9punkt - Die Debattenrundschau - Archiv

Gesellschaft

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9punkt - Die Debattenrundschau vom 12.06.2023 - Gesellschaft

Rechtspopulismus ist normal, da er in ganz Europa blüht, schreibt Welt-Autor Thomas Schmid zu den Umfrage-Erfolgen der AfD, die man also nicht isoliert betrachten soll. Im Grunde sei die AfD nichts weiter als eine Nostalgiepartei: "Sie verteidigt und beschwört die alte, die ganz alte Bundesrepublik. Die Republik der Kohle, der Ölheizungen und der nicht quotierten Institutionen. Die Mehrheit der AfD-Wähler will nicht die starke, die selbstbewusste Nation. Sondern die kleine, nach innen gewandte Nation, die sich aus den Streitereien der Weltpolitik heraushält. Die Ihre Grenzen schützt, als wäre das Land ein Gutshof. Die den allgemeinen Wohlstand, der heute nicht mehr ganz sicher ist, am liebsten im Grundgesetz festschreiben würde."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 10.06.2023 - Gesellschaft

In der Welt kann Boris Pofalla einen neuen Anlauf zur Bebauung des Tempelhofer Felds nur begüßen. Der jetzige Zustand tue weder dem Berliner Klima gut noch der Stadtgesellschaft: "Eine Ameisenstraße der Wegbierträger zieht sich an jedem warmen Tag von den Spätis im Schillerkiez zum Haupteingang an der Oderstraße. Eine informelle Ökonomie transportiert im Gegenzug die Pfandflaschen in Einkaufswagen ab. Große Mülltonnen st ehen auf der Rollbahn und sind immer überfüllt. Es gibt Toilettenhäuschen, die man, je nach Windrichtung, schon von Weitem riechen kann. Eine Mischung aus Campingplatz, Jugendfreizeit und Dorffest, die nur vom Anblick der endlosen Landebahn und der Silhouette der Stadt gerettet wird. Ist das wirklich alles, was der Architekturmetropole Berlin zu diesem Areal einfällt? Oder hat es vielleicht auch etwas mit einer traditionellen deutschen Skepsis gegenüber der Metropole zu tun, dass man sich immer nach dem Bequemen, Ambitionslosen und Improvisiert ensehnt, nach Schrebergarten, Bierbank und Einweggrills? Die Gegner einer Bebauung des Feldes sind nicht so fortschrittlich, wie sie tun. Sie stehen in der Tradition jener, die in Berlin Babylon erkannten und im Häusermeer das Grauen."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 08.06.2023 - Gesellschaft

Die Diversitätsindustrie setzt allein in den USA jährlich Milliardenbeträge um, nur verbucht sie kaum nennenswerte Erfolge, notiert Jörg Wimalasena in der Welt: "Dennoch halten die Konzerne meist an den Maßnahmen fest. Kein Wunder, denn sie dienen als PR-Instrument, um sich woken Investoren, Medien und Konsumenten als progressiv zu präsentieren. Echte Veränderungen in der Unternehmenskultur will man in vielen Fällen eher nicht. Während die größten Unternehmen in den USA ganz überwiegend Diversity-Programme unterhalten, legen laut einer Erhebung des Informationsportals Just Capital zum Beispiel nur 43 Prozent der 100 größten US-Firmen ihre Gehaltsstruktur bezogen auf die Ethnie ihrer Mitarbeiter offen. Ein paar Diversity-Trainings sind offenbar billiger als eine kräftige Lohnspritze oder eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Beschäftigte aus benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Der Versandriese Amazon, der ebenfalls mit Diversitätsprogrammen wirbt, kämpft zum Beispiel erbittert gegen Gewerkschaftsbewegungen vor allem schwarzer Mitarbeiter in Versandzentren, die sich organisieren und für bessere Arbeitsbedingungen eintreten. Auch das US-Arbeitsrecht spiegelt die Schieflage zwischen identitätspolitischen Tugend-Demonstrationen und Arbeitsbedingungen wieder. In vielen Bundesstaaten gibt es keinen Kündigungsschutz, wer allerdings Diskriminierung nachweist, kann seine Entlassung anfechten."

