Das
Goethe-Institut steht vor dem größten Umbau seit seiner Gründung im Jahr 1951, das
Budget wurde gekürzt,
neun Standorte sollen geschlossen werden,
meldet unter anderem Rüdiger Schaper im
Tagesspiegel: "Die Institute in Bordeaux, Genua, Lille, Osaka, Rotterdam, Triest, Turin, Washington, Curitiba (Brasilien) sowie das Verbindungsbüro Straßburg werden geschlossen. Betroffen von diesen Schließungen sind 110 Stellen der im Ausland angestellten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Mehr noch: Die europäische Regionalstruktur steht zur Debatte." Dafür soll das Institut "künftig in
Mittel-
und Osteuropa, im Kaukasus, im Südpazifik sowie in der Fläche in den USA stärker präsent sein", schreibt Paul-Anton Krüger in der
SZ: "In Polen solle eine weitere Zweigstelle neben Warschau und Krakau aufgebaut werden, ebenso in Texas und an einem weiteren Standort im Mittleren Westen neben Chicago. An den meisten neuen Standorten sind aber
keine voll ausgestatteten Institute geplant. In Ländern, aus denen Deutschland Fachkräfte für die
Einwanderung anwerben will, soll das Angebot an Sprachkursen ausgebaut werden, so in Brasilien, Indien, Indonesien oder Mexiko."
Auf
ZeitOnline kommentiert Thomas E. Schmidt: "Auf die Programmarbeit der Goethe-Institute wird sich das vermutlich langfristig auswirken. 'Wer seid ihr?', 'Was wollt ihr?' und '
Wieso sollen wir mit euch zusammenarbeiten?' sind die Fragen, die künftig an die Bundesrepublik gerichtet werden."