Magazinrundschau - Archiv

Elet es Irodalom

643 Presseschau-Absätze - Seite 55 von 65

Magazinrundschau vom 21.08.2007 - Elet es Irodalom

"In der globalisierten, an Milliarden Punkten vernetzten Welt führt die Durchsetzung nationaler Interessen automatisch auch zu ihrer Verletzung", schreibt der Wirtschaftswissenschaftler Andras Farkas. Die größten Probleme der europäischen Nationen wie Klimawandel, Terrorgefahr, alternde Gesellschaften oder Migration können nur noch global gelöst werden. Die Entwicklung eines "globalen Nationalbewusstseins" gehöre daher zu den größten Herausforderungen Europas, meint Farkas: "Die europäischen Nationen haben tausend Jahre lang gegeneinander gekämpft. Die europäische Zusammenarbeit ist für sie heute noch wie ein Schleier, den sie sofort abwerfen, wenn es um ihre nationalen Interessen geht. Wollen wir wirklich diese Einstellung aufrecht erhalten? Das traditionelle Denken in nationalen Rahmen sagt: Unser eigenes Interesse kommt an erster Stelle, an zweiter Stelle wiederum unser eigenes Interesse usw. Auf Platz zehn fällt uns plötzlich ein: Ach, beinahe hätten wir Europa vergessen, halleluja."

In Cividale del Friuli, einer kleinen italienischen Stadt an der slowenischen Grenze, hat im Juli das mitteleuropäische Festival "Mittelfest" stattgefunden. Dessen Leiter Moni Ovadia erklärt Julia Varadi seine Auffassung von zeitgenössischem Theater. "Wir, die wir auf der Bühne groß geworden sind, wissen, welch starke Wirkung ein auf der Bühne zum Ausdruck gebrachter Gedanke auf das Publikum haben kann. Nicht nur der Intellekt empfängt eine Botschaft, auch der Magen, das Herz, alle Sinnesorgane sind daran beteiligt. Ich bin davon überzeugt, dass die Menschenrechte in Europa und anderswo auf der Welt erst dann vollständig geachtet werden, wenn sie den Menschen ins Blut übergehen, wenn sich die Erkenntnis bei einem jeden Einzelnen durchsetzt, dass das Leben ohne die Achtung der Menschenrechte nicht lebenswürdig ist. Sie können es naiv nennen, aber ich glaube fest daran, dass das Theater eines der wenigen wirkungsvollen Mittel dazu ist."

Magazinrundschau vom 07.08.2007 - Elet es Irodalom

Der ungarische Schriftsteller Peter Esterhazy schreibt zum Tod des großen Theatermacher George Tabori und feiert den in Budapest geborenen Tabori, der in London, Sofia, Istanbul, New York, Los Angeles, Berlin und Wien zu Hause war, als Weltbürger: "Die elegante Definition von Henry James trifft auf ihn: man ist ein Weltbürger, wenn einem alle Brauchtümer der Menschheit als gleichermaßen derb erscheinen... Ein Weltbürger ist nicht ohne Saft und Kraft: Tabori war ein bisschen Amerikaner, ein bisschen Engländer, ein bisschen Ungar, ein bisschen Jude, er war vielleicht am wenigsten ein Deutscher, und gerade in der Fremde entfaltete sich seine Kunst, er wurde zum großen Mann des zeitgenössischen deutschen Theaters... Wenn er mich nur anschaute, wurde ich sofort ein bisschen begabter. Sein Unernst und seine Leichtigkeit gründeten auf der natürlichen menschlichen Bosheit und zeigten doch das Gute im Menschen, durch seinen Glauben an die Unschuld des Menschen ist er ein großes Vorbild für die Nachwelt. Tabori war nicht naiv, sondern rein. Er wühlte im Schmutz - in uns - herum und doch blieb er rein.?

