Bestellen Sie bei eichendorff21!In Algerien werden zwei Schriftsteller zugleich schikaniert (eigentlich noch mehr, aber das sind die bekanntesten Fälle), Boualem Sansal und Kamel Daoud. Sansal hatte in einem Interview die heikle Identität Algeriens angesprochen, Daoud thematisiert in seinem jüngsten Roman "Houris" die neunziger Jahre in Algerien, als Islamisten und das Regime im Clinch lagen und 150.000 bis 200.000 Tote zurückließen, viele Journalisten wie Daoud darunter. Heute haben Regime und Islamisten auf Kosten der Bevölkerung einen Burgfrieden beschlossen, der darin besteht, dass die Täter amnestiert sind und man über das "schwarze Jahrzehnt" zu schweigen hat. Seit "Houris" erschien und erst recht, seit der Roman den Prix Goncourt bekommen hat, ist Daoud einer Hasskampagne ausgesetzt. Hunderte Artikel gegen ihn sind in der algerischen Presse erschienen, schreibt er in Le Point. Eine Frau behauptet, er habe ihr ihre Geschichte gestohlen. Auch sie hat einen Messerangriff der Islamisten überstanden, lebt mit einer Narbe quer über ihren Hals und muss durch eine Kanüle atmen. "Die Gleichung kehrt sich um: Tausende von Menschen zu töten ist akzeptabel, während das Schreiben eines Buches zu einem Verbrechen wird. Die gleichgeschalteten, verängstigten algerischen Eliten beschuldigen Schriftsteller, Mörder zu sein, wie Orwell es vorausgesagt hatte. Mein Buch 'Houris' wurde auf der Messe in Algier verboten und mein Verleger, Gallimard, wurde aus Algerien verbannt. Auf der Messe im November durchsuchte die Polizei die Stände meiner Verleger und fand zwei Exemplare meines Romans 'Meursault, contre-enquête'. Sie befragten alle, durchsuchten die Buchläden... Ich sah aus der Ferne einer Bücherverbrennung zu."
Das Literaturhaus Leipzig hat einen Abend für BoualemSansal abgehalten. Julia Hubernagel resümiert ihn in der taz geradezu betont sachlich, aber vollends wohl ist ihr mit Sansal offenbar nicht: Unklar sei etwa, "was der sich eigentlich hat zuschuldenkommenlassen" (nicht etwa "angeblich"?). "Najem Wali glaubt, dass der Zeitpunkt für seine Verhaftung entscheidend war. Sansal habe mit seinen jüngsten Äußerungen zur Grenzziehung zwischen Algerien und Marokko den Streit zwischen Frankreich und Algerien weiter angeheizt, der aktuell über die Westsahara-Frage entbrannt ist, sagt er. Sansal ... hatte zuletzt in Frankreich ausgerechnet dem als rechtsextrem geltenden Onlineformat Frontières ein Interview gegeben. Seine seit Jahren vorgetragene Kritik am Islamismus sei für die französische Rechte ein gefundenes Fressen, sagt Wali. Und auch Alfonso del Toro erzählt, dass Sansals Freunde immer wieder in ihn drangen, doch keinen Applaus von der falschen Seite zu akzeptieren."
Auch Marc Reichwein kommt in seinem Resümee in der Welt auf die im Publikumsgespräch diskutierte Frage zu sprechen, "wie sehr Sansal als Schriftsteller politischrechts stehe. ... Dieses Statement, das suggerierte, dass Sansal seine Verhaftung irgendwie mit provoziert haben könnte, wurde entschieden beantwortet. PEN-Mann Najem Wali sagte: Egal ob ein Schriftsteller rechts oder links stehe, ob er diplomatisch oder undiplomatisch spreche, er müsse sich freiäußern dürfen, Beifall von der falschen Seite verwirke keine Meinungsfreiheit. Saalapplaus dafür."
Außerdem: Aldo Keel erinnert in der NZZ daran, wie es dazu kam, dass ThomasMann den Literaturnobelpreis1929 explizit nicht für den "Zauberberg", sondern lediglich für die "Buddenbrooks" erhielt. Gerade in diesen Zeiten ist ErichKästners "Konferenz der Tiere" wieder hochaktuell, schreibt Jens-Christian Rabe in der SZ: Es ist "nur insoweit ein Kinderbuch, als es sich die Erwachsenenvon den Kindern vorlesen lassen sollten".
