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Twitter

239 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 16
9punkt 12.01.2021 […] oder welche Accounts gesperrt werden." "Kein Zufall, dass die Twitter-Aktie am Montag deutlich an Wert verlor", schreibt Friedhelm Greis bei Golem.de in einem Artikel zur Frage, ob sich die sozialen Medien richtig verhalten. Twitter mit der Abschaltung Trumps nebenbei 88 Millionen Follower an die Konkurrenz verloren, so Greis. Hat Twitter Trump erst böse gemacht? Ganz so einfach ist es nicht: "Denn […] altungen oder in anderen Reden äußerte er sich kaum weniger aggressiv oder zugespitzt als auf Twitter. Schließlich dürfte es auch eine konkrete Rede vor seinen Anhängern am 6. Januar gewesen sein, die zum Sturm auf das Kapitol aufstachelte. Doch seine monatelangen Angriffe auf den Wahlprozess über Twitter dürften seine Anhänger sicher zur Reise nach Washington motiviert und ihrem Angriff eine Legitimation […] Legitimation gegeben haben." Michael Hanfeld verweist in der FAZ auf einen bemerkenswerten Thread Alexej Nawalnys zur Frage, ob Twitter Trump abschalten sollte - und Nawalny ist dagegen: ""Natürlich, Twitter ist ein privates Unternehmen, aber wir haben in Russland und China eine Menge Beispiele für private Unternehmen gesehen, die zum besten Freund des Staates und seiner Weggenossen wurde, wenn es zu […]
9punkt 11.01.2021 […] Dass Donald Trump jetzt von sozialen Medien wie Twitter und Facebook gesperrt wurde, wie lange gefordert, ist nun auch nicht recht. Da sieht man doch wieder, wie mächtig die sind, warnt in der SZ Andrian Kreye, auch wenn er zugeben muss, dass sich längst andere soziale Netzwerke zu ihnen gesellt haben: "Mewe und Gab bekommen in diesen Tagen massiv Zulauf von rechts. Apps wie Rumble und Newsmax verbreiten […] Viele Stürmer im Kapitol benutzten eine Streaming-App für Gamer namens Dlive, um ihre Hausfriedensbrüche zu übertragen. Die bekannteste neue App ist sicherlich Parler, die ähnlich funktioniert wie Twitter. Finanziert hat das Unternehmen die Milliardenerbin Rebekah Mercer, die im Wahlkampfjahr 2016 gemeinsam mit ihrem Vater Robert schon Trumps Strategen Steve Bannon und dessen Nachrichtenwebsite Breitbart […] sich, dass Joe Biden "das Netz ordnet". Auch Mladen Gladic ist in der Welt höchst unzufrieden mit der Entscheidung, Trump in den sozialen Medien auf stumm zu schalten: "Es ist nicht akzeptabel, dass Twitter, Facebook und Co. das Schicksal der öffentlichen Meinung in unseren Gesellschaften bestimmen. Inakzeptabel ist es auch, dass die Tech-Oligarchie ihre Machtfülle benutzt, um das ins Werk zusetzen, was […]
9punkt 09.10.2020 […] Facebook und Twitter haben verschwörungstheoretische QAnon-Gruppen gelöscht. Das Problem bei den sozialen Medien liegt allerdings in deren Logik, schreibt Daniel Laufer bei Netzpolitik unter Hinweis auf die Studie einer Soziologin: "64 Prozent aller Beitritte zu extremistischen Facebook-Gruppen waren laut der Forscherin durch Facebooks eigene Empfehlungsalgorithmen erfolgt. Die Plattform hatte Nutzer:innen […] im US-Bundesstaat Massachusetts hat den Verschwörungsglauben von Amerikaner:innen untersucht. Seine kürzlich veröffentlichte Studie kommt zum Schluss, dass Social-Media-Plattformen wie Facebook und Twitter zu den Hauptquellen zählen, durch die Menschen von QAnon erfahren." Zugleich meldet Vice, dass Facebook eine Website von Kritikern, "The Real Facebook Oversight Board", hat abschalten lassen. Die […]
