Gestammel, Gefuchtel und Kunstblut: In "Coupez!" lässt Cannes es spritzen Michel Hazanavicius' Zombiekomödie "Coupez" (die ursprünglich mal "Z (Comme Z)" hieß, was nach dem russischen Angriff auf die Ukraine und dem "Z", das die russische Propaganda als Symbol benutzt, eilig geändert wurde) über einen Regisseur, der einen Zombiefilm dreht, hat gestern Abend die Filmfestspiele von Cannes eröffnet - so überwältigend ist der Film (oder die Frist bis zur Deadline so kurz), dass die Kritiker ihre Berichte vor allem mit Strandbeobachtungen und Festival-Trivia füllen. Hazanavicius hält sein Publikum im übrigen für die erste halbe Stunde ziemlich zum Besten, schreibt David Steinitz in der SZ: Denn zunächst sieht man erstmal "den kompletten versauten Zombiekurzfilm", sodass man "sich fragt, in welchem Schwachsinnsspektakel man denn jetzt gelandet ist", bevor Rückblenden und Rückblenden in Rückblenden den eigentlichen Film erzählen - "ein gewagtesdramaturgischesManöver für einen Eröffnungsfilm. Denn die Zuschauer in Cannes sind gnadenlos." Zwar liefert "Coupez!" dann noch "ein paar absurde und komische Szenen. Ein Riesenknaller ist er allerdings nicht."
Über weite Strecken ist ein "mäßig blutiger, mäßig lustiger Film" zu sehen, seufzt Hanns-Georg Rodek in der Welt, dem die ständigen Verschachtelungen des Films am Ende fast zu viel werden. Immerhin: Ganz am Ende schlummert in dieser Matroschka-Film doch noch "eine vergnügliche Hommage an alles Mögliche, an die Filmgeschichte, an das Film-im-Film-Genre und sogar an das frühe Fernsehen der 1950er." Hilft alles nichts, findet ein ziemlich angeödeter Andreas Kilb in der FAZ: "Die Komödie, die in diesem Triptychon steckt, ist noch deutlich erkennbar, aber sie geht in Gestammel, GefuchtelundKunstblut unter." Im Standard ist Dominik Kamalzadeh gespannt auf MarieKreutzers österreichischen Film "Corsage", einer Neuverfilmung von Sisis Leben. Tim Caspar Boehme von der tazäußert sich nicht zum Eröffnungsfilm, aber zu interessanten Problemen mit dem elektronischen Buchungssystem und dass Cannes Wegwerfflaschen verboten hat.
Außerdem: Radio Free Europemeldet, dass die iranische Filmemacherin MinaKeshavarz verhaftet wurde und im Gefängnis sitzt. Aurelie von Blazekovic schreibt in der SZ zum Tod des Schauspielers RainerBasedow. Besprochen werden LeanderHaußmanns "Stasikomödie" (online nachgereicht von der FAS), Ti Wests Slasherfilm "X" (Presse) und die Arte-Doku "Wir sind keine Puppen" (FAZ).
Heute beginnt das Filmfestival in Cannes. Hollywoods "Streaming-Euphorie" aus der Hochphase der Pandemie ist vorbei, bemerkt David Steinitz in der SZ. "Alle haben gemerkt, dass Filme ohne Festival- und Kinoauswertung, ohne rote Teppiche und Premierenpartys und die Berichterstattung, die das alles nach sich zieht, meistens imStreaming-Sumpfabsaufen." Und da Netflix gerade erstmals schrumpft, dämmert auch den klassischen Streamern, "weshalb sich in der Filmbranche gerade eine wiedererwachte Kinoliebe und eine große Sehnsucht nach dem analogen Glamour von Cannes diagnostizieren lässt". Was sich auch an der beeindruckenden Liste der Stars ablesen lässt, die an die Croisette kommen: Léa Seydoux, Tom Cruise, Julianne Moore, Tom Hanks, Kristen Stewart, Tilda Swinton, Idris Elba, Michelle Williams, Viggo Mortensen, Anne Hathaway, Anthony Hopkins und Louis Garrel.
