
Michael Massing
setzt seinen Report über den
digitalen Journalismus in den USA fort und betrachtet die mit
Buzzfeed beginnende zweite Generation der Medien-Startups. Er begutachtet die schon wieder überholten Trends von gerade eben (den Datenjournalismus von
Nate Silvers FiveThirtyEight und
Ezra Kleins Wonkblog), beerdigt recht herzlos "Totgeburten" wie
Bürgerjournalismus und
Longform-Projekte (
The Atavist oder der schon abgeschaltete
Byliner) und sucht ein Publikum für verdienstvolle, aber thematisch begrenzte Spartenseiten (
Racket,
The Intercept). Am Ende fragt er sich, warum ausgerechnet digitaler Journalismus zu einer Insider-Veranstaltung wurde: "Es ist eine Ironie, dass ein Medien mit so viel demokratisierendem Potenzial so zentralistisch wurde.
BuzzFeed,
The Huffington Post,
The Daily Beast,
Gawker,
Quartz,
Business Insider,
The Intercept,
Talking Points Memo und
ProPublica sitzen alle in Laufweite voneinander entfernt in Lower Manhattan: Sie bilden den journalistischen Gegenpart zum Silicon Valley und reproduzieren die auf sich selbst fixierte New Yorker Medienelite. "Mit digitaler Technologie müssen die Leute eigentlich nicht mehr in
Midtown oder
Lower Manhattan leben, in der Gegend mit den höchsten Mieten in den USA", sagt Joshua Benton, der Direktor des
Nieman Journalism Lab. "Man kann überall arbeiten. Doch die digitale Technologie hat die Kräfte mehr als jemals zuvor
in New York konzentriert"."
Als das Beste, was die Politische Ökonomie und britischer Reformismus zu bieten haben,
lobt Thomas Piketty
Anthony Atkinsons Buch "Inequality: What Can Be Done?", das unter anderem eine ordentliche Steuerprogression bei
Immobilien fordert: "Personen, deren Immobilienbesitz 100.000 Pfund Wert ist, zahlen darauf im Durchschnitt eine Steuer von 1.000 Pfund, während diejenigen, deren Besitz 1.000.000 Pfund beträgt, ungefähr 2.000 bis 2.500 Pfund zahlen."
Weiteres: William Dalrymple
besucht im New Yorker
Metropolitan Museum of Art eine Ausstellung über die Renaissance-Kunst der indischen
Dekkan-Sultanate. Michael Tomasky
macht seinen Frieden mit
Hillary Clinton als der einzigen ernstzunehmenden Präsidentschaftskandiatin der Demokraten.