Stichwort

Wien

1432 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 96
Efeu 05.10.2019 […] , lachend". 1908. Belvedere Wien.Nur sechs Jahre lang malte der Wiener Künstler Richard Gerstl bis er sich 1908 im Alter von 25 Jahren das Leben nahm. Und doch muss sein Werk in seiner Radikalität den Vergleich mit van Gogh oder Munch nicht scheuen, erfährt Stefan Trinks in der FAZ nach einem Besuch in der Gerstl-Ausstellung im Wiener Leopoldmuseum. Gerstl malte, wie Kafka und Trakl schrieben, meint […] Standard und Presse beantworten die wichtigsten Fragen zu Eike Schmidts Absage ans Wiener KHM: Das österreichische Kulturministerium prüft rechtliche Schritte, weiß der Standard. Banksys "Devolved Parliament" wurde für 9,9 Millionen Pfund versteigert, meldet die NZZ. Besprochen wird die Dürer-Ausstellung in der Wiener Albertina (Tagesspiegel) und eine Bauhaus-Performance von Nico and the Navigators […]
9punkt 23.07.2019 […] Wien wird mit seinen vielen Gemeinde- und geförderten Wohnungen gern als Paradies der Mieter dargestellt. Es ist aber nur ein Paradies für Mieter, die bereits eine Wohnung haben, Neumieter haben kaum Chancen, und es kommt zu Verzerrungen und Phänomenen der Korruption, schreibt Jana Lapper in der taz: "Um die geförderten Wohnungen entsteht oft ein dubioses Geschacher: Einzelne Zimmer und ganze Wohnungen […] illegal untervermietet oder durch das sogenannte 'Eintrittsrecht' legal an Familienmitglieder weitergereicht - ohne dass die Bedürftigkeit noch mal geprüft würde. Denn das geschieht nur beim Einzug. In Wien kennt man deshalb Politiker und Richterinnen, die im Gemeindebau wohnen." […]
Efeu 17.01.2019 […] Rainer Moritz wandert für die NZZ auf Arthur Schnitzlers Spuren durch Wien und notiert: "Während man heutzutage gern in den leicht verranzten Bräunerhof in der Stallburggasse pilgert, um bei Debreczinern mit Kren Thomas Bernhard und Ilse Aichinger im Geiste nah zu sein, zog es die aufstrebenden Dichter und Denker des Fin de Siècle ins alte Café Griensteidl, das 'Hauptquartier der jungen Literatur' […] werden Alexander Nerlichs Inszenierung von "Kleiner Mann - Was nun?" am Staatstheater Mainz (FR), Mercedes Echerers Inszenierung von Árpád Schillings und Éva Zabezsinszkijs Stück "Tag des Zorns" im Wiener Theater Drachengasse (Presse), Hakan Savaş Micans Adaption von Remarques "Die Nacht von Lissabon" am Gorki-Theater und Claus Guths Inszenierung von Beat Furrers Oper "Violetter Schnee" an der Staatsoper […]
Efeu 31.01.2018 […] Reinhard Seiss in der taz die Hartnäckigkeit, mit der Wiens rot-grüne Stadtregierung die Hochhauspläne für die Innenstadt betreibt, obwohl sie damit den Weltkulturerbe-Status aufs Spiel setzt: "Projektbetreiber ist der schillernde Risikokapitalmanager Michael Tojner, dessen Geschäftsfreunde 2008 ein 10.000 Quadratmeter großes Grundstück unweit der Wiener Ringstraße von der öffentlichen Hand erwarben - laut […] die Hälfte des erzielbaren Preises. Nach Kauf des benachbarten Hotels Intercontinental - eines sanierungsbedürften 43 Meter hohen Riegels aus den 60er Jahren - übernahm der Investor 2012 auch das vom Wiener Eislaufverein genutzte Areal seiner Businesspartner, um in bester Lage einen multifunktionalen Komplex mit Wohn-, Hotel-, Kongress-, Gastronomie- und Freizeitnutzungen zu entwickeln sowie das gesamte […]
Efeu 18.02.2017 […] Dass sich 400 Künstler auf einer Unterschriftenliste gegen den Bau eines Hochhauses am Wiener Heumarkt ausgesprochen haben, hinterlässt bei Georg Leyrer (Kurier) "Ratlosigkeit, auch wenn dieses Projekt sicher nicht das sympathischste ist. Schenken die Superreichen ihr Ausbeutungsgeld plötzlich an die Armen, wenn sie den Heumarkt nicht verbauen dürfen? ... Wäre es nicht Aufgabe gerade der Kultur, diese […] diese Stadt von ihrem pragmatisierten Erbenstatus in eine Zukunft zu führen? Und warum schafft es jede Stadt der Welt, spektakuläre moderne Architektur an zentrale Orte zu stellen, nur Wien streitet um jeden faden Bau?" […]
Efeu 28.12.2016 […] Jüdischen Museum Wien. Neue Sachlichkeit, Fauvismus, Avantagarde: Sehr sehenswert findet Christa Benzer im Standard eine Ausstellung zu jüdischen Künstlerinnen vor 1938. Der provokante Titel "Die bessere Hälfte" geht für sie in Ordnung: "Schon im Stiegenhaus kann man erahnen, wieso es zu dieser selbstbewussten 'Anmaßung' kam. Zitiert werden dort keine Geringeren als die beiden Wiener Architekten Adolf […] Adolf Loos und Oswald Haerdtl, die die Künstlerinnen als 'Dilettantische Hofratstöchter' beschimpften und die Wiener Werkstätte aufgrund der dort mitarbeitenden Frauen als 'unerhörte Pupperlwirtschaft' bezeichneten." Roman Gerold verweist zudem im Standard auf die Einzelausstellung, die das Wiener Belvedere der Malerin Tina Blau widmet. Die Euphorie der großen Museen, in den Emiraten Dependancen zu errichten […]
9punkt 11.06.2016 […] Reinhard Seiß ahnt in der FAZ zwar, dass sich Wien bei der Entwicklung der Seestadt Aspern aus einer gewissen Not heraus etwas Mühe geben musste, weiß das Ergebnis aber trotzdem zu schätzen: "Hier wurde nach langer Zeit wieder einmal Städtebau statt bloß Siedlungsbau betrieben. So sind die Hauptstraßen keine unwirtlichen Verkehrsschneisen, sondern das stadträumliche und kommerzielle Rückgrat der Seestadt […] Platz, ist vor allem aber ein urbaner Freiraum mit Aufenthaltsqualität. Zu beiden Seiten werden die großzügigen Erdgeschosse von Händlern, Dienstleistern und Gastronomen genutzt, und das in einer für Wiens Neubaugebiete unüblichen Vielfalt." Weiteres: In der NZZ besucht Andrea Köhler den Serenity Park in Los Angeles, wo Kriegsveteranen und verwaiste Papageien einander helfen sollen. […]