Natalie Mayroth
porträtiert für die
taz den Karikaturisten
Manjul, der wegen seiner Zeichnungen kaum noch für Zeitungen arbeiten kann und sich darum per Patreon über seine Leser finanziert. Wegen dieses Tweets
hat die Regierung Modi im Juni
Strafanzeige gegen ihn gestellt: "In vier Bildern ist zu sehen, wie sich der Regierungschef vor der zweiten Coronawelle versteckt und erst nach deren Abklingen wieder auftaucht.Twitter Indien erklärte, dass es keine Maßnahmen gegen Manjuls Account ergriffen habe: Das Unternehmen sei überzeugt, 'die Stimme unserer Nutzer zu verteidigen und zu respektieren'."
Pressefreiheit, Internet und die so unbeliebten sozialen Medien - das hängt irgendwie zusammen. Gestern erhielt die nigerianische Journalistin
Tobore Ovuorie einen Preis der
Deutschen Welle für ihre Verdienste um die Pressefreiheit. Bei ihrer Rede kritisierte die Preisträgerin
laut DW "auch die unlängst
verhängte Twitter-Sperre in Nigeria. 'Ich nutze diese Gelegenheit, um die verschiedenen Regierungen der Welt aufzufordern, auf die nigerianische Regierung einzuwirken, das Twitter-Verbot zu beenden. Demokratie sollte vom Volk und für das Volk sein - und nichts weniger', sagte sie." Ovuorie erläutert im Gespräch auch die
wirtschaftliche Bedeutung, die Twitter in Nigeria hat: "Es sind nicht nur Journalisten, die die Auswirkungen dieses Verbots spüren werden. Ich weiß von jungen Nigerianern, die lange keinen Job finden konnten. Also haben sie kleine Unternehmen gegründet. Ich war sogar schon Kunde bei einigen dieser jungen Menschen. Ich gehe auf Twitter und
sehe dort ihre Produkte und Angebot. Wenn mir etwas gefällt, gehe ich einfach auf die Webseite, bestelle etwas und bekomme es geliefert."