Besprochen werden unter anderem TezerÖzlüs "Suche nach den Spuren eines Selbstmords" (FR), JoachimMeyerhoffs "Man kann auch in die Höhe fallen" (online nachgereicht von der FAZ), der zweite Teil von ReinhardKleistsBowie-Comicbiografie (FAZ.net), HeinrichSchmidingers "Toleranz - auch eine Geschichte Europas" (NZZ), RonWinklers Gedichtband "Unterwegs in der Verformung" (FAZ), BrunoFranks Essay "Lüge als Staatsprinzip" aus dem Jahr 1939 (SZ) und LucyFrickes "Das Fest" (Zeit). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
"Neue Trends, alte Menschen", seufzt Lara Marmsoler in der SZ angesichts der Warnung des Fachdienstes "Bibliotheksservice - Schulen" im Lahn-Dill-Kreis, Bücher aus dem "DarkRomance"-Genre in Schulbibliotheken anzubieten: Die unter jungen Lesern sehr populären Romane schildern offenbar recht explizit Beziehungen, die man als toxisch bezeichnen kann - bis hin zu Vergewaltigungen. Auf die Lektüre der jungen Generation zu achten, "ist sicher richtig und wichtig. Erstaunlich nur, welch große Wirkungsmacht man Büchern dabei wieder zuschreibt. Als flösse das Gelesene widerstandslos in die jugendlichen Köpfe. Oder zeugen das Verbannen gewisser Titel in eine Ecke der Schulbibliothek und eine Altersbeschränkung womöglich von einer Art neuen satanic panic? ... Zur Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, einzelne dieser Bücher sogar ins Unterrichtscurriculum aufzunehmen und kritisch zu besprechen, sagen die Vertreter des Lahn-Dill-Kreises, das würden sie begrüßen, es liege aber nicht in ihrem Aufgabenbereich. Dabei wäre es doch interessant, ob der direkte Vergleich ergäbe, inwiefern ein 55-jährigerübergriffigerFaust, der einer 14-jährigen Margarete nachstellt, der bessere Protagonist für den Deutschunterricht sein soll." (Das wäre bestimmt interessant, vorausgesetzt, man beschränkt Lesen auf einen reinen Faktencheck.)
Weiteres: Alexandra Kedves spricht für den Tagesanzeiger mit dem SchriftstellerAxelHacke. Besprochen werden ReinhardKaiser-Mühleckers vor kurzem mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichneter Roman "Brennende Felder" (Tell), UlrikeDraesners "zu lieben" (FR), ElsaKoesters "Im Land der Wölfe" (NZZ), ClaudiaMarquardts und AmelieThomas Neuübersetzung von SimonedeBeauvoirs "Die Mandarins von Paris" (FAZ) und EmmanuelFayes "HannahArendt und MartinHeidegger - Zerstörung des Denkens" (SZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Fünf Nobelpreisträgerinnen und -preisträger haben den Aufruf für Boualem Sansal, den der Börsenverin und der Perlentaucher letzte Woche lancierten, inzwischen unterzeichnet: Herta Müllers frühe Unterschrift war sicher mobilisierend. Es folgten Swetlana Alexijewitsch, Elfriede Jelinek, Orhan Pamuk und Irina Scherbakowa. Viele viele andere AutorInnen von Anne Applebaum und Margaret Atwood über Navid Kermani bis Liao Yiwu haben sich angeschlossen. Le Point berichtet heute über den Aufruf und übersetzt ihn teilweise ins Französische.
Les signataires réclament que #BoualemSansal puisse avoir accès à une représentation juridique indépendante, à sa famille, à ses amis et aux représentants de l'ambassade de France.
Bestellen Sie bei eichendorff21!"Es gibt Nischen der deutschen Geschichte, die in Spanien bekannter sind als in Deutschland - zum Beispiel, dass deutsche Nazis in Dénia lebten", sagt die SchriftstellerinVerenaBoos im taz-Gespräch gegenüber Isabella Caldart zu ihrer Motivation, in ihrem dritten Roman "Die Taucherin" erneut die Zusammenhänge zwischen deutscher Nazi- und spanischer Franco-Diktatur zu erkunden. Und um die Stadt Valencia, wo sie selber zwei Jahre lebte, ging es ihr. Und insbesondere um das Viertel Cabanyal: "Das Cabanyal entstand als Fischerdorf direkt an der Küste, war lange ein verarmtes Quartier, bietet aber wunderschöne Jugendstilarchitektur. Als das Viertel für eine große Straßenschneise teilweise abgerissen werden sollte, begann ein Kampf um seinen Erhalt. ... Die Stadt ist voller Kontraste zwischen dem Cabanyal mit seinen eher einfachen Leuten am Meer, das sich seit zwei Jahrzehnten gentrifiziert und inzwischen als hip gilt, und der stärker von der Bourgeoisie, der Kirche, dem Handel geprägten Kernstadt. Anhand dieser Kontraste lässt sich gesellschaftlich und historisch viel erzählen."
