Thomas Mann, Agnes E. Meyer

"Sie zu lieben, mein Freund, ist eine hohe Kunst."

Thomas Mann, Agnes E. Meyer: Der Briefwechsel. 2 CDs
Cover: "Sie zu lieben, mein Freund, ist eine hohe Kunst."
DHV - Der Hörverlag, München 2017
ISBN 9783844525588
CD, 19,99 EUR

Klappentext

2 CDs, 158 Minuten. Gelesen von Udo Wachtveitl, Dagmar Manzel und Jesko von Schwichow, ausgewählt von Sonja Valentin, mit einem umfangreichen Booklet. "Tonio, Sie sind hart wie Stein, wenn Sie treffen wollen." Agnes E. Meyer. Sie war seine Gönnerin, er war ihr Briefpartner von 1937 an bis zu seinem Tod 1955. Obwohl Thomas Mann von der nahezu grenzenlosen Bewunderung erheblich profitierte, die ihm Agnes E. Meyer entgegenbrachte, sah er ihre Hilfe bisweilen als störende Einmischung in sein Leben. Im Gegenzug erwartete Agnes E. Meyer ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und nahm für sich das Recht in Anspruch, ihn zu kritisieren und ihm Ratschläge zu erteilen. Abgesehen von einem großen Streit im Mai 1943, der fast zum Abbruch der Beziehung geführt hätte, hielt Thomas Mann den Kontakt zu seiner Mäzenin jedoch aufrecht und ließ sie in vielen Briefen an seinen Gedanken, Plänen, Aktivitäten und an der Entstehung seines Werkes teilhaben.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.07.2017

So nahe, wie in diesem Briefwechsel mit der amerikanischen Starjournalistin und Mäzenin Agnes E. Meyer kommt man Thomas Mann selten, versichert Rezensent Alexander Cammann. Entsprechend erfreut ist der Kritiker über dieses bedacht interpretierte Hörbuch, das laut Cammann auch interessante Einblicke in das psychologisch komplexe Verhältnis zwischen Künstler und Fan gewährt. Großartig, wie dezent überschwänglich Dagmar Manzel die reife Intellektuelle Agnes E. Meyer spricht, schwärmt der Rezensent. Und wie Udo Wachtveitl Thomas Mann spricht, der einerseits Intimes in den Briefen bekennt, andererseits in beiseite gesprochenen Tagebuchnotizen etwa über die "dumme und demütigende Freundschaft" lästert, hat den Kritiker tief beeindruckt.
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