"Das Weltkino scheint erneut mit geballten Kräften vertreten", freut sich Tim Caspar Boehme in der taz - noch mehr erwartet er aber einen Festivaljahrgang im Zeichen des Krieges: "Die Aufnahmen des litauischen Dokumentarfilmers MantasKvedaravičius, die dieser in Mariupol drehte, bevor er Anfang April in russische Gefangenschaft geriet und getötet wurde, sind von seiner Partnerin Hanna Bilobrova, die ihn während der Dreharbeiten begleitete, außer Landes gebracht worden. Zusammen mit der Cutterin Dounia Sichov hat Bilobrova das Material geschnitten. 'Mariupolis 2' wurde vom Festival nachträglich ins Programm aufgenommen." Weitere Schlaglichter auf den aktuellen Konflikt versprechen Filme von SergeiLoznitsa und Kirill Serebrennikow.
Dass es in diesem Jahr nun auch endlich wieder Partys in Cannes geben darf, nimmtFR-Kritiker Daniel Kothenschulte nach zwei Pandemiejahren erfreut zur Kenntnis - auch wenn ihm beim Gedanken zu feiern, während in der Ukraine Bomben fallen, etwas mulmig wird. "Umso wichtiger wird es sein, die Wirklichkeit nicht auszusperren." Doch alles in allem zeigt sich Cannes mal wieder "als Bastion der Leinwandkunst, und das Programm wirkt wie ein Manifest dazu", schreibt der Kritiker und freut sich insbesondere auf die neuen Filme von KellyReichardt und ClaireDenis.
Besprochen werden JulianRadlmaiers marxistische Vampirkomödie "Blutsauger" (Welt, mehr dazu hier und dort), PeeterRebanes "Firebird" (Tsp, taz, unsere Kritik hier) und die Netflix-Serie "Anatomy of a Scandal" (FR).
Im FilmdienstsprichtJulianRadlmaier über seine marxistische Vampir-Komödie "Blutsauger" (aktuell hier bei Artechock besprochen, sowie hier unser erstes Resümee). Woher rührt dessen Interesse am Theorie- und Formen-Steinbruch des früheren Ostblocks? Radlmaier erzählt von einer nachträglichen Faszinationsgeschichte im Kontrast zu seiner westdeutschen Kindheit in den Achtzigern. "Dennoch war es mehr als ein Exotismus, weil ich auch das dazugehörende Kino entdeckt habe, das mich sehr beeindruckt hat. Inhaltlich hat mich das Versprechen, das es dort in der Sowjetunion einmal gab und das so brutal und schmerzhaft verraten worden ist, durchaus berührt", aber auch "nicht zu vergessen: mit was für einem Erbe lebt man heutzutage?" Aus diesem Grund "tauchen immer die Salon-Bolschewisten in meinen Filmen auf, die den Kommunismus rein ästhetisch betrachten, die die Leiden ausblenden, aber auch den egalitären Anspruch lieber auf Distanz halten. Fast wie die 'blaue Blume' der Romantik, eine schöne Utopie, aber zum Glück möglichst wenig konkret ausformuliert. ... Dieses Paradox interessiert mich."
Weiteres: Patrick Holzapfel verneigt sich im Filmdienst vor dem Schauspieler Rüdiger Vogler, der heute 80 Jahre alt wird. In der FAZgratuliert Dietmar Dath dem Regisseur RobertZemeckis zum 70. Geburtstag.
Besprochen werden PanNalins "Das Licht, aus dem die Träume sind" (Artechock, mehr dazu hier), SamRaimis "Doctor Strange 2" (Artechock, Red Letter Media), die Apple-Serie "Die Schlange von Essex" (FAZ) und Marie Noëlles "Heinrich Vogeler" (SZ).
Eine ausklingende Pandemie und wachsender Konkurrenzdruck: Netflix schrumpft erstmals. Kein Grund zur Häme, findet Barbara Schweizerhof im Freitag: "Das Verhältnis von Streamingdienst und Kino kam in der Debatte nie anders als das einer erbitterten Konkurrenz vor. Genau dieses Schema aber erweist sich als das große Manko der Diskussion auch hierzulande, wo jetzt die Kinos vor der bangen Frage stehen, ob es eine Rückkehr zur vorpandemischenBesucher-Normalität geben wird. Für den Großteil der Filmliebhaber*innen macht der kategorische Gegensatz zwischen Streamen und Kino schon länger keinen Sinn mehr. Es wäre schön, wenn die Branche selbst von dieser Sichtweise profitieren könnte."
