Nur sehr sehr schleppend kommt die Bundesregierung mit der "
eVerkündung" von Gesetzen voran, also der maßgeblichen digitalen Veröffentlichung von Gesetzen, die für jeden Bürger offenstehen und durchsuchbar sind.
golem.de meldet mit
dpa, dass die Digitalisierung des Gesetzgebungsverfahrens nun auf die nächste Legislaturperiode verschoben wird. Linken-Abgeordneten
Anke Domscheit-Berg kritisiert das: Die Bundesregierung könne Verwaltungsdigitalisierung einfach nicht: "Erst auf ihre Nachfrage habe die Regierung bekanntgegeben, dass sich die Umsetzung weiter verspäte. Den Bürgern und Bürgerinnen einen kostenfreien und funktionalen digitalen Zugang zu neuen Gesetzen und Verordnungen bereitzustellen, 'hat
offenbar keinerlei Priorität, denn schon in der
letzten Wahlperiode wurde das Projekt auf die aktuelle Wahlperiode verschoben'. Nun werde erneut die Verantwortung einer neuen Regierung überlassen."
Mit dem Argument der "
Hassrede" lässt sich noch jede Zensurmaßnahme gegenüber sozialen Medien rechtfertigen.
Google und Facebook klagen jetzt gegen Erweiterungen des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (NetzDG),
berichtet Jana Ballweber bei
Netzpolitik. Im Kampf gegen Hate Speech sollen die Plattformen jede Menge Daten von Nutzern an das Bundeskriminalamt (BKA) weiterleiten: "Beim BKA entsteht so eine große, zentrale Datensammlung. Zwar soll das BKA die Daten gar nicht selbst bearbeiten, sondern als Zentralstelle nur feststellen, welche Strafverfolgungsbehörden in welchem Bundesland zuständig sind und die Daten dorthin weiterleiten. Ist man beim BKA allerdings der Ansicht, dass es einen
Grund für eine Weiterverarbeitung auch zu anderen Zwecken, beispielsweise zur 'Gefahrenabwehr' gibt, müssen die Daten nicht sofort nach Weiterleitung in die Bundesländer gelöscht werden."