Magazinrundschau - Archiv

The New York Review of Books

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Magazinrundschau vom 05.02.2013 - New York Review of Books

Die Autorin Lorrie Moore ist zwar kein großer Fan der Fernsehserie "Homeland" geworden, die den "Krieg gegen den Terror" zum Hintergrund hat. Aber großartig findet sie schon, wie furchtlos sich die Serie, in der jeder ein Doppelagent seiner selbst zu sein scheint, an die unterschiedlichsten Arten des Wahnsinns macht: "Die vielen Shakespeare-haften Erscheinungsformen - kalte Rache, kriegsbedingte geistige Umnachtung, übergroßer beruflicher Ehrgeiz - ebenso wie seine eher natürlichen Äußerungen, wie bipolare Störungen und schlichte Trauer. 'Homeland' spielt diese psychische Zustände erbarmungslos gegeneinander aus, in unterschiedlichen Reihenfolgen und Situationen, wie bei den 'Tributen von Panem', um zu sehen, wer gewinnen wird und wer sterben, wer töten wird oder getötet werden wird, wer sich verbündet oder heiratet oder sich vermehrt, und wer verhungert."

Weiteres: Der Neurologe Oliver Sacks erklärt, dass das menschliche Gehirn ab einem Alter von sechzig Jahren viele Erinnerungen an die Kindheit aufkommen lässt, die aber leider nicht sehr zuverlässig sind: "Es ist verstörend, dass einige der liebgewonnensten Erinnerungen vielleicht keine reale Grundlage haben." So neu erscheint Sean Wilentz "The Untold History of the United States" von Oliver Stone und Peter Kuznick nicht, eigentlich hält er sie sogar für das Mainstream-Narrativ in bestimmten akademischen Kreisen: Die arglistige Übernahme der globalen Vorherrschaft durch die USA und ihre Ausnutzung vom Zweiten Weltkrieg an bis zu Barack Obama. (Bei Youtube findet man ein Interview von Bob Woodruff mit Oliver Stone zum Buch, es beginnt ab Minute 11.)

Magazinrundschau vom 22.01.2013 - New York Review of Books

Das Problem an Kathryn Bigelows Film "Zero Dark Thirty" ist nicht die Rechtfertigung von Folter, meint Steve Coll, sondern das völlig falsche Bild, das er von den heutigen CIA-Methoden vermittelt: "'Zero Dark Thirty' ignoriert, wie reguliert, juristisch abgesichert und bürokratisiert - wie banal - Folter in einigen der geheimen CIA-Lagern geworden ist. Ein zum Teil vertraulicher Bericht des früheren Generalinspekteurs der CIA, John Helgerson, zeigt, dass Ärzte des medizinischen Dienstes der CIA den Verhören beiwohnen und die Lebensfunktionen der Gefangenen überwachen, um sicherzustellen, dass sie gesund genug sind, um weiter misshandelt zu werden. Beamte der Agency tippen einschläfernd detaillierte Memoranden über die Verhöre ab, wie die zugänglichen Kurzfassungen des Geheimdienstkomitees des Senats deutlich machen. Videos werden aufgenommen und protokolliert. Diese CIA-Büro-Routine hätte auf der Leinwand vielleicht schockierender gewirkt als die klischeehaften Misshandlungen der Gefangenen, die der Film stattdessen präsentiert."

Weitere Artikel: Martin Filler feiert das superdemokratische, soziale und ökologische Architekturkollektiv Snøhetta aus Norwegen, das nicht nur seine Auftraggeber, sondern alle Menschen glücklich machen will: "Vielleicht konnte nur eine postindustrielle soziale Demokratie so progessiv wie Norwegen ein Architekturbüro wie dieses hervorbringen." (Links die neue Bibliotheca von Alexandrina, gebaut von Snøhetta.) H. Allan Orr räumt en Detail die Zweifel aus, die der Philosoph Thomas Nagel mit seinem Buch "Mind and Cosmos" an der Evolutionsbiologie schürt, weil sie Nagels Ansicht nach das Bewusstsein nicht erklären könne.