Rein formal ist zwar nichts daran auszusetzen, wenn internationale Produktionen wie SebastianMeises "Große Freiheit" (mehr dazu hier) und PabloLarraíns "Spencer" (unsere Kritik) für den DeutschenFilmpreis nominiert sind - in beiden Produktionen steckt deutsches Geld. "Auf den deutschen Film werfen die Nominierungen allerdings ein zweifelhaftes Licht, weil sich die Branche mit falschen Federn schmückt", findet Andreas Busche im Tagesspiegel. "In Cannes beziehungsweise Venedig, wo die Filme ihre Weltpremieren erlebten, wurden weder 'Große Freiheit' noch 'Spencer' als deutsche Filme rezipiert." Dieser "kritische Blick auf 'nationale' Kategorien hat dabei wenig mit chauvinistischem Dünkel zu tun. Er zeigt vielmehr, dass die deutsche Branche zwar gut darin ist, den Filmstandort zu bewerben, aber diese Investitionen wenig nachhaltig auf die einheimische Produktion umgeschlagen werden."
Außerdem: Lukas Foerster (Presse) und Dominik Kamalzadeh (Standard) empfehlen dem Wiener Publikum die erste Ausgabe des "Red Lotus"-Festivals, das asiatischesGenrekino präsentiert. Auf ZeitOnlinewürdigt Nils Markwardt "GZSZ"-Bösewicht WolfgangBahro. Besprochen werden
UlrikeFrankes und MichaelLoekens Dokumentarfilm "We are all Detroit - Vom Bleiben und Verschwinden" (Perlentaucher, Freitag), Peeter Rabanes "Firebird" (Perlentaucher), ElineGehrings und SaraFazilats Spielfilmdebüt "Nico" (SZ) sowie JulianRadlmaiers "Blutsauger" (Zeit, mehr dazu bereits hier).
Eine "geologische Ästhetik": "This Rain Will Never Stop" von Alina Horlowa Bert Rebhandl empfiehlt dem Wiener Publikum im Standard einen Schwerpunkt zum Filmland Ukraine im Filmarchiv Austria. Das ukrainische Kino habe sich 2014 nicht nur sehr ins europäische Kino integriert, sondern auch sich im Innern differenziert "und zwar auch ein bisschen unter der Hand der Filmbehörden, die durchausregierungsfeudal geführt wurden. ... Auch in der Ukraine gibt es Fraktionen, die das Filmschaffen vor allem am Auslands-Oscar messen, während sich aber neue Talente bemerkbar machen konnten, darunter nicht wenige Frauen: NatalijaWoroschbyt (mit ihrem Donbass-Drama 'Bad Roads'), KaterynaHornostaj (die mit 'Stop-Zemlya' einen der besten Jugendfilme aus dieser Periode gemacht hat), IrynaZilyk (auch sie beschäftigt sich in 'The Earth is Blue as an Orange' mit der Situation im Osten des Landes). Dazu wäre mit AlinaHorlowa noch eine weitere Regisseurin zu zählen, die mit 'This Rain Will Never Stop' eine ungewöhnliche, man könnte fast sagen: geologische Ästhetik für den Fall eines jungen Syrers gefunden hat, den eine komplizierte Familiengeschichte zuerst nach Luhansk, dann nach Kiew und später nach Deutschland, schließlich über die Türkei zurück nach Syrien führte."
Besprochen werden Julian Radlmaiers "Blutsauger" (SZ, Freitag, Tsp, mehr dazu bereits hier), Eline Gehrings Rassismus-und-Karate-Film "Nico" (Tsp, ZeitOnline, taz), Michael Loekens und UlrikeFrankes Dokumentarfilm "We are all Detroit" (taz, Welt, SZ), SabineDerflingers Dokumentarfilm über AliceSchwarzer (NZZ, Standard), Pan Nalins "Das Licht, aus dem die Träume sind" (SZ, mehr dazu bereits hier), die Abenteuer-RomCom "The Lost City" mit SandraBullock und ChanningTatum (taz) sowie Sam Raimis "Doctor Strange 2" (critic.de). Außerdem verrät uns die SZ, welche Filme sich diese Woche wirklich lohnen.
