Thomas Mann

Thomas Mann wurde 1875 in Lübeck geboren. Sein Vater, der Lübecker Senator und Konsul Thomas Johann Heinrich Mann (1840-1891), entstammte einer Patrizier- und Kaufmannsfamilie und leitete eine Getreidegroßhandlung. Seine Mutter Julia, geborene da Silva-Bruhns (1851-1923), war brasilianisch-deutscher Herkunft. Nach dem Tod des Vaters übersiedelte die Familie nach München, wo Mann 1894 als Volontär in eine Versicherungsgesellschaft eintrat. 1896-98 hielt er sich mit seinem Bruder Heinrich in Italien auf, 1898/99 war er Redakteur der satirischen Zeitschrift "Simplicissimus".
1905 heiratete er Katia Pringsheim (1883-1980) und lebte dann bis 1933 in München. Das Paar hatte sechs Kinder: Erika, Klaus, Golo, Monika, Elisabeth und Michael. 1929 erhielt Thomas Mann für seinen Roman " Buddenbrooks" den Nobelpreis für Literatur. Von einer Vortragsreise kehrte er 1933 nicht mehr nach Deutschland zurück, lebte zunächst in Südfrankreich, dann in Küsnacht (ZH).
In der Folgezeit unternahm er zahlreiche Reisen, u.a. in die USA. 1936 erwarb er nach seiner offiziellen Ausbürgerung und der Aberkennung der Ehrendoktorwürde der Universität Bonn durch das nationalsozialistische Regime die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft, blieb aber zunächst in der Schweiz, wo er mit K. Falke die Zeitschrift "Maß und Wert" herausgab; 1939 ging Mann als Gastprofessor in die USA (Princeton, New Jersey), von 1942 an lebte er dann (ab 1944 als amerikanischer Staatsbürger) bis 1952 im kalifornischen Pacific Palisades.
Nach einem Besuch 1949 in Deutschland (Verleihung der Goethe-Preise der Städte Frankfurt am Main und Weimar) kehrte Mann 1952 auf Dauer nach Europa zurück und lebte zunächst in Erlenbach (Kanton Zürich), seit 1954 in Kilchberg bei Zürich, wo er 1955 starb. (Brockhaus)
Thomas Mann zählt zu den bedeutendsten Erzählern deutscher Sprache im 20. Jahrhundert. Zu seinen wichtigsten Werken gehören die Romane: "Buddenbrooks" 1901; "Königliche Hoheit" 1909; "Der Zauberberg" 1924; "Joseph und seine Brüder" 4 Bände 1933-1943; "Lotte in Weimar" 1939; "Doktor Faustus" 1947; "Der Erwählte" 1951; "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" 1922, erweitert 1936 und 1954; die Novellen "Der Tod in Venedig" 1912; "Unordnung und frühes Leid" 1926; "Mario und der Zauberer" 1930; die Essays "Betrachtungen eines Unpolitischen" 1918; "Das Problem der Freiheit" 1939 und die Tagebücher.
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