Stichwort

Peter Esterhazy

115 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 8
Magazinrundschau 18.07.2016 […] Auch der Kunsthistoriker und Medienwissenschaftler Péter György trauert um Péter Esterházy: "Dass die Grenzen der Sprache die Grenzen der Welt sind, sagte nicht er, sondern Wittgenstein. Und Esterházy zeigte, um welch eine weite Grenze es sich handelt. (...) Von ihm lernten mehrere Generationen, wie viel ein Schriftsteller geben kann, der in den jahrhundertalten philosophischen und ästhetischen Debatten […] sondern zeigt, wie eine Sprache funktioniert, dessen Natur ebenso transparent, wie undurchschaubar ist." Die ungarische Regierung hat es nicht für nötig befunden, ein Wort der Trauer zum Tod Peter Esterhazys zu verlieren. Szilvia Kuczogi, stellvertretende Chefredakteurin von Népszabadság, wundert das nicht. "In der nie endenden Kádár-Ära lasen mehrere Tausend Menschen ein merkwürdiges Buch ('Kleine […]
Magazinrundschau 18.07.2016 […] Zum Tod von Péter Esterházy (nach Redaktionsschluss) veröffentlichte die Redaktion der Wochenzeitschrift Élet és Irodalom eine erste Stellungnahme. "Wenn es eine der größten Anklage gegenüber der Postmoderne ist, dass sie alles relativiert, dass sie Gutes und Böses verwischt, dann tat er - gerade er - das Gegenteil: im fortwährend überschriebenen, kommentierten, hinterfragten, zitierten Text war immer […] über die Literatur entwickelt, wie die Literatur und die Künste nach meinem damaligen Verständnis nach vorne gingen. Heute glaube ich das nicht, - auch - weil ich sehr überrascht war, als mich Péter Esterházy an meinem siebzigsten Geburtstag (2013) als "konservativ" bezeichnete. Ich war nicht wirklich glücklich, als ich es hörte. Dann dachte ich darüber nach und sah ein, dass er Recht hat. Wahrlich […]
Efeu 16.07.2016 […] Der Tod Peter Esterhazys prägt heute die Literaturseiten. Arno Widmann von der FR ist in großer Trauer um den ungarischen Schriftsteller: Er "war ein Freund der entfesselten Polyphonie und seine Kunst bestand darin, jeden seine Weisen singen zu lassen und als Arrangeur, als James Last des großen europäischen Romans dafür zu sorgen, dass jeder Einzelne und das Ganze hörbar blieb." Lothar Müller würdigt […] gelegentlich auch den Herrgott, 'der sich ausschließlich mit sich selbst unterhalten kann', unter die komischen Figuren einzureihen. ... Die unbändige, grenzenlose, schamlose Heiterkeit, die Péter Esterházy durch sein Schreiben in die Welt setzte, war seine Antwort auf das, was er einmal 'die Brutalität der Wirklichkeit' genannt hat. Er kannte sie, weil er ein Kind des zwanzigsten Jahrhunderts war […]
Efeu 15.07.2016 […] Schriftsteller Peter Esterhazy ist gestorben. Eigentlich hatte er - "unbestechlich und unvergleichbar" - zwei Biografien, eine deutsche und eine ungarische, schreibt Zsuzsanna Gahse, die in ihrem Nachruf in der NZZ versucht beiden gerecht zu werden: "'Jeder durchschaut sein Gegenüber, folglich lohnt sich zumindest die Vorsicht.' So wunderbar knapp und ironisch hat Péter Esterházys einmal die Abhö […] Konjunktiv, den es im Ungarischen nicht gibt, dieses 'er habe, wisse, sei in der Lage', und er freute sich, wenn seine ungarischen Indikative in den Übersetzungen zu Konjunktiven heranwuchsen." (Bild: Péter Esterházy, 2014. Foto: Lenke Szilágyi unter cc-Lizenz) In einem Essay für das Zeit-Blog Freitext umkreist der Schriftsteller Gunther Geltlinger das homosexuelle Schreiben von Pier Paolo Pasolini: "Aus einem […]