Magazinrundschau vom 31.07.2007 - Elet es Irodalom

Ostmitteleuropa befindet sich heute in einem postkolonialen Zustand, schreibt der Schriftsteller Gabor Schein. Ungarn habe, von einigen Unterbrechungen abgesehen, seine gesamte Geschichte von 1541 bis 1989 als Kolonie oder Halb-Kolonie verbracht. Und wie die ehemaligen Kolonien der Dritten Welt von der Unabhängigkeit enttäuscht wurden, blieben auch die Hoffnungen Ostmitteleuropas nach 1989 unerfüllt, "dass sie souverän regiert werden können, ihre Wirtschaft schnell wächst, ihre Kultur wieder aufblüht und dass sie wirtschaftlich weniger ausgeliefert sein werden. Die Folge waren eine nostalgische Sehnsucht nach Kolonial-Regime und nach den charismatischen Anführern der Wende, Unsicherheit und Ungeduld, Politikverdrossenheit, Unzufriedenheit mit der Bürokratie, dem Militär und der Presse, aber vor allem die ernüchternde Erkenntnis, dass die Welt viel komplexer ist, als man während der mit einer sehr einfachen Formel funktionierenden Kolonialzeit dachte."

In Ungarn dürfen geheime Akten aus der Zeit des Kommunismus heute immer noch nur vom Geheimdienst selbst eingesehen werden. In Sachen Vergangenheitsaufarbeitung hinkt Ungarn allen anderen osteuropäischen Ländern um Jahre hinterher. Ab sofort sorgt eine neue Expertenkommission dafür, dass nicht nur die Namen von Spitzeln und ihren Opfern, sondern auch von höheren Beamten endlich öffentlich werden, schreibt der ehemalige Dissident, Mitbegründer der ungarischen Charta-77 und Leiter der Kommission Janos Kenedi. Die Einberufung des Ausschusses sei eine Reaktion "auf gesellschaftliche Deformierungsprozesse in einem Rechtsstaat. Der Fundamentalismus des Datenschutzes verdrängte den Anspruch auf Zugang zu Informationen im einschlägigen Gesetzestext von 1992 weg. Wenn diese Praxis fortgesetzt wird, könnte sie den demokratischen Rechtsstaat gefährden, weil die Presse nur heftige Worte und Vermutungen über die neueste Geschichte und die Gegenwart anstellt, statt Fakten zu veröffentlichen."

Magazinrundschau vom 17.07.2007 - Elet es Irodalom

Die ungarische Demokratie ist ernsthaft in Gefahr, warnt der Schriftsteller Peter Nadas in einem langen Essay. Die korrupte Einstellung von Spitzenpolitikern und hohen öffentlichen Amtsträgern schwächten das Vertrauen der Bürger in die Demokratie. Die Anhänger der Demokratie unter den Politikern "hinterziehen Steuern, stellen falsche Rechnungen aus, zahlen ihre Ärzte schwarz, verfälschen offizielle Berichte, stecken Schmiergelder in die Tasche und illegales Geld in die Parteikasse. (...) Die Feinde der Demokratie handeln nach einer ähnlichen Logik: Sie berufen sich auf Gesetze, um die Demokratie zu unterhöhlen und diese Gesetze letztendlich außer Kraft zu setzen. Auch sie fressen die Staatskasse aus persönlichen oder Parteiinteressen an. (...) In der Demokratie sind Anhänger und Feinde der Demokratie kaum auseinander zu halten, was die Sache der Letzteren erleichtert. Die Demokratie gerät in eine Spirale des Scheiterns, woran vor allem die Ersteren schuld sind. Weder finanzielle Transaktionen noch Moralprediger können ein Land aus dieser Spirale befreien. Es würde nur helfen, wenn man dem Gesetz folgen würde, aber das hängt nicht von einer Entscheidung, sondern von der Mentalität ab. Je tiefer die Demokratie in die Spirale gerät, desto weniger fühlen sich Einzelne und Familien in Sicherheit, desto weniger folgen sie dem Gesetz."
Stichwörter: Geld, Nadas, Peter