Bestellen Sie bei eichendorff21!Sandra Kegel nimmt im FAZ-Kommentar mit leichtem Amüsement, aber dann doch beeindruckt zur Kenntnis, dass Clemens J. Setz Twittergedichtein Buchform bewahrt: "Kaum etwas entfaltet eine ähnliche Veredelungswirkung wie die beiden Buchdeckel aus dicker Pappe. Weil das Flüchtige, Unfertige und Ungeschliffene in der Uferlosigkeit flüchtig, unfertig und ungeschliffen bleibt. Erst im Herausfischen, Betrachten und Beschreiben wird es als Kontur erkennbar. ... Wenn aber das Digitale in der Poesie nun das neue Reale ist, wo findet sie künftig statt, nachdem Elon Musk Twitter gekapert und in eine Propagandamaschine verwandelt hat?"
Weitere Artikel: Simone Schmollack hat für die taz die US-Übersetzerin SusanBernofsky in New York besucht, deren Übertragungen der Romane von JennyErpenbeck im englischsprachigen Ausland etablierten und die aktuell an einer Neuübersetzung von ThomasManns "Zauberberg" arbeitet. In der Welterklärt Magnus Klaue, warum er zu seinem vor einigen Jahren in Konkret getroffenen Urteil, der eben 80 Jahre alt gewordeneBothoStrauß sei die "Utta Danella der kulturellen Oberschicht", zwar auch weiterhin steht, aber zwischenzeitig mithilfe von HeinzStrunksStrauß-Rezitation dann doch noch zu ihm gefunden hat: "Sie gibt Strauß' Texten dasUnreine, Krude, WindschiefeundObskure zurück, das zu ihnen gehört."
Besprochen werden IvyCompton-Burnetts "Ein Haus und sein Hüter" (FR), József Debreczenis "Kaltes Krematorium. Bericht aus dem Land namens Auschwitz" (NZZ), JonathanGuggenbergers "Opferkunst" (FAZ) und der Gedichtband "Nachspielzeit" des kürzlich verstorbenenJürgenBecker (SZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Kamel Daoud schreibt in seinem sehr beeindruckenden Text für Le Point über die Schikanen, denen er seit seinem neuesten Roman "Houris" ausgesetzt ist. Im Buch thematisiert er die Jahre des blutigen Clinches zwischen Regime und Islamisten kurz vor der Jahrtausendwende. Heute hat sich das Klima nach dem "Hirak", der Protestbewegung vor einigen Jahren, noch einmal deutlich verschärft: "Die Verfolgung von Schriftstellern ist heute leider Realität. Sie zeigt sich in der Verhaftung von Boualem Sansal und in den Angriffen auf meine Frau, meine Familie und meine Angehörigen. Es ist auch das Werk von Dutzenden von Denunziatoren, Hinterzimmern, Presseartikeln im Rudelmodus, Verleumdungen und Druck auf Jurys und Verleger. All das begann bereits vor zwei Jahren: Razzien, Publikationsverbote und ein regelrechter Aufruf zur Bücherjagd durch islamistische Abgeordnete in der Nationalversammlung."
Wichtig zu sehen ist, dass Boualem Sansal vor allem wegen seiner Äußerungen zum postkolonialen Status Algeriens inhaftiert wurde, nicht wegen seiner Kritik am Islamismus. Es geht sozusagen um die Identitätspolitik jener Regimes mit teils brüchiger Legitimität, die sich nach der Dekolonisierung entwickelt hatten - in Algerien drückt sich das in einem obsessiven Nationalismus der korrupten politischen Elite des Landes aus, die Adlène Meddi in Le Pointbeschreibt: Die Äußerungen von Boualem Sansal "haben in Algerien eine Schockwelle ausgelöst. Algerien sei ein 'kleines Ding', schnauft ein algerischer Ex-Diplomat. 'Das erinnert mich an die skandalösen Erklärungen von Macron, der sogar die Existenz einer algerischen Nation vor der französischen Eroberung von 1830 leugnete.' Ein von Le Point kontaktierter hoher Beamter sagt: 'Die territoriale Integrität ist eine rote Linie. Sansal kann kritisieren so viel er will, das System, den Mangel an Demokratie, den Islamismus, er kann sich an die französische extreme Rechte heranmachen. ... Andere tun das auch, und wir sagen nichts. Aber das Territorium Algeriens anzutasten, das eins und unteilbar ist, ist ein Verbrechen, das nach dem Strafgesetzbuch bestraft wird." Vor 1830 war Algerien einer der vom Osmanischen Reich beherrschten "Barbareskenstaaten", die Piraterie und Sklavenhandel betrieben. Botho Strauß, 2007. Foto: Oliver Mark, unter CC BY-SA 4.0-LizenzBotho Strauß wird achtzig. Darf man das feiern, wo viele ihn doch jetzt für rechts halten? Im Aufmacher des FAZ-Feuilletons winkt Jürgen Kaube ab: "Das war ebenso blind geurteilt, wie die Vereinnahmungsversuche töricht waren, die von rechts unternommen wurden. Simplizität und Vordenkertum sind nicht seine Stärken. Versuche der Gegenaufklärung, der Ideologiekritik am wohlmeinenden Konsens, der Bloßstellung üblicher Phrasen, sofort als rechts und damit untragbar abzustempeln, bleiben darum ebenso unterhalb der Möglichkeiten des Nachdenkens über seine Texte wie die Mobilisierung des Antiquariats zu angeblich politischem Geschimpfe."
