Buchkritiken von
Deutschlandfunk &
Deutschland Kultur in der täglichen Perlentaucher-
Bücherschau ab 14.00 Uhr
Lesung bis -15.03.2019mo-fr 9:30 Uhr im "Kulturfrühstück",Wiederholung 15 Uhr in der "Klassikzeit".
Arthur Schnitzler: "Erzählungen" (
hr3) - Im Wiener Labor der Moderne wurden um 1900 Erzählungen geschrieben, die uns noch heute ansprechen: über Träume und Größenwahn, über das Ende der Dichtung und den Anfang der Bewusstseinstrübung, über leichte Mädchen und alternde Männer. Ein Meister dieser Erzählkunst war Arthur Schnitzler. Wolfram Berger interpretiert ihn kongenial.
- mehr über Schnitzler in der
BücherschauTacheles!Christlich-jüdischer Dialog auf dem Prüfstand(
wdr5) - Sechs Jahre nach Kriegsende wurden in Deutschland die "Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit" nach amerikanischem Vorbild ins Leben gerufen.
Ihr Ziel sollte die Verständigung zwischen Christen und Juden, die Besinnung der Kirchen auf ihre jüdischen Wurzeln und der Kampf gegen Antisemitismus sein. Seit einigen Jahren aber wird das Verhältnis zwischen Christen und Juden immer wieder auf harte Proben gestellt. Sie reichen von theologischen Irritationen bis hin zu handfesten antisemitischen Vorfällen. Wie geht es weiter im christlich-jüdischen Dialog? Oder ist er längst zum Auslaufmodell geworden? (29.22 mi)
Liebe, Sex & ZärtlichkeitWDR 3 Gutenbergs WeltAmourös bis libidinös wird es in dieser Ausgabe des Literaturmagazins. Gutenbergs Welt horcht auf das Knistern zwischen den Buchdeckeln. - Mit Christian Möller
Gelebtes LebenDenker der Freiheit im Porträt: Hannah Arendt (
hra) - Was ist Freiheit? Bedeutet sie lediglich die Befreiung von Angst und Unterdrückung? Oder ist es die Forderung, gleichberechtigt an Politik und Gesellschaft teilzuhaben? Vor über 50 Jahren schrieb die Philosophin Hannah Arendt über die "Freiheit, frei zu sein". Wie aktuell sind ihre Thesen heute? Darüber diskutiert Robert Habeck mit Eva Geulen im Literaturhaus Frankfurt.
Ingo SchulzeMeine prägenden Jahre in Altenburg(
aldk) - Der Schriftsteller Ingo Schulze lebt zu Beginn der 1990er-Jahre im thüringischen Altenburg, arbeitet als Dramaturg am Landestheater und ist einer der Gründer des "Altenburger Wochenblattes". Mit uns reist er zurück in die Zeit nach dem Ende der DDR.
Literatur trifft Wissenschaft
Ich ringe wie die Droste um jedes Wort
Die Autorinnen Karen Duve und Zsuzsa Bánk und der Droste-Forscher Jochen Grywatsch<--- mehr in der Bücherschau
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dlfk) - Wie nähert man sich einer Dichterin aus dem 19. Jahrhundert? Über Annette von Droste-Hülshoff, die Recherche, das Schreiben sowie die Bedingungen weiblichen Schreibens unterhalten sich Zsuzsa Bánk und Karen Duve mit dem Droste-Forscher Jochen Grywatsch.In "Fräulein Nettes kurzer Sommer" stellt
Karen Duve die Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff (1797 - 1848) als eine Frau vor, die sich unerschrocken in Männergespräche einmischte, deren Schreiben aber von ihrem Umfeld nicht ernst genommen wurde.In dem Briefroman "Schlafen werden wir später" von
Zsuzsa Bánk ringt die Lehrerin Johanna für ihre Doktorarbeit mit dem Werk der Droste.
