von den Kleingärten über die Handwerkskammern bis […] der Aufschrei nur dann so groß ist, wenn es um ihre eigene Community geht." Auf Zeit online plädiert die Fernsehautorin Verena Weidenbach ganz klar für Stigmatisierung, Ausgrenzung und Ächtung der AfD: "Die namentlich im Westen noch immer wirksame Stigmatisierung der Partei als rechtsextremistische, rassistische und potenziell faschistische Bewegung ist für die Blaubraunen ein ernsthaftes Problem […]
9punkt 30.10.2019 […] nebenbei nennt sie einen Faktor für den Erfolg der AfD, der so gut wie nie thematisiert wurde: "In Teilen Ostthüringens und vor allem im sächsischen Erzgebirge und dem Vogtland darf man außerdem den starken Einfluss evangelikaler und charismatischer Strömungen auf das Wahlverhalten nicht unterschätzen." In der Zeit forscht Mariam Lau dem Selbstbild der AfD nach den Wahlen in Ostdeutschland nach. Immerhin […] Andreas Kalbitz in Brandenburg sind zwei Protagonisten in die Position potenzieller Ministerpräsidenten gelangt, an deren völkischer Gesinnung nun wirklich nichts zu deuteln ist." Dennoch wehrt sich die AfD mit Händen und Füßen dagegen, als rechtsextrem bezeichnet zu werden: "Bürgerlich, patriotisch, konservativ - das ja. Aber nichts mit Nazi, gar nichts, auf keinen Fall. Also was ist da passiert, jetzt […]
9punkt 29.10.2019 […] Der Rechtspopulismus wurde im Osten nicht erst in den Nachwendejahren populär, meint der Zeithistoriker Martin Sabrow im Interview mit dem Tagesspiegel. Irgendwie ist es der AfD aber gelungen, "sich im Osten in das Erbe von 1989 einzuschreiben. Dass ein solcher politischer Wechselbalg in Thüringen wie in Sachsen und Brandenburg ein Viertel der Wählerschaft zu binden vermag, ohne dass die Differenzen […] men Rhetorik der jeweiligen Spitzenkandidaten merklichen Einfluss auf das Wahlergebnis haben, lässt sich ohne Blick auf '89 kaum erklären. Es drängt sich die Vermutung auf, dass es den ostdeutschen AfD-Wählern weniger um das rechtspopulistische Programm geht als um die Tradition einer Verweigerungshaltung und des Ressentiments gegen die vom Staat verkörperte Werteordnung." Landflucht ist einer der […] tatsächlich. "Stand das Land einmal für 'Lebensmittel' im euphorischen Sinn, gute Luft und Naherholung, wird es heute, und nicht ganz zu Unrecht, mit industrieller Landwirtschaft, Glyphosatverpestung, AfD-Sympathie und wegen der vielen frei stehenden, ölbeheizten Häuser mit dem Klimaverderben assoziiert. Das Internet zudem ist lahm, und wenn man Pech hat, wird einem die Schule vor der Nase geschlossen […]