Magazinrundschau 24.09.2020 […] Von Glück reden kann Twitter, dass der Hacking-Angriff vom 15. Juli, als eine Reihe prominenter Twitter-Accounts für einen Scam gekapert wurde, lediglich auf schnellen Gelderwerb abzielte und keine politischen Interessen verfolgte. Sollte ein vergleichbarer Angriff zu den US-Prädidentschaftswahlen stattfinden, käme dies einer globalen Katastrophe gleich, schreiben Nicholas Thompson und Brian Barrett […] 2016 in den USA und im Folgejahr in Frankreich abgezogen hat. ... Twitter befasst sich mit solchen Risiken derzeit ohne einen Hauptverantwortlichen für die Sicherheit. Den gibt es seit vergangenem Dezember nicht mehr. Dennoch hat sich das Unternehmen für die Apokalypse vorbereitet. Zwischen erstem März und erstem August hat Twitter die oben genannten und weitere Szenarien in einer Reihe von Planspielen […] Barrett. "Hausinterne Untersuchen ergaben, dass die Angreifer die privaten Nachrichten von 36 der 130 Ziel-Accounts eingesehen haben. Im Fall von acht Opfern luden sie die unter 'Your Twitter Data' hinterlegten Informationen herunter, also unter anderem sämtliche Tweets und alle persönlichen Nachrichten, die je von diesem Account verschickt wurden. ... Ein Hacker, der sich mehr für Spionage als für Kry […]
Magazinrundschau 26.07.2020 […] High-Tech-Hackerzauberkunst stand hinter der betrügerischen Übernahme zahlreicher reichweitenstarker Twitter-Accounts, die vor kurzem für Aufsehen gesorgt hat, sondern simples "social engineering", also auf Deutsch: das umschmeichelnde und manipulative Belabern maßgeblicher Protagonisten hinter den Twitter-Kulissen, um an administrative Honigtöpfe zu kommen. Darin zeigt sich ein Schwachpunkt des zumindest […] nuklearer Krieg eine geringere Bedrohung als 1963, aber die Risiken zentralisierter Kommunikationsysteme bleiben bestehen oder sind sogar gestiegen. Ganz im Gegenteil, zentralisierte Onlinedienste wie Twitter oder Facebook haben sich als Beschleuniger von Desinformation und Verschwörungstheorien entpuppt und damit Bedingungen geschaffen, die die Demokratie vielleicht für immer verändert haben. Ein globales […] andere nicht ausgemalt haben. Was diese Art der Zentralisierung für die Cyber-Security impliziert, ist tiefgreifend verstörend. Wenn Titanen der Wirtschaft, Promis und führende Politiker allesamt Twitter und andere Dienste nutzen (und gelegentlich missbrauchen), könnte die Fähigkeit, diese Accounts zu attackieren - ob es nun der von Taylor Swift ist oder der von Donald Trump - erheblich mehr Schaden […]
9punkt 29.05.2020 […] Nachdem Trumps Tweet zur Briefwahl von Twitter mit einem Fact-Checking-Hinweis versehen wurde (unsere Resümees), droht dieser nun die Tech-Konzerne zu regulieren, schreibt Simon Hurtz in der SZ: "US-Medienberichten zufolge bereitet der US-Präsident ein Dekret vor: Die Social-Media-Unternehmen sollen damit ein rechtliches Privileg verlieren. Bislang können sie für Inhalte, die Nutzer auf ihren Plattformen […] von Verfahren mit sich bringen. Die Drohung der harten Regulierung lässt sich wohl nicht so schnell und einfach umsetzen, wie Trump sich das vorstellt. Trotzdem dürften viele hochrangige Manager bei Twitter und Facebook gerade diskutieren, wie sie damit umgehen sollen." Trump verstößt mit seinem "Unsinn" gegen kein Gesetz, kommentiert Malte Lehming im Tagesspiegel: "Zwei Freiheitsrechte liegen miteinander […] Vision einer auf reinen Fakten basierenden Debattenkultur ist nicht nur illusionär, sondern auch totalitär. (…) An dieser Stelle kommt ein zweites Recht ins Spiel: das der unternehmerischen Freiheit. Twitter, Facebook und Co sind private Unternehmen, die keiner staatlichen Aufsicht unterliegen. Sie können sich ihre eigenen Regeln geben, nach eigenen Kriterien entscheiden, was bei ihnen veröffentlicht werden […]
