Die Buchmacher - Archiv

Börsenblatt

328 Presseschau-Absätze - Seite 28 von 33

Die Buchmacher vom 30.09.2002 - Börsenblatt

Bereits vor der Frankfurter Buchmesse listet die Arbeitsgemeinschaft Bücher der 6 die Titel auf, die zur Messe in den Literaturbeilagen rezensiert werden. An der Aktion sind Brigitte, FAZ, Spiegel und Zeit beteiligt; diese Blätter teilen acht bis 14 Tage vor Erscheinen ihrer Messe-Literaturbeilagen mit, welche Bücher sie rezensieren. Die Meldungen werden vom Zwischenbuchhändler KNO "gesichtet und nach Häufigkeit der Besprechungen, Sachgruppen und Autoren geordnet". Die Bücher der 6 - Aufbau, C.H. Beck, dtv, DVA, Eichborn, Hanser, und Suhrkamp - wollen damit Buchhändlern die Bestückung ihres Sortiments erleichtern. "Wenn das Angebot auf große Resonanz treffen sollte, ist eine Wiederholung zum Weihnachtsfest möglich." Die Liste kann ab dem 4. Oktober hier abgerufen werden.

Amazon wird weiter wachsen, erklärt Stephan Roppel, Senior General Books, Marketplace und Export, im Interview mit Sybille Fuhrmann. Der Marketplace ist die - recht erfolgreiche - Second-Hand-Börse von Amazon. Zu Befürchtungen von Autoren und Verlegen, dass weniger neue Bücher gekauft werden könnten, sagt Roppel: "Zahlen aus Amerika, wo es den Marketplace schon länger gibt, belegen, dass nicht weniger neuer Bücher gekauft werden, sondern mehr. Die diffusen Befürchtungen werden also in der Realität widerlegt." Für Amazon sei im Gebrauchtwarenmarkt jedenfalls "Musik drin". Keine Antwort gibt es auf die Frage, ob Amazon BOL kaufen will. "Weder verneinen noch bejahren" will Roppel die Frage, ob Amazon.de sich eine Kooperation mit Hugendubel vorstellen könnte (analog zur Kooperation von Amazon.com mit Borders in den USA).

In einem Debattenbeitrag zum Konditionenstreit versucht Matthias Ulmer vom Eugen Ulmer Verlag sich in einer vermittelnden Position. "Die Wahrheit ist doch, dass alle Marktpartner keine ausreichende Handelsspanne haben." Einfache Lösungen seien nicht in Sicht. "Ich warne aber davor, dass wir im Kampf gegeneinander unser Heil suchen. (...) Wir müssen innerhalb der Sparten und zwischen diesen in Abrüstungsverhandlungen treten, um unsere eigentliche Aufgabe als Buchhändler wieder erfüllen zu können."

Auch nach der Übernahme durch Thalia sind einzelne Filialen der österreichischen Buchhandelskette Amadeus bedroht. "Zur Disposition stehen vier kleinere Standorte, so Amadeus-Geschäftsführer Wolfgang Heger auf Anfrage."

Weitere Meldungen: Der Marebuchverlag und Piper starten eine Kooperation: Unter dem Label Marebuch bei Piper sollen ab 2004 zwölf Mare-Titel im Piper Verlag erscheinen. Matthias Kierzek hat die Mehrheit seiner Anteile an der Fuldaer Verlagsagentur (FVA) an eine Investorengruppe um den Unternehmer Ludwig Fresenius abgegeben. Die FVA ist mit 31,4 Prozent an der Eichborn AG beteiligt, auf seine dortigen Aufgaben will Eichborn-Ko-Gründer Kierzek sich künftig konzentrieren.

Die Buchmacher vom 23.09.2002 - Börsenblatt

Mit der neuen Pinakothek der Moderne hat in München auch eine neue Museumsbuchhandlung eröffnet. Der Cedon Museum Shop hält 3.000 Titel bereit und ist wie die Pinakothek in vier Bereiche unterteilt: Bildende Kunst, Design, Grafik und Architektur. Es ist der bisher größte Cedon-Buchshop in München.

Der Online-Buchhändler Booxtra hat seinen Umsatz nach eigenen Angaben im laufenden Geschäftsjahr im Vergleich zu 2001 mehr als verdoppelt. Genaue Zahlen wollte Geschäftsführer Klaus Driever dem Börsenblatt nicht verraten. "Driever betonte, dass sein Unternehmen bereits seit Sommer 2001 schwarze Zahlen schreibe". Das Unternehmen führt zwei Marken: Booxtra "mit einem etwas schnelleren, bunteren und auch günstigeren Angebot", sowie die Ende 2001 übernommene Domain Buecher.de "mit dem gehobeneren Programm".

