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Erobere die englische Sprache, um China stärker zu machen!" Dies ist das Motto von Li Yang, der den
Chinesen rechtzeitig vor den Olympischen Spielen noch ordentliches Englisch beibringen soll. Evan Osnos
stellt die Lehrmethoden Yangs vor, der seine Schüler englische Vokabeln skandieren lässt und für seine Fans weniger ein Lehrer als ein "Versprechen auf Selbstverwandlung" darstellt. "Seit er im Alter von neunzehn Jahren mit dem Unterrichten begann, trat er vor Millionen chinesischen Erwachsenen und Jugendlichen auf. Gewöhnlich unterrichtet er in Stadien
Klassen von zehntausend Menschen oder mehr. (...) 'Ich kenne diese Art von Agitation', schrieb Wang Shuo, einer der einflussreichsten chinesischen Schriftsteller, in einem Essay über Li. 'Es ist eine Art alter
Hexenkunst: Lass eine große Menschenmenge antreten, peitsche sie mit Worten auf und erzeuge eine Energie, die stark genug ist, Berge ins Wanken und die
Meere zum Schäumen zu bringen', fährt er fort. 'Ich glaube, dass Li Yang das Land liebt. Aber seinen Patriotismus auf diese Weise auszuagieren, ist genauso eine Scheiße wie Rassismus.'" (Hier
ein Beispiel von Yangs Methode bei Youtube.)
Weiteres: Patrick Radden Keefe
schildert die Hintergründe eines Falls von
unbefugtem Abhören der der Unterstützung von Al Qaida verdächtigen islamischen Wohltätigkeitsorganisation
Al Haramain Islamic Foundation durch die amerikanische Regierung. Zu lesen sind außerdem die
Erzählung "Bullfighting" von Roddy Doyle und
Lyrik von
Dora Malech und
Franz Wright.
Daniel Mendelsohn
stellt zwei neue Publikationen über den griechischen Geschichtsschreiber
Herodot vor. Paul Schjeldahl
führt durch eine Retrospektive von
Olafur Eliasson im
MoMA. Und Anthony Lane
sah im Kino die Komödie
"Baby Mama" von Michael McCullers, den Krimi
"Roman de Gare" von Claude Lelouch und den Thriller
"88 Minutes" von Jon Avnet.