Auf ZeitOnline beantwortet Johannes Schneider die Frage nach dem Umfrageerfolg der AfD unter anderem mit einen Artikel des Sozialpsychologen Jonathan Haidt, der bereits im Mai 2022 unter dem Titel "Why the past 10 years of American Life have been so uniquely stupid" in The Atlantic erschien und die sozialen Medien für die Krise der Demokratien verantwortlich macht: "Laut Haidt sind die entscheidenden Bindungskräfte von erfolgreichen Demokratien allgemein vertrauenswürdige Netzwerke, starke Institutionen und geteilte Erzählungen. Alle drei seien durch den Siegeszug sozialer Medien geschwächt worden. Die Folge: 'Wir sind desorientiert, unfähig, die gleiche Sprache zu sprechen oder die gleiche Wahrheit zu erkennen." Während frühere Zeiten mit seriösen Medien wie dem Völkischen Beobachter oder der Prawda operierten

Viel hält der Literaturwissenschaftler Robert Harrison, der 2014 das Buch "Ewige Jugend" veröffentlichte, nicht von der jungen Generation, wie er im Welt-Gespräch mit Hannes Stein deutlich macht: "Ich bin kein großer Fan der jungen Generation, denn sie wähnt sich auf der Seite der Engel. Aber die menschliche Natur trägt immer sowohl das Engelhafte als auch das Diabolische in sich. Es ist schön, zu sagen, dass man sich um den Klimawandel Sorgen macht, aber wie viel konsumierst du täglich? Wie viel CO2 bläst du in die Luft? Der junge Durchschnittsamerikaner fährt viele Meilen mit seinem Auto, nimmt Flugzeuge, duscht heiß, schaltet seine Klimaanlage ein - und wenn man all das zusammenrechnet, kann die Erde nur eine, höchstens zwei Milliarden Menschen verkraften, die so viel konsumieren. Bist du gewillt, junger Amerikaner, auf deine heißen Duschen zu verzichten und die Klimaanlage abzuschalten?"

9punkt - Die Debattenrundschau vom 07.06.2023 - Gesellschaft

Unter dem Titel "Los Wochos in Lostdeutschland" hatte Cornelius Pollmer Dirk Oschmanns "Der Osten eine westdeutsche Erfindung" in der SZ bitterböse besprochen. Nun ist das Buch - vor allem im Osten - ein Bestseller und Pollmer, der seinen damaligen Verriss ein wenig bedauert, trifft sich mit Oschmann zum Gespräch, der den scharfen Fragen des Interviewers allerdings meist ausweicht. "In Ihrem Buch wird man als Ostdeutscher die ganze Zeit offensiv gestreichelt, Botschaft: An dir liegt's nicht, dir ist übel mitgespielt worden, und ich, Dirk Oschmann, sehe das. … Ist das okay?", fragt Pollmer, worauf der Leipziger Germanist antwortet: "Ich wollte eben nicht das hunderttausendste Buch schreiben, in dem der Osten mit einbezogen wird in den Diskurs." Dazu befragt, warum er den "teilweise braunen Boden im Osten" ignoriert, antwortet Oschmann: "Nach meiner Wahrnehmung ist das so oft und immer wieder herausgestellt worden, dass die Problembeschreibung selbst schon zu einem Problem geworden ist und dass sie auch zu einer gewissen Bockigkeit in der Bevölkerung geführt hat. Es ist ja wohl nicht anzunehmen, dass alle, die AfD wählen, stramm rechts sind und auch NPD wählen würden. Da gibt es Anteile von Frustration und Protest, und da wäre es Aufgabe der politischen Arbeit, die zurückzuholen."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 06.06.2023 - Gesellschaft

Der 1984 in Halle/Saale geborene, heute in Leipzig lebende Schriftsteller Matthias Jügler ist bass erstaunt über das aufgehübschte DDR-Bild, das die nur ein Jahr jüngere Katja Hoyer in ihrem Buch "Diesseits der Mauer - Eine neue Geschichte der DDR" zeichnet. Über ihren Erfolg (und den von Dirk Oschmann) wundern kann er sich jedoch nicht: Ostdeutsche werden nach wie vor stark diskriminiert, meint er, und die Wessis hören einfach nie zu: "Von den dreizehn kommenden Lesungen Oschmanns, die aktuell auf der Homepage seines Verlags zu finden sind, findet eine einzige in Westdeutschland statt. Der Großteil der Westdeutschen, die ich in den letzten Tagen auf diese so intensiv geführte Debatte angesprochen habe, wusste gar nichts davon. Eine Debatte, die nur einseitig geführt wird, ist nicht viel wert. Dabei müssten selbst diejenigen, die sich nicht für Ostbiografien interessieren, sich eingestehen, dass die Wahlergebnisse im Osten auch Auswirkungen auf sie selbst haben". Man muss deshalb ja nicht unbedingt Hoyer oder Oschmann lesen, Jügler empfiehlt Daniel Schulz' "Wir waren wie Brüder" und Anne Rabes "Die Möglichkeit von Glück".