Auch der Schauspieler Jens Harzer, Träger des Iffland-Ringes, kann mit den Vorwürfen gegen Strauß nicht viel anfangen, wie er im SZ-Interview erklärt. "Toxisch? Was heißt das denn bitte? Ich glaube, dass viele Theaterleute, auch in verantwortlichen Positionen, da irgendwelche vorgeschobenen Befürchtungen haben. Es herrscht da oft eine gewisse Mutlosigkeit. Mich wundert das, denn sie unterschätzen ihr eigenes Metier. Das Theater verwandelt doch die Dinge in ein Drittes oder Viertes oder was weiß ich, vor allem durch die Schauspieler. Eigentlich müsste das genügen, um die Liebe zu einem Stoff zu entwickeln. Kann sein, dass es an dieser Art von Verständnis fehlt." Botho Strauß zum Achtzigsten gratulieren außerdem in der NZZ Roman Bucheli, in der SZ Egbert Tholl, in der Welt Tilman Krause und im Tagesspiegel Gregor Dotzauer.
Weiteres: Paul Jandl liest für die NZZ von KI produzierte Gedichte. Besprochen werden u.a. Michael Lentz' Buch "Grönemeyer" (FR), Peter Sloterdijks "Der Kontinent ohne Eigenschaften" (NZZ), der zweite Teil von Reinhard Kleists Comic-Biografie über David Bowie, "Low - David Bowie's Berlin Years" (taz), Norman Ohlers Roman "Der Zauberberg, die ganze Geschichte" (SZ) und eine Reihe Krimis (FAZ).
"Mit dem völlig überraschenden Zugriff provoziert die algerische Regierung die internationale Öffentlichkeit, beweist ihre brutale Missachtung der Kunstfreiheit und reiht sich ein in eine lange Reihe tyrannischer Regimes, die derzeit das Leben der Menschen in aller Welt beschweren", schreibt Nils Minkmar in der SZ zur Verhaftung Boualem Sansals. "Deutschland unterhält enge und wichtige wirtschaftliche Beziehungen nach Algerien. Die Bundesregierung ist nun aufgefordert, rasche Schritte zu unternehmen, um Sansals Befreiung zu erwirken. Ein Friedenspreisträger ist ein Botschafter der Literatur weltweit und die Gelegenheit für die Bundesregierung zu zeigen, dass das Land der Dichter und Denker sich auch um solche kümmert, wenn sie elend im Knast sitzen. Sansal erleidet diese Haft als Symbol unserer Freiheit, also sind alle aufgefordert, ihn zu verteidigen."
"Ein Plädoyer von solcher Prominenz hat es aus Deutschland seit langer Zeit nicht mehr gegeben", staunt Andreas Platthaus in der FAZ, ohne zu erwähnen, dass der Aufruf vom Perlentaucher und der Geschäftsstelle Friedenspreis des Deutschen Buchhandels lanciert wurde. Dieses Plädoyer sei "ganz im Sinne von Sansal, der in seiner Friedenspreisrede auch gesagt hat: 'Wir Völker des Südens versuchen, uns vom Joch unserer bösartigen und archaischen Diktaturen zu befreien, in dieser arabisch-muslimischen Welt, die einst ruhmreich und tatkräftig war, nun aber schon so lange verschlossen und erstarrt ist, dass wir schon vergessen haben, dass wir Beine haben und einen Kopf, und dass man auf seinen Beinen stehen und gehen und laufen kann, oder auch tanzen, wenn einem der Sinn danach steht, und dass man mit seinem Kopf jenes unvorstellbar Zauberhafte tun kann, nämlich sich eine Zukunft ersinnen und diese dann auch leben, hier, in der Gegenwart, inFrieden, inFreiheit, inFreundschaft.' Die Freilassung Boualem Sansals wird der Prüfstein darauf sein, ob man von so etwas wenigstens noch offen reden kann, wenn man es schon nicht offen leben kann."