Magazinrundschau vom 08.01.2013 - New York Review of Books

Rainer Maria Rilkes "Briefe an einen jungen Dichter" enthalten wahre Weisheit, meint John Banville, auch wenn der Dichter manchmal ganz schön nerven konnte: "Rilkes Briefe sind nicht Briefe im üblichen Sinne. Es gibt keine Plaudereien, keinen Klatsch, keine Verleumdungen, die die Korrespondenz selbst der vornehmsten Seelen würzen. Die Stimme hier ist ein rhapsodisches Rauschen, es gibt viel Selbstbespiegelung - ich, ich, ich und wieder ich - und aufgeblasene Ausführungen über die Freuden und Leiden der Dichtung. Er lebt in Superlativen, in der großen deutschen Tradition, die sich auf einen singulären bescheidenen Fakt mit der Begierde eines Schweins stürzt, das einen Trüffel entdeckt. Andererseits muss man einfach beeindruckt sein von der leidenschaftlichen Hingabe, mit der Rilke die Aufgabe des Lebens angeht - des Lebens als Dichter, heißt das. Er sehnte sich nach Einsamkeit und war auf große Opfer vorbereitet, sie sich zu bewahren."

Außerdem: Zadie Smith schreibt über "Freude". Andrew Hacker denkt anlässlich einiger Bücher - ua. von Nate Silver - über Vorhersagen nach. Hugh Eakin ist nicht sehr optimistisch, dass Saudiarabien sich in absehbarer Zeit modernisieren könnte. Und David Cole liest eine Geschichte des Kampfs um die Schwulenehe.

Magazinrundschau vom 04.12.2012 - New York Review of Books

Als "Triumph des Comics" feiert Gabriel Winslow-Yost Chris Wares "Building Stories", das neue Großwerk nach "Jimmy Corrigan" (was laut Winslow-Yost der beste Comic nach Art Spiegelmans "Maus" war). "Building Stories" erzähle vom Leben in einem etwas heruntergekommenen Chicagoer Wohnhaus, dessen drei Stockwerke eine Art "Triptychon der Einsamkeit" bilden. Aber wie! "Das ganze Unglück ist nicht in ein gebundenes Buch untergebracht, sondern in eine rechteckige Pappschachtel - wie für ein Brettspiel -, die vierzehn unterschiedliche Print-Produkte enthält: ein dünner Hardcover-Band, ein imitiertes Kinderbuch, lange ausfaltbare Streifen, geheftete Broschüren, einige enorm großformatige Zeitungen und sogar etwas, das einem Brettspiel sehr ähnlich."

Weiteres: Charles Glass berichtet aus dem syrischen Aleppo und zieht deprimierend Bilanz: "Das wird ein langer, destruktiver Krieg." Timothy Snyder stellt eine Reihe neuer Bücher über den Holocaust vor. Zoë Heller macht sehr deutlich, dass sie Salman Rushdie auch nach Lektüre seiner Memoiren "Joseph Anton" nicht leiden kann. Zu lesen ist außerdem ein Text des polnischen Philosophen Leszek Kolakowski zur Frage, ob Gott glücklich ist.

Magazinrundschau vom 11.12.2012 - New York Review of Books

Die New York Review of Books hat aus ihrer Dezember-Ausgabe zwei weitere lesenswerte Texte freigegegen: Der Historiker Timothy Snyder liest eine Reihe neuer Bücher von polnischen Historikern, darunter Jan T. Gross, Jan Grabowski und Barbara Engelking, die sich allesamt kritisch oder selbstkritisch mit dem Antisemitismus in Polen auseinandersetzen. Snyder bezweifelt allerdings, dass es antisemitische Motive waren, die so viele Polen entweder mit den Nazis kollaborieren oder vom Holocaust profitieren ließen: "Nazi-Deutschland war ein besonderer Staat, der die Gewalt nicht monopolisieren wollte, sondern mobilisieren. Der Holocaust war nicht nur Ergebnis einer entschlossenen Gewaltwanwendung, sondern auch der bewussten Manipulation von Institutionen, die aus den zerstörten Staaten geschlagen wurden, und von Konflikten, die durch den Krieg verschärft wurden."