Magazinrundschau vom 26.06.2007 - Elet es Irodalom

Vor einer Woche diskutierten in Prag über fünfzig Journalisten aus Mittel- und Osteuropa über die europäische Öffentlichkeit. Die Konferenz war von signandsight.com, dem englischsprachigen Dienst des Perlentauchers veranstaltet worden. Janos Szeky, der auch dabei war, macht sich in seiner Kolumne weitere Gedanken über die europäische Öffentlichkeit. "Vor fünfzig Jahren, als 'Europa' leider nur Westeuropa bedeutete, war die europäische Öffentlichkeit kein Thema", man sprach dieselbe Sprache. "Die Irritationen begannen erst, als das attraktive und selbstsichere Westeuropa das schlampige Osteuropa, das so viel Unrecht erlitten hat, kennen lernen musste. Eine Zeit lang zeigte Osteuropa von sich nur das, was Westeuropa problemlos verstehen konnte: gemeinsame Wurzeln, Mitteleuropa mit seinem Kafka und dem legendären Budapester Galgenhumor, die Opernhäuser im Beaux-Arts-Stil und Soziologen, die selbst keine geistigen Innovationen wagten, aber auf westeuropäische Tendenzen rasch und sensibel reagierten. Aber Mitteleuropa besteht nicht nur aus Ländern, die erfolgreich Westeuropa kopieren, sondern auch aus ganz neuen Staaten, die ihren Status intellektuell noch nicht bewältigt haben. Um sie zu verstehen, müsste Westeuropa ihre Sprachen und Kulturen erlernen, statt den Neukömmlingen eigene Modelle aufzuzwingen. Dieses Europa hat es noch nie gegeben, es muss neu erfunden werden."

Magazinrundschau vom 19.06.2007 - Elet es Irodalom

Das Geschichtsbild der Ungarn ist von Selbstmitleid, Opfermythos und fehlenden historischen Kenntnissen geprägt, schreibt die Soziologin Maria Vasarhelyi. Nach dem Ersten Weltkrieg waren zwei Drittel des ungarischen Staatsgebietes an Nachbarländer gefallen - das ist heute noch einer der wichtigsten Bezugspunkte der rechtskonservativen Politik in der ganzen Region und belastet die Beziehungen zwischen Ungarn und seinen Nachbarländern schwer. Eine repräsentative Studie der Ungarischen Akademie der Wissenschaften zeigt, dass die Bevölkerung nur Legenden über die Ursache dieser enormen Gebietsverluste kennt. "Viele absurde Erklärungsmodelle sind in Ungarn weit verbreitet: Ungarn sei zum größten Verlierer des Ersten Weltkriegs geworden, weil die Franzosen traditionell wohlwollend gegenüber Rumänien und böswillig gegenüber Ungarn seien, weil der damalige französische Präsident Clemenceau seine ungarische Schwiegertochter angeblich hasste, weil die ungarischen Kommunisten ihr Heimatland verraten haben sollen. Bis heute lebt die Legende weiter, dass rumänische Spitzenpolitiker den Vertretern der Siegermächte Prostituierte zur Verfügung stellten, damit sie gegen ungarische Interessen entscheiden würden."

Magazinrundschau vom 12.06.2007 - Elet es Irodalom

Die polnischen Politiker sind zwar schrecklich, aber trotzdem ist Polen besser dran als Ungarn, schreibt der Schriftsteller Peter Esterhazy nach seiner Polenreise. Denn die polnische Gesellschaft sei viel pluralistischer als die ungarische. "In Polen gibt es noch Intellektuelle im wahrsten Sinne des Wortes. Noch nie habe ich so viele kompetente Journalisten getroffen, auch sehr junge unter ihnen. Warschau entwickelt sich prächtig. Man trifft sogar liberale Intellektuelle unter den Katholiken! (Dieses Phänomen können sich die Ungarn gar nicht vorstellen.) Die wichtigsten Momente ungarisch-polnischer Geschichte sind in ihrem kollektiven Gedächtnis sehr viel lebendiger, als bei uns. Wären fünf Tage in Ungarn auch so phantastisch, wenn ich nicht aus Ungarn käme?"