Der französische Konzern Lagardere Media, zu dem die Verlagsgruppe Hachette gehört, will die Vivendi-Verlage übernehmen. "Lagardere käme durch die Übernahme auf einen Marktanteil von fast 70 Prozent und würde beim Schulbuch eine Monopolstellung einnehmen." Trotzdem zeigte sich Arnault Lagardere, einer der Eigentümer, überzeugt, die Kartell-Hürden überspringen zu können: Anscheinend ist geplant, so das Börsenblatt, die Vivendi-Schulbuchverlage sofort weiterzuverkaufen.

Weitere Meldungen: In seiner Online-Ausgabe meldet das Börsenblatt, dass die FAZ über einen Verkauf der DVA nachdenkt. In Kassel ziehen die Buchhändler nach dem Ende der Documenta XI eine überwiegend positive Bilanz; für den Kölner Kunstbuchhändler Walther König, der in der Nähe des Fridericianums mit einem eigenen Pavillon vertreten war, war es sogar "sensationell". Die Leipziger Buchmesse hat sich einen weiteren Schwerpunkt zugelegt: das Reisen. Sabine Schwietert stellt das am 19. September neu eröffnete Stammhaus der Mayerschen Buchhandlung in Aachen vor: 180.000 Titel, 500.000 Bücher, knapp vier Kilometer Regale, 5.500 Quadratmeter. Christina Schulte bereitet den Buchhandel auf die ab 1. Januar 2006 geltenden neuen Eigenkapitalregeln für Banken vor (Basel II). Und im Teil 4 der Serie zum neuen Preisbindungsgesetz erklärt die Rechtsanwältin Birgit Menche, an wen Bücher zu reduzierten Preisen verkauft werden können.

In der Beilage zur Buchhandelsgeschichte schreiben Edelgard Bühler und Hans-Eugen Bühler über "Die Wehrmacht als Verleger", Alfred Estermann schreibt über "Dokumente einer schwierigen Verlagssuche aus den Jahren 1945-1948" und Marek Rajch über "Polnisches Schrifttum unter preußischer Zensur in der Provinz Posen 1848-1918".

Die Buchmacher vom 23.09.2002 - Börsenblatt

Unter dem neuen Vorstandschef Gunter Thielen fährt Bertelsmann einen vorsichtigeren Kurs, meldet das Börsenblatt. Thielen habe angekündigt, die Rendite solle von derzeit vier bis fünf auf zehn Prozent im Jahr 2005 steigen. "Diese Vorgabe werden jedoch nicht alle Unternehmensbereiche zu erfüllen haben. Von Random House erwarte man eine andere Rendite als vom hochprofitablen Fernsehen, fügte Unternehmenssprecher Oliver Herrgesell hinzu." Wachsen will Bertelsmann künftig "stärker als bisher aus eigener Kraft". Allerdings hält Thielen "Abrundungszukäufe" weiterhin für möglich.

Die Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen schlägt fünf Maßnahmen vor, um die Lesekompetenz der Kinder und Jugendlichen zu erhöhen: "Kein Kindergarten ohne Bilderbücher und Vorlesebücher!", "Jede Schule braucht eine Bibliothek!", "Jede Woche ein Büchertag in der Schule!", "Die Aktion 'Das lesende Klassenzimmer' vergibt jährlich einen Preis junger Leser!" und "Die Benutzung öffentlicher Bibliotheken für Eltern, Kinder und Jugendliche ist überall gebührenfrei!"

Zur Verleihung des diesjährigen Friedenspreises an den nigerianischen Schriftsteller Chinua Achebe hat der Börsenverein ein Faltblatt produziert, das in der Presseabteilung des Verbands bestellt werden kann: "Der Börsenverein möchte Buchhändler, Verleger, Pädagogen und Schüler anregen, sich mit dem wohl bekanntesten deutschen Kulturpreis, dessen Preisträgern, mit der Rolle des Friedens und mit der Verwirklichung des Friedensgedankens in der Welt auseinander zu setzen."

Hugendubel hat seine Filiale am Dresdner Altmarkt trotz der Hochwasserkatastrophe planmäßig eröffnen können. Die Einnahmen des ersten Tages gingen an die Hochwasserhilfe "Lichtblick - Menschen helfen Menschen in Not". Ende November, so berichtet das Börsenblatt weiter, wird Hugendubel die im Juni dieses Jahres begonnene Kurzarbeit beenden. In den ostdeutschen Filialen werde dies vielleicht schon früher möglich sein, da diese "derzeit am besten" laufen, so Heinrich Hugendubel. Außerdem ist Hugendubel in Kempten und im Allgäu auf der Suche nach neuen Standorten.

400.000 Euro sind in den vergangenen vier Wochen in den Spendenkonten für die vom Hochwasser geschädigten Buchhandlungen eingegangen. Allein von den Holtzbrinck-Verlagen kamen 100.000 Euro, "um - so Geschäftsführer Rüdiger Salat - Hilfe für den Wiederaufbau der Läden zu geben". Börsenvereinsvorsteher Dieter Schormann bat die Branche, den Kollegen weiterhin solidarisch Hilfe zu leisten. "Noch immer zählt in unserer Branche der Zusammenhalt, sind Handeln und Hilfsbereitschaft selbstverständlich", lobte er.

