
Bei
Google, Microsoft und anderen IT-Konzernen brodelt es mächtig in der Belegschaft: Zahlreiche Tech-Arbeiter protestieren gegen die
Regierungsaufträge ihrer Firmen, weil sie keine Lust haben, ihre Fähigkeiten etwa dafür einzusetzen, dass Drohnen per KI ihre Videoaufnahmen besser interpretieren können. Das Ausmaß dieses Protestes und die Strategie, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, ist neu,
schreibt Nitasha Tiku. Im Grunde befolgen die Mitarbeiter nur das Credo, mit dem sie einst angeheuert wurden, erfahren wir: "Lange Zeit lautete der Slogan, mit dem Silicon Valley für sich geworben hat:
Arbeite bei uns und verändere die Welt. Die Angestellten werden dazu ermuntert, das Arbeitsleben mit ihrer
sozialen Identität gleichzusetzen und viele internalisieren dieses utopische Ideal. 'Wer hier anheuert, um ein Tech-Held zu werden, will mit Menschenrechtsverletzungen nicht zu tun haben', sagt ein älterer Angestellter von Google, der sich in dem Protest gegen das
Projekt Maven engagiert. Dass die Tech-Arbeiter sich heutzutage eher dazu imstande sehen, ihre Arbeitgeber derart herauszufordern, mag auch damit zu tun haben, dass ihre Kompetenzen in der momentanen Phase hoher Nachfrage gut vermarktbar sind, sagt Nelson Lichtenstein, Geschichtsprofessor und Leiter des Zentrums für Arbeits- und Demokratiestudien an der Universität Santa Barbara. 'Warum stößt man unter denen, die
in China Schaltkreise löten, auf nichts Vergleichbares? Weil sie dort um einiges verwundbarer sind.'"
Außerdem
brütet Garrett M. Graff über der Frage, ob ein vor kurzem aufgetauchter,
21 Seiten umfassender Text mit zahlreichen Anekdoten und Erinnerungen tatsächlich, wie behauptet, von
Satoshi Nakamoto, dem (oder den) anonymen Entwickler(n) von
Bitcoin stammt. In der Tat wäre es ja mal ganz interessant zu wissen, wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt. Denn: "Das 'wer ist Satoshi'-Spiel ist mehr als nur eine niedliche Online-Plauderei, wenn man sich vor Augen hält, was für immense Ressourcen allem Anschein nach in Nakamotos digitalem Geldbeutel schlummern. Forscher gehen davon aus, dass die Person (oder die Personen), die Bitcoin entwickeln haben, noch immer über
etwas mehr als 900.
000 Bitcoins verfügen. Ein Vermögen, das sich selbst zum mittlerweile stark gesunkenen Kurs - Bitcoin liegt heute etwa 70 Prozent unter dem Spitzenwert von 22.000 Dollars Ende letzten Jahres - auf gut
5,
8 Milliarden Dollar belaufen würde."