Weitere Artikel: "Der Streit, der CharlotteGneuß belastete und IngoSchulze beschädigte, ist symbolisch beigelegt worden", schreibt Andreas Platthaus in "Bilder und Zeiten" der FAZ und macht dies daran fest, dass in der neuen, von Gneuß herausgegebenen Ausgabe der Neuen Rundschau zum Thema "Wie erzählen wir die DDR" auch Schulze mit einem Aufsatz vertreten ist. Tilman Krause (WamS) und Lorenz Jäger (FAZ) gratulieren dem SchriftstellerBothoStrauß mit großen Essays zum 80. Geburtstag. Thomas David spricht für die FAS mit der irischen SchriftstellerinClaireKeegan: "Literatur ist die Aufzeichnung menschlicher Erschütterungen und all dessen, was es heißt, lebendig zu sein", sagt sie. Der LyrikerAlexandruBulucz erinnert sich in seiner von "Bilder und Zeiten" dokumentierten Dankesrede zur Auszeichnung mit dem Hölty-Preis an seine Kinderzeit auf einem Gehöft in Rumänien: Es "ist das Epizentrum meiner Gedichte". Michael Pilz porträtiert in der WamS die SchriftstellerinRuth Maria Thomas. Die SchriftstellerinTeresaPräauer zeigt sich in der SZ entsetzt darüber, dass Wien die bislang hartnäckig eingenommene Spitzenposition unter Ex-Pats als unfreundlichste Stadt an Berlin und München verloren hat und ruft ihre weichgewordenen Mit-Wiener daher zum konsequenten Ungustl-tum auf. Und: Die Jury der SWR Bestenliste hat RonyaOthmanns"Vierundsiebzig" über den Genozid an den Jesiden zum Buch des Jahreserklärt.
Besprochen werden unter anderem AlainFinkielkrauts Essay "Revisionismus von links" (taz), MirceaCartarescus "Theodoros" (Intellectures), SashaFilipenkos "Der Schatten einer offenen Tür" (taz), UdoKawassers Gedichteband "tarquinia" (FR), JayrômeC. Robinets Debütroman "Sonne in Scherben" (taz), RomanEhrlichs "Videotime" (FAZ), die Ausstellung "Kafka - Metamorphosis of an Author" in der Israelischen Nationalbibliothek in Jerusalem (FAZ) und HeinzStrunks "Der Zauberberg 2" (SZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Außerdem liegt der FAZ heute eine Literaturbeilage zum Advent bei, unter anderem legt darin Clemens J. Setz uns AlanMooresRomanepos "Jerusalem" allerwärmstens ans Herz.
Boualem Sansal wird vorerst nicht in die Académie française aufgenommen, berichtet Antoine Leiris bei RTL.fr. Der Académicien Jean-Christophe Rufin hatte eine Express-Aufnahme vorgeschlagen. Gestern tagte die Akademie in geschlossener Sitzung. Leiris weiß dennoch, dass Rufin ein flammendes Plädoyer für Sansal hielt. Der 75-jährige Schriftsteller wurde letzte Woche in Algerien festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Ihm wird unter anderem Komplizenschaft mit Terroristen vorgeworfen, was zu einer lebenlangen Haftstrafe führen könnte. Zahlreiche Kollegen, auch in Deutschland, haben ihre Solidarität mit Sansal erklärt. Die Debatten in der Akademie waren "lebhaft, leidenschaftlich und sogar hitzig", so Leiris, "denn die 'Unsterblichen' waren gespalten zwischen dem zusätzlichen Risiko, das sie Boualem Sansal aufbürden würden, und der Möglichkeit, die Öffentlichkeit als Werkzeug für seine Befreiung zu nutzen. Schließlich einigten sie sich auf eine große öffentliche Sitzung in Ornat, die nächste Woche stattfinden soll, um ihm die Ehre zu erweisen."
Pascal Brucknerzieht den Fokus in der NZZ etwas weiter und erklärt, warum die Verhaftung Sansals "das Zeug für eine Staatsaffäre hat". Ihr ging eine Verleumdungskampagne gegen Kamel Daoud voraus, der für seinen Roman "Houris" den Prix Goncourt bekommen hat (Bruckner gehört zur Jury des Preises). Daoud greift darin das "schwarze Jahrzehnt" wieder auf und verstößt damit gegen einen Burgfrieden zwischen dem Regime und den Islamisten - in Algerien ist es unter dem Zeichen der "Versöhnung" gesetzlich verboten, die damaligen Mordtaten der Islamisten und des Regimes zu thematisieren. In all dem spiegelt sich allerdings auch das pathologische Verhältnis zwischen Frankreich und Algerien wider, so Bruckner: "Algier scheint nicht existieren, nicht atmen, nicht denken zu können, ohne Frankreich, den ewigen und unerlässlichen Gegner, zu verteufeln." Und Macron laviert: "Am Ende verärgert er alle, ohne jemanden zu befriedigen. Denn der französische Präsident will keine Lösungen herbeiführen, er will im ewigen Pathos verharren. Wenn es richtig war, die Verbrechen des Kolonialismus zu verurteilen, hätte er auch an die der Unabhängigkeitskämpfer und insbesondere an das Massaker an den Harkis erinnern können. Eine klare Rede hätte den gordischen Knoten auch mit Algier durchschlagen... können. Boualem Sansal ist der Sündenbock für die Ambivalenzen der französischen Regierung."