Die Frankfurter Buchmesse leidet unter Ausstellerschwund. Buchmessedirektor Volker Neumann registrierte 5,3 Prozent weniger Anmeldungen als im Vorjahr. Doch Neumann meint, es hätte schlimmer kommen können; man habe mehr Absagen befürchtet. "Während die Zahl der ausländischen Teilnehmer mit 4.200 nahezu konstant geblieben ist, werden aus Deutschland lediglich rund 2.084 Verlage erwartet. Das entspricht einem Rückgang von fast 15 Prozent. Zu den deutschen Häusern, die nicht mit einem eigenen Stand in Frankfurt vertreten sind, zählen der Brunnen Verlag, die Evangelische Verlagsanstalt, die Verlage Hännsler und Schauenburg."

Weitere Meldungen: Nachdem der Juli das lang erwartete Plus gebracht hatte, hieß es für die Buchhändler im August: "Umsonst gehofft", die Einnahmen sind erneut gesunken, das Börsenblatt berichtet von einem vierprozentigem Minus. Ein Artikel widmet sich dem Konditionenstreit zwischen Handel und Verlagen. Aus der Buchhändler-Vereinigung wird die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH. Zwischen im Börsenverein organisierten Buchhandelssparten herrscht zwar ein angespanntes Verhältnis, aber kein Krieg.

Und in einem Extra-Teil geht es um Kinder- und Jugendliteratur.

Die Buchmacher vom 16.09.2002 - Börsenblatt

Ein großer Beitrag befasst sich mit den Sorgen der kleineren und mittleren Sortimenter, denen allesamt die Verdrängung durch große Filialen droht. Als positives Beispiel machen jedoch die Buchhändler in Limburg an der Lahn von sich reden: Seit der Branchenriese Thalia am Ort eine Filiale eröffnet hat, ist der Konkurrenzkampf entbrannt. Trotzdem lassen sich die kleinen Händler nicht entmutigen. "Kompetenz und gute Nerven" zahlen sich offenbar aus: Die Buchhandlung Schaefer zum Beispiel verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr im ersten Halbjahr eine Umsatzsteigerung um 15 Prozent. Ihr großes Zugpferd sei eigenen Angaben zufolge nach wie vor die Belletristik. Auch die anderen ansässigen Händler legen einen gesunden Optimismus an den Tag. Auch hier hat sich, so meldet das Börsenblatt, trotz anfänglicher Einbußen die Geschäftslage stabilisiert.

Dass die Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens nicht in jedem Fall gleich das Aus bedeuten muss, verdeutlicht der Börsenblatt-Artikel über den erfahrenen Berliner Insolvenzverwalter Christoph Rosenmüller. "Die seit 1999 geltende Insolvenzordnung hat explizit zum Ziel, den Bestand eines Schuldnerunternehmens zu sichern und dabei möglichst viele Werte und Arbeitsplätze zu erhalten", so heißt es im Börsenblatt. Rosenmüller dazu: "Das Schließen und Abwickeln des Geschäfts ist immer nur eine von mehreren Lösungen." Wenn sich die Möglichkeit einer Sanierung anbiete, sei durchaus darüber nachzudenken und die Entscheidung für eine Schließung nicht überstürzt zu treffen.

Weitere Themen: Die dritte Folge zum Preisbindungsgesetz erläutert den Spielraum der Verlage bezüglich der Sonderpreise. Vorgestellt werden die wichtigsten Neuerscheinungen zum 11. September. Außerdem wird berichtet, dass das Schweizer Verlagshaus Ringier sich um den 40-prozentigen Anteil des Axel Springer Verlages bemüht. Und wir erfahren, dass der Verband deutscher Schriftsteller in diesem Jahr nicht auf der Frankfurter Buchmesse vertreten sein wird.

Die Buchmacher vom 16.09.2002 - Börsenblatt

Nach der kräftigen Umwälzung der Auslieferungslandschaft Anfang des Jahres stehen viele Verlage nun vor der Frage, welchen Dienstleister sie in Anspruch nehmen und sich vor allem leisten wollen. Während sich die beiden großen Auslieferer HHP (Hans Heinrich Petersen in Hamburg) und VVA (Vereinigte Verlagsauslieferung in Gütersloh) einen Konkurrenzkampf liefern, müssen ihre kleinen und mittleren Mitstreiter um ihre Existenz bangen, wie das Börsenblatt berichtet. Schließlich stehen diese vor der Aufgabe, "in einem stagnierenden, durch Überkapazitäten gekennzeichneten Markt ihre Marktanteile zu behaupten oder auszubauen."