9punkt 28.05.2020 […] Twitter hat Leser von Trump-Tweets neulich unter Tweets mit falschen Behauptungen zu Briefwahlen zu Factchecking aufgerufen. Trump ist wütend. Aber Charlie Warzel glaubt in der New York Times nicht, dass Twitter Trump die Plattform entziehen sollte:  "Sollte Twitter die nukleare Option ziehen, würde es eine so heftige Zensurdebatte auslösen, dass das Thema im Kongress oder vor Gericht landen würde […] würde das Unternehmen auch in die Rolle versetzen, in der es sich am unbehaglichsten fühlt: die des Schiedsrichters über die Wahrheit." In der Welt lobt Christian Meier indes zaghaft den Vorstoß von Twitter: "Wer sich dann selber einen Teil seiner Reichweite wegschneidet, weil er tatsächlich konsequent Falschinformationen ausblendet oder löscht, auch solche, die durch die Meinungsfreiheit gedeckt sind […] lassen, weil der Laden dann brummt, oder den Laden sauber zuhalten, weil das die anderen Leute gut finden? Bisher war immer die erste die von den Firmen gewählte Variante." Ein kleiner Anfang von Twitter ist gemacht, kommentiert auch Lisa Hegemann auf Zeit Online. […]
Magazinrundschau 25.05.2020 […] dann an, dass man Veränderungen in der Firmenleitung erwarte, damit Twitter mehr Geld mache. Dorsey und sein Umfeld nahmen das zunächst nicht ernst: Ohne ihn wäre Twitter schnell man Ende, glaubte man. "Doch für manche ist das eine altmodische Ansicht, ein Aberglaube aus dem Silicon Valley. In den Augen von Elliott scheitert Twitter gerade weil Dorsey dort ist. Angeführt wurde der Antrag, ihn rausz […] seltsame Gesundheitsrituale. Er ist außerdem Mitbegründer von Twitter. Einer dieser Typen also, die mächtiger sind als Präsidenten und alle Zeitungen dieser Welt. Aber auch dieses Leben ist nicht ungetrübt, Dorsey ist jetzt ein richtig großer Hai auf den Fersen, erzählt Nick Bilton: Jesse Cohn vom Hedge Fund Elliot Managment. Der erwarb Twitter-Anteile im Wert von einer Milliarde Dollar und kündigte dann […]
Efeu 20.01.2020 […] greift Gerrit Bartels die Debatte um den Twitter-Hashtag #vorschauenzählen (bei dem es um die Sichtbarmachung des Geschlechterverhältnisses in den Verlagsvorschauen geht) in der Literarischen Welt (unser Resümee) und in Folge auf 54books.de auf. Die im letzteren Beitrag von Johannes Franzen konstatierte Frontstellung zwischen literarischem Feuilleton und Twitter kann Bartels nicht ganz nachvollziehen: […] eine Jugendautorin, die sich von einer unglücklichen, aber lapidaren Formulierung einer studentischen Kritikerin auf den Schlips getreten fühlte, diese vor ihrer sechsstelligen Followerschaft auf Twitter an den Pranger stellte, was dazu führte, dass sich weitere Autorinnen mit beachtlicher Reichweite ebenfalls auf diese Studentin stürzten, die sich unter dem Druck komplett aus dem Netz zurückzog. Dass […]
9punkt 27.08.2019 […] dürften. Umso wichtiger ist deshalb die Frage, wie alternative Empfehlungsmechanismen gestaltet werden könnten, egal ob man diese dann als 'demokratische Algorithmen' bezeichnen möchte oder nicht." Twitters vielfach herbeigewünschte "Richtlinie zur Integrität von Wahlen" hat ein kleines Problem: Sie versteht Satire nicht. Opfer des stumpfsinnigen Algorithmus wurde auch der Schriftsteller Tom Hillenbrand […] ihre Stimme verkaufen, Grünen-Wähler mit ihrer Häkelgruppe über ihre Wahlabsichten reden und so weiter. Ein Klischee pro Partei, mittelmäßig originell, ganz bewusst mit Holzhammer-Ironie. Ich wollte Twitter testen." Nun, das ist ja gelungen. Vielleicht würde ein subtilerer Humor weiter tragen? […]