Als intensiv, bewegend und von unbestreitbarer Intelligenz preist J.M. Coetzee den irisch-australischen Autor Gerald Murnane, der in seinen Romanen, vor allem "Inland", von seiner schrecklichen katholischen Kindheit erzählt: "Stark im Gehorsam gegenüber ihrer Doktrin, aber intellektuell erstarrt, konzentrierte die Kirche in Australien ihre ganze Energie darauf sicherzustellen, dass jedes katholische Kind auf eine katholische Schule kam. Gerald Murnane, 1939 geboren, war einer der Nutznießer dieser Politik und von 'Tamarisk Row' (1974) an beschreibt er in seinen Büchern die Folgen einer irisch-australischen katholischen Erziehung für einen Jungen mit einer Geschichte, die seiner eigenen sehr ähnlich ist (in Murnanesker Gewissenhaftigkeit scheue ich mich, den Jungen mit ihm selbst gleichzusetzen). Zu den Folgen gehören auf der einen Seite ein treuer Glaube an eine andere Welt, auf der anderen Seite tief verwurzelte Gefühle persönlicher Sündhaftigkeit."

Magazinrundschau vom 18.12.2012 - New York Review of Books

Perry Link macht einen überraschenden Einwand gegen Mo Yan. Gerade der drastische Humor, mit dem Mo etwa Folterszenen in der Zeit des Maoismus schildert, so Link, hat etwas Anpasserisches und Entlastendes: "Verteidiger von Mo Yan, innerhalb und außerhalb des Nobelpreiskomitees halten ihm 'Schwarzen Humor' zu gute. Mag sein. Aber andere, auch Nachfahren von Opfern dieser Exzesse, fragen sich verständlicher Weise, was daran so komisch sein soll. Vom Standpunkt des Regimes ist diese Art des Schreibens nützlich, nicht nur weil sie von einem direkten Blick aufs Geschehen ablenkt, sondern auch wegen ihrer Funktion als Sicherheitsventil. Dies sind immer noch heikle, potenziell explosive Themen. Fürs Regime ist es vielleicht besser, sie als Witz zu behandeln, als sie einfach zu unterdrücken. In einem Artikel von 2004 mit dem Titel 'Der erotische Karneval in der jüngsten chinesischen Geschichte', schreibt Liu Xiaobo: 'Sarkasmus ist zu einer Art geistigen Botschaft geworden, die das Gewissen und das Gedächtnis der Menschen betäubt.'"

Magazinrundschau vom 13.11.2012 - New York Review of Books

Mit einigen Jahren Abstand blickt Timothy Garton Ash noch einmal die Debatte um Freiheit und Multikulturalismus zurück und plädiert nunmehr dafür, vom Begriff Multikulturalismus Abschied zu nehmen. Erstens verkenne er die Vielschichtigkeit persönlicher Zugehörigkeiten (Nation, Religion, Sprache, Geschlecht), zweitens sprechen wir auch nicht von Multigenderism oder Multikolorismus, sondern von Gleichheit, und drittens fördere er die Hardliner der Minderheiten: "Gemäß dem Grundsatz, dass wir keine komplizierten Begriffe benutzen sollte, wenn es auch einfache tun, schlage ich 'Freiheit und Vielfalt verbinden' vor. Das heißt nicht, dass Freiheit und Vielfalt gleichrangige Werte der oberen Kategorie sind, wie Frieden und Gerechtigkeit. Zunehmende Vielfalt kann sicherlich Freiheit befördern. Ohne Wahl keine Freiheit. Je mehr Auswahl zwischen verschiedenen Arte zu leben uns vor unserer Großstadt-Tür zur Verfügung stehen, umso größer könnte man sagen sei im Endeffekt unsere Freiheit. In der Praxis kann zunehmende Vielfalt auch eine Gefahr für bestehende Freiheiten sein - sowie für die gesellschaftlichen Praktiken und geteilten Überzeugungen, auf denen diese Freiheiten historisch basieren... Ich schlage daher ein Pentagramm liberaler Tugenden vor: Einbeziehung, Klarheit, Konsequenz, Entschlossenheit und Großzügigkeit."