Zur Debatte um die Buchhandelskonditionen äußert sich Oliver Voerster. Der Geschäftsführer von Koch, Neff & Oetinger in Stuttgart konstatiert, dass die üble Lage der Verlage insofern sozusagen hausgemacht ist, als dass sie nicht nur von den zunehmenden Honorarforderungen der Autoren verursacht, sondern auch durch das allzu schnelle Aufspringen auf neue Züge und eine nicht finanzierbare, weil "völlig überzogene Titelzahl" befördert wird. Dafür müsse leider der Handel büßen, indem er immer weniger Gewinne einstreicht. Aber: "Verlage müssen erkennen, dass ihre Vormacht durch eine Gleichberechtigung zwischen ihnen und dem Handel ersetzt wird", so Voerster.

Weitere Themen: Das Börsenblatt verabreicht Buchtipps zur Bundestagswahl. N 24 und das ZDF wollen sich in ihrem Programm offenbar wieder verstärkt dem Bücherfreund widmen und beratschlagen über neue Bücher-Sendungsformate

Die Buchmacher vom 09.09.2002 - Börsenblatt

"Bertelsmann zieht eine positive Bilanz für das erste Halbjahr 2002", meldet das Börsenblatt, aber der Umsatz ging zurück. Das Magazin meldet zugleich den Rückzug des Konzern aus dem Internetgeschäft und vor allem die Aufgabe des Medienkaufhauses BOL. Hierzu äußert sich Chefredakteur Hendrik Markgraf: "Die Träume von einem hohen Marktanteil des Online-Buchhandels haben sich nicht erfüllt. Die apersonale Internet-Erlebniswelt entspricht eben nicht den Erwartungen der Kunden ans Einkaufen. Solange dies so bleibt, sind die Chancen des Online-Buchhandels begrenzt." Nun gehöre jedenfalls dem potenziellen Käufer Amazon "die Handelsmacht - der wird sie nutzen, um durch neue Kostenmodelle Profit zu machen."

Auch Vivendi, der französisch-amerikanische Medienkonzern, stößt Teile seiner Verlagssparte ab. Der "Presse-Pool" des Unternehmens soll verkauft werden. Hierzu gehören unter anderen das Nachrichtenmagazin L'Express und die Literaturzeitschrift Lire. Käufer wird die französische Zeitungsgruppe Socpresse sein, die unter anderem die überregionale Zeitung Le Figaro herausbringt.

Der Berliner Verlag Nicolai reduziert sein Programm. Die Buchproduktion soll um rund ein Viertel zurückgefahren werden. Begründet wird dies seitens des Verlages mit dem schleppenden Verkauf insbesondere der teureren Bücher."

VLB-Abonnenten haben in Zukunft das Privileg, die Bestseller-Listen des deutschen Buchhandels als erste einzusehen. Die vom Marktforscher Media Control erstellte Liste kann online schon dienstags abgerufen werden und hat somit einen erheblichen zeitlichen Vorsprung vor der Focus- und der Buchreport-Bestsellerliste.

Die Personalberaterin Ellen Schneider, Betreiberin Jobbörse Bookjob.de, fragt in einem Hintergrundartikel, was der deutsche Buchhandel mit den Vorschlägen der Hartz-Kommission anfangen könnte. Für die Praxistauglichkeit hinsichtlich der Einstellung neuer Mitarbeiter blieben in dem Programm zu viele Frage offen: "Echte Erleichterungen und finanzielle Anreize für Verlage und Sortimente sind aus dem Hartz-Bericht nicht abzulesen. Wie und vor allem Dingen wer die Vorschläge anwendet, das ist derzeit noch völlig offen."

Außerdem wird berichtet, was die am 1. Oktober gesetzlich angeordneten festen Buchpreise für Pflichten für Verleger und Buchhändler mit sich bringen; dass der Berlin Verlag Arno Spitz GmbH seit dem 1. August BWV (Berliner Wissenschafts-Verlag) heißt; sowie was sich an steuerlichen Konsequenzen der Hochwasserschäden ergibt.

Die Buchmacher vom 09.09.2002 - Börsenblatt

Das erst vor 15 Monaten ins Leben gerufene und seitdem skeptisch beäugte Projekt Deutsche Bücherdatenbank der Barsortimente KNO und Libri ist nun endgültig gescheitert, wie das Börsenblatt berichtet. Der Grund: Zu geringe Resonanz. "Die Akzeptanz und Beteiligung der Verlage hat die Erwartungen nicht erfüllt", so Libri-Chef Markus Conrad gegenüber dem Börsenblatt. Die Quellendatenbank war konzipiert worden, um gleichzeitig einen Katalog lieferbarer Titel in Deutschland erstellen zu können. Laut Börsenblatt hatten seit November letzten Jahres rund 700 Verlage Meldung an die Bücherdatenbank erstattet, doch das war offensichtlich nicht genug, wie Conrad dem Börsenblatt eröffnete: "Ohne die Teilnahme der marktführenden Verlage fehlte die Perspektive, um der Buchbranche eine attraktive Ergänzung zum VLB anzubieten." So konnte die Datenbank von den zurzeit mehr als 800 000 lieferbaren Titeln nach Branchengerüchten nur einen geringen Anteil aufführen. Das Börsenblatt vermutet, dass die Datenbank von den großen Verlagsgruppen "durchaus nicht nur als Ergänzung, sondern als Konkurrenz" zum Verzeichnis lieferbarer Bücher wahrgenommen worden war und diese daher ihre Teilnahme am Projekt verweigerten.

