Die
100 größten Buchhandlungen im deutschsprachigen Raum wachsen langsamer. "Zwar sind sie in 2004 mit einem
Plus von 3,4 Prozent wesentlich kräftiger gewachsen als der Buchhandel insgesamt (+ 0,96 Prozent), jedoch gegenüber dem Vorjahr (+ 5,8 Prozent) deutlich hinter dem selbst vorgelegten Tempo zurückgeblieben", hat der
Buchreport ermittelt. Der Sortimentsbuchhandel sei mittlerweile nur noch mit
circa 50 Prozent am gesamten Buchumsatz beteiligt, davon erreichten die im Ranking der "100 größten" erscheinenden 83 Unternehmen aus Deutschland 46,5 Prozent. Den Umsatzzuwachs haben die "100 größten Buchhändler", so das Branchenmagazin, vornehmlich durch
neue Flächen oder
Übernahmen erreicht. Unangefochten die Nr. 1 der Liste bleibt die
Thalia Holding (Umsatz in 2004: 448,6 Mio. Euro, 131 Filialen, 109.000 qm Verkaufsfläche, 3041 Mitarbeiter).
Mehr.
Abebooks den Ausbau bestehender Kooperationen mit Online-Buchhändler
Amazon und Barsortiment
KNV bzw. dessen Endkundenportal
buchkatalog.de, um dem "Zentralen Verzeichnis der Antiquarischen Bücher" (
ZVAB) weiter Konkurrenz zu machen. Der Markt der Online-Antiquare befinde sich weiterhin in der
Formierungsphase, die Potenziale seien noch lange nicht ausgeschöpft, glaubt
Ulrich Brand, Geschäftsführer von
Abebooks Europe. Fakt ist, dass sich der Online-Anteil am deutschsprachigen Gebrauchtbuch-Markt seit 2001 von 10 auf 20 Prozent verdoppelt hat.
Hier der vollständige Artikel.
Schon vor seinem Erscheinen am 16. Juli ist der
sechste Harry Potter-Band, "HP and the Half-Blood Prince", ein
Bestseller: 100.000 Vorbestellungen meldet beispielsweise der britische
Amazon-Ableger, bei
amazon.de rangieren die neuesten Abenteuer des Zauberlehrlings auf Platz 2. Ob die deutschen Buchhändler sich damit eine goldene Nase verdienen, mag noch dahingestellt sein. Während der
Berlin Verlag, der die englischsprachige und deshalb nicht preisgebundene Ausgabe in Deutschland vertreibt, gerade den ursprünglich angepeilten Verkaufspreis von 25,50 Euro auf 26,30 Euro erhöhte, unterbieten sich die Buchhändler mit Angeboten. Die günstigste Offerte für Vorbestellungen liegt bei 15,75 Euro (
Weltbild).
Die deutschen Verlage reagieren weiterhin skeptisch auf das
Amazon-Projekt
"Search Inside the Book" (siehe auch
Perlentaucher-Archiv), das jetzt "spätestens im April" online gehen soll. Nach
Buchreport-Informationen haben die Amazonen bisher nur von wenigen Verlagen - darunter
Random House,
Campus,
Wiley VCH und
Suhrkamp ("Wir werden das Angebot testen") - die Zusage für eine Zusammenarbeit. Andererseits lehnten die
Holtzbrinck-Verlage eine Beteiligung an der Buchinhaltssuchmaschine unter den jetzigen Konditionen ab. "Nach Einschätzung von Juristen wie der Frankfurter Rechtsanwältin
Constanze Ulmer-Eilfort ist SItB als
zusätzliches Nutzungsrecht einzustufen - weshalb die
Zustimmung von Autoren zur digitalen Verwertung ihrer Texte erforderlich sei", schreibt der
Buchreport.
Personalien:
Barbara Laugwitz, zuletzt Sachbuch-Lektorin bei den
Ullstein Buchverlagen, arbeitet als neue Programmleiterin Sachbuch beim
Rowohlt Taschenbuch Verlag.
Ulrike Schieder, früher
S. Fischer und
Alexander Fest Verlag, zeichnet bei
Rowohlt ab sofort für das Lektorat deutschsprachige Literatur verantwortlich.
Peter Schaper, Leiter der Programmabteilung und Mitglied der Geschäftsleitung des
Bertelsmann Clubs, beendet sein Arbeitsverhältnis zum 30. April im gegenseitigen Einvernehmen.
Markus Kaminski hat einen gleichnamigen Verlag mit dem Programmschwerpunkt
Generation 50 plus gegründet.
Meldungen:
Bill Clinton ist für die Hörfassung seiner
Memoiren "My life" (erscheint in Deutschland beim
HörVerlag) mit einem
Grammy, dem begehrtesten Preis der US-Musikindustrie, ausgezeichnet worden. Heute startet in Stuttgart die
Bildungsmesse Didacta, auf der auch die großen deutschen Schulbuchverlage vertreten sind. Der
Random House Verlag will in den USA
Buchinhalte über Handy verbreiten. Der
österreichische Buchhandel schließt das Geschäftsjahr 2004 mit einem
Minus von 1,4 Prozent ab. Und: die
Bestsellerlisten.