Ian Johnson rühmt Yang Jishengs Buch "Grabstein" über die große Hungersnot als einen Meilenstein chinesischer Geschichtsaufarbeitung, in seiner Bedeutung vergleichbar nur mit Solschenitzyns "Archipel Gulag": "Im Original 2008 veröffentlicht, ist die chinesische Version von 'Grabstein' inzwischen ein legendäres Buch in China. Man findet kaum einen Intellektuellen in Peking, der es nicht gelesen hat, obwohl es noch immer verboten ist und nur in Hongkong herauskam."

Außerdem: Amy Knight sieht von John B. Dunlop weitere Hinweise dafür erbracht, dass Putins FSB von den Bombenanschlägen auf Moskauer Hochhäuser im Jahr 1999 zumindest vorab informiert war (den die Seite Chechencenter.info ins Netz gestellt hat).

Magazinrundschau vom 23.10.2012 - New York Review of Books

Als Porträt-Galerie der wichtigsten modernen Philosophen empfiehlt der Physiker Freeman Dyson das Buch "Why Does the World Exist" von Jim Holt. Dyson berichtet sehr beeindruckt von den versammelten Materialisten und Idealisten, vor allem aber erinnert er sich an seine eigenen Begegnungen mit Wittgenstein in Cambridge 1946, bei denen seine Bewunderung einen vorübergehenden Dämpfer erfuhr: "Am Ende meiner Zeit in Cambridge brachte ich schließlich den Mut auf, ihn anzusprechen. Ich sagte ihm, wie gern ich seinen 'Tractatus' gelesen hätte, und wollte wissen, ob er noch immer der gleichen Ansicht sei wie vor 28 Jahren. Er schwieg eine Zeit lang und fragt dann: 'Von welcher Zeitung kommen Sie?' Ich erklärte ihm, dass ich Student, kein Journalist sei, aber er beantwortete meine Frage nie. Wittgensteins Reaktion war demütigend, aber seine Reaktion auf Frauen, die versuchten, seine Vorlesungen zu besuchen, war noch schlimmer. Wenn eine Frau im Hörsaal erschien, stand er solange schweigend da, bis sie den Saal verlassen hatte. Ich beschloss, dass er ein Scharlatan war, der sich unerhört benahm, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ich hasste ihn für seine Grobheit."

"Dunkelheit legt sich über die arabische Welt": Das Autoren-Duo Hussein Agha and Robert Malley blickt ernüchtert auf die zunehmend unübersichtliche Lage im Nahen Osten, die bereits zu den unheiligsten Allianzen geführt hat (Irak und Iran auf der Seite Assads, Saudis mit Säkularisten und Salafisten gegen die Muslimbrüder). Ihr Ausblick: "Die Islamisten werden einen Handel vorschlagen: Im Austausch für ökonomische Hilfe und politische Unterstützung werden sie nicht bedrohen, was sie für die elementaren Interessen des Westens halten: regionale Stabilität, Israel, den Kampf gegen den Terror, Energielieferung. Keine Gefahr für die westliche Sicherheit. Kein Handelskrieg. Der Showdown mit dem jüdischen Staat kann warten. Der Fokus wird auf der langsamen, stetigen Gestaltung der islamischen Gesellschaften liegen. Amerika und Europa mögen ihre Bedenken über die innere Umgestaltung äußern, sogar Unmut. Aber sie werden drüber hinwegkommen."