Eine ganze Artikelserie widmet das Börsenblatt dem ab 1. Oktober angewandten Buchpreisbindungsgesetz, das an die Stelle des privatrechtlich organisierten Sammelreverssystems tritt. Während die Neuerung den Verbraucher nicht merklich tangiert, sind die Veränderungen für die Buchbranche durchaus von Bedeutung, legt doch eine der zentralen Gesetzesbestimmungen fest, dass in Zukunft verbindliche Ladenpreise fixiert und verkündet werden müssen. Somit wird ein möglicher Preisspielraum enorm verengt. Unter das Gesetz fallen in erster Linie gebundene, kartonierte und Taschenbücher, Erzeugnisse also, die von Verlagen produziert und vom Buchhandel vertrieben werden. Die Novelle gilt ebenfalls für Musiknoten, kartografische Produkte und Wandkarten für Schulen. Auch elektronische Verlagsprodukte wie Nachschlagewerke auf CD-ROMs oder Disketten gehören in den Anwendungsbereich des Gesetzes. Was ändert sich - was bleibt? Eine Gesamtübersicht hier. Die zweite Folge der Börsenblatt-Reihe befasst sich mit den Änderungen für Verleger und Buchhändler.

Hochwasser und kein Ende: Tipps für die Finanzierung der anstehenden Schadensbeseitigung gibt der Mieterbund. Unterdessen laufen die engagierten Hilfeleistungen von Verlagen und Buchhandelsgesellschaften für überschwemmte Buchläden unermüdlich weiter. Dass das unter Umständen nicht ausreicht, zeigt das Beispiel von Buchhändler Stefan Hirsch in Passau. Da die Banken hartnäckig Kredite für den Wiederaufbau seines Ladens verwehren, muss der 62-Jährige Sortimenter nun schweren Herzens andere Finanzquellen anzapfen: "In einem halben Jahr bekomme ich meine Lebensversicherung ausbezahlt, die werde ich wahrscheinlich zu einem Großteil für die Fortführung des Geschäfts verwenden müssen", sagte Hirsch missmutig gegenüber dem Börsenblatt.

Weitere Meldungen: Nachdem die österreichischen Amadeus-Filialen der Thalia Holding zugesprochen wurden, sieht sich nun auch die schuldenbeladene Medien- und Handelskette Libro (rund 220 Filialen mit 1750 Beschäftigten) nach einem neuen Eigentümer um. Während bei Einzelhändlern eher praktische Überlegungen überwiegen, stößt die Tatsache, dass ausgerechnet Thalia, ein deutscher Filialist, den Zuschlag für die Übernahme der Amadeus-Läden erhielt, im deutschen Buchhandel nicht nur auf Zustimmung. So wundert sich Michael Kernstock, Obmann des Wiener Gremiums der Buch- und Medienwirtschaft, dass kein österreichischer Bieter den Kaufpreis von 9,3 Millionen Euro aufbringen wollte.

Aus allen Ecken Besorgnis erregende Nachrichten: Die Bertelsmann AG streicht im Rahmen des forcierten Umbaus des Konzerns 76 Stellen. Der Eichborn-Verlag verzeichnet erhebliche Verluste: Allein im Verlagsgeschäft entstand im ersten Halbjahr 2002 ein Minus von 23,9 Prozent. Die allgemeine Konsum- und Buchhandelsflaute, aber auch die hohe Ausgangsbasis des Vorjahrs kämen als Grund für den Einbruch in Frage, wie eine Verlagssprecherin dem Börsenblatt mitteilte. Und: Aus für die Morus-Buchhandlung in Berlin: Das für sein Angebot an theologischen Fachtiteln bekannte Geschäft muss wegen rückläufiger Umsätze in den Randsegmenten seine Türen schließen.