Kathleen Hildebrand unterhält sich für die SZ mit dem KinderbuchautorDavidA. Robertson, dessen Bücher über indigene Kulturen Kanadas Bestsellerstatus erreicht haben und der selber indigene Wurzeln hat, von denen er lange Zeit nichts wusste. "Pretendians", die sich Federschmuck umwerfen, um in den Genuss von Fördermitteln und Aufmerksamkeit zu gelangen, sind ihm ebenso ein Dorn im Auge wie obsolete Begrifflichkeiten: "Den Begriff 'Indianer' sollte man nicht mehr verwenden. In historischen Kontexten ist es in Ordnung."
Weitere Artikel: Alexander Kluy schreibt im Standard über hundert Jahre "Zauberberg" von ThomasMann. Warum dessen essayistische Betrachtungen zur Ironie der politischen Kultur unserer Gegenwart ganz gut tun würden, erklärt Jannis Koltermann in der FAZ: Ironie "ermöglicht Gespräch, wo Radikalismus nur zu Geschrei führt".
Besprochen werden unter anderem SamanthaHarveys eben mit dem Booker Prize ausgezeichneter Roman "Umlaufbahnen" (FAZ), HeinzStrunks "Zauberberg 2" (online nachgereicht von der FAZ) und neue Musikcomics (FAZ.net). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Der Börsenverein und Perlentaucher lancieren einen Aufruf zur Solidarität mit dem algerischen Autor und Friedenspreisträger Boualem Sansal, der in Algier inhaftiert ist. Unterschrieben haben neben Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller zahlreiche Friedenspreisträger und Laudatorinnen wie Anne Applebaum, Daniel Kehlmann, Navid Kermani, Liao Yiwu, Aleida Assmann und Orhan Pamuk: "An die Adresse der algerischen Regierung lässt sich nur eines sagen: Wegen seiner Meinung darf kein Schriftsteller eingesperrt werden. Wir verlangen seine sofortige Freilassung!"
Es ist nicht leicht, den neusten Stand zu erfahren. Das Internetmagazin Rupturezitiert einen AFP-Ticker, wonach Boualem Sansal Einspruch gegen seine Festnahme eingelegt hat. Arnaud Bernedetti von der ehrwürdigen Dreimonatsschrift Revue politique et parlementaire erläutert im Gespräch mit dem Figaro die Anschuldigungen gegen Sansal. "Ein Richter hat die Inhaftierung verkündet und ihm die Gründe der Anlage dargelegt. Mehrere Vorwürfe werden ihm zur Last gelegt: 'Angriff auf die Integrität des Terroritoriums', 'Übereinkunft mit dem Feind', 'Beihilfe für eine terroristische Straftat', alles äußerst schwerwiegende Beschuldigungen. Hierauf stehen Strafen, die bis zu lebenslänglich gehen können. ... Gegen diese Beschuldigungen kann er in einer Woche Beschwerde einlegen, und dann noch mal in einem Monat, wenn die Beschuldigungen aufrechterhalten werden."
Für Le Pointunterhält sich Julien Peyron mit Xavier Driencourt, ehmals französischer Botschafter in Algerien und enger Freund Sansals: "Die Verhaftung erfolgte vor einem doppelten Hintergrund. Zunächst der Kontext der Verhärtung des algerischen Regimes, das geschwächt, isoliert und in der Defensive ist. Ein verkrampftes Regime, das seit dem 'Hirak', der Demokratiebewegung vor einigen Jahren, und trotz der jüngsten Präsidentschaftswahlen sein Volk fürchtet. Vergessen wir nicht: Der algerische Präsident wurde mit 85 Prozent der Stimmen wiedergewählt - bei einer Wahlbeteiligung von 10 Prozent. ... Öffentliche Freiheiten werden mit Füßen getreten. Zweitens der Kontext der starken Verschlechterung der französisch-algerischen Beziehungen seit mehreren Jahren, trotz der zahlreichen Gesten, die Frankreich gemacht hat."
In seiner von der SZ dokumentierten Rede zur Auszeichnung mit dem Nicolas-Born-Preis rechnet der SchriftstellerMaximBiller mit der deutschen Literaturgeschichte seit 1933, den Kritikern und dem Literaturbetrieb von heute deftig ab: Gesinnung und Germanisterei wohin man blickt! Schuld daran sind, "wie fast immer in diesem Land, wenn etwas nicht stimmt: die Nazis. Und: die Kinder der Nazis. Und: die alten und neuen Linken. Und in diesem Fall auch noch: die Germanisten, die Kritiker. ... Wer heute eine politisierte, agitatorischeLiteratur fordert, wer sie verlegt, wer nerohaft-idiotische Lobeshymnen auf sie schreibt, sollte nie vergessen, wer bei uns damit angefangen hat. Und auch nicht, dass es nach dem Krieg mit umgekehrten totalitären Vorzeichen genauso extrem und sinnentleert in der DDR weiterging. ... Es war genau diese Mischung aus philologischem Spurenverwischen, aus Technokratie und hybriden Peripetien, aus falsch verstandenem Romantikerbe und epidemischemAvantgarde-Schwachsinn, aus Sprachdiktat und Schreibuntertanentum, der wir es verdanken, dass heute fast niemand mehr bei uns (...) imstande und willens wäre, ein rein formales Urteil über auch nur ein paar Seiten Prosa zu wagen."
