
In einer Besprechung des Buchs "
Who's Afraid of Post-Blackness?: What It Means to Be Black Now" des Rolling Stone-Autors und Kulturjournalisten Touré
geht Darryl Pinckney weit ausholend der Frage nach, ob es im "
schwarzen Amerika" wirklich "große Veränderungen" gegeben hat.
Touré interviewte für sein Buch 105 Schwarze, überwiegend Männer, und gehört - 1971 geboren - zu einer Generation, die die Bürgerrechtsbewegung nicht mehr erlebte, aber von Obamas Vorbild profitierte. Pinckney
zitiert ihn mit folgenden Sätzen: "Die Definitionen und Abgrenzungen von Blackness breiten sich in vierzig Millionen Richtungen aus - oder geradezu in die Unendlichkeit. Das bedeutet nicht, dass wir Blackness hinter uns gelassen haben, sondern dass wird den Begriff Blackness als etwas eng Definierbares hinter uns lassen und
jedes Konzept von Blackness als legitim annehmen. Damit man mich recht versteht: Post-Black heißt nicht 'post-rassisch'. Post-rassisch postuliert, dass Rasse nicht existiert, wir uns irgendwie jenseits von Rasse befinden und behauptet Farbenblindheit: Das ist ein
Bankrottbegriff, der eine naives Rassenverständnis in Amerika widerspiegelt. Post-Black bedeutete, dass
wir sind wie Obama: verwurzelt in, aber nicht eingeschränkt durch Blackness."
Außerdem: Nadine Gordimer
schreibt über neue Bedrohungen für die Freiheit in
Südafrika: seit 2010 gibt es dort strenge Gesetzesvorlagen zum Schutz staatlicher Daten und zur
Medienkontrolle. Und Julian Bell
führt durch die große Retrospektive von
Damien Hirst, die noch bis September in der
Tate Modern in London zu sehen ist; einer der Gründe für ihn, unbedingt hinzugehen: die
betrunkenen Schmetterlinge, denen man dort begegnet.Geoffrey O'Brien
schreibt über drei Filme, die jetzt auf DVD erschienen sind: "The Artist" von Michel Hazanavicius, "Hugo" von Martin Scorsese und "The Phantom Carriage" von Victor Sjöström. Paul Krugman erklärt, wie man die Depression beendet. Und Garry Wills
bespricht den vierten Teil von
Robert A. Caros Biografie "The Passage of Power: The Years of
Lyndon Johnson": "Robert Caros epische Biografie Lyndon Johnsons - dies ist der vierte Band von geplanten fünf - war ursprünglich als
Studie über Macht geplant und auch so geschrieben. Aber diesen Band dominiert ein dringlicheres Thema: Es ist eine
Studie über Hass."