Die Buchmacher vom 02.09.2002 - Börsenblatt

Der Axel-Springer-Verlag, im vergangenen Jahr noch in den roten Zahlen, kann zunächst aufatmen, wie das Börsenblatt berichtet. Während der Medienkonzern damals noch mit 198 Millionen Euro in den Miesen steckte, wurde bereits im ersten Halbjahr diesen Jahres ein Überschuss von 72 Millionen Euro erwirtschaftet. Grund für die zunächst positive Entwicklung: Die Umsatzrendite konnte um 4,3 Prozent gesteigert werden. Die Buchumsätze dagegen bereiten dem Verlag noch gravierende Probleme. Sie seien zwar "entgegen dem Markttrend stabil" geblieben, doch von einer positiven Bilanz ist die Buchsparte noch weit entfernt. Ob mit der leichten Erholungsphase die Verlagsgruppe Ullstein Heyne List über den Berg ist, bleibe jedenfalls noch abzuwarten, so das Börsenblatt. Trotz erfolgter Restrukturierungsmaßnahmen innerhalb der Buchsparte, die zu einer erheblichen Besserung der Finanzlage führte, schließe Vorstandschef Mathias Döpfner den Verkauf der Buchsparte nach wie vor nicht aus.

Auf Erfolgskurs befindet sich hingegen die Thalia Holding. Die Tochter des Hagener Douglas-Konzerns erhielt den Zuschlag für die Amadeus-Filialen in Österreich und hat damit beste Chancen, Marktführer unter den Buchhändlern im deutschsprachigen Raum zu werden, wie das Börsenblatt verkündet.

Das Einladungsprogramm der Frankfurter Buchmesse für ausländische Verlage, die sich einen Stand nicht leisten können, hat schon Tradition: Auf mittlerweile 30 Jahre kann die vom Auswärtigen Amt und in diesem Jahr erstmalig auch vom niederländischen Prinz-Claus-Fund geförderte Aktion zurückblicken. Das Börsenblatt interviewt dazu Peter Ripken, Consultant der Buchmesse, und hakt nach, welchen Nutzen die Förderung sowohl für die betroffenen Verlage als auch für die Buchmesse selbst birgt. Die eingeladenen Verlage könnten hier "gute Kontakte" knüpfen, erklärt Ripken. Und die Buchmesse selbst profitiere von der "Chance zu erfahren, wie und in welche Richtung sich andere Buchmärkte entwickeln". Außerdem trage das Einladungsprogramm dazu bei, dass "der Anspruch der Messe, Plattform für Büchermenschen aus der ganzen Welt zu sein, ein bisschen wahrer wird". Auch der neue Schwerpunkt "Bridges für a world divided" soll Fragen erörtern, die "nicht nur uns Abendländer interessieren", so Ripken. (Nähere Informationen zum Förderprogramm und Kontaktadressen finden sich hier.)

Einige Haken weist der Gesetzentwurf zum Urheberrecht noch auf, der eigentlich die Bedürfnisse der Informationsgesellschaft stärker berücksichtigen sollte. Das monieren der Börsenverein und der VdS Bildungsmedien. So laufen die Regelungen für den Versand digitaler Medien durch Bibliotheken der EU-Richtlinie zuwider, glauben beide Verbände. Außerdem könnten Wissenschafts- und Zeitschriftenverlage Nachteile davontragen, weil die Regelung "ein echtes Investitions- und Innovationshemmnis" darstelle. Die Forderung der Kritiker besteht daher darin, "dass das Herstellenlassen von digitalen Kopien durch Dritte nicht zugelassen werden ", sowie ein juristischer Rahmen die Unterscheidung zwischen analogen und digitalen Kopien gewährleisten soll. Auch die Festlegung der kostenfreien Verwertung von Werken für Medien und Forschung wird kritisiert. Die Verbände befürchten, dass damit eine Beeinträchtigung der Schulbuch-, Fach- und Wissenschaftsverlage bis hin zur "Existenzgefährdung" einhergeht.

Mit den Folgen der Flutkatastrophe beschäftigen sich gleich mehrere Artikel im Börsenblatt. Obwohl das Thema sich langsam schon wieder aus den Medien schleicht, zeigt sich die Buchhändler-Abrechnungs-Gesellschaft (BAG) immer noch sehr engagiert. Mit individueller Hilfe in Form von Geldspenden, Rabatten und Patenschaften greift sie den geschädigten Buchhändlern tatkräftig unter die Arme. Auch Verlage lassen die Händler in Not nicht hängen. Einige liefern portofreien Ersatz für Exemplare, die den Wassermassen zum Opfer fielen, oder gewähren äußerst hohe Rabatte. Einen Überblick über die wichtigsten Regelungen zum arbeitsmarktpolitischen Sonderprogramm, das die Bundesregierung für die arbeitslos gewordenen Flutopfer in die Gänge gebracht hat, liefert das Börsenblatt ebenfalls.

Weitere Meldungen: Die Eichborn AG meldet einen Umsatzrückgang von 18,5 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2001. Gar nicht gut sieht es für die Universitätsbuchhandlung UniBuch Heidelberg aus: Die Geschäftsführer mussten zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres Insolvenz beantragen: "Verhandlungen mit potenziellen Käufern sind bereits angelaufen", teilte die Kanzlei des Insolvenzverwalters dem Börsenblatt mit. Die beiden Barsortimente KNO / KV und Libri haben beschlossen, den Betrieb und die Weiterentwicklung der Deutschen Bücherdatenbank einzustellen: Es haben sich einfach nicht genug Verlage beteiligt.

