
Jeffrey Toobin
berichtet über das Google-Projekt einer
digitalen Universalbibliothek, die damit verbundenen Ängste der Verlagsbranche und
Urheberrechtsfragen. Derzeit werde diskutiert, ob Google den Verlegern, etwa nach dem Vorbild der Gema, für deren aufgerufene Titel etwas zahlt. "Doch von einer Einigung im Sinne beider Parteien würde die Öffentlichkeit nicht unbedingt profitieren. 'Es liegt klar in beiderseitigem Interesse, sich zu einigen', erklärt
Lawrence Lessig, Professor an der Stanford Law School. 'In Zeiten des Internet können Unternehmen nicht jahrelang auf eine gesetzliche Lösung warten. Google will das Projekt vorantreiben und die Erlaubnis bekommen, auch weiterhin urheberrechtlich geschütztes Material aus allen Bibliotheken der Welt scannen zu können. Falls Google den Verlegern
dafür etwas zahlt, könnte das ein juristischer Präzedenzfall dafür werden, dass niemand das Recht hat, Buchmaterial ohne ihr Einverständnis zu scannen. Das wäre ein Sieg für sie. Das Problem besteht darin, dass jede Lösung, die gut für Google und gut für die Verleger ausfällt,
schlecht für alle anderen ist.'"
Weiteres: Zu
lesen ist der Bericht des kürzlich verstorbenen Journalisten und Autors
Ryszard Kapuscinski über seine
erste Westreise im Jahr 1956, die ihn nach Indien führte. Außerdem die
Erzählung "Good People" von
David Foster Wallace.
Peter Schjeldahl
bespricht ein Buch über eine Reise
Gaugins zu
van Gogh in Arles "The Yellow House: Van Gogh, Gauguin, and Nine Turbulent Weeks in Arles" (Little, Brown). Die Kurzbesprechung
handelt in erstaunlicher Beiläufigkeit
Norman Mailers Hitlerroman "The Castle in the Forest" ab. Alex Ross
porträtiert den japanischen Komponisten
Toru Takemitsu. Paul Goldberger
empfiehlt für gegenwärtige Diskussionen über die Gestaltung des öffentlichen Raums eine Neubewertung und Rückbesinnung auf den amerikanischen Stadtplaner
Robert Moses. Und Anthony Lane
sah im Kino
"The Situation" von Philip Haas, ein weiterer Spielfilm über die amerikanische Präsenz im Irak.
Nur im
Print: eine Reportage über die wirtschaftlich angespannte Lage von
Wyoming, ein Porträt des irakischen Staatspräsidenten
Jalal Talabani und Lyrik.