Weiteres: Er findet es zwar grundsätzlich "verlockend", mal einen Roman über Putin zu schreiben, sagt Bestseller-AutorRobertHarris im NZZ-Gespräch, doch lässt er davon lieber tunlichst die Finger: "Ich möchte nicht zu Tode kommen."
Besprochen werden SerhijZhadans Gedichtband "Chronik des eigenen Atems" (Standard), Mithu Sanyals "Antichristie" (FR), TezerÖzlüs "Suche nach den Spuren eines Selbstmordes. Variationen über CesarePavese" (NZZ), Jonathan Guggenbergers "Opferkunst" (taz), SiegfriedUnselds "Hundert Briefe. Mitteilungen eines Verlegers 1947-2002" (Jungle World), HeinzStrunks "Zauberberg 2" (FAZ) und BothoStrauß' "Schattengetuschel" (Zeit). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
"Nehmt eure Imame zurück und gebt uns eure Schriftsteller wieder". Titelblatt von Charlie Hebdo.Boualem Sansal ist gestern einem Gericht vorgeführt worden. Zur Last gelegt wird ihm eine "Handlung, die auf die Sicherheit des Staates zielt" - damit sind Äußerungen Sansals zum algerisch-marokkanischen Verhältnis und zur Geschichte Algeriens gemeint. Ausgerechnet im Interview mit einem rechtsextremen Magazin hatte er die heikle nationale Identität Algeriens angesprochen. Sansal ist der Willkür des Staates nun ausgeliefert - es drohen drakonische Strafen, die optimistischste Hypothese wäre eine Ausweisung Sansals, der auch französischer Bürger ist, aus Algerien. Im Perlentaucherkommentiert der Politologe und Algerienkenner Claus Leggewie: "Wie auch immer man zu den marokko-freundlichen Aussagen Sansals steht, die verkennen, dass wichtige Figuren der algerischen Nationalbewegung vom Emir Abdelkader bis Messali Hadj aus westlichen, an Marokko angrenzenden Orten wie Mascara und Tlemcen stammten, so verdient das weder in Algier noch in Paris die Kriminalisierung einer abweichenden Meinung."
Das Regime lässt jetzt auch seine Kettenhunde in den Medien los, berichtet Benoît Delmas in Le Point. "Nachdem die algerischen Medien eine Woche lang geschwiegen hatten, widmeten sie der Affäre nun Zeit und Raum. Der Ton ist vehement: 'Boualem Sansal hat die Grenzen der Literatur überschritten, indem er Unwahrheiten ausspricht', erklärte die Moderatorin des Nachrichtensenders Canal Algérie, als sie eine Reportage ansagte, in der der Generalsekretär des 'Moudaf' (Mouvement dynamique de la communauté algérienne établie en France), Nacer Khebbat, die 'geballte Reaktion der extremen Rechten, der Faschosphäre und Algerienfranzosen auf Boualem Sansal' beklagt. Sansal komme ohne jedes Recht und Qualifikation daher, 'um uns etwas von der algerischen Souveränität zu erzählen' beklagte. Auch 'die Instrumentalisierung algerischer Intellektueller durch die französischen Machthaber' ist ein bekanntes Lied. Algérie patriotique, eine Website, die historisch mit 'Toufik', dem ehemaligen allmächtigen Chef des DRS, eines 2015 aufgelösten Geheimdienstes, verbunden ist, titelt: 'Der Verräter Sansal hat in Algerien keinen Platz hat, außer im Gefängnis.'"