Die Buchmacher vom 02.09.2002 - Börsenblatt

Hochwasser und kein Ende: In Sachsen sind etwa 40 Buchhandlungen überflutet worden (hier die aktuelle Liste, mit Spendenkonten), in Sachsen-Anhalt sind mittlerweile schon 15 Sortimenter in Mitleidenschaft gezogen worden (hier der Überblick). Die Hilfsbereitschaft innerhalb der Branche ist groß, berichtet das Börsenblatt. Verlage, Zwischenbuchhändler und Verbände helfen den Geschädigten mit Spenden, Zahlungsstundungen oder Umtauschaktionen von wassergeschädigten Büchern. So ersetzt etwa der Richard Boorberg Verlag alle an ihn zurückgesandten Bücher, CD-ROMS und Zeitschriften kostenlos und portofrei. (Mehr zur Hochwasserhilfe auch von Banken, Regierung und EU beim Börsenverein).Unbürokratisch hilft auch der Verband der Schulbuchverlage und Bildungsmedienhersteller VdS. Schulen können beschädigtes Material für den halben Preis neu bestellen. Und der Reclam Verlag in Leipzig hat sich zu Gunsten der Schule im überfluteten Grimma in die Leipziger Fußgängerzone gestellt und antiquarische Bücher verkauft.

In Grimma hat Niels Kahlenfendt die Buchhändlerin Marlies Ude besucht, die hilflos mitansehen musste, wie ihr "Bücherwurm" und damit ihre Existenz unter einer meterhohen Flutwelle begraben wurde. Am nächsten Tag zeigt sich das ganze Ausmaß der Katastrophe. Geborstene Schaufenster, "ein einziger Schlammhaufen in der Mitte der Buchhandlung, die schwere Kassentheke herumgewirbelt wie Kinderspielzeug". Auch im Kleinen ist die Solidarität groß: Stammkunden helfen beim Ausräumen, auch die Verlagsleiterin steht plötzlich vor der Tür. Der "Bücherwurm" soll wieder eröffnet werden. Irgendwann.

Das Großreinemachen bei Bertelsmann dauert an. Um die Unternehmensstruktur weiter zu straffen und dezentralisieren, werden die Führungsgremien Bertelsmann Capital, das Corporate Executive Council und das von Middelhoff eingerichtete Office of the Chairman aufgelöst. "Wir müssen die Arbeit vermehrt direkt in den Bereichen und Firmen erledigen", lautet das neue Credo des Vorstandsvorsitzenden Gunter Thielen.

Zum 40. Jubiläum setzt Knaur Taschenbuch auf Klasse statt Masse. Für sechs bestimmte Monate gibt es 2003 jeweils ein spezielles Jubiläumsthema, bei dem jeweils drei Bestseller beworben werden. Und zwar mit dem Leser von nebenan. Wenn also bespielsweise Filialleiter Manfred seinen Lieblingsautor verrät, erwartet Marketingchef Klaus Kluge "Begeisterung" bei Lesern - und Buchhändlern. Die bekommen für jedes georderte Jubiläumspaket nämlich eine exotische Kaffetasse plus ein Päckchen Bohnen.

Weitere Meldungen: Die Amadeus-Kette geht für 9,3 Millionen Euro wie erwartet an Thalia. Der Lübecker Filialist Weiland expandiert nach Hannover und wird im Frühjahr 2003 seine bisher größte Buchhandlung eröffnen. Optimismus auch bei VNU: Der niederländische Verlagskonzern mit Sitz in Amsterdam konnte sein Ergebnis im ersten Halbjahr um fünf Prozent auf 201 Millionen Euro steigern. Und gleich drei Unternehmen aus der Buchbranche sind in der Top 25 des deutschen Versandhandels vertreten. Außerdem verlässt Martin Bauer, Herausgeber der "Neuen Rundschau", den S. Fischer Verlag bis Ende August, und der VdS legt einen PISA-Forderungskatalog vor.

Die Buchmacher vom 26.08.2002 - Börsenblatt

Bei der Hochwasserkatastrophe sind in Sachsen nach einer ersten Bestandsaufnahme rund 40 Buchhandlungen Opfer der Flut geworden, meldet das Börsenblatt. Die Zahl ist allerdings nur vorläufig (hier eine aktualisierte Liste). In Niedersachsen stehen drei Buchhandlungen unter Wasser. Die Solidarität in der Branche sei beachtlich: "Die Liste der Verlage, die die betroffenen Buchhandlungen unterstützen, ist seit der vergangenen Woche länger geworden, und die Hilfsangebote gehen längst über verlängerte Zahlungsziele und Freiexemplare hinaus". (Mehr zur Hochwasserhilfe beim Börsenverein.)