Auf der Suche nach einer Formensprache des politischen Kinos: "Blutsauger" von Julian Radlmaier Mit "Blutsauger" greift der Berliner Filmemacher JulianRadlmaier die Vampir-Allegorie in Marx' "Kapital" auf und schließt mit seiner im Jahr 1928 spielenden, sehr artifziellen Komödie an die große Tradition des politischen Filmemachens an, schreiben die Kritiker. Im Verbund mit Radlmaiers vorangegangenen Filmen zeichnet sich hier "ein sehr origineller Neuansatz im Ausgang von klassischen Formeln eines linken, agitatorischenKinos ab, das sich im 20. Jahrhundert noch sehr darum bemüht hatte, selbst revolutionäre Avantgarde zu sein und mit intellektueller Montage die Erkenntnisprozesse des Proletariats gleich vorwegzunehmen", schreibt dazu Bert Rebhandl in der FAZ. "Man würde allerdings fehlgehen, wenn man 'Blutsauger' einfach als einen leicht frivolen Abgesang auf alle Versuche sehen wollte, politisch etwas festzumachen." Daniel Moersener führt in der taz durch die Begriffs- und Allegoriegeschichte des Vampirs. Radlmaiers Film stellt vor diesem Hintergrund "einen sehnsüchtigen Versuch dar. Den, im deutschen Film eine eigenwilligeFormsprache, eine politische Haltung und ein BekenntniszumKino zusammenzudenken, keines der drei Elemente die anderen verstellen zu lassen."
Kein Plot, aber jede Menge Heimsuchung: "Weathering Heights" von Hannah Wiker Wikström Die KurzfilmtageOberhausen sind nach zwei rein digitalen Jahrgängen wieder mit Publikum vor Ort tätig, nicht ohne dabei auch den digitalen Arm des Festivals zu vernachlässigen, berichtet Silvia Hallensleben in der taz, die sich vor allem die Retrospektiven im Programm angesehen hat. Bert Rebhandl zeigt sich in der FAZ angenehm verwirrt von HannahWikerWikströms Experimentalfilm "Weathering Heights", der mit dem Großen Preis der Stadt Oberhausen ausgezeichnet wurde (hier alle Auszeichnungen des Festivals). Wer auf einen Plot hofft, "geht mit Erwartungen an eine Arbeit heran, in deren Enttäuschung ein Gutteil der Magie dieses rätselhaften Meisterwerks liegt. Eine Viertelstunde lang könnte man den Eindruck bekommen, in ein 'haunted house' versetzt worden zu sein. ... Da versucht anscheinend jemand eine Heimsuchung abzuwehren, die aus der Freiheit des filmischen Erzählens selbst zu kommen scheint, ein lastender Druck aus Unbestimmtheit." Einen zweiminütigen Ausschnitt aus Film gibt es auf Vimeo.
Gut findetFR-Kritiker Daniel Kothenschulte die Entscheidung der Kurzfilmtage, russischeFilme nicht wieder auszuladen. So "trafen im Wettbewerb ein russischer und ein ukrainischer Beitrag aufeinander. Ob es ein Zufall ist, es sich bei beiden Beiträgen um dystopischeVisionen handelt, wenn auch wenn die Beklemmung, die sie vermitteln, auf einer metaphorischenEbene spielt? 'The Wind Probably' des Ukrainers YuriYefanov lässt in matten Neonfarben einen Mann auf seine Heimatstadt am Rande einer Apokalypse blicken. Das russische Regieduo AlexandraKarelina und IvanYakushev hält sich dagegen in seiner semiabstrakten Arbeit an Dostojewskis fantastisch-philosophische Erzählung 'Bobok', deren Ich-Erzähler auf einem Friedhof die Toten belauscht."