9punkt - Die Debattenrundschau vom 03.06.2023 - Gesellschaft

Die viel diskutierten Bücher von Dirk Oschmann ("Der Osten: eine westdeutsche Erfindung") und Katja Hoyer ("Diesseits der Mauer") beschönigen die DDR, aber besonders das Buch von Katja Hoyer weist auf eine Lücke hin, die zu thematisieren wäre, findet taz-Redakteur Gunnar Hinck, nämlich die Lücke zwischen privater Erinnerung und großem historischem Kontext. Sie werde nicht thematisiert, weil "das offizielle DDR-Erinnerungs-Business einerseits von westdeutschen, politisch eher konservativ geprägten Historikern und andererseits von Bürgerrechtsbewegungsveteranen, die sich aus verständlichen Gründen ihre Deutung der DDR nicht nehmen lassen wollen, nahezu monopolisiert wird. Eine eher zweifelhafte Rolle nimmt dabei die 'Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur' ein, deren geförderte Forschungsvorhaben immer kleinteiliger werden. Überraschende, frische Sichtweisen auf die DDR sind in diesem hermetisch abgeriegelten, sich selbst bestätigenden Milieu nicht möglich; neue und überraschende Fragen werden nicht gestellt."

Alexandra Hilpert erklärt in der taz, was "Solarpunk" ist, eine eskapistische Bewegung, die sich ein Leben mit nachhaltigen Technologien und im smarten Einklang mit der Natur ausmalt. "Die Bewegung tauscht sich vor allem im Internet aus und formiert sich auf Plattformen wie Reddit oder Tumblr. Gewissermaßen kann man Solarpunk als Gegenbewegung zu Cyberpunk verstehen. Cyberpunk-Welten sind von Technologien geprägt. Roboter haben dort die Weltherrschaft übernommen, kapitalistische Unternehmen kontrollieren die Menschheit und die Natur wird vollständig eliminiert. Im Gegensatz zu diesen pessimistischen Zukunftserzählungen entwirft Solarpunk optimistische, hoffnungsstiftende Welten."

Eine Videovision dieser Bewegung stammt aus einer Joghurt-Werbung:

9punkt - Die Debattenrundschau vom 02.06.2023 - Gesellschaft

Ferda Ataman ist "Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung". Als solche ruft sie Unternehmen auf, "diverser" zu werden und womöglich nach Bevölkerungsgruppen zu "quotieren". Emrah Erken, ein Schweizer Rechtsanwalt, buchstabiert Atamans Forderung in einem langen Tweet aus und kommt zu dem Ergebnis, dass sie im Schweizer, aber natürlich auch im deutschen Recht krasse Verstöße gegen Datenschutz und Persönlichkeitsrechte impliziert: "Damit ein Schweizer Arbeitgeber - so wie von Ataman hier für Deutschland gefordert hat - derartige Bestandsaufnahmen machen kann, bräuchte es die entsprechende Frage gegenüber dem Arbeitnehmer. Logischerweise würde diese bereits beim Jobinterview oder beim Eintrittsgespräch gestellt werden. Die entsprechende Frage ist allerdings rechtswidrig. So wie der Arbeitgeber gegenüber einer Kandidatin die Fragen 'Sind Sie schwanger?' oder 'Haben Sie vor, Kinder zu bekommen?' nicht stellen darf, darf er selbstverständlich die Fragen 'Sind Sie schwul?', 'Haben Sie eine Transidentität?' oder 'Was ist Ihre sexuelle Orientierung?' nicht stellen." Auch in Deutschland seien solche Fragen unzulässig, "aufgrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Mit anderen Worten fordert die Antidiskriminierungsbeauftragte der deutschen Bundesregierung die Verletzung dieses Gesetzes".

9punkt - Die Debattenrundschau vom 01.06.2023 - Gesellschaft

Recht unbehaglich ist taz-Autor Konrad Litschko in der taz mit dem Urteil gegen die militant Linksradikale Lina E.: fünf Jahre Gefängnis: "Der Eindruck ist, dass die Justiz auf rechtsextremer Seite keinen derartigen Verfolgungseifer an den Tag legt" (er lässt sich etwa in der neulich empfohlenen RBB-Doku über Rechtsextreme in Südbrandenburg bestätigen, die selbst nach brutalsten Gewalttaten nur zu matten Bewährungsstrafen verurteilt wurden). Lina E. wird vorgeworfen, Rechtsextreme in vermummten Aktionen krankenhausreif geschlagen zu haben. Dennoch, so Litschko, wurde in dem Prozess kaum thematisiert, das rechtsextreme Gewalt immer "noch die größere Gefahr ist, gerade in Ostdeutschland und speziell in Eisenach. Nicht weniger als 219 Todesopfer durch rechtsextreme Täter seit dem Wendejahr 1990 zählt die Amadeu Antonio Stiftung." Hier Litschkos ausführlicher Bericht.