Das Jüdische Museum Berlin zeigt gerade Peter Forgacs Multimedia-Installation "Donau-Exodus", die zwei Auswanderungsgeschichten erzählt: Im Spätsommer 1939 flüchteten 600 Mitglieder der jüdischen Gemeinde Bratislavas auf dem Ausflugsdampfer "Königin Elisabeth" donauabwärts, um am Schwarzen Meer das Schiff nach Palästina zu besteigen. Im Herbst 1940 brachte dasselbe Schiff Angehörige der deutschen Minderheit aus Bessarabien, die ins Deutsche Reich umgesiedelt wurden, donauaufwärts. Der Kapitän hielt damals das Leben auf dem Schiff mit seiner Kamera fest. Im Interview spricht Forgacs von den Tücken des kollektiven Gedächtnisses: "Hunderttausende meiner Landsleute müssen heute damit leben, dass sie Mitglied der Partei des Diktators Kadar wurden, obwohl niemand sie dazu gezwungen hatte. Andere mussten Jahrzehnte lang ertragen, dass sie als Untermenschen galten, nur weil sie aus einer reichen oder bürgerlichen oder kapitalistischen oder früher: jüdischen Familie abstammten. Dieses Land ist von Segregationen, mörderischer Wut und betörendem Vergessen geplagt. Was unser liebe Kölcsey, Dichter der ungarischen Nationalhymne schrieb, stimmt nicht: Dies Volk hat nicht genug für Vergangenheit und Zukunft gebüßt."

Magazinrundschau vom 05.06.2007 - Elet es Irodalom

Peter Esterhazy, Imre Kertesz, Peter Nadas - fast alle wichtigen ungarischen Schriftssteller haben mindestens ein Jahr auf Einladung des DAAD in Berlin verbracht. Der Berlin-Aufenthalt prägte ihr Leben und Schreiben entscheidend, wie sie in der Anthologie "Berlin, meine Liebe. Schließen Sie bitte die Augen" schreiben. Berlin habe eine Offenheit gegenüber Osteuropa, die man in Paris oder Wien vergeblich suchen würde, schreibt Rezensent Tamas Jozsef Remenyi. "Der Berlin-Aufenthalt bedeutete die Möglichkeit, den intellektuellen Akku aufzuladen, international sichtbar zu werden und frei atmen zu können. Letzteres hatten ungarische Autoren nicht nur vor 1989 dringend nötig. Freies Atmen ist nicht nur eine politische Kategorie, sondern auch ein Gefühl der kulturellen Weite, Ruhe und existenziellen Sicherheit. Es ist absurd, dass etablierte ungarische Autoren erst im Ausland in Ruhe arbeiten können. Das ist nicht nur eine Frage der Finanzen, sondern auch der Aufmerksamkeit und Anerkennung. Budapest sollte seine Schriftsteller lieben lernen. Wir sollten uns schämen, dass Deutschland unseren Autoren eine Unterstützung gewährt, die sie von uns vergeblich erwarten. Sind deutsche Leser neugieriger auf uns - und auf ihr eigenes Spiegelbild in unserer Literatur -, als wir auf uns selbst?"

Weiteres: Das Buch wird alles überleben, sagte der Schriftsteller Andras Forgach in seiner Rede, mit der die Ungarische Buchwoche, die größte ungarische Buchmesse am Wochenende in Budapest eröffnet wurde. Der Literaturwissenschaftler Gabor Gango versucht herauszufinden, warum das kulturelle Erbe der Habsburger Monarchie nur noch für die Ungarn wichtig ist. Auf der Homepage der Onlineausgabe zeigt das ES-Magazin in einem kurzen Video, wie man seine Wertschätzung gegenüber jedem Buchstabe zum Ausdruck bringen kann.