In einem Dossier zu den nicht mehr fernen Präsidentschaftswahlen schätzen suchkundige Autoren wie Elizabeth Drew und Michael Tomasky (hier), Ronald Dworkin (hier), Kwame Anthony Appiah (hier), Steven Weinberg und Jeffrey Sachs (hier) die Lage ein.

Magazinrundschau vom 09.10.2012 - New York Review of Books

In New York soll eine eigens dafür gegründete Polizei- und Spionageorganisation - New York City Police Department's Intelligence Division (Intel) - hausgemachte muslimische Terroristen aufspüren. In dieser Hinsicht sind ihre Erfolge fragwürdig, meint Michael Greenberg. Sehr gut ist Intel aber offenbar im Terrorisieren und Einschüchtern von Occupy-Aktivisten, die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen: "Er sehe im Kriminalgericht immer häufiger friedliche politische Aktivisten auf Beobachtungslisten für Terroristen landen, erklärte mir Gideon Oliver, Präsident der New Yorker Abteilung der Nationalen Anwaltskammer, die zusammen mit der Legal Aid Society, kostenlose Rechtsberatung für verhaftete Aktivisten anbietet. Martin Stolar verteidigte kürzlich einen Occupy-Aktivisten, der wegen unerlaubten Betretens eines Grundstücks vor Gericht stand. In den vorgerichtlichen Untersuchungen brachte ein Intel-Detektiv die Beweise vor und legte damit nahe, so Stolar, dass sein Mandant, ein bekannter Occupy-Aktivist, unter Beobachtung stehe und gezielt verhaftet wurde. 'Zur Gerichtsverhandlung', sagte Stolar, 'haben sie dann einen einfachen Polizisten geschickt, um Intel zu schützen.'"

Außerdem: Fintan O'Toole liest Gordon Bowkers hagiografische Joyce-Biografie. Anne Applebaum amüsiert sich mit einer Reihe von Büchern über erfolgreiche russische Spione. Elisabeth Sifton und Fritz Stern würdigen die Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer und Hans von Dohnanyi.

Magazinrundschau vom 11.09.2012 - New York Review of Books

Deutschlands Euro-Politik, meint George Soros, führt im günstigsten Fall nur zu Depression, politischen Konflikten und sozialen Spannungen, im schlechteren Fall zum Zerfall der Europäischen Union: "Je später dies passiert, umso schlimmer werden letztendlich die Folgen. Dies ist so eine bedrückende Aussicht, dass es an der Zeit Alternativen in Betracht zu ziehen, die noch vor kurzen undenkbar gewesen wären. Meiner Einschätzung nach wäre es das beste, Deutschland dazu zu bringen, sich zu entscheiden: ein wohlmeinenderer Hegemon zu werden, also eine führende Nation, oder den Euro verlassen. Mit anderen Worten: Deutschland muss führen oder gehen."

In die blödeste Biologismus-Falle getappt sieht Zoe Heller Naomi Wolf mit ihrer Vagina-Biografie, in der sie nicht nur die direkte Verbindung von Vagina und Gehirn offenlegt, sondern auch unser Leben in der Savanne bemüht, um die kosmische Bedeutung der Vagina zu erklären - und des vaginalen Orgasmus: "Eine glückliche heterosexuelle Vagina braucht, um das Offensichtliche auszusprechen, einen zeugungskräftigen Mann."

Außerdem: Joyce Carol Oates lobt Zadie Smith' neuen London-Roman "NW" als "düsteres und nuanciertes Portät einer multiethnischen Kultur in den letzten Zügen vor dem kollektiven Nervenzusammenbruch". Und Sue Halpern entnimmt einer Reihe von Neuerscheinungen, dass Kriminelle und Mafiosi längst die Hackerszene gekapert haben.