Nils Kahlefendt ist für das Börsenblatt nach Dresden gefahren. Im Haus des Buches traf er Buch-und-Kunst-Einkaufsleiter Tom Kirsch, der seit einer Woche mit seinem Schlafsack in der Buchhandlung kampiere (warum er dies tut, steht im buchreport: "wegen der Plünderer", so Kirsch). Die Filialen in Freital, Pirna und Meißen, in denen mehr als zwölf Mitarbeiter beschäftigt waren, seien komplett zerstört, berichtet Kirsch, der Sachschaden betrage mehr als eine Million Euro. Fast fataler seien die Folgeschäden. "Allein im Haus des Buches verlieren wir mit jedem Tag Einnahmen in fünfstelliger Höhe", sagt Kirsch. Grund: Es gibt keinen Strom. Der ausbleibende Umsatz ist auch für kleinere Buchhandlungen ein Problem. Nur stundenweise könne die Buchhandlung Ungelenk in der Kreuzstraße öffnen, am Vortag seien 100 Euro in die Kasse gekommen.

Zum Thema Hochwasser gibt es außerdem ein Interview mit Georg Hoffmann von der Versicherungsagentur Wulff & Partner sowie eine Umfrage unter elbabwärts wohnenden Buchhändlern: Die Befragten hatten zumeist "Glück im Unglück", müssen allerdings starke Umsatzeinbrüche hinnehmen: "Zum Shoppen hat hier keiner Lust", sagt etwa Andrea Stein von der Buchhandlung Doris Rusch in Lauenburg. "Wir verkaufen zurzeit nicht viel mehr als Tageszeitungen." - In seiner Online-Ausgabe meldet das Börsenblatt, dass sich Spezialisten des Leipziger Zentrums für Bestandserhaltung um die Rettung der durch das Hochwasser geschädigten Bücher und Dokumente bemühen.

Wenn es um Geld geht, verstehen Joanne K. Rowling und Warner Bros. keinen Spaß. Im Streit um die Nutzung von Textpassagen und Romanfiguren aus "Harry Potter"-Büchern haben beide beim Kammergericht Berlin Berufung gegen ein Landgerichtsurteil vom 4. Juli eingelegt. Damals war eine Einstweilige Verfügung aufgehoben worden, die dem Verlag an der Ruhr verboten hatte, Unterrichtsmaterialien zum Thema "Harry Potter" zu vertreiben. Rowlings und Warners Anwalt argumentiert, die Bücher würden die Geschichten nutzen, ohne eine Interpretation oder Analyse vorzunehmen. Dies sei keine freie Benutzung im Sinne von Paragraf 24 des Urheberrechtsgesetzes. Unter dem Deckmantel eines Schulbuchs habe der Verlag "geistigen Diebstahl" begangen. "In der Begründung der einstweiligen Verfügung galt noch die Umwandlung der Romanvorlage in ein Schulbuch als Stein des Anstoßes", schreibt das Börsenblatt. Ruhr-Verleger Wilfried Stascheit vermutet als Motiv der Klage "hanebüchene Geldgier".

Weitere Meldungen: Neuer Pressechef der Frankfurter Buchmesse wird Holger Ehling. Baumhaus-Titel sollen bald wieder lieferbar sein. Das VlB unterstützt die Preisbindung. In Berlin steht nach der Kiepert-Filiale in der Friedrichstraße nun auch das Geschäft hinter der Humboldt-Uni zum Verkauf (das ist sehr bedauerlich). Und in Frankreich "verdichten sich die Gerüchte, wonach bei dem angeschlagenen Medienkonzern Vivendi Universal der Verkauf der gesamten Verlagssparte bevorstehen könnte", so das Börsenblatt. Allerdings habe Konzernchef Jean-Rene Fourtou in einem offenen Brief an Aktionäre und Mitarbeiter um Vertrauen in das Unternehmen geworben. Eine Voraussetzung für die Sanierung sei der "unverzügliche Verkauf des US-Schulbuchverlags Houghton Mifflin".

Außerdem schreibt Ulla Behrendt-Roden vom Ravensburger Verlag am Beispiel der "Fünf Freunde"-Bücher über die CD-ROM-Verwertung von Jugendbüchern. Und schließlich macht das Börsenblatt auf ein 32-stündiges "Epos" aufmerksam, das am 10. September als 32-bändiges Hörbuch auf den Markt kommt: "One Million Years" heißt die Produktion von On Kawara, die auf der Documenta live inszeniert wird. Das Werk besteht "aus dem Wechselspiel zwischen einem Sprecher, der die geraden, und einer Sprecherin, die die ungeraden Jahreszahlen aus Vergangenheit und Zukunft lesen." Nach Angaben der Pressesprecherin des HörVerlages interessieren sich bisher vornehmlich Sammler und Galeristen für die 250 nummerierten Exemplare. Der Subskriptionspreis liegt bei 784 Euro.