Stichwort

Louise Glück

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Magazinrundschau 15.11.2020 […] Jahre hin, Übersetzungen von sieben der elf Gedichtbände der frischgebackenen Nobelpreisträgerin Louise Glück veröffentlicht und damit wohl mehr als jeder andere Verlag außerhalb des angelsächsischen Sprachraums. Nun bekam Pre-Textos Post von der Agentur Wylie: die Übersetzungsrechte für Werke Louise Glücks werden ihm nicht verlängert; gleichzeitig bietet die Agentur sie hinter dem Rücken seiner bisherigen […] zu erhalten war - und ihren Agenten. Die Verleger aus Valencia haben zu ihrer Freude inzwischen Solidaritätsbekundungen vieler ihrer spanischen Kollegen erhalten, denen Wylie die Rechte am Werk Louise Glücks angeboten hatte, die sie jedoch unter diesen Umständen ablehnten. Spannend wird zu verfolgen sein, ob sich dennoch ein spanischsprachiger Verlag finden wird, der sich auf den unschönen Deal einlässt […]
Efeu 19.11.2020 […] Jahre hin, Übersetzungen von sieben der elf Gedichtbände der frischgebackenen Nobelpreisträgerin Louise Glück veröffentlicht und damit wohl mehr als jeder andere Verlag außerhalb des angelsächsischen Sprachraums. Nun bekam Pre-Textos Post von der Agentur Wylie: die Übersetzungsrechte für Werke Louise Glücks werden ihm nicht verlängert. Gleichzeitig bietet die Agentur sie hinter dem Rücken seiner bisherigen […] erhalten war - und ihren Agenten. Zur Freude der Verleger aus Valencia haben diese inzwischen Solidaritätsbekundungen vieler ihrer spanischen Kollegen erhalten, denen von Wylie die Rechte am Werk Louise Glücks angeboten wurden, die sie jedoch unter diesen Umständen ablehnten. Spannend wird zu verfolgen sein, ob sich dennoch ein spanischsprachiger Verlag finden wird, der sich auf den unschönen Deal einlässt […]
Efeu 19.10.2020 […] Wahrhaftigkeiten, dann wäre sie gar nichts mehr." Kanonisiert werden in der Lyrik sonst eher Männer als Frauen, meint die Anthologistin Anna Bers im Standard-Gespräch nach dem Literaturnobelpreis für Louise Glück: "Was wir heute an Lyrik für bewahrenswert halten, entspricht im Grunde immer noch Kriterien der Goethezeit: lyrische Lyrik in der Tradition von Erlebnis und Subjekt. Genau da waren Frauen aber […] schrieben, konnten sie nur Epigoninnen sein, aber nicht selbst erfinden." Außerdem klagt Ronald Pohl ebenfalls im Standard nach den teils etwas verschnupften Reaktionen auf die Auszeichnung für Louise Glück, wie wenig Gespür für Lyrik selbst im Feuilleton noch zu finden ist. In der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur "vermitteln immer mehr Autoren in ihrem Werk ein Bild des Maskulinen, das sich […]
Efeu 10.10.2020 […] Die SZ tut sich auch weiterhin schwer mit dem Literaturnobelpreis für Louise Glück (unser Resümee). Heute wirft Marie Schmidt einen Blick auf Glücks Naturgedichte, denen "man mit dem nimmermüden deutschen Willen zur Ideologiekritik" zwar vielleicht zu sehr auf die Pelle rückt. Freude am Pastoralen will sich dennoch nicht einstellen: "Die Auflösung der Dichterin im dichterischen Akt, 'calm meeting calm […] schon ein suizidaler Zug der Institution, die ihn vergibt?" Im Standard tadelt Ronald Pohl die SZ für ihre gestern auch auf Social Media mit einiger Irritation zur Kenntnis genommenen Texte über Louise Glück: "Eine Frau, die sich mit introvertierter Dichtung obendrein den Verwertungsgesetzen des Marktes entzieht, erntet Spott: Wiederum wird die Auszehrung des Literaturbetriebes deutlich - auch im i […]
Efeu 09.10.2020 […] Louise Glück, ca. 1977. Foto: Von einem unbekannten Fotografen, poetrycenter.org. Public DomainMit erbitterten Kontroversen wie letztes Jahr beim Literaturnobelpreis für Peter Handke ist in diesem Jahr mit der Auszeichnung für die amerikanische Lyrikerin Louise Glück wohl nicht zu rechnen. Dafür hat mancher Kritiker vielleicht ganz andere Probleme mit ihr, die Alexander Gorkow und Willi Winkler mit […] Glück um elementare Fragen, schreibt Jürgen Brôcan in der NZZ: "Wie sind Kälte, Hässlichkeit, Vergänglichkeit zu ertragen? Wie kann man leben, wenn man die Hölle gesehen hat? Diese Fragen trägt Louise Glück in einer einfachen, klaren, schnörkellosen Sprache vor, lyrisch aufgeladen, ohne Pathos, manchmal allzu schmerzhaft subjektiv, doch zeigt sich gerade hierin die Stärke ihrer Gedichte: dass sie im […] wesentliche Mythen unserer Kultur sucht. ... In diesen Gedichten gerät man als Leserin in immer tiefere Schichten und macht eine abenteuerliche Reise in die Innenwelt von Menschen, weil sich in Louise Glücks Versen Hautschicht um Hautschicht löst." Im FAZ-Gespräch weist sie auf weitere Aspekte hin, etwa: "Welche Lyrik sollen Frauen schreiben? Glück nimmt zum Beispiel das romantische Blumengedicht auf […]