<--- mehr in der Bücherschau
"Die Schriftstellerin Márta lebt mit Mann und drei Kindern in einer deutschen Großstadt. Obwohl sie ihre Kinder über alles liebt, kämpft sie jeden Tag darum, in ihrem Leben nicht unterzugehen und ihre Arbeit gegen die Zumutungen des Alltags zu verteidigen. Ihre Freundin Johanna hingegen, mit der sie seit früher Kindheit eine innige Freundschaft verbindet, ist Lehrerin im Schwarzwald und kinderlos. Statt mit ihrer Doktorarbeit über Annette von Droste-Hülshoff weiter zu kommen, kämpft sie mit den Gespenstern ihrer Vergangenheit" ...: (Klappentext)
oe.orf - Zeit-ton
Christian Wolff
New York, Zufall, Politik und Gelassenheit
mehr in der Bücherschau & mehr hier & Veranstaltungshinweis
Lesung und Gespräch zum 90. Geburtstag
Montag, 18.03.2019, 19:30 Uhr
Literaturhaus Berlin - Fasanenstraße 23
Nachdenken über Christa W.
Christoph Hein, Judith Schalansky und Ingo Schulze lesen aus Werken von Christa Wolf
Moderation: Lothar Müller
+ Buchrezensionen im Hörfunk ...
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Im Heimweh ist ein blauer Saal"Herta Müller stellt Collagen in Solingen aus
Über 200 Wort-Bild-Collagen + Eigenes Genre im werk der Künstlerin (
wdr:Text+Audio 00:40 Min) - Eine besondere Ausstellung mit dem Titel "Im Heimweh ist ein blauer Saal" ist ab Sonntag (10.03.2019) im Solinger "Zentrum für verfolgte Künste" zu sehen. Die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller präsentiert dort mehr als 200 Wort-Bild-Collagen. - Es sind kleinformatige Werke, die sie anfangs als private Postkarten gestaltet hatte. Nach und nach wurden sie zu einem eigenen Genre in ihrem Werk. Zufallsfunde von Wörtern aus Zeitungen oder Zeitschriften werden in den Collagen zu ihrer eigenen Poesie.
SWR2 Buch der Woche vom 10.3.2019 (
swr: Test+Audio 05:43 min) - Große Wortkunst: Die Nobelpreisträgerin Herta Müller sammelt Wörter. Sie schneidet sie aus Zeitschriften aus und setzt die Fundstücke neu zusammen. So entstehen Collagen von poetischer Materialität.
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Herta Müller dichtet mit Schere und Papier - ein neuer Collagenband der Nobelpreisträgerin - "Kurz nachdem ich aus Rumänien kam, war ich viel unterwegs. Ich wollte mich bei Freunden melden", schreibt Herta Müller. "Aber die Ansichtskarten hatten so gräßlich mißratene Farben. Eines Tages kaufte ich weiße Karteikarten, einen Klebestift und fing an, im Zug mit der Nagelschere aus der Zeitung ein Schwarzweiß-Bild und Wörter auszuschneiden." Fortan dichtet sie mit Schere und Papier. Herta Müllers berühmte Collagen sind beides zugleich: Kunstwerk und Gedicht, Spiel und poetischer Ernst. Und unversehens taucht im geklebten Gedicht das auf, worum es eigentlich geht: die Wirklichkeit - denn "vielleicht haben auch Wörter ein schimmerndes Gemüt und betreiben Amtsmissbrauch…" (
Klappentext)
"Gegenlauschangriff"Lohnt sich das neue Buch von Christoph Hein?(
mdr) - Christoph Hein kann zweifelsohne zu den Größen der deutschen Literatur gezählt werden. Mit Werken wie "Weiskerns Nachlass", "Landnahme", "Horns Ende", "Trutz" oder "Glückskind mit Vater" sorgt er seit Jahrzehnten für Bestseller, die gleichermaßen die Debatte im Literaturbetrieb bestimmen. In diesem Jahr wird Hein 75 Jahre alt - und verarbeitet nun viele seine Erlebnisse in seinem neuen Werk "Gegenlauschangriff". Ein Buch, das jedoch gerade dann besonders gut ist, wenn es nicht um Hein geht, meint unser Kritiker. Von Jörg Schieke
- "Er gilt als der Chronist deutsch-deutscher Verhältnisse, als präziser Sezierer einer einst geteilten Nation, die noch immer nicht richtig zusammengefunden hat - und als fulminanter Geschichtenerzähler. Bestsellerautor Christoph Hein, der bislang vorrangig die Geschichten anderer erzählt hat, erzählt nun, zu seinem fünfundsiebzigsten Geburtstag, von seinen persönlichen Erlebnissen: davon, wie der Vater eines Freundes namens Thomas Brasch diesen verraten hat. Von einem Regisseur, der "das Leben der anderen" verfilmt hat und dabei von Hein mehr über dieses Leben erfahren wollte. Von Zensur und Reise(un)freiheit, und schließlich davon, wie all das Geschichte wurde. Christoph Hein nimmt die deutsch-deutschen Verhältnisse dieses Mal anders in den Blick: anhand persönlicher Erlebnisse, die mal komisch sind, mal bitter, und manchmal beides zugleich." (
Klappenkalender)
Von der AfD bis Götz Kubitschek Das Netzwerk der Neuen Rechten (
dlfk) - Viel ist in den letzten Jahren über die Neue Rechte geschrieben worden. Dem haben Christian Fuchs und Paul Middelhoff in ihrem Buch wenig Neues hinzuzufügen, bedauert Jörg Himmelreich.