Magazinrundschau vom 15.05.2007 - Elet es Irodalom

Der in Ungarn lebende japanische Unternehmer Morita Tsuneo beklagt die postsozialistische Mentalität der ungarischen Konservativen, in die auch die ungarischen Wähler gern zurückfallen. "Der Wirtschaftsboom stockt, weil viele Menschen an dieser alten Mentalität festhalten, die in der freien Marktwirtschaft nicht lebensfähig ist. Tagtäglich müssen wir immer bessere Qualität herstellen, aber diesen Antrieb haben die Ungarn im Sozialismus verloren, viele von ihnen sehnen sich nach ihrem angenehm faulen Leben in lauwarmem Wasser zurück... Die konservative Oppositionspartei Fidesz führt einen verbitterten, ideologischen, antikommunistischen Kampf, hält aber gleichzeitig an Strukturen fest, die aus dem Sozialismus geerbt wurden. Von allen ungarischen Parteien ist gerade die lautstark antikommunistische Fidesz der Partei Lenins und der Bolschewiken am ähnlichsten."

Ungarn leidet an einer "Freiheitsvergiftung", behauptete kürzlich Gyula Marfi, Erzbischof zu Veszprem: Individuelle Freiheitsrechte von Frauen würden übertrieben ausgelebt, Singles avancierten zu Kultfiguren der Gesellschaft. Zur Verteidigung der Singles schreibt Gusztav Megyesi: "Ein scharfer Geist, wie der Erzbischof, sollte seine Kenntnisse über Singles nicht nur aus 'Bridget Jones' beziehen. Ich würde ihm eher die Ergebnisse soziologischer Forschung empfehlen: Die ungarischen Singles sind nämlich überhaupt nicht egoistisch; 85 Prozent finden eine dauerhafte Beziehung ideal, Zweidrittel von ihnen wollen in einer Ehe leben und Kinder haben. Sie sind sozusagen Zwangssingles, weil es mit ihren bisherigen Beziehungen nicht klappte. Es wäre grundsätzlich falsch, eine Ideologie hinter diesem gesellschaftlichen Phänomen zu vermuten."

Magazinrundschau vom 08.05.2007 - Elet es Irodalom

Die EU darf den Polen und Tschechen das Rauchen verbieten. Aber wenn sie ein US-Raketenabwehrsystem auf dem Gebiet der EU stationieren wollen, geht sie das nach Ansicht von Washington, Warschau und Prag nichts an. Das findet Kolumnist Istvan Vancsa völlig absurd: "Das US-Raketenabwehrsystem würde die sicherheitspolitische Lage der EU grundsätzlich verändern und ihr Territorium zum potentiellen Ziel militärischer Angriffe machen. Washington und Moskau meinen trotzdem, dass die EU nichts damit zu tun habe und sich weiterhin nur mit der Standardisierung von Mäusefallen und der EU-konformen Reinigung von Eierschalen zu befassen hat."

Aus der letzten Ausgabe, die verspätet online ging: Ungarn hat einen neuen Stasi-Skandal: Der Journalist Peter Kende hat am 27. April in der Wochenzeitung enthüllt, der ehemalige ungarische Außenminister Janos Martonyi habe in den 1960er Jahren dem ungarischen Geheimdienst Berichte geliefert. Das belegten Akten der Staatssicherheit. Demnach habe Martonyi während seines Studiums unter anderem über die ungarische Emigrantenszene in Deutschland und Frankreich Berichte angefertigt. Martonyi gehört der rechtskonservativen Partei Fidesz an, die den regierenden Sozialisten konsequent Stasivergangenheit vorwirft. Kende kommentiert: "Gibt es etwas Wichtigeres, als die Glaubwürdigkeit eines Außenministers? Das ist für das internationale Renommee unseres Landes, aber auch für die innenpolitische Rolle eines Politikers maßgebend." Kende schreibt, Martonyi habe in einem Gespräch mit ihm am 16. April 2007 eingeräumt, identisch mit IM "Marosvasarhelyi" gewesen zu sein. Nach Erscheinen des Artikels wies Martonyi gegenüber der ungarischen Presseagentur MTI alle Vorwürfe zurück.