Weiteres: Paul Munzinger schreibt in der SZ zum Tod des Schriftstellers und Anti-Apartheid-Aktivisten BreytenBreytenbach. Besprochen werden unter anderem BarbaraZemans "Beteigeuze" (NZZ), der zweite Teil von ReinhardKleists Comic-Biografie über DavidBowie (Tsp), ClaireBeyers "Regen" (FR), VolkerKitz' "Alte Eltern" (online nachgereicht von der Zeit) und AntonioScuratis "M. Das Buch des Krieges" (SZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Es gibt immer noch keine Neuigkeiten über den Verbleib von Boualem Sansal. Dass er festgenommen wurde, scheint inzwischen festzustehen. Staatshörige Medien werfen dem 75-jährigen Autor "Negationismus" in Bezug auf die Existenz der algerischen Nation vor. Im französischen Fernsehsender RTLhat sich Sansals französischer Anwalt François Zimeray geäußert, berichtet Loïse Delacotte bei huffingtonpost.fr. Es gehe erstmal darum, dass Sansal einen algerischen Anwalt, möglichst seiner Wahl konsultieren könne. "Zimeray sagte auf RTL, er wolle mit seinen Äußerungen 'äußerst vorsichtig' sein, um zu verhindern, dass sie gegen Boualem Sansal verwendet werden. Einige ihm Nahestehende fürchten, dass er eine lange Haftstrafe riskiere oder gar seine Tage im Gefängnis beenden könnte, denn man muss sein Alter bedenken', so der Anwalt. Unabhängig davon, ob er selbst nach Algier reist oder nicht, sehe er seine Aufgabe darin, 'über die Einhaltung der grundlegenden Rechtsprinzipien, wie sie Algerien in internationalen Verpflichtungen unterschrieben hat zu wachen'."
In einem Interview mit dem französischen Sender BFM.tv äußerte Zimeray gestern Abend die Hoffnung, dass die algerischen Behörden heute - zehn Tage nachdem Sansal verschwunden ist - Näheres über die Anklage bekannt gibt. Le Point veröffentlicht eine Hommage von Jean-Marie Gustave Le Clézio auf Sansal.
Außerdem: Michael Wurmitzer resümiert im Standard einen Wiener Abend mit dem BestsellerautorSebastianFitzek. Sandra Kegel gratuliert in der FAZ dem SchriftstellerCastleFreeman zum Siebzigsten.
Besprochen werden unter anderem AlexejNawalnys Memoiren (Presse), GiuliaBeckers "Wenn ich nicht Urlaub mache, macht es jemand anderes" (taz), JoachimMeyerhoffs "Man kann auch in die Höhe fallen" (FAZ) und WolfgangHardtwigs Memoiren "In der Geschichte - Historiker in West und Ost 1964-2024" (SZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Über den Verbleib von Boualem Sansal gibt es nach wie vor keine Neuigkeiten. Das französische Staatsfernsehen brachte unterdessen in der populären Sendung "C politique" eine Art Tribunal zu Sansal, dem Historiker wie Benjamin Stora (der bekannteste Historiker des Algerienkriegs), Nedjib Sidi Moussa und Sébastien Ledoux im Moment seines Verschwinden "Rechtsextremismus" vorwarfen - Sansal ist ein dezidierter Kritiker des Islamismus und eines Islams, der gegen den Islamismus nichts unternimmt. Verteidigt hat ihn in der Sendung einzig die Journalistin Rachel Binhas.
Rachel Binhas est toute seule pour arrêter le procès et ce massacre contre Boualem Sansal
Il faut agir désormais contre cette émission #Cpolitique de Thomas Snégaroff produit par Le Van Kim (comme #CceSoir) qui n'a plus rien à faire sur le service public mais sur LFI TV ! pic.twitter.com/n69vs7Qarf
Reiner Wandler schreibt in der taz über Leben und Werk des SchriftstellersBoualemSansal, der in Algerien offenbar verhaftet wurde und von dem seitdem jede Spur fehlt (hier und dort unsere Resümees). Robert von Luciusschreibt in der FAZ zum Tod des Schriftstellers und Anti-Apartheid-Aktivisten BreytenBreytenbach. In der FAZgratuliert Jan Wiele dem SchriftstellerMaarten 't Hart zum 80. Geburtstag.
Besprochen werden unter anderem SamanthaHarveys mit dem Booker Prize ausgezeichneter Roman "Umlaufbahnen" (online nachgereicht von der Zeit), Mithu Sanyals "Antichristie" (Jungle World), Ivy Compton-Burnetts "Ein Haus und seine Hüter" (online nachgereicht von der Zeit), DoloresPratos "Unten auf der Piazza ist niemand" (NZZ), Alexej Nawalnys Autobiografie (Standard), Ulrike Draesners "zu lieben" (online nachgereicht von der Zeit), Anuschka Roshanis "Truboy. Mein Sommer mit TrumanCapote" (online nachgereicht von der FAZ), Ralf Günthers "Die Könige von Babelsberg" (Tsp), Luisa Stömers und Eva Wünschs "Schwellenangst" (Freitag) und neue Kinder- und Jugendbücher, darunter "Inken oder Alba" von MarianneKaurin (FAZ).
In der online nachgereichten Frankfurter Anthologie schreibt Henning Heske über DursGrünbeins "Der Optiker":
"In einer Ladengalerie, gespickt mit Brillen, Stapelt das Licht sich in Vitrinen, blitzt vom Kassentisch ..."
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