"Wer sie lenkt, wer sie finanziert und wie sie die Gesellschaft verändern"
Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit ist ein neues und einflussreiches rechtes Netzwerk aus Stiftungen, Vereinen, Medien und Kampagnen in Deutschland herangewachsen. Seit Jahren spüren Christian Fuchs und Paul Middelhoff ihm nach: seinen öffentlichen Seiten und denen, die im Dunkeln liegen.
Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit ist ein neues und einflussreiches rechtes Netzwerk aus Stiftungen, Vereinen, Medien und Kampagnen in Deutschland herangewachsen. Seit Jahren spüren Christian Fuchs und Paul Middelhoff ihm nach: seinen öffentlichen Seiten und denen, die im Dunkeln liegen." (
Klapentext)
Pop. Kultur. JugendEine transnationale GeschichteGespräch mit dem Autor Bodo Mrozek (14:21 min)
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Scheppernde Sounds, lautes Benehmen und schrille Mode: Das Vokabular, mit dem Zeitgenossen Mitte des 20. Jahrhunderts eine neue Jugendszene beschrieben, markiert einen Kulturbruch. Ästhetische Konflikte kulminierten in Straßenkrawallen, Polizeimaßnahmen und Zensurgesetzen. Zugleich etablierten Tourneen, Piratensender und Fanclubs grenzüberschreitend neue Inhalte. Bodo Mrozek analysiert einen Wandel, der sich in den 1950er und 1960er Jahren vollzog und die Gesellschaft prägte: Was zunächst als Jugenddelinquenz bekämpft wurde, galt zehn Jahre später als Inbegriff urbaner Kultur. Dokumente aus sechs Staaten bilden das Material dieser transnationalen Geschichte der Popkultur." (
Klappentext)
+++ ... und im Fernsehen ++++ TV-Literatursendungen
buchzeit (3sat)
buecherjournal (ndr) -
das-literarische-quartett (zdf)
druckfrisch (daserste)
erLesehn (orf) - Jeden zweiten Dienstag 20.15 Uhr (Wh Mi-Na, Do- & Freitag Mi)
frau-tv (wdr)
froehlich-lesen (mdr)
lesenswert (swr)
literaturclub (srf) - Dienstags (neunmal jährlich)
+ Literarisches Quartett vom 1. MärzVolker Weidermann lud am Freitag, 1. März, 23.45 Uhr, im
ZDF gemeinsam mit Christine Westermann und Thea Dorn zum "Literarischen Quartett" ein. Zu Gast war dieses Mal der Schriftsteller und Vorsitzende der Grünen, Robert Habeck. Die vier diskutieren über folgende Werke:
- Michel Houellebecq: "Serotonin"- Gabriele Tergit: "Effingers"- Hanya Yanagihara: "Das Volk der Bäume"- T.C. Boyle: "Das Licht"
+ Spoiler im Überblick
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lc) -Aus der original Bildbeschreibung des ZDF: "Das Literarische Quartett": Robert Habeck, Christine Westermann, Volker Weidermann, Thea Dorn sitzen auf blauen Ledersesseln und blicken freundlich in Richtung Kamera"
Denis Scheck im GesprächRegina Dieterle & Reinhard Kaiser-Mühlecker7.3.2019 | 23.15 Uhr |
Mediathek - 29:32 min
+ 3sat-Kulturzeit
"Kafkas letzter Prozess"Benjamin Balint beschreibt den Weg von Franz Kafkas Nachlass(
3sat-video) - Der wollte, dass sein Freund und Erbe Max Brod diesen verbrennt. Brod tat es nicht - mitjuristischen Folgen für seine Erben. +
Gespräch mit dem Autor Benjamin Balint