Außerdem: Der für 2023 angekündigte "Barbie"-Film mit MargotRobbie könnte ein feministischesStatement werden, mutmaßt Johanna Montanari im Freitag. Alexander Lindh blickt in der taz zurück auf 30 Jahre "GZSZ". Besprochen werden DavidTebouls Dokumentarfilm "Freud über Freud" (Jungle World), die auf Disney+ gezeigte Serie "Oussekine" (taz) und die Apple-Serie "Shining Girls" mit ElizabethMoss (Freitag).
Der Zauber analoger Kinotechnik: "Das Licht, aus dem die Träume sind" (Neue Visionen) Geradezu neidisch blicktWelt-Kritiker Hanns-Georg Rodek auf die Protagonisten in PanNalins "Das Licht, aus dem die Träume sind": Indische Dorfbewohner, die erstmals der Magie des Kinos und der bewegten Bilder erliegen. In all dem naiven Staunen über die gute alte Kinotechnik, die Nalin in Szene setzt, erfindet der Filmemacher "das Kino praktisch ein zweites Mal. ... Es ist, im allerursprünglichsten Sinne, die Hingabe an ein Zaubermedium, erzählt mit einer unschuldigen Naivität." Anders als geplant, musste der Farbrausch des Films zwar mit digitalen Mitteln erstellt werden, aber, verrät der Regisseur dem Kritiker, "wir haben alteitalienischeTechnicolor- undalterussischeLomo-Linsen auf unsere modere Arriflex-Kamera gesetzt". Selbst gestandene Kameramänner glaubten nach der Premiere, einen auf Analogmaterial gedrehten Film vor sich zu haben, erzählt Nalin nicht ohne Stolz.
Außerdem: Im Tagesspiegelgratuliert Andreas Busche dem Filmemacher HartmutBitomsky zum 80. Geburtstag. Besprochen wird MikeMeyersNetflix-Serie "The Pentaverate" (Welt).
Sehr schade findet es Ralf Krauthausen in einem Essay für ZeitOnline, dass behinderteMenschen im Film "meist ziemlich bemitleidenswerte und passive Figuren darstellen. ... Ich habe genug von darstellender Kunst, bei der Figuren mit Behinderung in Plots geraten, in denen sie immer wieder nur als passiveCharaktertests für die nichtbehinderten Protagonisten dienen." Vor allem aber vermisst Krauthausen behinderte Menschen an den Schauspiel-Hochschulen, wo sich diesbezüglich wenig tut: "Eine Offensive täte not; schon allein, um mehr Bewerbungen zu erhalten."
Weitere Artikel: Stefan Sonntagbauer schaut sich für den Standard in der Welt des österreichischenHorrorfilms um. Auf FAZ.netgratuliert Heike Hupertz dem Regisseur MattiGeschonneck zum 70. Geburtstag.
Besprochen werden ApichatpongWeearasethakuls "Memoria" mit Tilda Swinton (Tsp, unsere Kritik) und DavidTebouls Dokumentarfilm über Sigmund Freud (taz, ZeitOnline).
Patrick Holzapfel verneigt sich im Filmdienst vor TildaSwinton. In der NZZfasst Andreas Scheiner die Schweizer Diskussionen um ein "LexNetflix" zusammen, nach dem der Streamer dazu verpflichtet wäre, vier Prozent seines Streaming-Umsatzes in der Schweiz in Schweizer Produktionen zu investieren. Im Artechock-Kommentar freut sich Rüdiger Suchsland beim Blick auf den Offenen Brief an OlafScholz, "dass hier endlich einmal Filmemacher in der ersten Reihe stehen". Dass das Blockbusterkino sich derzeit auffallend häufig Paralleluniversen widmet, könnte auch mit der sich abzeichnenden Klimakatastrophe zu tun haben, glaubt Tim Caspar Boehme in der taz. Sedat Aslan führt für Artechock durchs Programm des Münchner DOK.Fests. In einer "Langen Nacht" des Dlf Kulturwidmet sich Martina Müller dem Filmemacher MaxOphüls.
Besprochen werden ApichatpongWeerasethakuls "Memoria" mit TildaSwinton (FAS, Artechock, unsere Kritik hier), RPKahls "Als Susan Sontag im Publikum saß" mit SaralisaVolm (SZ) und JulianRadlmaiers "Blutsauger" (Jungle World).