Wie genau die Selbstjustiz Lina E.'s und ihrer Hammerbande funktionierte, schildert Stefan Locke in der FAZ: "Bei den Angriffen waren 15 Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Am schlimmsten traf es einen Kanalarbeiter in Leipzig, der bei der Arbeit überfallen wurde, dabei einen mehrfachen Schädelbruch erlitt, bis heute eine Metallplatte im Gesicht tragen muss, weil er sonst erblinden könnte, der seine Arbeit verlor und aus Angst den Wohnort gewechselt hat. Die Täter hatten ihn spontan ausgewählt, weil er eine Mütze mit einem in der rechtsextremen Szene beliebten Kampfsportlogo trug." Mehr in diesem Twitter-Thread.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 30.05.2023 - Gesellschaft

Im Leipziger Zoo wurde ein gesunder, aber nicht mehr zeugungsfähiger Zebrahengst geschlachtet und an die Löwen verfüttert. An sich ein normaler Vorgang, sagt der Nürnberger Zoodirektor Dag Encke im Gespräch mit Hanna Gersmann von der taz und kann die Aufregung nicht verstehen. "Wir hängen im Nürnberger Zoo jeden Monat eine Liste aus, auf der steht, welche Tiere geboren oder gestorben sind und welche verfüttert wurden. Davor bleiben viele Gäste stehen und gucken sich das unaufgeregt an. Den Nahrungskreislauf versteht jeder. Löwen fressen Zebras. In den USA wird in vielen Zoos nur noch Hackfleisch verfüttert, damit die Besucher nicht Knochen und Blut sehen. Das ist Disney-Welt. Wir wollen nicht mit Traumbildern arbeiten. In Dänemark gehören Tiersektionen - auch im Zoo - sogar zum Lehrplan der Schulen."

Sowohl islamistisch als auch rechtsextrem codierte Attentate wie in Würzburg und Hanau wurden von psychisch gestörten Männern verübt, eine bedrohliche Tendenz, notiert Nordrhein-Westfalens Verfassungsschutzchef Jürgen Kayser im Gespräch mit Helene Bubrowski und Reiner Burger von der FAZ: "Wir sehen eine zunehmende Wechselwirkung zwischen extremistischer Ideologie und psychischer Instabilität. Daraus ergeben sich besondere Gefahren, weil eine Person immer unberechenbarer werden kann, man immer schlechter sagen kann, ob und wann sie womöglich losschlagen würde - im psychischen Wahn, bestärkt durch eine extremistische Ideologie. Es ist schwer zu sagen, was letzten Endes die Tat auslöst. Zur Verhinderung von Gewalt ist es wichtig, frühzeitig auf diese Menschen aufmerksam zu werden." Kayser stellt auch fest, dass der Rechtsextremismus "derzeit als einzige extremistische Ideologie in Deutschland das Potenzial hat, unsere Gesellschaft zu spalten".

9punkt - Die Debattenrundschau vom 27.05.2023 - Gesellschaft

In der SZ hält Sonja Zekri die Kriminalisierung der Letzten Generation nicht nur für politisch falsch, sondern auch für unsinnig: "Eine Massenbewegung, die nicht wächst, wird uninteressant, davon kann Fridays for Future ein Lied singen. Und ziviler Widerstand, an den sich eine Gesellschaft gewöhnt, ist keiner. Wie also wird sich die 'Letzte Generation' verändern? Zunächst einmal scheint der Schock über das Nichtgeliebtwerden der Erkenntnis gewichen zu sein, dass auch Ablehnung und Unterdrückung ihre Vorteile haben - für die Mobilisierung, für die Legitimierung, fürs Bonding. Ungezählte politische oder soziale Bewegungen verdanken der Repression ihre besten Zeiten."

Dreißig Jahre nach dem erschütternden Brandanschlag von Solingen erinnert der Kölner Sozialpsychologe Musa Deli daran, dass sich viele Migranten noch immer unwohl und nicht willkommen in Deutschland fühlen: "Neben den Anschlägen, die uns ebenso lange beschäftigen, sind es die Lebensbedingungen vieler Menschen mit Migrationsgeschichte, die Zweifel daran aufkommen lassen, ob sie hier wirklich anerkannt werden. Immer wieder erleben sie Benachteiligung aufgrund ihrer Herkunft. Die Wohnungssuche gestaltet sich oft schwierig, Bildungsabschlüsse liegen weiterhin unter dem Niveau von Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund, der sozioökonomische Status von Familien ist immer noch deutlich geringer. Die Einschätzung, nicht ganz akzeptiert zu sein und nicht die gleichen Chancen zu haben, führt dazu, dass am türkischen Pass wie an einer Notlösung festgehalten wird. Zur Not könnte man immer noch gehen."